ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

CO2-Bilanz der Schule

Jahresbericht des Schuljahres 2020/2021

Schule: HTL Rennweg
KoordinatorIn: Dipl.-Ing. Kussbach Clemens
DirektorIn: Dipl.-Ing. Jüngling Gerhard
Handlungsbereiche:
  • Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
  • Reduzieren von Emissionen
  • Mobilität und Verkehr
Inhalt
Im Rahmen des Kooperationsprojekts "makingAchange" mit dem Climat Change Centre Austria wurde der CO2-Fußabdruck der Schule erhoben. Mit fachlicher Unterstützung von der Universität für Bodenkultur und dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und in Gemeinschaft mit mehreren anderen Schulen österreichweit wurden alle relevanten Daten erhoben, ausgewertet und besprochen. Erste Maßnahmen zur Verbesserung der Bilanz wurden abschließend identifiziert.
Schulintern haben mehrere kleine Teams von Lehrer*innen und Schüler*innen aus dem Kreis des Klima-Klubs an der Durchführung des Projekts zusammengearbeitet. Die Projektleitung haben zwei Schüler*innen übernommen.
Als wesentliches Ergebnis konnten die Hauptverursacher von CO2-Emissionen der Schule deutlich identifiziert werden. Mobilität mit einem Anteil von nahezu 2/3 der Gesamtemissionen spielt dabei die größte Rolle. Mit einem Viertel der Gesamtemissionen folgt auf Platz 2 der Energieverbrauch.
Entsprechend sollen sich die ersten Maßnahmen zur Senkung der CO2-Bilanz auf diese beiden Bereiche konzentrieren.
Abschlussfoto zur ersten CO2-Bilanz der HTL3R Abschlussfoto zur ersten CO2-Bilanz der HTL3R
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 8

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Ziel 1 - Schulentwicklung:
- Das ÖKOLOG-Team wurde gebildet
- Fortbildungen zu Umweltthemen wurden vermehrt wahrgenommen

Ziel 2 - Einsparen von Ressourcen:
- Der CO2-Fußabdruck der Schule wurde erstellt
- Schüler*innen wurden zu Umweltexpert*innen geschult und in der Schule aktiv

Ziel 3 - Reduzieren von Emissionen:
- Das Abfallwirtschaftskonzept wurde neu erstellt
- Das Mülltrennungskonzept wurde unter stärkerer Einbindung der Schüler*innen aktualisiert, Zusammenarbeit mit MA48
- Die Messung der Luftgüte (CO2) wurde Thema mehrerer Schüler*innen-Projekte
- Ein fächerübergreifendes Unterrichtsprojekt zum Thema Abfall und Wertstoffe ("Go-llect") sowie ein Abfall-Analyseprojekt in Chemie wurden durchgeführt

Ziel 4 - Mobilität und Verkehr:
- Das Mobilitätsverhalten von Lehrer*innen und Schüler*innen in Bezug auf die genutzten Verkehrsmittel wurde erhoben
- Ein Radtag zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität wurde erfolgreich durchgeführt
- E-Tankstellen für Elektro-KFZ wurden an das bestehende Solarkraftwerk angeschlossen

Ziel 8 - Zusammenarbeit:
- Ein Unterrichtsworkshop zum Thema der SDGs wurde mit der Organisation "Südwind" im Rahmen der Global Education Week durchgeführt
- Eine Kooperation "makingAchange" mit dem Climate Change Center Austria, der BOKU, der IIASA und Welt der Kinder wurde eingegangen und hat uns in unserem ÖKOLOG-Prozess sehr erfolgreich unterstützt
- Kompetenzorientierte Firmenkooperationen wurden im Rahmen unseres "Innovation Day" vertieft, insbesondere mit Konica Minolta, von der ein Nachhaltigkeitspreis für unseren Projektewettbewerb gestiftet wurde
- Projekterfolge, Prämierungen bei Wettbewerben, usw. werden intensiv auf der erneuerten Schulwebsite der Öffentlichkeit präsentiert

Ziel 9 - Schulklima und Partizipation:
- Das fächerübergreifende Unterrichtsprojekt "Go-llect" hat die Kooperation zwischen Lehrer*innnen vertieft und gestärkt
- Schüler*innen wurden zu Klima-Peers ausgebildet und brachten sich im Klima-Klub, bei den Klima-Projekten des Schuljahres und beim internen ÖKOLOG-Marketing aktiv ein

