ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Zero waste Projekt geplant ab dem 2.Semester 2021

Jahresbericht des Schuljahres 2019/2020

Schule: BHAK und BHAS BADEN, BHAK f. BT
KoordinatorIn: Mag. Seyser Susanne
DirektorIn: Mag. Stangler Peter
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Reduzieren von Emissionen
  • Schulklima und Partizipation
Inhalt
Abfallvermeidung an der Schule
Zunächst wird eine Klasse den Ist-Zustand an der Schule analysieren: Welche Art und wie viel Abfall fällt an der Schule an? Je nachdem, welcher Abfall - zum Beispiel Papier, PET-Flaschen oder Alu-Dosen - sich als Hauptproblem entpuppt, werden entsprechende Gegenmaßnahmen unternommen.
Durch Exkursionen, Workshops, Vorträge von Spezialisten, fächerübergreifende Besprechung der Themen und gemeinsame Suche nach Lösungen und Alternativen in zahlreichen Klassen soll ein tieferes Bewusstsein für die Abfallproblematik und Eigenverantwortung jedes/jeder Einzelnen geschaffen werden.

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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
10-jähriges Jubiläum der Übungsfirma LOHAS

Die Übungsfirma LOHAS wurde vor 10 Jahren, im Schuljahr 2008/09, von den Lehrerinnen Mag. Margareta Braunstorfer und Mag. Renate Buchegger gegründet. LOHAS steht für „lifestyle of health und sustainability“ und handelt mit nachhaltigen Produkten aus verschiedensten Bereichen. In diesem praktischen Unterrichtsgegenstand arbeiten die Schülerinnen und Schüler jeweils einen Nachmittag pro Woche.
Was steckt dahinter?
Die Philosophie hinter Übungsfirmen ist: Alles so praxisnah wie möglich und in enger Kooperation mit der Wirtschaft zu gestalten, um die Arbeitsrealität in die Schule zu bringen. Anstelle von Schularbeiten und Tests, die üblicherweise zum Alltag der Schülerinnen und Schüler gehören, geht es im Gegenstand „Übungsfirma - Business Training“ beispielsweise darum, Rechnungen rechtzeitig zu bezahlen, immer ausreichend Waren auf Lager zu haben und die Umsatzsteuervoranmeldung spätestens bis 15. eines jeden Monats beim Finanzamt einzureichen.
Der Gegenstand Übungsfirma trainiert – wie kein anderer – die Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und das vernetzte Denken der „Mitarbeiterinnen“ und „Mitarbeiter“. So wird das Wissen aller kaufmännischen Gegenstände benötigt und Stunde für Stunde angewandt! Die Arbeit in den Abteilungen wird größtenteils selbst organisiert, wichtig ist, dass sie termingerecht und richtig erledigt wird.
Internationale Kontakte
Zu Aufträgen bzw. neuen Geschäftskontakten kommen die Firmen unter anderem mit Hilfe von Messebesuchen. LOHAS war seit Bestehen jährlich auf internationalen Übungsfirmenmessen vertreten, wie in Salzburg, Brüssel, Dresden, Mannheim, Prag und Barcelona.
Diese Messeteilnahmen verhalfen unserer Übungsfirma zu vielen nationalen, aber auch internationalen Kontakten nach Deutschland, Schweiz, Spanien, Italien, Frankreich und anderen europäischen Ländern. Als Partnerbetrieb konnte gleich bei der Gründung der Weltladen Baden gewonnen werden, welcher nicht nur bei Messeteilnahmen mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite steht, sondern auch durch Vorträge und Werbematerial.
Zertifizierung
Als Maßnahme der Qualitätssicherung fungiert ACT Österreich als Prüfstelle und verleiht jährlich das Zertifikat „Qualitätsmarke ÜFA“. Das gesamte LOHAS-Team ist stolz, auch dieses Qualitätssiegel erreicht zu haben. Da dieses Zertifikat nur zwei Jahre gültig ist, müssen sich die Übungsfirmen immer wieder aufs Neue unter Beweis stellen. Auch dieses Schuljahr nimmt LOHAS wieder an dem Qualitätswettbewerb teil. Die erworbenen Zertifikate sind sowohl ein Motivationsstimulus als auch eine Bestätigung für die geleistete Arbeit.
Aktivitäten
Im Jubiläumsjahr hat sich die Übungsfirma einige Ziele gesteckt, die sie seit Schulbeginn verfolgt und richtiggehend abarbeitet.
• Das erste große Ziel war, am Tag der offenen Tür allen Besucherinnen und Besuchern die Übungsfirma näherzubringen und zu zeigen, was man im LOHAS-Team zu tun hat.
• Als zweites großes Ziel hat man sich die Verlängerung der Zertifizierung gesetzt, an der seit Schulbeginn vehement gearbeitet wird.
• Damit auch dem strategischen Ziel, jedes Jahr an einer Messe teilzunehmen, Genüge getan wird, laufen bereits die Vorbereitungen für die ÜFA-Messe in St. Pölten.
• Die Geschäftsführerinnen haben dieses Jahr auch einen speziellen Wunsch geäußert, der glücklicherweise gut umsetzbar ist – sie würden gerne alle Aktivitäten in einem Jubiläumsbuch zusammengefasst haben, was aufgrund einer gut gepflegten Homepage ein Leichtes ist.
So wird man am Ende des Schuljahres und vor allem nächstes Jahr beim Tag der offenen Tür allen Interessierten zeigen können, wie vielfältig man eine Übungsfirma gestalten kann.

