ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Seitlinge aus Kaffeesatz - vom Abfallprodukt zum Lebensmittel

Jahresbericht des Schuljahres 2018/2019

Schule: Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus
KoordinatorIn: Seisl Michael, Med
DirektorIn: Mag. Sablik-Baumgartner Barbara
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
  • Schulklima und Partizipation
Inhalt
Als Tourismusschule fällt bei uns im regulären Schulbetrieb einiges an Kaffeesatz an. In den vergangenen Jahren wurde dieser, wie üblich, einfach über den Biomüll entsorgt.
Wir machten uns gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des 1ALT Gedanken, ob dem Kaffee nach seiner üblichen Verwendung noch eine andere Wertigkeit zukommen kann. Wir begannen den Kaffeesatz zu sterilisieren, und mit Körnerbrut von Austern- und Zitronenseitlingen zu beimpfen. Die Mycelien konnten beim durchwachsen des Mediums bestaunt werden um schließlich nach einiger Zeit zum Fruchten gebracht werden.
Wir beimpfen Kaffeesatz. Wir beimpfen Kaffeesatz.
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Im Rahmen eines Projektes im Unterrichtsfach "Naturwissenschaften und Lebensmitteltechnologie" versuchten sich die Schülerinnen und Schüler des 1ALT an der Kultivierung von Seitlingen für den Schulgebrauch. Als Nährmedium diente hierbei der hauseigene Kaffeesatz.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Als Tourismusschule fällt bei uns im regulären Schulbetrieb einiges an Kaffeesatz an. In den vergangenen Jahren wurde dieser, wie üblich, einfach über den Biomüll entsorgt.
Wir machten uns gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des 1ALT Gedanken, ob dem Kaffee nach seiner üblichen Verwendung noch eine andere Wertigkeit zukommen kann. Wir begannen den Kaffeesatz zu sterilisieren, und mit Körnerbrut von Austern- und Zitronenseitlingen zu beimpfen. Die Mycelien konnten beim durchwachsen des Mediums bestaunt werden um schließlich nach einiger Zeit zum Fruchten gebracht werden.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung, Schulklima und Partizipation

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
18

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Geschlechterspezifische Lernzugänge waren im Rahmen des Projekts nicht nötig, da die Schülerinnen und Schüler der Klasse gleichermaßen am Unterrichtsgeschehen beteiligt waren.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Die Pilze konnten im Rahmen des Kochunterrichts verkocht werden.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Substrate konnten in einem geöffneten Raum im Schulgebäude bestaunt werden.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Während des Unterrichts behandelten wir die Anbaubedingungen und Transportwege von Kaffee. Wir besprachen verschiedene Unternehmen (vA im Angloamerikanischen Raum), die Austernseitlinge in großen Stil auf Kaffeesatz anbauen und vermarkten.
Insbesondere gingen wir im Rahmen des Projekts auch auf die Verschwendung von Lebensmitteln ein und behandelten verschiedene Möglichkeiten, geschlossene Kreisläufe in der Nahrungsmittelindustrie herzustellen.
Darüber hinaus betrachteten wir die Grenzen der Herstellung nachhaltiger Produkte und Lebensmittel mithilfe von Pilzen, sowie auch Möglichkeiten, die der Einsatz von Pilzen bzw. Scoby in der Verpackungs- bzw. Bekleidungsindustrie bietet.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Schülerinnen und Schüler begannen sich mehr mit der Ernährungsproblematik auseinander zu setzen und hinterfragten ihren eigenen Umgang mit Lebensmitteln.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Schülerinnen und Schüler beginnen immer mehr, ihren eigenen Umgang mit Lebensmitteln zu hinterfragen und Möglichkeiten zu Schaffen, nachhaltiger mit verschiedensten Ressourcen umzugehen.

Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der guten Kooperation mit Schülerinnen und Schülern, einem offenem Gesprächsklima und einer guten Arbeitsatmosphäre.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+

Weitere Netzwerke
AEHT, UNESCO-Schule, EUHOFA