ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Unverbindliche Übung „Ökokids - Umweltbildung“

Schule: Offene Mittelschule Florian Hedorferstraße
KoordinatorIn: Poschner Andrea
DirektorIn: Puschmann Stefan
Inhalt
Die Unverbindliche Übung "Ökokids" wurde Dienstags Nachmittag angeboten, SchülerInnen der 2ten Schulstufen können diese Unverbindliche Übung freiwillig besuchen. Im ersten Jahr besuchten 12 SchülerInnen die Übung.

Rückblick über die Themen des Jahres:
Begonnen haben wir damit den Begriff „Nachhaltigkeit“ zu erarbeiten. Das ging überraschend einfach. Wir dürfen nur so viel verwenden, verbrauchen, zerstören wie es von der Natur wieder reproduziert wird. Anhand eines Fischerspiels wo wir uns auf Fangquoten einigen mussten wurde den Kindern bewusst was schrumpfende Bestände natürlicher Ressourcen bedeuten. Es wurde klar fas wir von einem nachhaltigen Lebensstil sehr weit entfernt sind. Ein Problembewusstsein würde geschaffen.

Nachdem es dann im letzten Winter schon früh kalt war haben wir begonnen uns mit dem Heizen und Müll in unserer Schule zu beschäftigen. Denn wir müssen in unserem Umfeld anfangen – also zu Hause und in der Schule wenn wir nicht wie gelähmt vor den globalen Herausforderungen erstarren wollen. Die SchülerInnen haben Listen gemacht und sind durch die Schule und Klassen gegangen und haben untersucht wie der Müll getrennt wird und wie das Heizverhalten aussieht (welche Stufe, wird abgedreht, sind die Fenster gekippt usw.) Dann haben wir Beschriftungen für alle Mistkübel der Schule gemacht (zurzeit nur Altpapier und Restmüll) da diese zum Großteil fehlten.
Wir haben uns mit dem Schulwart den Heizkeller angeschaut und besprochen wie in der Schule geheizt wird. Wir haben alle Heizkörper kontrolliert ob diese nach dem Unterricht abgedreht werden. Zum Teil funktioniert das über Thermostate trotzdem haben wir rausgefunden das es Einsprungs potentiale gäbe. Auch mit dem richtigen Lüften haben wir uns auseinandergesetzt und nach gekippten Fenstern gesucht. Leider ist es Usus das die Heizung läuft und die Fenster gekippt sind. Hier haben wir versucht bei Lehrern und Schülern durch überprüfen und Gespräche zu sensibilisieren.

Nachdem es dann also schon viel um Energiesparen und umweltbewusstes Verhalten ging haben wir Thematisch zum ökologischen Fußabdruck übergeleitet. Dieses Konzept war für die Kinder schwerer zu verstehen weil es komplex und sehr umfassend ist und sehr viel Wissen über Zusammenhänge von Nöten ist. Wir haben dazu Film geschaut und im Plenum gesprochen und ich habe dazu verschiedene Inputs gegeben. Die Leitfrage war: „Können und sollen alle Menschen auf der Erde so leben (Lebensstil) wie wir hier in Österreich.“ Für die Kinder war dann klar das Recht hätten die Menschen eigentlich aber unsere beschränkten Ressourcen lassen diesen Entwicklungspfad nicht zu. Durch Bilder und Zahlen untermauert haben wir festgestellt das der Fußabdruck der industrialisierten Länder zu hoch ist und wenn andere Länder diesen Entwicklungspfad einschlagen und es uns nachmachen, dien Umwelt- und Klimaprobleme noch größer statt kleiner werden. Deshalb ist es wichtig dass wir als gutes Beispiel voran gehen und versuchen unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.

Wir haben begonnen Plakate zu gestalten und uns in Gruppen eingeteilt um das Konzept und die Thematik auch anderen näher zu bringen. Die Kinder sollten „Experten“ werden und den anderen Klassen das Thema vorstellen. Wir hatten dann 5 Plakate: der ökologische Fußabdruck (allgemein) und die dazugehörenden Bereiche: Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum. Jeweils 2 bzw. 3 Kinder stellen nun ihren Bereich vor. Das ganze dauert eine Unterrichtseinheit und war viel Arbeit, da es Thematisch herausfordernd war und wir viel geübt haben. Nach einigen Stunden erarbeiten und Proben haben mittlerweile in 2 Klassen vorgetragen und sehr positives Feedback bekommen. Die Referate seien viel besser als die „normalen“ Referate. Alle sprechen frei und ohne Zetteln verwenden die Plakate als Unterstützung, stellen Fragen usw.

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