ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Team, Schulqualität, Forschungsprojekte

Schule: Integratives Montessori Atelier - Volksschule und Sekundarstufe
KoordinatorIn: Pregetter Martin
DirektorIn: Haas Karin
Handlungsbereiche:
  • Gestalten von Schul- und Freiräumen
  • Schulklima und Partizipation
Inhalt
Qualität der Schule und der Schulumgebung, Team stärken, Klimaprojekte-Schulaußenraum (2015/16)Keine Beschreibung
Filmpräsentation "Kathy und der Neue", Diskussion

Filmpräsentation "Kathy und der Neue", Diskussion

Schulaußenraum, Nachbargrundstück

Schulaußenraum, Nachbargrundstück

Filmpräsentation, Christoph Rabl, Begleiter

Filmpräsentation, Christoph Rabl, Begleiter

Open House im "Integrativen Montessori Atelier"

Open House im "Integrativen Montessori Atelier"

Kinderarchitektur im Sonnenpark

Kinderarchitektur im Sonnenpark

Betonbrockenbrache als Ausgangspunkt für Kl-IMA

Betonbrockenbrache als Ausgangspunkt für Kl-IMA

verschieden Materialien zur Humusbildung, Äste

verschieden Materialien zur Humusbildung, Äste

unser Schulgarten wird um 70% schrumpfen

unser Schulgarten wird um 70% schrumpfen

auch Laub dient der Humusforschung

auch Laub dient der Humusforschung

unsere Kinder lieben das Laub im Herbst

unsere Kinder lieben das Laub im Herbst

Arbeit im Schulalltag

Arbeit im Schulalltag

das Schulhaus mit Garten am Schulfest

das Schulhaus mit Garten am Schulfest

Pflege Wohlfühlpfad im Sonnenpark, IMA-Projekt

Pflege Wohlfühlpfad im Sonnenpark, IMA-Projekt

der Wohlfühlpfad bei seiner Lieblingsnutzung

der Wohlfühlpfad bei seiner Lieblingsnutzung

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 11

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Jahresziele der Vorjahre bis SS 2016

- eigener Arbeitsplatz, ideale Lernumgebung (räumlich & sozial) (2013/14)
- Schulhausgestaltung, Kommunikation - Web, Präsenz in der Öffentlichkeit, Gartengestaltung, (2014/15)
- Qualität der Schule und der Schulumgebung, Team stärken, Klimaprojekte-Schulaußenraum (2015/16)

@ Qualität der Schule: Organisationsentwicklung
Aufgrund des schnellen Wachstums der Schule auf 60 Kids (30 Primaria Bereich, 30 Sekundaria Bereich) war die Einleitung einer strukturellen Organisationsentwicklung erforderlich. Unter dem Titel „IMAge Vision“ wollen wir die Schule organisatorisch bis 2020 neu aufstellen.
Zielsetzung:
--- Prozesse sind evaluiert und verbindlich neu aufgestellt. Beispiele:
Verwaltungsprozesse (Schuladministration)
- Rekrutierungsprozesse (LehrerInnen und SchülerInnen)
--- Qualitätsmanagement ist implementiert
- Regelmäßige Kompetenzfeldanalysen legitimieren das pädagogische Konzept.
- Die Möglichkeit nach der Sekundarstufe in eine höher bildende Schule zu gehen wird vorbereitet und gesichert.

--- Montessori Pädagogik als pädagogischer Leitgedanken wird bei LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern erklärbar und nachvollziehbar etabliert.
- Inhouse Weiterqualifizierung des Lehrpersonals
- Elternabende zu pädagogischen Themen

@ Qualität der Schulumgebung
Der Schulgarten der IMA St. Pölten wurde bislang vom Vermieter des Schulgebäudes gratis zur Verfügung gestellt. Durch die Neuverbauung des Areals, das die Schule umgibt mit Wohneinheiten wird die Fläche des Schulgartens stark reduziert.
Wir haben im SS 16 mit der Neuorientierung und Neuplanung des verbleibenden Schulgartens begonnen. (s. Projektbeschreibungen unten)