Fridays for Future
3as | 27. September | Klimademo
Einige Jugendliche aus der 3AS nahmen am Freitag, dem 27. September gemeinsam mit Klassenvorständin MMag. Doris Bernhuber am weltweiten Klimaprotest teil. Die Teilnahme war freiwillig und fand nach dem Unterricht statt. Gemeinsam mit geschätzten 60.000 überwiegend jungen Engagierten aus vielen Schulen Wiens und Niederösterreichs trat man mit kreativen Transparenten lautstark für eine effiziente Klima- und Umweltpolitik ein. Die Unterrichtsprinzipien „Politische Bildung“ und „Umwelterziehung“ erreichen auf diese Weise praktische Umsetzung.

"Fair Traders"
3bs | 3. Oktober | Fair Trade | Baden
Wirtschaften muss auch fair gehen!
In der Dokumentation „Fair traders“ wurden drei Persönlichkeiten vorgestellt, die sich um faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Produktion bemühen und zeigten, dass es möglich ist, Erfolg und Wirtschaftlichkeit ethisch und fair zu gestalten. Schülerinnen und Schüler konnten zum Beispiel im Cinema Paradiso mitverfolgen, wie eine ehemalige Marketingagenturleiterin ihren Job aufgab, um Zero-Waste-Kleidung mit Angestellten, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance hatten, herzustellen. Der Film machte den Jugendlichen Mut, aktiv an der fairen Gestaltung unserer Zukunft teilzunehmen.


Suchtpräventiver Workshop an der HAK/HAS Baden
Am 1., 2. und 3. Oktober fand für die Jugendlichen aus der zweiten HAK und HAS der suchtpräventive Workshop „WAS SUCHsT DU?“ statt. Durchgeführt wurden die Workshops von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachstelle NÖ (www.fachstelle.at), Drehscheibe und Kompetenzzentrum der Suchtarbeit und der Sexualpädagogik in Niederösterreich. Für die Organisation an der Schule sowie den dazugehörigen Elternabend sorgte Mag. Barbara Bernardis.
Ziel der Workshops war es, die Jugendlichen darin zu unterstützen, ihre Persönlichkeit zu stärken und sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Mit Hilfe praktischer Methoden, Austausch und Diskussion wurden folgende Themen behandelt:
* Was ist Sucht? Was kann süchtig machen?
* Entstehungsprozesse und Ursachen von Abhängigkeitserkrankungen
* Aufzeigen persönlicher Schutz- und Risikofaktoren
* Stärkung individueller Lebenskompetenzen
* Grenzen zwischen Genuss, Konsum und Missbrauch
* Reflexion des eigenen Konsumverhaltens
Die Workshops wirken persönlichkeitsstärkend, reflektierend und bewusstseinsbildend und somit suchtpräventiv.

