ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Ersamus+-Projekt „Change the Story“ – Schaffung neuer Klimageschichten in ganz Europa

Jahresbericht des Schuljahres 2020/2021

Schule: BRG Keplerstraße
KoordinatorIn: Mag. Uray Stephanie
DirektorIn: Mag. Riegler Franz
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Einsparen von Ressourcen
  • Kultur des Lehrens und des Lernens
Inhalt
In Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität nahm das BRG Kepler in diesem Schuljahr mit drei Klassen am Klimaprojekt „Change the Story“ der Europäischen Union teil. Die Schülerinnen und Schüler wählten Themenbereiche, welche mit dem Klimawandel in Verbindung stehen, und mussten diese in Form von einer „Digital Story“ aufbereiten. Dabei war es wichtig die zeitlichen Komponenten von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu integrieren. Die „Digital Stories“ werden schlussendlich mit den Schülerinnen und Schülern der anderen EU-Länder, die am Projekt teilnehmen, ausgetauscht (Ungarn, Italien, Türkei und Großbritannien).
„Der Klimawandel geht uns alle an!“ Dieser Meinung sind auch die Schülerinnen und Schüler der 2b-Klasse, die sich gleich mit vollem Eifer in das Projekt gestürzt haben. Dabei haben sie Superheldinnen und Superhelden in Form von Comics kreiert, die mit ihren Fähigkeiten den Klimawandel bekämpfen.
Massentierhaltung, Atommüll, erneuerbare Energien, Verkehrsmittel, Plastikmüll, Meeresverschmutzung und Feinstaub waren nur einige der Themen, welche sich die Schülerinnen und Schüler der 3b-Klasse ausgesucht haben und in kreativer Weise in Stop-Motion-Videos, Podcasts und Co. verwandelten.
Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Nachhaltigkeit (6. und 7.Klassen) beteiligten sich ebenso an diesem Projekt. Dabei entstanden beeindruckende „Digital Stories“ in Form von Videos, Posts und Podcasts, die sich mit verschiedensten Aspekten des Klimawandels beschäftigten. Die Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten wählten für ihre Geschichten u.a. die Themen Konsum und Landwirtschaft, Stromerzeugung mithilfe fossiler Brennstoffe, Mobilität (wie klimafreundlich können wir unseren Schulweg zurücklegen?), Wasserkreisläufe und Wasserverschwendung, Naturkosmetik, und die (un-)natürliche Lebensweise des Menschen.
Digital Stories im Klimapavillon Graz Digital Stories im Klimapavillon Graz
Schüler beim Drehen ihrer Digital Story Schüler beim Drehen ihrer Digital Story
Digital Story "Naturkosmetik" im Klimapavillon Digital Story "Naturkosmetik" im Klimapavillon
Schüler beim Erstellen ihrer Digital Story Schüler beim Erstellen ihrer Digital Story
Video einer Digital Story am Freiheitsplatz Video einer Digital Story am Freiheitsplatz
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 12

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Jahresziel 1: „Ich kaufe, also bin ich?“ – Was bedeutet für uns ressourcenschonender Konsum?

In jeder Klasse gibt es ein Umweltteam bestehend aus vier Personen, die ihre Mitschülerinnen und Mitschüler bei verschiedenen Aufgaben im Klassenraum unterstützen sollen, beispielsweise bei der korrekten Abfalltrennung und Abfallvermeidung im Klassenraum.

Erasmus+-Projekt: „Change the Story“ (Schwerpunkt Klimawandel und Digitalisierung): in verschiedenen Unter- und Oberstufenklassen werden "Digital Stories" zu den Themen Klimawandel und Konsum erstellt.

Biologie und Umweltkunde:
Die 3A- und die 3E-Klasse haben sich in diesem Jahr im Biologieunterricht vermehrt mit dem Thema Landwirtschaft, sowie dem Konsum von landwirtschaftlichen Gütern auseinandergesetzt. Im Zuge dessen, haben die SchülerInnen jeweils saisonale und regionale Gerichte gekocht, wobei ein großes Augenmerk auf die Auswahl der Zutaten nach ökologischen Kriterien gelegt wurde. Dabei entstand neben tollen Kochvideos auch ein Klassenkochbuch.