@ Team stärken
--- Filmprojekt: „Kathy und die Neue“ Gemeinsam mit den SchülerInnen der Sekundarstufe wurde ein Filmprojekt realisiert. Eine Story wurde dazu entwickelt – Drehbücher geschrieben – gemeinsam inszeniert und gefilmt. Die Filmmusik wurde teilweise gemeinsam entwickelt.
--- Theaterprojekt: Eine Bühnenspielgruppe wurde aufgebaut. Ab Schulbeginn Sept 2015 wurde 1x pro Woche geprobt – ein Theaterstück wurde unter professioneller Leitung einer Theaterpädagogin entwickelt und von den SchülerInnen beim Schulfest im Juni 16 vorgeführt.
--- Tanzprojekt: Im Rahmen des Unterrichts wurde für SchülerInnen Ensembletanz angeboten und durchgeführt. (ebenfalls unter Leitung einer professionellen Tanzpädagogin).
--- Weitere regelmäßige Zusatzangebote wie Trommeln und Yoga für SchülerInnen der IMA wurden ausgebaut und von Professionist_innen durchgeführt.
---- Mitarbeiter_innengespräche mit Schulleitung und Vorstand, Selbstreflexion

@ Klimaprojekte-Schulaußenraum
Ein wesentlicher Aspekt unseres Schulleitbildes ist, das Lernen im Freien und das Erleben von Naturzusammenhängen zu fördern.
Seitens unserer Projektleitung ist insbesondere gewünscht,
- dass die Schüler*innen möglichst viel Input während des Projekts selbst geben.
- dass, die Schüler*innen eigenständig, voneinander und mit allen Sinnen lernen können/wollen.
- dass gut beobachtet und dokumentiert wird - vorher/nachher.
- dass sich viel Raum für Forschungsaktivitäten bietet.
- dass, auf Gemeinschafts, Gender- und Diversitätsaspekte geachtet wird.

Das Thema, der Titel, die Projektziele und der Zeitraum von „MikroSCHULklima“ (Einreichung Talente regional, BMVIT) wurden bereits altersadäquat vermittelt und Naturkenntnisse („Was leisten Pflanzen im städtischen Raum?“) in Form von Brainstormings abgeholt. Die Ergebnisse waren äußerst beeindruckend!
Nach der Themensammlung und einem kurzen Abschlussgespräch erhielten die Schüler*innen den Auftrag, mögliche Projekt-themen und -titel zu formulieren und nach kreativen Ideen zu suchen - sowohl für Mädchen, als auch für Burschen interessant.
Anhand der kreativen „Einreichungen“ der Schüler*innen konnten die tatsächlich gewählten Projektthemen überhaupt gefunden werden.

--- 1. Unmittelbarer Schulaußenraum
- Begrünungsprojekt auf einer Betonbrockenbrache mit Pionierbewuchs
Teilweise gibt es am angrenzenden Grundstück zum Schulgarten eine Betonbrockenbrache. Genau diese Brache - es stand hier bis 2014 eine alte Villa - wollten wir als einen Teil des MikroSCHULklima-Projekts bearbeiten und genau unter die Lupe nehmen.
Humusbildung durch:
- Abdecken mit einder dicken Schicht Herbstlaub, beschweren mit kleinen Holsstücken und Zweigen
- Abdecken mit einem Ästestapel, verrotten lassen
- Abdecken mit Gründüngung (Wiesenschnitt, grünes Laub, Schlingpflanzen)
- Belassen des momentanen Pionierpflanzenbewuchses, kein Eingriff, Beobachtung
Die Schüler*innen wünschten sich an dieser Stelle eine weiche, grüne Spielwiese - frei von Stolperfallen und Betonbrocken bis zu 15 cm Größe. Der Schulgarten der IMA St. Pölten wurde bislang vom Vermieter des Schulgebäudes gratis zur Verfügung gestellt. Durch die Neuverbauung des Areals, das die Schule umgibt mit Wohneinheiten wird die Fläche des Schulgartens stark reduziert.
Wir haben im SS 16 mit der Neuorientierung und Neuplanung des verbleibenden Schulgartens begonnen.