1ck | 1. Oktober | Erlebnisexkursion Föhrenberg
Damit wir einander besser kennenlernen, organisierte unsere Klassenvorständin Mag. Renate Buchegger eine Erlebnisexkursion in den Naturpark Föhrenberg. Bei strahlendem Sonnenschein und mit viel Motivation konnten wir am 1. Oktober in den Tag starten. Begleitet wurden wir von Mag. Andreas Britt.
Während der Waldwanderung gab es immer wieder Stationen mit verschiedenen gruppendynamischen Erlebnisspielen und vertrauensbildenden Übungen. Im Vordergrund standen dabei stets Methoden, die dem besseren Kennenlernen dienten und die Klassengemeinschaft und Teamfähigkeit stärken sollten.
Zusammenfassend konnten wir feststellen, dass wir sehr gut kooperieren und die Natur als spannenden Ort erlebt haben. Wir freuen uns schon sehr auf weitere Ausflüge mit der Klasse.

Ärzte ohne Grenzen
2bs | 12. November | PBSK
Am 12. November 2019 hatten wir im Fach Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz die Möglichkeit, die Non-Profit Organisation Ärzte ohne Grenzen besser kennenzulernen.
Auf Einladung unserer Professorin Mag. Altmann und durch Vermittlung der Initiative „schülerInnen.gestalten.wandel“ kam Frau Marion Jaros-Nitsch vom Ärzte ohne Grenzen Standort Wien für zwei Stunden zu uns in den Unterricht, um mit uns zu diskutieren.
Wir hatten einige für uns interessante Fragen schon vorbereitet, die Fr. Jaros-Nitsch uns alle genau und ausführlich beantwortete. Viele weitere Fragen unsererseits ergaben sich noch im Laufe des Gesprächs.
25 Jahre Jubiläum
Wir erfuhren, dass die Organisation vor 25 Jahren in Frankreich gegründet worden war - daher auch der französische Name „medecins sans frontieres“ und die Abkürzung MSF.
Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität
Zuerst diskutierten wir über die Grundsätze und Werte von MSF und wodurch diese gewahrt werden, dass zum Beispiel viele kleine Privatspender die Unabhängigkeit garantieren und in Kriegsgebieten stets neutral allen geholfen wird.
Fokus: Humanitäre Hilfe
Die medizinische Hilfe steht im Mittelpunkt bei MSF. Manchmal werden aber auch reines Trinkwasser, Notunterkünfte oder Nahrungsmittel organisiert.
Es wird in Notsituationen immer so rasch wie möglich geholfen und oft auch als einzige Organisation in sehr abgelegenen, schlecht erreichbaren Regionen. Als Beispiel erzählte uns Fr. Jaros-Nitsch über den Einsatz beim Tsunami in Indonesien.
Qualifizierte MitarbeiterInnen
Sie zeigte uns auf, wie viele verschiedene Berufsgruppen für Ärzte ohne Grenzen tätig sind. Vom medizinischen Personal im Bereich Wachdienst und Logistik bis hin zum Finanz- und Rechnungswesen ist alles dabei.
Bei jedem Einsatz gibt es sowohl nationale als auch internationale Arbeitskräfte im Verhältnis 9:1.
Die freiwilligen Einsätze dauern bis zu einem Jahr und können auch öfters gemacht werden. MSF ist immer auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.

Risiken bei Einsätzen
Wir wollten natürlich auch wissen, wie gefährlich solche Einsätze in Krisengebieten sind, und mussten leider erfahren, dass es trotz internationaler humanitärer Abkommen oft Angriffe auf die Helfer gibt und der Respekt für die Helfer geringer wird.
In Kriegsgebieten werden sogar die GPS Daten von Krankenhäusern an die Kriegsparteien übermittelt und trotzdem wurde in Afghanistan ein Krankenhaus bombardiert und es gab viele Tote auch unter den Mitarbeitern von MSF.
Break the Silence
MSF möchte, dass die Menschen erfahren, wo Einsätze stattfinden und was in den Einsatzgebieten passiert. Information und Transparenz ist dabei sehr wichtig. Eine Aktion, an der sich Jugendliche beteiligen können, heißt daher Break the Silence.
Hilfe beginnt im Kopf
Nicht alle Katastrophen bekommen genug Aufmerksamkeit. Fr. Jaros-Nitsch machte uns bewusst, dass über viele Krisen- oder Katastrophengebiete z.B. in Afrika oder Asien in den österreichischen Medien wenig oder oft gar nichts berichtet wird.
Sie betonte, wie wichtig es ist, sich Informationen aus hochwertigen, verschiedenen und auch internationale Medien zu holen.
Nur wenn die Menschen über die Notlagen erfahren, sind sie auch bereit, zu spenden.
Gelungene Bewusstseinsbildung
Der Dialog mit Fr. Jarosch-Nitsch hat uns informiert, zum kritischen Denken angeregt, betroffen gemacht und zum Nachdenken angeregt.

