AUSZEIT
Schule: Galemo; Privatschule für ganzheitliches Lernen nach Maria Montessori
KoordinatorIn: Schneider MartinaDirektorIn: Mag.a Jurkowitsch Katharina
Inhalt
Im Projekt Auszeit geht es darum, unseren Schulgarten als gleichwertigen Lern- und Lebensraum neben den Klassenzimmern nutzbar zu machen. Die an der Galemo praktizierte Lehr-und Lernkultur basiert auf individueller Förderung jedes Kindes und dem Ermöglichen von verschiedensten Lernwegen. Diese Lernkultur benötigt demzufolge viele unterschiedlichste Lernorte, um den Bedürfnissen jedes Einzelnen gerecht werden zu können. Lernen soll nachhaltig sein; Es kann immer und überall stattfinden, allein und in der Gruppe, vormittags und nachmittags, sowie drinnen und draußen. Daher soll nun auch unsere Outdoorumgebung so vorbereitet werden, dass der wachsenden Schülerzahl mehr Freiräume sowohl zum Lernen als auch zur Erholung zur Verfügung stehen.Der Schulgarten war ursprünglich nur als Pausen- und Freizeitraum angelegt, mit einem Betonplatz zum Rollerfahren, einer Sandkiste, einem großen Klettergerüst, einer Schaukel, sowie einer Wiese zum Ballspielen. Nach und nach haben unsere PädagogInnen gemeinsam mit den SchülerInnen Beete gebaut-darunter zwei Hochbeete und eine Kräuterspirale-, einen Komposthaufen angelegt, ein „Weidenhaus“ gepflanzt, Nützlingshotels aufgestellt und einen großen Hühnerstall errichtet. Die Hecke wurde mit den verschiedensten heimischen Sträuchern bestückt und unterschiedlichste Nutz- und Heilpflanzen sind überall zu finden. Der Garten wurde immer mehr zu einem einladenden Lernort.
Was noch fehlt, sind Sitzgelegenheiten und Versammlungsplätze, an denen man sich, geschützt vor dem Wetter und anderen Gartenbenutzern, zurückziehen kann.
Vor allem brauchen die SchülerInnen überdachte Bereiche, die vor Sonne und Regen schützen, sowie ausreichend Platz bieten, um Kleingruppenarbeiten für 6-10 Kinder zu ermöglichen.
Kuschelige Lesehöhlen, Rückzugsräume, Picknikplätze, Naschhecken mit Beerensträuchern sowie ein Gewächshaus oder auch weitere Sportgeräte stehen auch noch auf der Wunschliste der Kinder.
Den PädagogInnen ist es wichtig, auch die Herbst- und Wintermonate besser zur Gemüseproduktion zu nutzen, um die Zutaten für unsere gesunde Jause oder das Mittagessen
vermehrt aus dem eigenen Garten ernten zu können und so nachhaltig und rentabel zu wirtschaften.
Da der Garten von allen Lerngruppen, sprich Kindern von 6 bis 15 Jahren genutzt werden soll, ist es wichtig, im Vorfeld die unterschiedlichsten Bedürfnisse zu erfassen und in der Projektplanung zu berücksichtigen.
Rückblick
Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3
Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Nach einem Jahr Pause, in dem das Schulgebäude saniert wurde und unter anderem eine neue, modernsten Ansprüchen genügende Schulküche und ein großer Speisesaal eingebaut wurden, hat sich das Galemo-Ökologteam im Jahr 16/17 wieder den Themen „Gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion“, „Recycling“ sowie dem weiteren Ausbau einer „Gesundheitsfördernden Arbeits- und Lernumgebung“ gewidmet.
Das kurzfristige Ziel mit dem Ausbau der Küche und Speisesaals zur gesundheitsfördernden Arbeits-und Lernumgebung bei zu tragen wurde erreicht. Es gibt genug Platz , damit alle Schülerinnen, die den Nachmittag an der Schule verbringen eine entspannte Essensatmosphäre genießen können und ein gesundes Mittagessen offeriert bekommen. Darüber hinaus wurden generelle Kriterien für einen ausgewogenen Speiseplan erarbeitet, der ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse einbezieht sowie Wert auf biologische und saisonale Zutaten legt.
Ein weiteres kurzfristiges Ziel war es den Fokus der SchülerInnen wieder verstärkt auf die Mülltrennung und das Thema Recycling zu richten. Zu diesem Zweck wurde in Kooperation mit dem Gymnasium Klosterneuburg ein Projekt initiiert, bei dem mit selbst gebauten Instrumenten aus Rohstoffen von gesammeltem Müll musiziert wurde.
Um die gesundheitsfördernde Arbeits-und Lernumgebung weiter aus zu bauen und zu erweitern, wurde mittelfristig das im Sommersemester 16 geplante und begonnene Projekt AUSZEIT wieder aufgegriffen, und andererseits ein langfristiges Projekt zur OPTIMIERUNG DES LERNRAHMENS für unsere Primarstufe begonnen.
Maßnahme im Detail
Im Projekt Auszeit geht es darum, unseren Schulgarten als gleichwertigen Lern- und Lebensraum neben den Klassenzimmern nutzbar zu machen. Die an der Galemo praktizierte Lehr-und Lernkultur basiert auf individueller Förderung jedes Kindes und dem Ermöglichen von verschiedensten Lernwegen. Diese Lernkultur benötigt demzufolge viele unterschiedlichste Lernorte, um den Bedürfnissen jedes Einzelnen gerecht werden zu können. Lernen soll nachhaltig sein; Es kann immer und überall stattfinden, allein und in der Gruppe, vormittags und nachmittags, sowie drinnen und draußen. Daher soll nun auch unsere Outdoorumgebung so vorbereitet werden, dass der wachsenden Schülerzahl mehr Freiräume sowohl zum Lernen als auch zur Erholung zur Verfügung stehen.
