ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Gut leben lernen statt viel haben wollen

Schule: Volksschule Pfaffenschlag
KoordinatorIn: SR Nosko Gerlinde
DirektorIn: Hadl David, BSc MA
Inhalt
Als wir im vorigen Schuljahr eine Wanderung zum Areal "Blühende Zukunft" machten, um Nistkästen anzubringen, fiel den SchülerInnen auf, dass entlang der Fahrbahn Abfall unterschiedlichster Art deponiert wurde. Daraufhin beschlossen wir, uns im nächsten Schuljahr mit dem Thema Abfall genauer auseinanderzusetzen. In einer Teamsitzung mit unserer Betreuerin Lisa Schawerda erstellten wir einen Plan für einen Zeitdauer von drei Jahren. Folgende grundlegende Maßnahmen werden in unserer Schule bezügl. Mülltrennung und -vermeidung bereits durchgeführt. In jeder Klasse befinden sich Abfallbehälter für Papier, Restmüll und Kompost. Plastikverpackungen werden gleich im gelben Sack entsorgt. Der Kompost wird im Schulgarten gelagert und als Erde für die Hochbeete verwendet. Jedes Kind besitzt einen Kunststoffbecher und hat während des Vormittags die Möglichkeit, frisches Wasser vom Wasserspender zu trinken. Seit einigen Jahren werden die Schulhefte von "Hefte helfen" bestellt, die auf PEFC Papier gedruckt und klimaneutral produziert werden. Mit Absprache der Eltern werden die Schulsachen und Bücher, die in Ordnung sind, weiterhin verwendet. Die Broschüre "Mini Ratgeber für Schulsachen" beinhaltet für den Neukauf gute Tipps für umweltfreundliche Schulartikel. In der Schule verwenden wir Toilettenpapier, Kopierpapier und Einweghandtücher aus 100% Recycling-Papier. Für unsere weiterführende Arbeit luden wir Abfallberaterin Elke Allram ein, die mit den Schülerinnen in spielerischer Form richtige Mülltrennung bzw. Weiterverarbeitung erarbeitete. Abfall als Wertstoff konnten die Kinder beim Workshop der Seminarbäuerin erfahren. Aus einer gebrauchten sauberen Milchpackung entstand durch spezielle Falttechnik eine Geldbörse. Dass Müll ein wertvoller Rohstoff ist, zeigte auch das unterhaltsamen Umwelttheater "Es kumd zrugg" auf. Gut ausgestattet mit Warnwesten und Handschuhen nahmen die Kinder aller Schulstufen mit ihren Lehrerinnen an der Frühjahrsputz-Aktion der Gemeinde teil. Um den Weg des Abfalls verfolgen zu können, besuchten wir die Müllsammelstelle in Pfaffenschlag und das Abfallstoffzentrum in Waidhofen/Thaya, wo es eine fachkundige Führung durch dass Gelände gab. Im REL-Unterricht gestalteten die SchülerInnen eine Müllplastik und Plakate mit Ideen zur Müllvermeidung . All diese Aktivitäten motivierten die Schülerinnen, ihre Schuljause ohne Müll zu verpacken. zu verpacken.
Workshop mit Abfallberaterin Elke Allram

Workshop mit Abfallberaterin Elke Allram

Ausstellung der Müllplastik vor der Schule

Ausstellung der Müllplastik vor der Schule

Umwelttheater "Es kumd zrugg"

Umwelttheater "Es kumd zrugg"

Frühjahrsputz-Aktion im Gemeindegebiet

Frühjahrsputz-Aktion im Gemeindegebiet

Führung im Abfallsammelzentrum Waidhofen/Thaya

Führung im Abfallsammelzentrum Waidhofen/Thaya

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
1. Gut leben LERNEN statt viel haben WOLLEN: Maßnahmen zum Thema "Abfall": SAMMELN/TRENNEN/VERMEIDEN/WIEDER VERWERTEN
2. Umgestaltung des Schulgartens: Teilnahme am österreichweiten Straßenmalwettbewerb "Blühende Straße": Anerkennungspreis für den 2. Platz: Gutschein für Beerensträucher