Mauthause Memorial
3as, 4bk | 18. Dezember | Geschichte
Um auch außerhalb des Unterrichts Geschichte zu erfahren, waren die Schüler/innen der 3as und 4bk am 18.12. in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Auf einem 3,5-stündigen geführten Rundgang durch das gesamte Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers erfuhren sie nicht nur, wie sich die Zivilbevölkerung mit dem KZ (nicht) auseinandersetzte, sondern auch die Bedingungen, unter welchen die Häftlinge Schwerstarbeit verrichten oder in den Krematorien arbeiten mussten und täglich mit dem Tod konfrontiert waren. Durch Bilder und Zitate von Zeitzeugen wurde den Schüler/innen diese Zeit ebenso nähergebracht wie durch den „Raum der Namen“, in dem alle bisher identifizierten Namen von circa 80.000 Häftlingen, die dort umkamen, aufgelistet sind. Ein Besuch, der sicherlich viele zum Nachdenken angeregt hat - gerade diese Erinnerung und Auseinandersetzung mit diesem Teil unserer Geschichte sind wichtig, um dies nie in Vergessenheit geraten zu lassen.
https://www.mauthausen-memorial.org/de


FAIRTRADE-Tag an der BHAK Baden
2as, 1ak, 3bk, 3ak | Fairtrade | PBSK
Am Dienstag, dem 14. Jänner, hatten mehrere Klassen die Möglichkeit, das FAIRTRADE-Siegel kennenzulernen. Florian Ablöscher, Referent von FAIRTRADE Österreich, der von Mag. Martha Altmann eingeladen worden war, berichtete über die Standards für die Zertifizierung und die Mindestpreise, die FAIRTRADE seinen Vertragsbauern garantiert.
Bei FAIRTRADE steht der Mensch im Mittelpunkt, es handelt sich also um ein soziales Siegel und kein Öko- oder Bio-Siegel. Dies symbolisiert auch das Logo – Mensch mit winkender Hand (schwarz) und die zwei Farben, welche für Konsumenten und Produzenten stehen.
Die Wissensvermittlung erfolgte sehr abwechslungsreich, z.B. durch Online-Umfragen, die sofort sichtbar ausgewertet wurden. Zum Abschluss wurden mit einem Kahoot-Quiz die neu erworbenen Kenntnisse überprüft und natürlich gab es für die drei Bestplatzierten auch eine kleine Belohnung.
Florian Ablöscher bot auch Unterstützung für Abschluss- oder Diplomarbeiten an und ermunterte dazu, an der FAIRTRADE-Schulzertifizierung teilzunehmen.

Shades Tours / Sucht und Drogen
3bs | 31. Jänner | PBSK
Am Fritz-Grünbaum-Platz in Wien erwartet uns (Schüler/innen der 3bs und die beiden Begleitlehrerinnen Mag. Gerda Sacchetti und Dipl.-Päd. Monika Stangl) Günther, ein 52-jähriger, ehemals heroinabhängiger Guide der Organisation „Shades Tours“.
In den folgenden Stunden berichtet er aus seinem Leben. Günther erzählt uns, wie er immer tiefer in die Drogenabhängigkeit hineingerutscht ist, wie gefährlich und aggressionsgeladen das Leben hinter Gittern abläuft, wie Körper und Geist immens rasch verfallen und wie er es schließlich geschafft hat, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Fragen der Schüler/innen beantwortet er schonungslos offen. Während dieses 2-stündigen Spaziergangs durch den 6. Bezirk bis zum Karlsplatz haben wir Authentisches aus dem Leben eines Drogensüchtigen erfahren und haben viel dazugelernt, um uns vor den Gefahren, die vom Drogenmissbrauch jeglicher Art ausgehen, zu wappnen.