Der Schulgarten war ursprünglich nur als Pausen- und Freizeitraum angelegt, mit einem Betonplatz zum Rollerfahren, einer Sandkiste, einem großen Klettergerüst, einer Schaukel, sowie einer Wiese zum Ballspielen. Nach und nach haben unsere PädagogInnen gemeinsam mit den SchülerInnen Beete gebaut-darunter zwei Hochbeete und eine Kräuterspirale-, einen Komposthaufen angelegt, ein „Weidenhaus“ gepflanzt, Nützlingshotels aufgestellt und einen großen Hühnerstall errichtet. Die Hecke wurde mit den verschiedensten heimischen Sträuchern bestückt und unterschiedlichste Nutz- und Heilpflanzen sind überall zu finden. Der Garten wurde immer mehr zu einem einladenden Lernort.
Was noch fehlt, sind Sitzgelegenheiten und Versammlungsplätze, an denen man sich, geschützt vor dem Wetter und anderen Gartenbenutzern, zurückziehen kann.
Vor allem brauchen die SchülerInnen überdachte Bereiche, die vor Sonne und Regen schützen, sowie ausreichend Platz bieten, um Kleingruppenarbeiten für 6-10 Kinder zu ermöglichen.
Kuschelige Lesehöhlen, Rückzugsräume, Picknikplätze, Naschhecken mit Beerensträuchern sowie ein Gewächshaus oder auch weitere Sportgeräte stehen auch noch auf der Wunschliste der Kinder.
Den PädagogInnen ist es wichtig, auch die Herbst- und Wintermonate besser zur Gemüseproduktion zu nutzen, um die Zutaten für unsere gesunde Jause oder das Mittagessen
vermehrt aus dem eigenen Garten ernten zu können und so nachhaltig und rentabel zu wirtschaften.
Da der Garten von allen Lerngruppen, sprich Kindern von 6 bis 15 Jahren genutzt werden soll, ist es wichtig, im Vorfeld die unterschiedlichsten Bedürfnisse zu erfassen und in der Projektplanung zu berücksichtigen.
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Im Sinne des Galemo-Leitbildes "durch freie Wahl zur Selbstverantwortung" können die Kinder entsprechend ihrer geschlechtsspezifischen Bedürfnisse die Bildung der Arbeitsgruppen selbst bestimmen. Bei frei wählbaren Angeboten, die rollenspezifisch gesehen traditionell belastet sind, wird gezielt auch das andere Geschlecht angesprochen. Bei Aufgaben, die in den Unterricht mit einfließen, können bei geschlechtsheterogenen Arbeitsteams unterschiedliche Zugänge (ob analytisch oder synthetisch) unterschiedliches Tempo, wie auch eine unterschieldiche Zeiteinteilung berücksichtigt werden. Auch bei der Auswahl der hinzugezogenen Experten wird auf Rollenvorbilder geachtet.
Es wurde für die Umsetzung eine Kooperation mit einem Permakulturbauern aus Niederösterreich eingegangen. Dieser stellte sein Wissen zur Verfügung, half bei der Vermehrung der Planzen und dem Errichten des Glashauses. Es wurden für die Elterngemeinschaft mehrere Jungpflanzenmärkte von den SchülerInnen organisiert, ebenso wie eine Besichtigung des Permakulturhofes.
Berichtet wurde über das Projekt:
• Auf Klassenabenden
• Beim Schulsommerfest
• Im Galemo Newsletter
• Auf der Schülerinnen-homepage: www.sekku.at
Das Projekt wurde in der Galemo-Projektgruppe mittels Feedback-Gesprächen reflektiert und mittels Checklisten evaluiert.
Mit Eltern wurden Interviews durchgeführt.
Für SchülerInnen gab es mehrere Gesprächskreise nach einzelnen Projektetappen.
Der Garten wird von den SchülerInnen viel häufiger als Lern-und Aufenthaltsort genutzt. Die Schülerinnen halten aktiv die Beete in Stand und bringen sich aktiv in die Speiseplanerstellung mit ein. Rückmeldungen sowohl der SchülerInnen in den Community-Meetings als auch der Lehrer und Eltern bestätigen die bewusstere Auseinandersetzung mit dem Thema gesunde Ernährung.
Darüberhinaus wird der Garten im Tagesablauf viel öfter als Lernort aufgesucht, die vielfältigen Nischen bieten die Möglichkeit den unterschiedlichsten Bedürfnissen (wie Rückzug, Forschen, Versammeln, Bewegen,etc) gleichzeitig gerecht zu werden.
Interdisziplinäre Projektarbeit, welche praktisches, manuelles Arbeiten mit kognitivem Wissenserwerb kombiniert
soziales Lernen: SchülerInnen lernen mit- und voneinander. Die Bedürfnisse des Einzelnen werden im Kontext mit den Bedürfnissen der Gruppe gewichtet.
hohe Partizipation und Selbstbestimmtheit der SchülerInnen : bestimmen Ziele, planen und realisieren Projekte nach ihren Bedürfnissen
Keine Angabe