ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

GIBS Climate Action

Jahresbericht des Schuljahres 2021/2022

Schule: BG GIBS
KoordinatorIn: Mag. Rauch-Kovatschitsch Christa
DirektorIn: Mag. Berger-Cian Edda
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Einsparen von Ressourcen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Projekte an unserer Schule durchgeführt. Neu war die Energieinitiative, bei der versucht wurde, offizielle Daten zum Energieverbrauch der Schule zu sammeln. Leider war es unmöglich, Zugang dazu zu bekommen. Trotzdem haben die Schüler:innen mit Begeisterung den CO2-Gehalt der Luft, Lichtstärke, Luftfeuchtigkeit sowie die Temperatur an Kältebrücken gemessen und ausgewertet. Im nächsten Schuljahr wird daran angeknüpft werden.
Zum Thema radelten Mobilität - Schüler:innen und Lehrer:nnen in Teams im um die Wette in die Schule und sammelten über mehrere Monate Rad-Kilometer. Sehr lustig! Im Anschluss daran fand ein Bike-Workshop an der Schule statt, wobei die Teilnehmer:innen unter Anleitung von zwei Fachfrauen viele praktische Tipps zu Fahrradwartung erhielten und auch gleich ausprobieren konnten.
Es wurde Slam Poetry zu den SDGs geschrieben, gefilmt und performt. Wir haben vegan gekocht, Blumen und Gemüse gesät, gepflanzt und das Schulgelände damit begrünt und ein bisschen Guerilla gardening betrieben (Seed bombs), um der Schule ein freundliches Gesicht zu geben. Unser Publikumsmagnet war wieder unser alljährlicher Pop-Up-store "Twice but Nice", bei dem diesmal neben Bekleidung auch Spiele angeboten wurden – das eine oder andere Weihnachtsgeschenk war bestimmt dabei.
Begrünung des Schulhofes - Recycling von alten Gartenmöbeln als Pflanzboxen

Begrünung des Schulhofes - Recycling von alten Gartenmöbeln als Pflanzboxen

Die stolzen Betreiber:innen des GIBS "Twice but Nice Pop up Stores 2022"

Die stolzen Betreiber:innen des GIBS "Twice but Nice Pop up Stores 2022"

Kunden im Twice but Nice Store

Kunden im Twice but Nice Store

Seedbombs werden produziert

Seedbombs werden produziert

Frisch bepflanzte selbst gebaute Holzboxen begrünen die Pausenhalle.

Frisch bepflanzte selbst gebaute Holzboxen begrünen die Pausenhalle.

Seedbomb-Verkauf am Valentinstag

Seedbomb-Verkauf am Valentinstag

Handwerker:innen beim Bau der Pflanzboxen aus Holz und Kautschukfolie (Projekt TU Graz)

Handwerker:innen beim Bau der Pflanzboxen aus Holz und Kautschukfolie (Projekt TU Graz)

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 12

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Projekte an unserer Schule durchgeführt.
o Energie-Check des Schulgebäudes:
Mit einem Koffer voller spannender Geräte, den man am UBZ ausborgen kann, erforschte eine 5. Klasse den Energieaushalt unserer Schule.
o “TWICE BUT NICE“ – Second Hand Fashion and Board Games Store:
Die Textilindustrie wächst, und das auf Kosten der NäherInnen und der Umwelt. Um dafür Bewusstsein zu schaffen und um unserer school community einen verantwortungsvolleren Zugang zu Konsum zu ermöglichen, sammelten wir Kleidungsstücke und errichteten mit selbst gebauten und renovierten Möbeln einen Fashion Store in unserer Schule. Der Erlös der verkauften Stücke wurde an eine NGO gespendet.
o Errichtung eines Schulgartens mit Hochbeeten und Obstbäumen
Im Laufe des Jahres wurde ein mit der Errichtung eines Schulgartens begonnen, wobei Kollege Gerhard Fröhlich mit seiner „Gardening Group“ Hochbeete errichtet errichtet hat. Diese wurden vorerst mit Stauden gefüllt und im Frühjahr mit Humus und Gartenerde aufgefüllt. Schließich wurde Gemüse gesät, und die Kinder konnten nach und nach Radieschen, Mangold, Erdbeeren und Salat ernten, die in der Nachmittagsbetreuung verarbeitet wurden.
o Im Frühling stellte die Climate-Action Gruppe Seed Bombs (Cosmea, Sonnenblumen, Kapuzinerkresse etc.) her, die man am Valentinstag in der Schule kaufen und verschenken konnte.
o Außerdem zog eine andere Gruppe Wild- und Gartenblumen, die zur Begrünung von alten Gartenmöbeln, die zu Pflanzenboxen umfunktioniert wurden, verwendet wurden. Nach den Sommerferien konnten sich die Schüler:innen über Sonnenblumen, Kapuzinerkresse, Cosmea freuen.
o Begrünung der Pausenhalle:
In Zusammenarbeit mit der TU Wien konnte ein Projekt zur Begrünung der Innenräume in Gang gesetzt werden. Dabei wurden Boxen aus Holz gebaut, mit Kautschuk ausgekleidet und mit Pflanzerde und Grünpflanzen befüllt. Die Boxen stellen ansprechende Raumteiler dar, die beliebig verschoben werden können, um kleinere Rückzugsnischen zu gestalten.
o Bike Challenge:
Unsere Schüler:innen und Lehrer:innen nahmen im Herbst 2021 an einer Bike-Challenge teil, die von der Stadt Graz im Rahmen des Sportjahres initiiert wurde. Dabei ging es darum, über eine Gratis-App Fahrradkilometer zu sammeln und so den Individualverkehr zur Schule zu reduzieren. Vor allem sollten die Schüler:innen aber animiert werden, kürzere Wege in der Stadt mit dem Fahrrad zurückzulegen. Das Wettbewerbselement hat zu wahren Meisterleistungen geführt, vielenSchüler:innen und Lehrer:innen hat diese Initiative großen Spaß gemacht. Leider wurde die Initiative im Sommersemester von der Stadt nicht weitergeführt.
o Bike - Repair – Workshop:
Im Sommersemester veranstalten zwei Kolleginnen eine Fahrrad-Reparaturworkshop, bei dem Interessierte sehr praktische Dinge über die Fahrradwartung lernen konnten. Am Ende des Tages hatten alle Teilnehmenden unter anderem einen Fahrradschlauch gewechselt und ein Rad ab- und anmontiert.
o Poetry-Slam- Challenge der Landes Steiermark:
9 Schülerinnen-Teams kamen in die Endauswahl der Nachhaltigkeits-Poetry-Slam-Challenge und verfassten und performten beeindruckende Slam-Texte zu den Nachhaltigkeitszielen der UN.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Eine Kollegin (Magdalena Schneider) hat mit einer 5. Klasse ein Projekt zum Energiehaushalt unserer Schule durchgeführt. Die Schülerinnen arbeiteten mit Messgeräten, die vom UBZ zur Verfügung gestellt wurden. Gemessen wurde die Lichtstärke, CO2 Gehalt der Raumluft, Temperatur an der Innenseite der Fenster, die Raumtemperatur in verschiedenen Unterrichtsräumen sowie an verschiedenen Stellen in den Klassen, und der Energieverbrauch von diversen Geräten im Stand-by Modus. Die Daten wurden von den Schüler:innen gesammelt und in Diagrammform ausgewertet. Zuletzt wurde ein Expertenteam vom Umweltamt Graz eingeladen, um Fragen, die sich während des Projektes ergeben haben, zu beantworten.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Einsparen von Ressourcen, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
27