--- Sehr erfreulich war dass wir beim St. Pöltner Umweltpreis mit den Primariern (1. Preis, selbstgebasteltes Kräuterbuch) und den Sekundariern (2. Preis, Ideenwerkstatt "Hängende Gärten") erfolgreich teilgenommen haben.


--- 2. Der öffentliche Raum
- Schulkollektiv-Klimaforschungsraum-Projekt im Sonnenpark
Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, dass es sinnvoll wäre, auch hinaus in den öffentlichen, städtischen Raum zu gehen, um ein sichtbares Zeichen zum Thema „MikroSCHULklima“ zu setzen.
Auch was bestimmte technische Anschaffungen betrifft, ist es sinnvoll, diese innerhalb der bei unserem Projekt angemeldeten Schulen zu teilen, um so mehr Output zu bekommen.
Wir möchten uns vernetzen und unsere Forschungsarbeiten aus dem unmittelbaren Schulaußenraum mit anderen Schulen teilen und uns austauschen.
Der Sonnenpark - Park der Vielfalt ist für uns die erste Wahl, weil wir schon oft hier waren und auch kleinere Workshops oder Projekte abgehalten haben („Wohlfühlpfad“, Wildpflanzenwanderung, Baumpflanzungen, „Naturschatzsuche“, „Naturbandolino“, Obstbaumschnitt).
Dieser urbane 5ha große Grünraum in St. Pölten wird aufgrund der guten öffentlichen Erreichbarkeit von sämtlichen Schulen St. Pöltens, von der BOKU Wien und von anderen Universitäten für unterschiedlichste Forschungswecke genutzt.
Verwaltet wird der Park vom Verein Sonnenpark-Park der Vielfalt, Verein zur Förderung von Begegnung, Bildung, Kultur und urbaner Landwirtschaft.
Seitens dieses Vereins liegt ein innovatives und eingereichtes Förder-Konzept vor, das es ermöglichen soll, ein Schul-Klimaforschungslabor über die Stadt St. Pölten und das Land NÖ (Umweltbildung) zu initiieren.
Baucontainer mit Fenstern und Rollläden sollen zu Forschungsräumen „up-gecyclet“ werden. Die Einrichtung soll einerseits Geräte und Unterrichtsmaterialien beherbergen, wie auch einen Aufenthaltsraum schaffen, damit nicht ein kurzer Regenschauer ein vorgenommenes Schulprojekt beenden kann.
Das Projekt wurde für den Verein „Sonnenpark-Park der Vielfalt“ bisher noch nicht vom Land NÖ bewilligt, die planmäßige Umsetzung ist für das Schuljahr 2017/18 geplant. Bis der Forschungsraum aufgebaut wird, wird improvisiert und das Thema durch viele neu angeschaffte Materialien in der Schule gestützt, z.B. Unterrichtstafeln ZAMG, Tektonik und Wetter, Bücher zu Nachhaltigkeit und ressourcenschonendem Umgang, Spiele, Karteien, Metallsuchgerät, Wärmebildkamera, Iinfrarotthermometer.
Ziele des Projekts
- Erweiterung des ökologischen Bildungsangebotes in St. Pölten
- Einrichtung von Lehrmitteln und Laborplätzen in einem naturnah gestalteten Umfeld
- Einschulung von PädagogInnen von St. Pöltner Schulen.
- Öffentlichkeitsarbeit.
- Evaluierung der Nutzung des Angebots, Organisation des Angebotes
- Qualität der Unterrichtsmaterialien, Expert*innenteam, Evaluierung


Ergebnisse: Was wurde durch diese Maßnahmen erreicht bzw. nicht erreicht?