Abfallverband NÖ
1bs | 12. Februar | Vortragsreihe „APPetizer“
Am 12. Februar 2020 besuchte Daniel Feik mit seinem Vortrag „APPetizer“, angeboten vom Abfallverband Niederösterreich, auf Einladung von Dipl.-Päd. Claudia Gelbmann unsere Schule. Es ist eine ganze Vortragsreihe, die neben der 1bs auch noch anderen Klassen offensteht.
Thema der Veranstaltung war vor allem die Verschwendung von Lebensmitteln in Österreich. Daniel Feik informierte die Jugendlichen darüber, dass österreichische Haushalte jährlich Lebensmittel rund 300 EUR wegwerfen, viele davon sind noch genießbar und sogar originalverpackt! Er konfrontierte die Schülerinnen und Schüler mit den Begriffen „Mindesthaltbarkeitsdatum“ und „Verbrauchsdatum“. Der erste Begriff gibt an, wie lange ein Lebensmittel mindestens haltbar ist, bevor sich seine Konsistenz verändert, Müll ist es deshalb in vielen Fällen noch lange nicht.

Ein weiteres Thema war die Verpackung von Getränken. Wer ist sich schon dessen bewusst, dass die Produktion von einer Halb-Liter-Aludose bedeutet, dass für die Gewinnung des benötigten Bauxits ein ganzes Fußballfeld Regenwald vernichtet wird? Dass nicht nur das Holz geschlägert wird, sondern der Rotschlamm den Boden für immer verseucht und unfruchtbar macht, und dass die weggeworfenen Aludosen weder recyclebar noch verrottbar sind? Noch viel schlimmer! Die Restbestände aus den Aluminiumdosen greifen die Nervenbahnen an, vor allem die des Gehirns, was wiederum dazu führt, dass die Menschen sich langsam selbst vergiften. Aludosen sind jedoch beliebter als Glasflaschen, und auch Plastikflaschen spielen beim Getränkekonsum eine große Rolle. Besorgniserregend ist, dass deren Weichmacherreste mittlerweile problemlos im Blut nachgewiesen werden können.
Daniel Feik gestaltete die Unterrichtsstunde sehr informativ und brachte sein Anliegen mit Wortwitz und sehr viel Spaß gekonnt an den Mann/die Frau. Er sorgte dafür, dass ihm aufmerksam zugehört wurde. Der Sinn seiner Arbeit besteht darin, die Jugendlichen dazu anzuhalten, ihr Konsumverhalten zu überdenken. Viele von ihnen werden beim nächsten Einkauf lieber zu Glasflaschen als zu Aludosen greifen oder sich häufiger fragen, wie Umweltgifte einzudämmen sind.
Er hinterließ den Schülerinnen und Schülern eine Botschaft: „Ihr seid euch doch das Wichtigste, jeder von euch ist sich doch selbst das Wichtigste! Dann hört auf, euch krank zu machen!“ Dieser Aufruf wird hoffentlich nachhaltig in den Köpfen verankert bleiben.
Daniel Feik warb abschließend für eine eigene App mit Gewinnspiel, die die Jugendlichen mit Spaß und Wettbewerbselementen mit dem Thema vertraut machen soll, und lud zu einem großen Finale in St. Pölten ein.
Weitere Informationen unter www.appetit.cc.