Geografie und Wirtschaftskunde:
Die 1. Klassen beschäftigten sich mit dem Verbrauch von Ressourcen bei der Herstellung von Waren, der Abholzung der Regenwälder für die Herstellung palmölhaltiger Produkte und fragte sich, ob man insgesamt weniger konsumieren sollte.
Wie es gelingen kann nachhaltig einzukaufen (regional + saisonal) war ein Thema der 2. Klassen im GWK-Unterricht. Außerdem setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit nachhaltigem Tourismus, also nachhaltigem Verhalten im Ausland auseinander. Außerdem prüften sie verschiedene Transportmittel auf ihre Nachhaltigkeit (Flugzeug vs. Auto; Rad vs. Auto; Zug vs. Auto).
Welche Auswirkungen das immer beliebtere Online-Shopping auf die Umwelt hat und welche Alternativen es dazu geben kann, untersuchten die 3. Klassen. Mit welchen Materialien werden Waren verpackt und wie bzw. wo kann man einkaufen, um Verpackungen zu sparen?
Was bedeutet eigentlich Verschwendung und wie kauft man nachhaltig ein? Der Verbrauch von Ressourcen bei der Herstellung von Waren sowie die Kenntnis verschiedener Öko-Labels waren Themen, mit denen sich die 5. Klassen beschäftigten.
Ist unser Fleischkonsum tatsächlich ein so entscheidender Faktor, der die Ausbeutung der Erde und den Klimawandel antreibt? Welche politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen gibt es, um nachhaltigen Konsum zu fördern? Welche Rolle spielen hierbei regionale Produkte? Fragen über Fragen, die sich die 6. Klassen im GWK-Unterricht stellten.

Wahlpflichtfach Nachhaltigkeit: 6. und 7. Klassen:
• Analyse der menschlichen Bedürfnisse: Was „braucht“ der Mensch eigentlich? Ist es möglich nicht zu konsumieren? Ist es notwendig, dass wir so viel konsumieren? Wie schaffe ich es nachhaltig(er) zu konsumieren?
• Mein Ökologischer Fußabdruck
• Was versteht man unter dem „Earth Overshoot Day“?
• Lebensmittel: Lebensmittelindustrie, Fleischkonsum, nachhaltige Lebensmittelproduktion
• Wasser: Haben wir auf der Erde unbegrenzt Süßwasser zur Verfügung? Sollten alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben? Wasser als Ware – Handel mit Wasser
• Produktion von Textilien: die Modeindustrie als Umweltsünder, Fast Fashion, nachhaltige Mode

Jahresziel 2: Wie „bewegt“ uns Corona? – physisch und psychisch

Bewegung und Sport:
Get up for Fitness & Health (Februar 2020 – Februar 2021)
Eine Studie zur Verbesserung der motorischen Leistungen und Steigerung der Motivation im Sport an insgesamt 50 SchülerInnen des BRG-Keplers.
Allgemein haben die SchülerInnen mehr Bewegung in der Zeit von Covid-19 gemacht. Laut Umfrage sind für die SchülerInnen ihre Eltern und ihr Freundeskreis die wichtigsten Indikatoren für ihre intrinsische Motivation zum Sporttreiben und der Ausgangspunkt für einen gesunden Lebensstil. An dritter Stelle befindet sich bereits die Schule gefolgt von Sportvereinen und in diesem Zusammenhang zeigt die Studie, wie wichtig allgemein Bewegung und Sport sind, und dass eine Vernetzung zwischen Schule, Bildung und Eltern unerlässlich bleibt. Die SchülerInnen haben am Ende des Projektes in allen Disziplinen leistungsmotorische Fortschritte erzielen können. Sie erreichen eine bemerkenswerte allgemeine relative Leistungssteigerung von 23,5 Prozent!

Bewegung und Sport - Mädchen:
Jerusalema-Dance-Challenge
Ein Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts in Zeiten der Corona-Pandemie wurde auf der ganzen Welt durch die „Jerusalema-Dance-Challenge“ gesetzt. Auch die Mädchen der 1CD tanzten in Zeiten des Distance Learning gemeinsam via Video-Konferenz den Jerusalema-Tanz. Nach Wiederöffnung der Schulen war dann die Freude umso größer nun auch gemeinsam performen zu können. Dass das fröhliche Gefühl des gemeinsamen Tanzens ansteckt, merkt man auch daran, dass sich die Mädels aus der Oberstufe ebenfalls dazugesellten.

Psychologie und Philosophie (Regelunterricht und Wahlpflichtfach), 7. Klassen:
Psychische Gesundheit in der Krise
• Eingeschränkte sinnesphysiologische Wahrnehmung: Auseinandersetzung mit Wahrnehmungsstörungen durch ein „Zuviel“ sowie Verfassen eines Statements zum Thema "Pandemie und Entzug von körperlicher Nähe"
• Leib und Seele: Auseinandersetzung mit den Pressemittelungen der Donau-Universität Krems zur ersten Studie über die psychischen Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen
• Das Recht auf Vermissen: Wie geht es jungen Menschen damit, ihre Kontakte monatelang auf ein Minimum zu reduzieren? Ist das Bedürfnis nach sozialer Nähe tatsächlich von so hoher Bedeutung, ist es tatsächlich eine Zumutung, nicht feiern gehen zu können oder ist dies alles Jammern auf hohem Niveau?
• Kinderrechte und COVID