Erreicht wurde:
? Fächerübergreifendes Lernen entlang von Projekten
? Emotionalisierung von kognitiven Kompetenzen (zB. Planung und Durchführung von Drehbüchern, Rechtschreibung, Mathematik, sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, technische Fertigkeiten im Umgang mit neuen Medien)
? Motivation durch Begeisterung
? Aufbau von Team Spirit und Identitätsstiftung
? Aktive Auseinandersetzung mit Montessori Pädagogik


Noch nicht erreicht wurden:
? Alle Ziele der IMAge Vision 2020. (das muss aber auch nicht sein, weil dieser Prozess langfristig und nachhaltig aufgebaut werden soll)
? Neuorientierung des verbleibenden Schulgartens – die Verhandlungen mit dem Grundstück Eignern sind noch nicht final abgeschlossen
? Initiativen zum Klimaprojekt Schulaußenraum (vgl. noch nicht geklärte Raumnutzung)


Wirksamkeit: Was hat sich durch diese Maßnahmen an der Schule verändert?
Wodurch lassen sich die Veränderungen belegen (Rückmeldungen, Beobachtungen)?

? Die Nachfrage nach freien Plätzen in der Schule steigt ständig.
? Eine Konsequenz der Organisationsentwicklung war die Etablierung eines LehrerInnen Profils (welche Qualifikation, Potentiale) soll eine Lehrkraft der IMA darstellen
? Über dieses Profil wurden aus 6 Bewerbungen 3 neue Lehrkräfte für die IMA Schule ausgewählt, die im Sept 16 ihre Arbeit in der IMA erfolgreich aufgenommen haben.

? Film- und Theaterprojekte haben den Kids viel Spaß und Sinn gemacht – die Präsentationen des Films und des Theaterstückes hat medial sehr positives Feedback erhalten.

? Durch alle Maßnahmen zur Teamentwicklung wurden Kinder mit besonderen Bedürfnissen in der Schulgemeinschaft gestärkt und emotional integriert.


Wie zufrieden sind wir mit den Ergebnissen?

? Wir definieren unsere Arbeit an der IMA im Horizont eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Wichtig ist dabei die klare Identifikation von messbaren und nachvollziehbaren Meilensteinen (zB. Filmpräsentation, Aufführung eines Tanzes oder Theaterstückes, Etablierung qualitativ hochwertiger LehrerInnen)
? Der KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) ist orientiert auf 2020 soll aber darüber hinaus immanent weiter gedacht und durchgeführt werden.


Wie erklären wir uns diese Ergebnisse?

? Emotionale Impulse begünstigen den Aufbau von neuralen Strukturen, die wichtig sind um Kenntnisse (Lerninhalte) abzuspeichern. Das blanke Auswendiglernen einer Gedächtnisübung bietet im Gegensatz zum Erlernen eines Textes, den ein Kind auf der Bühne im Rahmen eines Theaterstückes spricht wenig emotionale Reize.
? Der Erfolg inspirierter Arbeit liegt darin, dass Kinder über die emotionalen Trigger (Theaterspielen, Film produzieren, Tanzen, Trommeln) kognitive und soziale Kompetenz leicht und gerne aufbauen
? Die Schwierigkeiten in der Umsetzung und Weiterführung der Organisationsentwicklung sind auch darauf zurück zu führen, dass unsere demokratische Grundhaltungen Verhandlungen, Kompromisse und Abstimmungen braucht, die man nicht über das Knie brechen kann.
? Wir bekennen uns zu diesen demokratischen Grundhaltungen und nehmen den längeren, dafür nachhaltigeren Weg als Lernprozess in Kauf.
Welche Erklärung wird am ehesten durch Rückmeldungen / Beobachtungen gestützt?

? Wir erleben, dass unsere SchülerInnen gerne in die Schule gehen und sich in der IMA beheimatet fühlen.
? Wir bekommen von Eltern positive Feedbacks zur Organisationsentwicklung und zu den laufenden Zusatzangeboten
? Wir arbeiten an einer offenen und konstruktiven Feedbackkultur innerhalb des Leitungsteams und auf allen bilateralen Schnittebenen in der Schule (LehrerInnenen untereinander. Kids untereinander, LehrerInnen mit SchülerInnen und Eltern).

