ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Workshop zum Thema „Umgang mit Energie im Alltag“

Schule: Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien
KoordinatorIn: Mag Salzmann-Schojer Katharina, BEd.
DirektorIn: Dr. Haase Thomas
Inhalt
Im Rahmen des Wahlfaches „Ressourcenmanagement“ im 6. Semester der Studienrichtung Umweltpädagogik wurde im der Lehrveranstaltung (LV) Projektmanagement eine Workshop für unbegleitete minderjährige Asylwerber zum Thema „Umgang mit Energie im Alltag“ geplant und am 8. Juni 2011 durchgeführt. Das Know-How zu diesem Themengebiet konnten die Studierenden in den parallelen Lehrveranstaltungen Ressourcenökonomik in der Praxis, Erneuerbare Energie, Alternative Energieformen und effiziente Energienutzung erwerben. Die Unterrichtseinheiten wurden geblockt und fächerübergreifend gestaltet, um so einen zeitlich flexiblen Arbeitsprozess zu ermöglichen.


Zu Beginn des Sommersemesters 2011 bekamen die Studierenden den Auftrag im Rahmen der LV Projektmanagement die Inhalte der Energie-Lehrveranstaltungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zielgruppengerecht aufzubereiten. In einem partizipativen Prozess wurde seitens der Studierenden beschlossen, einen Workshop, in dem energierelevante Themen für den Alltag aufbereitet werden sollten zu organisieren.

Der Workshop wurde als Projekt unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Projektmanagement-tools von den Studierenden selbst konzipiert. Die Lehrveranstaltungsleiterinnen nahmen dabei die Rolle als Coaches ein.

Es wurde ein Stationenbetrieb zu 4 verschiedenen Themenbereichen entwickelt, die in Folge etwas näher beschrieben werden.

Station1: Aspekte des Energiesparens
Die jugendlichen Asylwerber lernen anhand eines Brettspiels, das die Studierenden selbst entwickelt haben, im täglichen Leben Energie zu sparen. Im Zeitraffer wird ein gesamter Tag durchlebt und dabei Einsparungspotential aufgezeigt. Für richtiges „ökologisches“ Verhalten erhalten die Spieler „Geld“. Quizfragen zum Thema Energie förderten den Lerneffekt.

Station 2: Mülltrennung
Das System der Mülltrennung in Wien wird anhand von ausgewählten Beispielen, einem Memory und dem Aufzeigen von Recycling Kreisläufen anschaulich erklärt. Im Anschluss erhalten die Flüchtlinge ein von den Studierenden selbst
konzipiertes Trennsystem für die Wohngemeinschaft.

Station 3: Verschiedene Energiequellen
In einem von den Studierenden entwickelten Spiel, wird die Vielfalt der Energiequellen aufzeigt und deren Chancen und Risiken erklärt. Wer erneuerbare Energiequellen einsetzt, wird belohnt und darf 2 Felder nach vor rücken. Wer nachhaltig am Schnellsten ins Ziel kommt, gewinnt.

Station 4: Kulturaustausch
Die Studierenden und die Flüchtlinge interviewten sich gegenseitig zum Thema Energie und kulturelle Besonderheiten des jeweiligen Herkunftslandes. Die Interviews werden aufgezeichnet und anschließend Videoclips erstellt. Als Abschluss werden die Filme gemeinsam angeschaut und natürlich allen Beteiligten als Erinnerung zur Verfügung gestellt.

Am 8.6. konnten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Wien und dem Burgenland ihr Wissen rund um das Thema Energie und nachhaltig erhöhen.

Abschluss an den interessanten Nachmittag bildete eine gemeinsame Grillerei.

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