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Als wir im vorigen Schuljahr eine Wanderung zum Areal "Blühende Zukunft" machten, um Nistkästen anzubringen, fiel den SchülerInnen auf, dass entlang der Fahrbahn Abfall unterschiedlichster Art deponiert wurde. Daraufhin beschlossen wir, uns im nächsten Schuljahr mit dem Thema Abfall genauer auseinanderzusetzen. In einer Teamsitzung mit unserer Betreuerin Lisa Schawerda erstellten wir einen Plan für einen Zeitdauer von drei Jahren. Folgende grundlegende Maßnahmen werden in unserer Schule bezügl. Mülltrennung und -vermeidung bereits durchgeführt. In jeder Klasse befinden sich Abfallbehälter für Papier, Restmüll und Kompost. Plastikverpackungen werden gleich im gelben Sack entsorgt. Der Kompost wird im Schulgarten gelagert und als Erde für die Hochbeete verwendet. Jedes Kind besitzt einen Kunststoffbecher und hat während des Vormittags die Möglichkeit, frisches Wasser vom Wasserspender zu trinken. Seit einigen Jahren werden die Schulhefte von "Hefte helfen" bestellt, die auf PEFC Papier gedruckt und klimaneutral produziert werden. Mit Absprache der Eltern werden die Schulsachen und Bücher, die in Ordnung sind, weiterhin verwendet. Die Broschüre "Mini Ratgeber für Schulsachen" beinhaltet für den Neukauf gute Tipps für umweltfreundliche Schulartikel. In der Schule verwenden wir Toilettenpapier, Kopierpapier und Einweghandtücher aus 100% Recycling-Papier. Für unsere weiterführende Arbeit luden wir Abfallberaterin Elke Allram ein, die mit den Schülerinnen in spielerischer Form richtige Mülltrennung bzw. Weiterverarbeitung erarbeitete. Abfall als Wertstoff konnten die Kinder beim Workshop der Seminarbäuerin erfahren. Aus einer gebrauchten sauberen Milchpackung entstand durch spezielle Falttechnik eine Geldbörse. Dass Müll ein wertvoller Rohstoff ist, zeigte auch das unterhaltsamen Umwelttheater "Es kumd zrugg" auf. Gut ausgestattet mit Warnwesten und Handschuhen nahmen die Kinder aller Schulstufen mit ihren Lehrerinnen an der Frühjahrsputz-Aktion der Gemeinde teil. Um den Weg des Abfalls verfolgen zu können, besuchten wir die Müllsammelstelle in Pfaffenschlag und das Abfallstoffzentrum in Waidhofen/Thaya, wo es eine fachkundige Führung durch dass Gelände gab. Im REL-Unterricht gestalteten die SchülerInnen eine Müllplastik und Plakate mit Ideen zur Müllvermeidung . All diese Aktivitäten motivierten die Schülerinnen, ihre Schuljause ohne Müll zu verpacken. zu verpacken.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
31
Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Nein
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
ÖKOLOG-Betreuerin Lisa Schawerda, Abfallberaterin Elke Allram, Abfallsammelzentrum Waidhofen/Thaya, Gemeinde Pfaffenschlag, Nahversorger des Ortes, Seminarbäuerin Gertraud Hübl, Business Data Consulting GesmbH ("Hefte helfen")
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Müllplastik im Eingangsbereich des Schulgebäudes, Plakate vor dem Eingang zum Nahversorger "Nah und Frisch", Berichte + Fotos in der Gemeindezeitung, Homepage der VS Pfaffenschlag
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
In Teamsitzungen mit Betreuerin Lisa Schawerda, in Feedback-Gesprächen mit den SchülerInnen
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Im Laufe des Schuljahres haben sich Restmüll und Kunststoffverpackungen durch die Verwendung von Jausenbox und Glasflasche gewaltig reduziert. Großer Beliebtheit erfreut sich ein am Gang angebrachter Wasserspender. Jedes Kind besitzt einen eigenen Kunststoffbecher und hat in jeder Pause Gelegenheit, frisches Wasser zu trinken. Das Obst für den täglichen Obsttisch wird in Körben gebracht. Zum Transport zusätzlicher Schulsachen verwenden die Schülerinnen Stofftaschen. Beim heurigen Schulschlussfest, das der Elternverein organisierte, wurde für alle Speisen und Getränke Mehrweggeschirr verwendet. Stoff- und Wollreste, Papier, alte CD´s, Holzabfälle, etc. werden in der Schule gesammelt und finden in den kreativen Fächern Verwendung.
Wo liegen unsere Stärken?
Umwelt- und Naturschutz sind seit dem Klimabündnisbeitritt Eckpfeiler unserer Unterrichtsarbeit. In unserer kleinen Schule erfährt jedes einzelne Kind Zuwendung und Achtung und wird in allen Projekten aktiv mit eingebunden. Die somit übernommene Verantwortung wirkt sich positiv auf die Klassen- und Schulgemeinschaft aus. Durch die gute Zusammenarbeit mit Eltern, Gemeinde und ortsansässigen Betrieben können wir viele geplante Maßnahmen zu unserer Zufriedenheit umsetzen. Die Wertschätzung unserer Arbeit durch die Eltern trägt zu einem positiven Schulklima bei.