Wo liegen unsere Stärken?

? Die Schüler*innen des IMA werden abhängig von der Persönlichkeit und der kognitiven Entwicklung in einer vorbereiteten Umgebung begleitet.
? Sie arbeiten in ihrem individuellen Lerntempo, jüngere Schüler*innen lernen von älteren (und umgekehrt).
? Es sollen alle, jederzeit profitieren können - im Schulalltag, wie bei (Forschungs-) Projekten mit Tutor*innenprinzip.
? Die familiäre Kommunikation mit Eltern und das Einbeziehen der Elternteile in den Unterricht und in unsere Projekte kann als einzigartige Stärke gesehen werden. Wir können gemeinsam aus einem vielfältigen Pool mit vielen Kompetenzen schöpfen.
? Unserer Schule ist hoch flexibel. Es ist möglich, einen Tag oder auch eine längere Zeitphase, einen bestimmten Fokus zu setzen auch wenn dies eine klare Koordination und Absprache unter allen Beteiligten erfordert.
? Eine weitere Stärke ist die intensive Betreuung der Schüler*innen. So kann stets auf individuelle Bedürfnisse eingegangen und Inklusion gelebt werden.
? Unsere Lehrer*innen nicht nur Spezialist*innen ihres Faches, sondern insgesamt sehr vielseitig und verfügen auch über praktische Erfahrung aus anderen Berufen oder Lebensbereichen.


Wo sehen wir besondere Entwicklungschancen bzw. Entwicklungsbedarf?

? Durch die Organsiationsentwicklung (Neuaufstellung bestehender Prozesse) wollen wir bestehenden Ressourcen (Geld, Platz (Schule und Restgarten)) optimal nützen und abgrenzen (Zugangsbeschränkungen, wenn die Höchstschülerzahl erreicht ist)
? Entwicklungsbedarf sehen wir im Aufbau von Montessori kompatiblen Rahmenbedingungen wie Schulordnung, Leitungsfunktion, Qualitätsmanagment (Lernerfolge) und dem weiteren Aufbau eines professionelleren Zusammenspiels mit dem LSR und der kath. Kirche als Schulträger

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Filmprojekt: „Kathy und der Neue“

Welche Ziele wurden mit der Maßnahme / dem Projekt verfolgt?

1. Grundlagen: kreatives Arbeiten
? Wie entwickle ich eine Idee
? Wie stimme ich viele Ideen, die vorliegen so ab, dass ich eine gemeinsame Lösung finde?
? Wie schreibe ich ein Drehbuch? Wie bringe ich meine Ideen in den Koordinaten der technischen, finanziellen und organisatorischen Machbarkeit zum Leben?

2. Grundlagen: Dramaturgie und Schauspiel
? Wie funktioniert: In eine Rolle schlüpfen (was hole ich aus meinem emotionalen Repertoire, was spiele ich?)
? Wie inszeniere ich Spannung?
? Was kann Bildsprache dazu beitragen, dass meine Intention gut transportiert wird?
? Wie wirke ich in meiner Eigenwahrnehmung – was ist anders, wenn ich mich im Video sehe und höre (und warum?)

3. Grundlagen; Soziales Lernen
? Wie gehe ich mit anderen Ideen um?
? Wie verhandeln wir eine gemeinsame Story
? Wie gehe ich mit Fehlleistungen um? (von mir und von anderen)
? Wie können wir so arbeiten, dass möglichst alle mitmachen können?
? Was erzählen wir mit unserer Geschichte, was ist unsere Meinung dazu?
? Warum agieren unsere Figuren, die wir erfunden haben, wie sie agieren? Was triggert die? Was hat das mit uns zu tun. Was können wir aus unserer Geschichte selbst lernen?

