ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Heilpflanzen im Schulgarten

Jahresbericht des Schuljahres 2017/2018

Schule: BHAK & BHAS Judenburg
KoordinatorIn: Mag. Kofler Iris
DirektorIn: Mag Hofer Sonja
Handlungsbereiche:
  • Natur erleben im Schulumfeld
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
Inhalt
In diesem Jahresprojekt lernten SchülerInnen einer Klasse den Wert von Pflanzen mit besonderen Eigenschaften und Wirkstoffen, ihre Nutzung und Verarbeitung kennen. Sie beschäftigten sich mit dem zellulären Aufbau der Pflanzen und erarbeiteten die vielfache Bedeutung für den Menschen. Das eigene Tun, Ausprobieren und Experimentieren stand immer stark im Vordergrund. Bei einem Workshop am Institut für Pflanzenwissenschaften der KFU konnten dazu noch weiterführende Erkenntnisse gewonnen werden.
Im praktischen Teil im Frühjahr übernahmen die SchülerInnen den Anbau und die Pflege von Heilpflanzen. So wurde nicht nur das Schulhochbeet aktiviert sondern auch die Biodiversität des Schulparks untersucht. Eine Fläche des Schulparks wurde abgegrenzt und wurde nicht gemäht. Es zeigte sich eine erstaunliche Artenvielfalt der entstandenen Wiese und mit Unterstützung von ExpertInnen des UBZ Stmk wurden Wert und Nutzen einer solchen artenreichen Wiese erarbeitet und die Heilwirkung der vorhandenen Wiesenkräuter beschrieben. Abschließend wurden die Pflanzen auch verarbeitet. Kräuterdips und verschiedene Tees wurden fabriziert und eine gesunde Jause gestaltet. Diese Möglichkeit sich am Hochbeet zu bedienen wurde auch von mehreren anderen Klassen genutzt. Ein Höhepunkt war natürlich der Naturkosmetik-Workshop, wo die selbst gezogenen bzw. von der Schulwiese geernteten Pflanzen zu Kosmetikprodukten verarbeitet wurden. Eine Kräuterpädagogin produzierte mit den SuSs Kräuterölauszüge, Duschcremen, Spitzwegerichsalbe, Lippenbalsame und Konzentrationsstifte. Als spontane Idee aus dem Projekt ging die Initiative „Bioaromawasser“ hervor: in der Aula der Schule wurde ein Getränkestand errichtet mit Wasser, das mit Pfefferminze und Zitronenmelisse aus dem Schulgarten versetzt war. Betreut wurde der Stand von mehreren Klassen.
Abgerundet wurde das Projekt am Schulschluss mit einem Vortrag eines wissenschaftlichen Experten über Drogen und psychoaktive Wirkstoffe in Pflanzen.
So lernten die SchülerInnen eine große Bandbreite an pflanzlichen Wirkstoffen kennen, bekamen auch einen Einblick in die Gefahren aber vor allem wissen sie nun Bescheid, wie sie Heilpflanzen als „Erste Hilfe“ für kleinere Beschwerden und erste Krankheitsanzeichen nutzen können.
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Exkursion ans Institut für Pflanzenwissenschaften Exkursion ans Institut für Pflanzenwissenschaften
Workshop "Pflanzenzelle"  an der KFU Workshop "Pflanzenzelle" an der KFU
Aufbau einer Zelle Aufbau einer Zelle
Wiesenwerkstatt Wiesenwerkstatt
Ohne Worte Ohne Worte
Vortrag "Alte und neue Drogen" Vortrag "Alte und neue Drogen"
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 2

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Fortführung des Projekts Wohlfühlklasse: Ausweitung und Vertiefung des Themas Wohlfühlen in der Schule
Projekt Heilpflanzenwerkstatt: Gesundheit aus dem Schulgarten