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
In Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität nahm das BRG Kepler in diesem Schuljahr mit drei Klassen am Klimaprojekt „Change the Story“ der Europäischen Union teil. Die Schülerinnen und Schüler wählten Themenbereiche, welche mit dem Klimawandel in Verbindung stehen, und mussten diese in Form von einer „Digital Story“ aufbereiten. Dabei war es wichtig die zeitlichen Komponenten von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu integrieren. Die „Digital Stories“ werden schlussendlich mit den Schülerinnen und Schülern der anderen EU-Länder, die am Projekt teilnehmen, ausgetauscht (Ungarn, Italien, Türkei und Großbritannien).
„Der Klimawandel geht uns alle an!“ Dieser Meinung sind auch die Schülerinnen und Schüler der 2b-Klasse, die sich gleich mit vollem Eifer in das Projekt gestürzt haben. Dabei haben sie Superheldinnen und Superhelden in Form von Comics kreiert, die mit ihren Fähigkeiten den Klimawandel bekämpfen.
Massentierhaltung, Atommüll, erneuerbare Energien, Verkehrsmittel, Plastikmüll, Meeresverschmutzung und Feinstaub waren nur einige der Themen, welche sich die Schülerinnen und Schüler der 3b-Klasse ausgesucht haben und in kreativer Weise in Stop-Motion-Videos, Podcasts und Co. verwandelten.
Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs Nachhaltigkeit (6. und 7.Klassen) beteiligten sich ebenso an diesem Projekt. Dabei entstanden beeindruckende „Digital Stories“ in Form von Videos, Posts und Podcasts, die sich mit verschiedensten Aspekten des Klimawandels beschäftigten. Die Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten wählten für ihre Geschichten u.a. die Themen Konsum und Landwirtschaft, Stromerzeugung mithilfe fossiler Brennstoffe, Mobilität (wie klimafreundlich können wir unseren Schulweg zurücklegen?), Wasserkreisläufe und Wasserverschwendung, Naturkosmetik, und die (un-)natürliche Lebensweise des Menschen.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Einsparen von Ressourcen, Kultur des Lehrens und des Lernens

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
65

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
-

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Das Projekt wurde geleitet und unterstützt von Prof. Dr. Kathrin Otrel-Cass und Mag. Julia Mayr von der Universität Graz. Sie veranstalteten regelmäßige (Online-)Treffen mit den Lehrkräften und waren zum Teil auch über Videokonferenz in den Projektstunden anwesend und konnten so die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Arbeit unterstützen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Einige Schülerinnen und Schüler, die an diesem Projekt teilgenommen haben, nutzten die Möglichkeit ihre Beiträge im Klima-Kultur-Pavillon am Freiheitsplatz in Graz am 14. und 15. Juli auszustellen und somit einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Einige Digital Stories wurden sogar für den Umweltpreis der Stadt Graz eingereicht.
Digitale Geschichtensammlung des BRG Keplers:
https://www.flipsnack.com/kathrincass/change-the-story-digitale-geschichtensammlung-brg-kepler-13eh208unf.html
Projekthomepage: https://www.changethestory.eu/

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Evaluationsbögen wurden von der Universität Graz zur Verfügung gestellt und von den Schülerinnen und Schülern gegen Ende des Projekts ausgefüllt.
Bei einem Online-Treffen am Ende des Sommersemesters konnten auch die Lehrkräfte das Projekt reflektieren und evaluieren.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
„Ich kaufe, also bin ich?“ – Was bedeutet für uns ressourcenschonender Konsum?

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Manche Schülerinnen und Schüler hatten gute Ideen, die sie dann in sehr kreativer Art und Weise in ihren Digital Stories umgesetzt haben.
Außerdem wollten einige Schülerinnen und Schüler ihre Digital Stories sowohl für den Grazer Umweltpreis einreichen als auch im Klimapavillon am Freiheitsplatz ausstellen.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Man merkt, dass sich die betreffenden Klassen mit den Themen Konsum und Klimawandel bereits eingehender beschäftigt haben, da sie über ein grundlegendes Wissen in diesen Bereichen verfügen.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Themen Umweltschutz und Klimawandel werden u.a. durch den Schulschwerpunkt Naturwissenschaften in verschiedenen Unterrichtsgegenständen sowie im Rahmen verschiedener Projekte kontinuierlich behandelt.
Im Schuljahr 2020/21 fand zum ersten Mal das Wahlpflichtfach Nachhaltigkeit für Oberstufenschüler/innen statt.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
IMST (Innovationen Machen Schulen Top)
Erasmus+

Weitere Netzwerke
ELIC - Engeneering Literacy online, Sparkling Science, Kooperation mit KF-Universität Graz, voXmi