Ziel 10 - Kultur des Lehrens und Lernens:
- Umweltbildung im Unterricht wurde erstmals durch Kennzeichnung in Untis laufend erhoben
- Es wurde fächerübergreifend (Labor, Religion, Chemie) an Umweltthemen gearbeitet ("Go-llect", "Trennen & Erkennen") und es wurden dabei Handlungsmöglichkeiten zu den Themen Abfall, Wertstoffe und Ressourcenschonung besprochen und praktisch ausprobiert
- Umweltthemen, insbes. der Klimawandel und seine zahlreichen Aspekte, die damit verbundenen inneren und äußeren Konflikte, wurden im Rahmen des Klima-Klubs thematisiert und ein Austausch zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen emöglicht. Die Klima-Peer Ausbildung ("makingAchange") hat besonders intensiv zu dieser Auseinandersetzung beigetragen.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Im Rahmen des Kooperationsprojekts "makingAchange" mit dem Climat Change Centre Austria wurde der CO2-Fußabdruck der Schule erhoben. Mit fachlicher Unterstützung von der Universität für Bodenkultur und dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und in Gemeinschaft mit mehreren anderen Schulen österreichweit wurden alle relevanten Daten erhoben, ausgewertet und besprochen. Erste Maßnahmen zur Verbesserung der Bilanz wurden abschließend identifiziert.
Schulintern haben mehrere kleine Teams von Lehrer*innen und Schüler*innen aus dem Kreis des Klima-Klubs an der Durchführung des Projekts zusammengearbeitet. Die Projektleitung haben zwei Schüler*innen übernommen.
Als wesentliches Ergebnis konnten die Hauptverursacher von CO2-Emissionen der Schule deutlich identifiziert werden. Mobilität mit einem Anteil von nahezu 2/3 der Gesamtemissionen spielt dabei die größte Rolle. Mit einem Viertel der Gesamtemissionen folgt auf Platz 2 der Energieverbrauch.
Entsprechend sollen sich die ersten Maßnahmen zur Senkung der CO2-Bilanz auf diese beiden Bereiche konzentrieren.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Reduzieren von Emissionen, Mobilität und Verkehr

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
6

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Geschlechterspezifische Lernzugänge wurden so weit wie möglich berücksichtigt (Selbsteinschätzung, Sach- und Fachinteressen).

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
- Climate Change Centre Austria
- Universität für Bodenkultur
- International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)
- Welt der Kinder (jung & weise)

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Maßnahme wurde schulintern im Schulgemeinschaftsausschuss und in der Lehrer*innenkonferenz präsentiert. Eine Präsentation nach außen über Website und Social Media ist in Arbeit.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Im Rahmen der online abgehaltenen Abschlussveranstaltung wurde das Projekt und seine Ergebnisse zusammen mit dem makingAchange-Team und allen teilnehmenden Schulen reflektiert. Schulintern fand eine Nachbesprechung im Bilanzierungsteam und dem Klima-Klub statt, sowie im Rahmen des Schulentwicklungsteams "Nachhaltigkeit". Es wurden die Schwierigkeiten bei der Erhebung, die Ergebnisse sowie die weitere Vorgehensweise hinsichtlich weiterer Bilanzen und wirksamer Maßnahmen zur Verbesserung der Bilanz besprochen.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Sensibilisierung und Aktivierung der Schulgemeinschaft: "Be part of the solution"

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Zunächst war das Feedback des Kooperationspartners für die geleistete Projektarbeit und die erzielten Ergebnisse sehr gut. Die CO2-Bilanz für das Jahr 2019 konnte abgeschlossen werden und die Ergebnisse sind plausibel und aussagekräftig.
Darüber hinaus hat das Projekt dem an unserer Schule neu gestarteten ÖKOLOG-Prozess einen enormen Initial-Schub gegeben und damit unser Jahresziel beflügelt.
Der Erfolg ist auch daran zu messen, dass es eine breite Befürwortung für die Fortsetzung des Projekts sowie der Kooperationen gibt, dass das ÖKOLOG-Team im weiteren Sinne spürbar wächst und ambitionierte Projekte für das nächste Schuljahr in Planung sind.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Maßnahme...
- hat zur Aktivierung von Schüler*innen und Lehrer*innen beigetragen
- hat das Thema Umwelt und Klimaschutz auf breiter Ebene ins Bewusstsein der Schulgemeinschaft gerufen
- hat unsere Initiative mit externen Experten sowie mit anderen Schulen vernetzt
- hat die Ausgangsbasis für weitere Handlungen geschaffen
- hat Schüler*innen eine Plattform für wirksames Handeln für den Klimaschutz geboten
- hat Schüler*innen einen Einblick in die Schule als Betrieb vermittelt

Wo liegen unsere Stärken?
Einige im Rahmen dieses Projekt deutlich gewordenen Stärken unserer Schulgemeinschaft waren:
- Das gute Verhältnis zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen, das eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ermöglicht hat
- Die umfangreiche Projekt-Ausbildung und auch -Erfahrung unserer Schüler*innen, die sich in der selbständigen Projektbearbeitung gezeigt hat
- Der für unserer Schüler*innen selbstverständliche Umgang mit Daten und deren Analyse
- Das hohe Engagement von Schüler*innen und Lehrer*innen sich für den Klimaschutz einzusetzen

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+