Beschreibung

? Im Rahmen eines 4-tägigen Workshops (á 5 Stunden) waren die Schülerinnen und Schüler der Sekundaria (10-16 Jahre) des Integrativen Montessori Ateliers - IMA aus St. Pölten eingeladen, einen Kurzfilm zu produzieren.
? Im Rahmen dieses Workshops wurde das Thema „Außenseiter, „Neu (fremd) sein an einer Schule“ mit dem Schwerpunkt Sozialkompetenz bearbeitet.
? In einem gemeinsamen Brainstorming wurde eine Geschichte für einen Kurzfilm entwickelt, die in einem professionellen Drehbuch verarbeitet wurde.
? Die Schüler*innen waren eingeladen, die handelnden Personen ihres Kurzfilmes selbst zu spielen, die Szenen auszustatten und mit professionellem Videoequipment selbst zu filmen.

? Die Rollenverteilung wurde im Film so vorgenommen, dass die Hauptrollen von jeweils unterschiedlichen Kids gespielt wurden – In der Szene 1 zB. hat der Schüler „X“ die männliche Hauptrolle gespielt – in der Szene 2 ein anderer Schüler. Die Rollen wurden über „Kleidung“ und Requisiten identifiziert. So konnten wir sicher stellen, dass möglichst viele SchülerInnen als Akteuer involviert waren.

? Im Anschluss an die Dreharbeiten wurde der Film im Studio der Musikgruppe „Traumfänger“ (Herzogenburg) gemeinsam geschnitten. Somit war auch für die technisch interessierten Teilnehmer*innen ein Einblick in digitale Prozesse, die durch den Videoschnittentstanden (Audio, Video, Titelgenerierung, Postproduktion), ermöglicht.

? In einer Filmpremiere wurde der Film den Eltern, Freund*innen und der Presse präsentiert.
? Der Workshopprozess wurde von Lehrer*innen der IMA und von Christoph Rabl, Andreas und Christof Seidl und Hermann Rauschmayr geleitet und begleitet.

? Ziel des Projekts war, möglichst eigenständige Arbeit der Kids zu ermöglichen und die Kids zu inspirieren, per Identifikation mit verschiedensten Rollen im Problemkreis Social Media – Mobbing neue Zugänge und Handlungsoptionen diesbezüglich zu finden.
? Das Projekt war stark prozessorientiert – das Ergebnis sollte aber qualitativ gut genug werden, dassdie Kids mit ihrem Schaffenswerk Freude haben.

? Im Vorfeld der Filmproduktion wurde ein Workshop mit den LehrerInnen der Sekundarstufe abgehalten, wo pädagogische, didaktische und opertive Zugänge und Vorgehensweisen abgestimmt wurden

? Nach Abschluss des Projektes wurde im Rahmen eines Workshops der Prozess des Filmworkshops reflektiert und learnings für die nächste Produktion abgeleitet.

? Link zum Video „Kathy und die Neue“: https://www.youtube.com/watch?v=EIdo4T6BMhQ


Folgende/r Handlungsbereich/e wurde/n bei diesem Vorhaben behandelt
Schulklima, Mobbing, „Fremd – Neu“ sein, Integration, Teambuilding

Handlungsbereiche
Gestalten von Schul- und Freiräumen, Schulklima und Partizipation

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
37

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Sowohl beim Workshop, sowie dem gesamten Prozess, wie man ein Filmprojekt mit Drehbuch
plant, startet durchführt, abschließt und publiziert waren Mädchen und Burschen gleichermaßen
beteiligt und im Sinne des pädagogischen Leitbildes der IMA in allen Entscheidungs- und
Handlungsprozessen eingebunden.
Explizit geschlechtsspezifische Lernzugänge wurden nicht berücksichtigt.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Traumfänger - Christoph Rabl – Theater mit Seele
openblend media - Hermann Rauschmayr
zahlreiche Eltern, die im Rahmen der Schulpartnerschaft mit der IMA in Verbindung stehen

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Der fertige Film wurde im Rahmen einer Veranstaltung des Kath. Familienverbandes vorgestellt
Bei der Präsentationen haben die Schüler*innen über die Arbeit am Film und den Entwicklungsprozess erzählt.
Bei der öffentlichen Premiere kamen aus dem Publikum viele Wortmeldungen, Diskussionen und Denkanstöße.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
?
Debriefing im LehrerInnen Team
Präsentation des Filmes durch Statements und Gedanken der SchülerInnen
Debriefing im Schulalltag mit den LehrerInnen

