ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Das nachhaltige Dorf der Zukunft

Jahresbericht des Schuljahres 2020/2021

Schule: HBLFA Tirol Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Lebensmittel- und Biotechnologie Tirol
KoordinatorIn: Mag.a Pallua Gabriele
DirektorIn: Mag. Zecha Ronald
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Reduzieren von Emissionen
  • Mobilität und Verkehr
Inhalt
Das Projekt zum "nachhaltigen Dorf der Zukunft" fungierte unter dem Aspekt der ländlichen Entwicklung vor dem Hintergrund ökologischer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeit.

In einem ersten Schritt wurden mit Schüler/innen von insgesamt vier Klassen der HBLFA Tirol unterschiedliche Siedlungsformen des ländlichen Raumes und ihre historische Bedeutung erarbeitet (Straßendorf, Streusiedlung, Haufendorf, Angerdorf). Anschließend wurden in Form eines Brainstormings im Klassenverband die Vor- und Nachteile eines Lebens in der Stadt bzw. des Lebens auf dem Land erörtert.

Einen wesentlichen Punkt bildete die Erarbeitung des Themas „Landflucht“ mittels ausgewählter einschlägiger Zeitungsartikel. Um dem Phänomen der Landflucht politisch zu begegnen, wurde im Jahr 2017 der „Masterplan - Ländlicher Raum“ seitens der Bundesregierung ins Leben gerufen. Das Imagevideo hierzu wurde im Unterricht behandelt und auch kritisch beleuchtet.

Es folgte der Feldforschungsteil des Unterrichtsprojekts, bei dem Schüler/innen mittels vorgegebener Leitfragen erarbeiten sollten, wie es um die (nachhaltige) Entwicklung ihres Heimatorts bestellt ist. Die Ergebnisse wurden in Kleingruppen diskutiert und im Plenum gesammelt.

Als weiterer Input wurde der Film „Rettet das Dorf“ herangezogen, worin Potentiale und Perspektiven der dörflichen Entwicklung exemplarisch dargestellt werden. Diese Eindrücke wurden mit den Ergebnissen der eigenständigen Feldforschung kombiniert und unter dem Überbegriff „Nachhaltigkeit“ zusammengeführt. Dabei entfiel ein weiterer Schwerpunkt auf der Erörterung des Begriffs der Nachhaltigkeit im Denken der Schüler/innen.

Abschließend wurden Erkenntnisse zur nachhaltigen Dorfentwicklung erneut auf die Ebene der Heimatorte der Schüler/innen gebracht. Die Jugendlichen sollten sich dabei Gedanken machen, wie ihr individueller Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes aussehen könnte. Die Ergebnisse wurden wiederum gesammelt und diskutiert.
Das Nachhaltige Dorf der Zukunft Das Nachhaltige Dorf der Zukunft
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Der SDG Garten wurde pünktlich mit der Reife- und Diplomprüfung der SchülerInnen, die ihn gestaltet haben, im Eingangsbereich der Schule aufgestellt.
Die neuen KollegInnen an der Schule wurden im Rahmen von Konferenzen und pädagogischen Tagen über die SDGs und die didaktischen Materialien darüber informiert.
In der Bibliothek wurde die "ökologische Nische" eingerichtet und ebenfalls werden die KollegInnen im Sozialraum regelmäßig über die Neuanschaffungen in der Bibliothek informiert.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Das Projekt zum "nachhaltigen Dorf der Zukunft" fungierte unter dem Aspekt der ländlichen Entwicklung vor dem Hintergrund ökologischer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeit.

In einem ersten Schritt wurden mit Schüler/innen von insgesamt vier Klassen der HBLFA Tirol unterschiedliche Siedlungsformen des ländlichen Raumes und ihre historische Bedeutung erarbeitet (Straßendorf, Streusiedlung, Haufendorf, Angerdorf). Anschließend wurden in Form eines Brainstormings im Klassenverband die Vor- und Nachteile eines Lebens in der Stadt bzw. des Lebens auf dem Land erörtert.