ICH BIN ICH“ – MÄNNER UND FRAUEN LEBEN ANDERS
27.-28.2. | Suchtprävention an der HAK/HAS Baden
Am 27. und 28. Februar fanden für alle ersten Jahrgänge suchtpräventive Workshops zum Thema Essstörung, Risikobereitschaft und Selbstbild statt. Durchgeführt wurden die Workshops von Experten der Fachstelle für Suchtprävention unter der fachlichen Leitung von DSA Michael Guzei, für die Schule geplant und durchgeführt von Mag. Barbara Bernardis.
Eingeteilt in Kleingruppen erarbeiteten einerseits die Mädchen in den „Ich bin ich“- Workshops Fragestellungen zu unterschiedlichen Formen von Essstörungen und zu aktuellen Rollenbildern der Frau in unserer Gesellschaft. Die Burschen-Workshops „Männer leben anders“ widmeten sich Themen rund um männliche Körperideale und dominierende Männerbilder. Dazu zählte auch der Diskurs über Risikobereitschaft, Kontrollverlust und das Wahrnehmen eigener Grenzen.
Begleitet wurden die Workshops in dieser Woche von einem kleinen Experiment: Um auf das Thema gesundes Selbstbild und Selbstwahrnehmung aufmerksam zu machen, mussten sich die Schülerinnen und Schüler der HAK und HAS Baden und natürlich auch alle Lehrerinnen und Lehrer beim Betreten des Schulgebäudes entscheiden, ob sie den Eingang „Beautiful“ oder „Average“ wählen wollen.
Zur Abrundung des Projektes fand am 28.2. ein Informationsabend für Eltern statt, bei dem umfassende Informationen über Essstörungen bzw. Rausch- und Risikoverhalten bei Jugendlichen bereitgestellt wurden.


Digitale Klassenzimmer funktionieren an der HAK/HAS Baden sehr gut!
Seit dem 16. März wird der Unterricht an der HAK/HAS Baden laut Stundenplan weitgehend über Microsoft Teams abgehalten. Microsoft Teams ist ein Programm aus der Microsoft Office 365 Suite, das Chat, Besprechungen, Notizen und Anhänge kombiniert. Da alle Schülerinnen und Schüler ein Benutzerkonto haben, war der Kontakt von Anfang an kein Problem. „Ich bin stolz, dass wir aufgrund 100%iger Erreichbarkeit mit allen unserer Schülerinnen und Schülern arbeiten können“, so Schulleiter Mag. Peter Stangler.
Seit Beginn der Corona-Krise sind die Lehrkräfte nicht nur mit der Wiederholung der Unterrichtslehrinhalte beschäftigt, sondern auch mit dem emotionalen Well-Being ihrer Schützlinge. Lena, 4ak, kommentiert die neue Unterrichtssituation so: „Sie ist zwar fordernd, aber es ist auch sehr angenehm, sich die Zeit selbst einzuteilen!“
Unter den Lehrkräften werden die neuen Rahmenbedingungen an der HAK/HAS Baden in zweiwöchentlichen Online-Konferenzen besprochen und evaluiert. Derzeit ist im Gespräch, das richtige Verhältnis zwischen Online-Präsenzphasen und Arbeitsaufträgen in Form von Wochenplänen zu finden, um die Schülerinnen und Schüler in dieser schwierigen Phase angemessen zu fördern und fordern. Weiters wurde am 31. März schulautonom beschlossen, dass nach den Ferien auch neue Lerninhalte vermittelt werden. Angesichts der Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler Microsoft Teams, ergänzt durch LMS und die Moodle-Plattform eduvidual.at, gut angenommen haben, der technischen Voraussetzungen und der Reife der Schülerinnen und Schüler ist dies an der HAK/HAS Baden kein Problem.
Mut machen Reaktionen von Elternseite wie jene, die das Lehrerteam der 2bs erreichte: „Wir möchten uns recht herzlich für die tolle Arbeit bedanken, die Sie alle leisten, damit der Unterricht fast normal weitergeht. Das funktioniert ausgezeichnet. Danke für Ihr Engagement!“ „Es ist überraschend gut gelaufen“, zieht auch die Obfrau des Elternvereins, Susanne Mark, ein Fazit. „Ich möchte mich im Namen aller Eltern und Erziehungsberechtigten bedanken, viel Kraft wünschen - und bleiben Sie vor allem gesund, wir brauchen Sie, denn wenn Sie krank werden, dann steht das Schulsystem, und das brauchen wir genauso wie das Gesundheitssystem!“
Dem Distance Learning nach Ostern steht der Schulleiter gelassen gegenüber: „Es wird für alles eine Lösung geben und wir werden auch für die Reife- und Abschlussprüfung unser Bestes tun, damit alle zu einem Abschluss kommen!“

Mitglieder des Schulgemeinschaftsausschusses der HAK/HAS Baden blicken der Zukunft positiv über Teams entgegen: Schulleiter Mag. Peter Stangler (oben links), Elternvereinsobfrau Susanne Mark (oben rechts), Lehrerververtreterin Mag. Barbara Petermichl, Schulsprecher Kevin Forcher, 4ak

Zurück in die Schule!