Was wurde durch diese Maßnahme im Bezug auf das Jahresziel erreicht?
Erreicht wurde:
? Fächerübergreifendes Lernen entlang von Projekten
? Emotionalisierung von kognitiven Kompetenzen (zB. Planung und Durchführung von Drehbüchern, Rechtschreibung, Mathematik, sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, technische Fertigkeiten im Umgang mit neuen Medien)
? Motivation durch Begeisterung
? Aufbau von Team Spirit und Identitätsstiftung
? Aktive Auseinandersetzung mit Montessori Pädagogik


Noch nicht erreicht wurden:
? Alle Ziele der IMAge Vision 2020. (das muss aber auch nicht sein, weil dieser Prozess langfristig und nachhaltig aufgebaut werden soll)
? Neuorientierung des verbleibenden Schulgartens – die Verhandlungen mit dem Grundstück Eignern sind noch nicht final abgeschlossen
? Initiativen zum Klimaprojekt Schulaußenraum (vgl. noch nicht geklärte Raumnutzung)

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
? Wir definieren unsere Arbeit an der IMA im Horizont eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Wichtig ist dabei die klare Identifikation von messbaren und nachvollziehbaren Meilensteinen (zB. Filmpräsentation, Aufführung eines Tanzes oder Theaterstückes, Etablierung qualitativ hochwertiger LehrerInnen)
? Der KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) ist orientiert auf 2020 soll aber darüber hinaus immanent weiter gedacht und durchgeführt werden.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
? Die Nachfrage nach freien Plätzen in der Schule steigt ständig.
? Eine Konsequenz der Organisationsentwicklung war die Etablierung eines LehrerInnen Profils (welche Qualifikation, Potentiale) soll eine Lehrkraft der IMA darstellen
? Über dieses Profil wurden aus 6 Bewerbungen 3 neue Lehrkräfte für die IMA Schule ausgewählt, die im Sept 16 ihre Arbeit in der IMA erfolgreich aufgenommen haben.

? Film- und Theaterprojekte haben den Kids viel Spaß und Sinn gemacht – die Präsentationen des Films und des Theaterstückes hat medial sehr positives Feedback erhalten.

? Durch alle Maßnahmen zur Teamentwicklung wurden Kinder mit besonderen Bedürfnissen in der Schulgemeinschaft gestärkt und emotional integriert.

Wo liegen unsere Stärken?
? Die Schüler*innen des IMA werden abhängig von der Persönlichkeit und der kognitiven Entwicklung in einer vorbereiteten Umgebung begleitet.
? Sie arbeiten in ihrem individuellen Lerntempo, jüngere Schüler*innen lernen von älteren (und umgekehrt).
? Es sollen alle, jederzeit profitieren können - im Schulalltag, wie bei (Forschungs-) Projekten mit Tutor*innenprinzip.
? Die familiäre Kommunikation mit Eltern und das Einbeziehen der Elternteile in den Unterricht und in unsere Projekte kann als einzigartige Stärke gesehen werden. Wir können gemeinsam aus einem vielfältigen Pool mit vielen Kompetenzen schöpfen.
? Unserer Schule ist hoch flexibel. Es ist möglich, einen Tag oder auch eine längere Zeitphase, einen bestimmten Fokus zu setzen auch wenn dies eine klare Koordination und Absprache unter allen Beteiligten erfordert.
? Eine weitere Stärke ist die intensive Betreuung der Schüler*innen. So kann stets auf individuelle Bedürfnisse eingegangen und Inklusion gelebt werden.
? Unsere Lehrer*innen nicht nur Spezialist*innen ihres Faches, sondern insgesamt sehr vielseitig und verfügen auch über praktische Erfahrung aus anderen Berufen oder Lebensbereichen.

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