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Es wurden alle Schüler*innen, ohne geschlechterspezifisch zu unterscheiden, in das Projekt miteinbezogen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Es waren Kontaktaufnahmen zu verschiedenen Institutionen nötig (Diözese als Besitzer des Schulgebäudes, Umweltamt, Denkmalschutzbehörde. Zum Abschluss des Projekts wurden zwei Experten des Umweltamtes Graz / Referat für Energie und Klimaschutz eingeladen. Ihnen präsentierten die Schüler:innen ihre Ergebnisse und stellten viele Fragen bezüglich Verbesserungsmaßnahmen und Möglichkeiten einer thermischen Gebäudesanierung.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
• Durch ein Kurz-Video, in welchem die Projektarbeit dokumentiert wurde, Berichte auf unserer Homepage.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
in Gesprächen mit den Schüler:innen während der Projektdurchführung und danach im Rahmen des Expertengespräches. Die Schüler:innen haben sich in Erinnerung gerufen, warum sie dieses Projekt durchgeführt haben, haben darüber gesprochen, was gut und was nicht so gut gelaufen ist und ob bzw. wie dieses Projekt im nächsten Schuljahr weitergeführt werden könnte.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
„Gibs goes green“ und „Einsparen von Ressourcen“.

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Unsere Schüler*innen waren sehr in dieses Projekt involviert und bereiteten viele Fragen für die Expertengespräch vor. Sie erwarteten sich viele konkrete Vorschläge für Verbesserungsmaßnahmen und waren daher etwas enttäuscht, als sie bemerkten, welche Hindernisse der Denkmalschutz und die alte Bausubstanz darstellen können.

Auch bei allen anderen Projekten waren die Schüler:innen mit großem Interesse und viel Motivation dabei. Sowohl das Gardening- und Begrünungsprojekt wie auch der „Twice but Nice“ Second-hand-Fashion Store waren ein großer Erfolg: im Fashion Store herrschte stets reges Treiben, das Schulgelände ist innen und außen freundlicher, der Bike-Repairworkshop wurde sehr gut angenommen. Von den Eltern und der Schulgemeinschaft kam sehr viel an positiver Rückmeldung.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Verstärktes Klimabewusstsein unter den Schüler:innen und dass ein achtsamer Umgang mit Energie immer wichtiger wird, um die Folgen des Klimawandels zu bremsen, vor allem wenn Ressourcen knapp werden und verschiedene Faktoren ihre Verfügbarkeit eischränken.
Weitere Projekte sind geplant, um den Energieverbrauch der Schule zu reduzieren.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der freundlichen, partnerschaftlichen Atmosphäre, die in unserer Schule herrscht, und in der „flachen Hierarchie“, die viel Handlungsspielraum schafft. Durch diesen Handlungsspielraum und durch das große Engagement von Lehrer:innen und Schüler:innen können gute Ideen entstehen und verschiedene Projekte umgesetzt werden. “Dream big“ ist unser Motto, denn gemeinsam schaffen wir Großes!

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+