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
In diesem Jahresprojekt lernten SchülerInnen einer Klasse den Wert von Pflanzen mit besonderen Eigenschaften und Wirkstoffen, ihre Nutzung und Verarbeitung kennen. Sie beschäftigten sich mit dem zellulären Aufbau der Pflanzen und erarbeiteten die vielfache Bedeutung für den Menschen. Das eigene Tun, Ausprobieren und Experimentieren stand immer stark im Vordergrund. Bei einem Workshop am Institut für Pflanzenwissenschaften der KFU konnten dazu noch weiterführende Erkenntnisse gewonnen werden.
Im praktischen Teil im Frühjahr übernahmen die SchülerInnen den Anbau und die Pflege von Heilpflanzen. So wurde nicht nur das Schulhochbeet aktiviert sondern auch die Biodiversität des Schulparks untersucht. Eine Fläche des Schulparks wurde abgegrenzt und wurde nicht gemäht. Es zeigte sich eine erstaunliche Artenvielfalt der entstandenen Wiese und mit Unterstützung von ExpertInnen des UBZ Stmk wurden Wert und Nutzen einer solchen artenreichen Wiese erarbeitet und die Heilwirkung der vorhandenen Wiesenkräuter beschrieben. Abschließend wurden die Pflanzen auch verarbeitet. Kräuterdips und verschiedene Tees wurden fabriziert und eine gesunde Jause gestaltet. Diese Möglichkeit sich am Hochbeet zu bedienen wurde auch von mehreren anderen Klassen genutzt. Ein Höhepunkt war natürlich der Naturkosmetik-Workshop, wo die selbst gezogenen bzw. von der Schulwiese geernteten Pflanzen zu Kosmetikprodukten verarbeitet wurden. Eine Kräuterpädagogin produzierte mit den SuSs Kräuterölauszüge, Duschcremen, Spitzwegerichsalbe, Lippenbalsame und Konzentrationsstifte. Als spontane Idee aus dem Projekt ging die Initiative „Bioaromawasser“ hervor: in der Aula der Schule wurde ein Getränkestand errichtet mit Wasser, das mit Pfefferminze und Zitronenmelisse aus dem Schulgarten versetzt war. Betreut wurde der Stand von mehreren Klassen.
Abgerundet wurde das Projekt am Schulschluss mit einem Vortrag eines wissenschaftlichen Experten über Drogen und psychoaktive Wirkstoffe in Pflanzen.
So lernten die SchülerInnen eine große Bandbreite an pflanzlichen Wirkstoffen kennen, bekamen auch einen Einblick in die Gefahren aber vor allem wissen sie nun Bescheid, wie sie Heilpflanzen als „Erste Hilfe“ für kleinere Beschwerden und erste Krankheitsanzeichen nutzen können.
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Handlungsbereiche
Natur erleben im Schulumfeld, Gestalten von Schul- und Freiräumen, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
56

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
nicht berücksichtigt

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Institut für Pflanzenwissenschaften der KFU Graz
Dr. Eva Lenhard, Mag. Otmar Winder, UBZ Stmk
Frau Eva Tragner, Kräuterpädagogin
Univ. Prof. Dr. Martin Schmid, Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der KFU Graz

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Aktivitäten des Projekts wurden laufend auf der schulischen Webseite abgebildet und auf Facebook gepostet. Ein Bericht über den Naturkosmetikworkshop wurde in der Bezirkszeitung veröffentlicht. Innerhalb der Schulgemeinschaftsversammlung wurde von den einzelnen Projektschritten berichtet und die Ergebnisse bei der Abschlusskonferenz präsentiert.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Abschlussgespräch mit der Klasse nach vorgegebenen Fragen

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Gesunde BHMS

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Positive Rückmeldungen der teilgenommenen Klasse
Gute Stimmung bei der Projektarbeit , motivierte SuSs
Interesse anderer Klassen an den Projektaktivitäten
Anerkennung durch die Direktion und die Kollegenschaft

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
In der Schulgemeinschaft breite Wahrnehmung, dass unser Schulpark eine hohe Biodiversität aufweist und wenn er nicht gemäht wird, sich eine überraschend artenreiche Wiese entwickelt
Die Möglichkeit Kräuter und Heilpflanzen im Schulgarten zu nutzen und dies auch für Schulveranstaltungen zu verwerten.
Heilpflanzen gezielt als "Erste Hilfe" zu verwenden.

Wo liegen unsere Stärken?
Offene und aufgeschlossene Schulgemeinschaft
Erfahrung in Projektarbeit, sowohl Kollegenschaft wie SuSs
Lösungsorientierte Arbeitsweise

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+