Einen wesentlichen Punkt bildete die Erarbeitung des Themas „Landflucht“ mittels ausgewählter einschlägiger Zeitungsartikel. Um dem Phänomen der Landflucht politisch zu begegnen, wurde im Jahr 2017 der „Masterplan - Ländlicher Raum“ seitens der Bundesregierung ins Leben gerufen. Das Imagevideo hierzu wurde im Unterricht behandelt und auch kritisch beleuchtet.

Es folgte der Feldforschungsteil des Unterrichtsprojekts, bei dem Schüler/innen mittels vorgegebener Leitfragen erarbeiten sollten, wie es um die (nachhaltige) Entwicklung ihres Heimatorts bestellt ist. Die Ergebnisse wurden in Kleingruppen diskutiert und im Plenum gesammelt.

Als weiterer Input wurde der Film „Rettet das Dorf“ herangezogen, worin Potentiale und Perspektiven der dörflichen Entwicklung exemplarisch dargestellt werden. Diese Eindrücke wurden mit den Ergebnissen der eigenständigen Feldforschung kombiniert und unter dem Überbegriff „Nachhaltigkeit“ zusammengeführt. Dabei entfiel ein weiterer Schwerpunkt auf der Erörterung des Begriffs der Nachhaltigkeit im Denken der Schüler/innen.

Abschließend wurden Erkenntnisse zur nachhaltigen Dorfentwicklung erneut auf die Ebene der Heimatorte der Schüler/innen gebracht. Die Jugendlichen sollten sich dabei Gedanken machen, wie ihr individueller Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes aussehen könnte. Die Ergebnisse wurden wiederum gesammelt und diskutiert.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Reduzieren von Emissionen, Mobilität und Verkehr

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
101

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Beim Punkt "Landflucht" wurde dem Thema "Ist Landflucht ein weibliches Phänomen?" ausführlich Platz eingeräumt.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Einige Schüler/innen kontaktierten im Zuge der skizzierten Feldforschung die Verwaltung der eigenen Heimatgemeinde, um Informationen zur eigenen Gemeinde zu erhalten.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Projekte wurden im Zuge der Erarbeitungsphase im Klassenverband vorgestellt und diskutiert. Coronabedingt war es zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, die Ergebnisse weiter nach außen zu tragen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Das Projekt wurde bereits im Erarbeitungsprozess phasenweise rekapituliert. Zwischenergebnisse wurden evaluiert und diskutiert. Eine abschließende Betrachtung fand zuerst individuell statt, indem Schüler/innen Konzepte zur nachhaltigen Dorfentwicklung ihres Heimatorts erarbeiteten. Im Plenum wurden diese Konzepte zusammengetragen und zu Plänen gestaltet, wie "ihr" nachhaltiges Dorf der Zukunft aussehen könnte.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Umweltzeichen, Punkt 2, Umweltpädagogik

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Der Erfolg konnte anhand der Partizipation der Schüler/innen festgestellt werden. Ausnahmslos haben alle Jugendlichen fortwährend ihre Erarbeitungen eingereicht, überarbeitet und fortgeführt. Eine rege Beteiligung im Rahmen aller Diskussions- und Evaluierungsphasen ließ zudem ein starkes Interesse sowie einen hohen Lebensweltbezug erkennen.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die betroffenen Schüler/innen haben ein Bewusstsein für die Notwendigkeit der (Weiter-)Entwicklung des ländlichen Raumes entwickelt, das man in fortwährenden Beiträgen im Rahmen anderer Themen erkennen konnte. Sie haben zudem erkannt, wie wichtig es ist, dass diese Entwicklung vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit stattfindet, um zukunftsorientiert und klimafreundlich bei der Umsetzung von vorwiegend Infrastrukturprojekten zu handeln.

Wo liegen unsere Stärken?
Stärken liegen definitiv im Wissen, das viele Schüler/innen durch einschlägige Lebensverhältnisse (am Land, im landwirtschaftlichen Umfeld) mitbringen und in den Unterricht integrieren.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Das Österreichische Umweltzeichen

Weitere Netzwerke
k.i.d.Z.21 Schule, makingAChange Schule