Ersatz: Weidenprojekt – Planung einer Behausung („Weideniglu“)
Schule: Volksschule Deutsch Jahrndorf
KoordinatorIn: Dipl.Päd Stifter KarinDirektorIn: Dir. Gettinger Josef
Inhalt
In unserem Schulhof wurden neue Begrenzungsmauern errichtet. An einigen Stellen waren schon Teile der alten Einfriedung umgestürzt. Es musste also vor allem zur Sicherheit der Kinder gehandelt werden, der altersbedingte Zustand war niemandem mehr zumutbar. Einige Bäume und Sträucher, die im Zuge der Neuerrichtung im Wege waren, mussten leider weichen. An vielen Stellen fehlt zurzeit der Anblick des vertrauten Grüns. Ob gemeinsam mit den Schulkindern entlang der neuen Mauern Sträucher und im Zuge von Maifeiern (lebendige) Bäume gesetzt werden, bleibt noch abzuwarten und wird früher oder später sicher ein Thema sein.Das geplante „Insektenhotel“ für Frühjahr 2015 musste verschoben werden, da wir dieses an der Schulmauer errichten wollen.
Wir haben uns daher entschlossen, ein Weidenprojekt ins Leben zu rufen, um unseren Schulhof um eine kleine, strauchartige Attraktion reicher zu machen, nämlich die Planung eines Weideniglus.
Mit diesem Ziel konfrontierten wir die Kinder, gleichzeitig wurde ihnen klargemacht, dass es wichtig ist, im Zuge des erweiternden Lernens (Öffnung aller Klassen) in Gruppenarbeiten alle möglichen Infos über Weiden einzuholen (aus Lexika, aus dem Internet,…), damit unser Projektvorhaben auch gelingt. Die einzelnen Ergebnisse wurden in Form von Plakaten (Texte und Bilder) präsentiert, jeder Gruppensprecher referierte kurz, was in seinem Arbeitsteam herausgefunden worden war.
Die Lehrer beobachteten den Präsentationsverlauf und unterbrachen nicht. Durch diesen non direktiven Unterricht wurde es den Schülern ermöglicht, voneinander und miteinander zu lernen.
Dies geschah einerseits durch aufmerksames Zuhören, andererseits durch das Stellen und Beantworten von Fragen. Erst als alle Vorträge zu Ende waren, evaluierten die Lehrer gemeinsam mit den Kindern die einzelnen Arbeiten.
Der zweite Schwerpunkt war der praktische Teil:
Mit Hilfe der Lehrerin für Ungarisch lernten die Kinder einige Flechtarbeiten mit Weidenzweigen. Dies fand im klassenübergreifenden Werkunterricht statt. Auf vorsichtiges Biegen und Befeuchten der Zweige wurde geachtet. So konnten die Schüler schon im Vorfeld einige Materialerfahrungen sammeln.
In weiterer Folge machten wir eine Exkursion zu einem Fischteich, an dessen Ufer nur wenige Weiden zwischen vielen Baum– und Straucharten wachsen. Auf diesem Lehrausgang begleiteten uns die Vorschulkinder des Kindergartens. Erstens können so erste Kontakte geknüpft werden zwischen Schul- und Vorschulkindern, zweitens versuchen wir immer wieder gemeinsame Projekte zu starten und drittens können die Vorschulkinder den Gießdienst in den ersten drei Ferienwochen übernehmen, da sie in dieser Zeit noch im Haus sind und wir bereits unsere Ferien genießen. In diesen Wochen wird es besonders wichtig sein zu gießen, da es bekanntlich sehr heiße Tage gibt in dieser Zeit.
Zwei Mal musste der Termin auf Grund der schlechten Wetterlage verschoben werden. Dann war uns das Wetter endlich gnädig: Ausgerüstet mit Gartenscheren war es für die Schüler nicht immer leicht, Weidenbäume bzw. Weidensträucher zu bestimmen, um davon einen ca. 50 – 60cm langen und in etwa 1cm dicken Zweig abzuschneiden. In der Schule angekommen, führte man sofort in Sachen Weideniglu die ersten Arbeitsschritte durch: Mit Hilfe einer Schur, wo an einem Ende ein Markierungsspray befestigt wurde, zog man einen Kreis von ca. 6m Durchmesser. Entlang der Kreislinie schlug man im Abstand von 20cm Löcher in die Erde, die einzelne Lochtiefe betrug ca. 20cm. In dieses steckten die Kinder ihre abgeschnittenen Weidenzweige. Nun muss ordentlich gegossen werden. Wenn die Weiden austreiben und im nächsten Jahr lang genug sind, sollen sie oben zusammengebunden werden. Optional kann zwischen ihnen weiteres Weidenmaterial eingewebt werden, um den Eindruck einer Wand zu vermitteln.
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