Auch an der HAK/HAS Baden startete am 4. Mai die erste Etappe der sogenannten „Schulöffnung“ mit den Abschlussklassen. Für die Maturantinnen und Maturanten, deren Schuljahr bereits offiziell zu Ende ist, gibt es nun den sogenannten Ergänzungsunterricht. Er wurde anlässlich der speziellen Bedingungen in Corona-Zeiten dafür eingerichtet, um sich zusammen mit den zuständigen Lehrkräften auf die schriftlichen Prüfungsfächer vorzubereiten, versäumte Schularbeiten nachzuholen oder um sich Noten noch auszubessern.
Ebenso zurück sind die Schülerinnen und Schüler der dritten Handelsschulen. Ihr Schuljahr läuft noch bis 15. Mai. Auch sie haben Gelegenheit, nun im Präsenzunterricht Lücken zu schließen, die in den letzten Wochen eventuell entstanden sind.
Für alle gilt: Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen. Der Unterricht wird unter strengen Hygieneauflagen durchgeführt.
Für die anderen Jahrgänge und Klassen gibt es bis nach Pfingsten weiterhin Fernunterricht. Wie dieser an der HAK/HAS Baden konkret abläuft, darüber berichtet die Tageszeitung „Der Standard“ unter dem folgenden Link: lehrerarbeit-in-corona-zeiten-dauerbeschaeftigt-spannend-flexibel
Sag´s Multi
Die diesjährige Finalrunde des Redewettbewerbs SAG’S MULTI war aufgrund der Corona-Krise eine außergewöhnliche: „Go digital!“ war das Motto. Die Finalistinnen und Finalisten, die sich aus 585 Teilnehmer/innen in den Regionalrunden qualifiziert hatten, mussten ihre Reden vor laufender Kamera aufnehmen und einschicken. Diese wurden von der Jury mehrmals angesehen, miteinander verglichen und schließlich bewertet.
Nevena Banov aus der 3ck schaffte es in die Finalrunde und stellte sich auch der Herausforderung, ihre Rede zuhause aufzuzeichnen. Mit ihrer Rede zum Thema „Wer bin ich, wenn ich niemand sein muss?“, die sie auf Deutsch und Russisch hielt, wurde sie am 15. Juni bei der digitalen Preisverleihung als eine der Preisträger/innen in der Kategorie 3 ausgezeichnet.



3. Juni | Deutsch | Jugendschreibwettbewerb Baden 2020
„Unser Leben – Unsere Zukunft“ – unter diesem Motto fand der Jugendschreibwettbewerb Baden 2020, bei dem Schülerinnen und Schüler der Badener Schulen Kurzgeschichten einreichen konnten, statt. Nevena Banov, Schülerin der 3ck, konnte mit ihrem Text Zukunftsbesuch die Jurymitglieder begeistern und gewann in der Altersklasse ab der 11. Schulstufe. Bei der Preisverleihung im Kurpark am 3. Juni wurde sie nicht nur mit einer Urkunde ausgezeichnet, sondern durfte sich im Beisein von Schulleiter Mag. Stangler und Deutschlehrerin Dr. Moser auch über Preise der beiden Hauptsponsoren Cinema Paradiso und Buchhandlung Zweymüller freuen.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Abfallvermeidung an der Schule
Zunächst wird eine Klasse den Ist-Zustand an der Schule analysieren: Welche Art und wie viel Abfall fällt an der Schule an? Je nachdem, welcher Abfall - zum Beispiel Papier, PET-Flaschen oder Alu-Dosen - sich als Hauptproblem entpuppt, werden entsprechende Gegenmaßnahmen unternommen.
Durch Exkursionen, Workshops, Vorträge von Spezialisten, fächerübergreifende Besprechung der Themen und gemeinsame Suche nach Lösungen und Alternativen in zahlreichen Klassen soll ein tieferes Bewusstsein für die Abfallproblematik und Eigenverantwortung jedes/jeder Einzelnen geschaffen werden.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Reduzieren von Emissionen, Schulklima und Partizipation

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
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Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."

Woran haben wir den Erfolg erkannt?

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?

Wo liegen unsere Stärken?

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