Wien, Stadt an der Donau
Schule: Europaschule
KoordinatorIn: Freiinger Ilse, BEdDirektorIn: Dir.Dipl.Päd Zach Elke, BEd
Inhalt
Gemeinsam mit unseren Partnerschulen in Brünn, Eindhoven, Newcastle, Paris und Triest beschäftigten wir uns mit der sozialen und ökologischen Historie der Wasserwege, an denen die jeweiligen Städte liegen, mit Flussregulierungen und ihren Folgen und mit der Wasserversorgung in Ballungszentren.Seit einem Jahr kooperieren wir mit unseren Partnerschulen in Brünn, Eindhoven, Newcastle, Paris und Triest schwerpunktmäßig zum Thema Wasser, Flussregulierungen und Wasserversorgung.
Diese Arbeit trat im Sommersemester 2011 in eine Intensivphase ein.
Wir lasen mit den Kindern Sagen zum Thema, aus denen sie eine Vorstellung über die früheren Probleme mit Hochwässern, Eisstößen und Trinkwasserverschmutzung gewinnen konnten – für Wien die Sage vom Donauweibchen und vom Basilisken. (Früher, als die Donau noch nicht reguliert war, hatte sie viele Seitenarme, es gab oft Überschwemmungen und immer wieder ertranken Menschen. Angesichts dieser Naturgewalten suchten die Menschen eine mystische Erklärung dafür: das Donauweibchen. Auch die Wasserversorgung war früher nicht so einfach: Wasser musste beim Brunnen geholt werden. Immer wieder kam es zu Verunreinigungen, das Wasser wurde ungenießbar und Seuchen breiteten sich aus. Manche glaubten dann, ein Basilisk säße im Brunnen.)
Außerdem beschäftigten wir uns intensiv mit der Geschichte der Donauregulierung bzw. der Wiener Trinkwasserversorgung und unternahmen dazu auch einige interessante Lehrausgänge (Donaukraftwerk, Fossilienwelt, Wasserturm, Schiffrundfahrt, Marina Wien, Bezirksmuseum, etc.). Zu diesen Themen erarbeiteten wir gemeinsam mit den Kindern 30 Event-Karten, die die Geschichte der Donau und des Wiener Wassers seit der Römerzeit veranschaulichen. Diese Eventkarten reihten wir mit den Kindern entlang eines Zeitstreifens (Perlenkette) auf und gewannen so einen anschaulichen Überblick über historischen Entwicklungen. Auch unsere Partnerschulen erarbeiteten im gleichen Zeitraum Event-Karten über die historischen Ereignisse an ihren Wasserwegen. Diese Karten wurden dann allen Partnerschulen weitergegeben und ebenfalls am Zeitstreifen veranschaulicht. So erhielten die Kinder im Vergleich der 6 beteiligten Städte einen Überblick über die Ähnlichkeiten und Unterschiede der Probleme, die sich im Zusammenhang mit Wasser und Wasserversorgung ergeben, und über die historisch wachsenden Möglichkeiten, diese Probleme zu lösen – allerdings mit dem Nebeneffekt, dass durch diesen technischen Fortschritt wiederum neue Probleme entstehen.
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