ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

"Pimp your Bottle"

Schule: Bundesrealgymnasium Marchettigasse
KoordinatorIn: Mag Girschick Bettina
DirektorIn: Mag Prokopec Susanna
Inhalt
Pimp your Bottle war ein fächerübergreifendes Projekt, bei dem es darum ging, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, weniger Plastikflaschen in der Schule zu kaufen und hauptsächlich ihre eigenen wieder befüllbaren Flaschen zu verwenden. Dafür wurde am Beginn des Schuljahres von den Klassenvorständinnen der beteiligten Klassen eine Sammelbestellung für PVC-freie Flaschen aufgegeben.
Im Oktober 2014 waren nun drei Klassen mit wieder verwendbaren Flaschen ausgestattet und das Projekt mit dem Ziel, den ausufernden Plastikmüll in der Schulgemeinschaft zu reduzieren, konnte offiziell starten. Als ersten Schritt wurden die Schüler und Schülerinnen im Biologieunterricht über die negativen Auswirkungen von Plastikmüll für die Umwelt informiert.
Danach startete das Projekt im Werkunterricht. Jeder Schüler und jede Schülerin sollte eine eigene Flasche in den Unterricht mitbringen und zuerst einen Überzug für diese Flasche designen. Danach wurden die Stoffe gemeinsam eingekauft. Hierbei war es wichtig, dass es allen Schülern und Schülerinnen ermöglicht wurde, den Stoff für ihre Flasche nach ihrem persönlichen Geschmack auszusuchen. So kam es, dass jede Flasche ein „Unikat“ wurde und jeder Schüler und jede Schülerin sofort ihre oder seine Flasche erkannte. Beim Kauf der Stoffe wurde darauf geachtet, dass von den SchülerInnen nur Baumwollstoffe ausgesucht wurden. Zusätzlich wurden im Textilunterricht die Umweltbelastungen bei der Herstellung von synthetischen Stoffen besprochen.
Zurück in der Schule wurden die Flaschen von den SchülerInnen abgemessen, Schnitte gezeichnet und eigenständig Überzüge genäht. Im Februar 2015, als alle Werkgruppen mit dem Nähen der Überzüge fertig waren, wurde mit dem Umsetzen des Hauptprojektziel, den Plastikmüll in der Schule zu reduzieren, begonnen. Die KlassensprecherInnen der beteiligten Klassen erhielten die Aufgabe alle Flaschen, die in einer Woche im Plastikmüll der Klasse landeten, zu notieren. In diesem Zusammenhang notierten die SchülerInnen in einer Woche 52 Flaschen. Nun wurde mit den Schülerinnen ein realistisches Ziel vereinbart, wie viele Flaschen sie in einer Woche einsparen könnten und über welchen Zeitraum das Projekt durchgeführt werden sollte. Die Schülerinnen einigten sich gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen auf einen Zeitraum von 6 Wochen, in der alle Flaschen die im Plastikmüll landeten, von den KlassensprecherInnen notiert werden sollten.
Als zusätzlicher Anreiz wurde mit den Schülerinnen vereinbart, dass sie im Falle einer Einsparung von mehr als der Hälfte der Flaschen, also pro Klasse ca. 20 Flaschen pro Woche weniger, einen gemeinsamen Tag im Grünen verbringen durften.
Insgesamt wurden in diesen fünf Wochen durchschnittlich 180 Flaschen pro Klasse eingespart. Im Verlauf des Projektes zeigte sich, dass anfangs noch mehrere Flaschen pro Woche im Müll landeten, während der Verbrauch von Plastikflaschen ab der Mitte der Projektphase ständig zurückging.
Auffällig war, dass in der letzten Woche des Projektes keine einzige Flasche mehr im Müll landete. Dies lässt sich wahrscheinlich auch dadurch erklären, dass die SchülerInnen am Ende des Projektes sahen, dass das Projektziel erreicht werden konnte und unbedingt den gemeinsamen Tag im Grünen verbringen wollten.

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