Schüler gehen respektvoll miteinander um
Schule: Mary Ward Privatvolksschule St.Pölten
KoordinatorIn: Unterberger Victoria, BEdDirektorIn: Dipl.Päd. Triml Sabine
Inhalt
GrüßenDas heurige Schuljahr stand ganz im Zeichen des Grüßens. Wie grüßt man in anderen Ländern? Wen grüße ich wie? Warum ist das Grüßen so wichtig? Diese Fragen waren für die Kinder dieses Jahr sehr wichtig. Dass Grüßen auch Spaß macht, haben die Kids so erfahren dürfen.
Was bedeutet eigentlich das Wort „Grüßen“?
Die Bezeichnung ist zurückgebildet aus dem Verb grüßen, welches auf das westgermanische grotjan – „zum Reden bringen, sprechen machen“ – zurückgeht. Bestimmte Gesten zeigen die Zugehörigkeit zu bestimmten Gesellschaften, Vereinen oder Bewegungen an.
Kurz nach den Sommerferien 2013 beschlossen wir diesem Jahr ein besonderes Thema zu schenken. Das Grüßen wurde somit das soziale Ziel unserer Schule. Die Erklärung dafür war recht einfach: In einer so großen Schule wie dem Schulstandort Mary Ward ist das Grüßen oft recht schwierig. Viele Erwachsene, viele Kinder, die wir oft nicht den verschiedenen Schularten zuordnen können. So beschlossen wir die Kinder aufmerksam zu machen die SchülerInnen und Lehrerinnen unserer Schule mal genau zu betrachten und versuchen diese am Gang, beim Betreten der Klasse und im Schulhof, zu grüßen. Weiters wollten wir beginnen alle Erwachsenen Personen, die in unserer Schule ein- und ausgehen zu begrüßen.
Das Voting
Viermal im Jahr wurde nun ein Grußvoting eingeführt. Der Herbst-, Winter-, Frühlings- und Sommermeister sollte gefunden werden. Mit den Kindern wurde vereinbart, dass wenn diese brav grüßen, dass sie einen dieser Titel für die Klasse erreichen könnten. Die Lehrerinnen wurden dazu beauftragt die Kinder achtsam zu beobachten, ob gegrüßt wird. Die Klasse, die besonders brav grüßte wurde auf einen Stimmzettel geschrieben und dieser in der Schatzkiste im Lehrerzimmer deponiert. Zur Auswertung trafen sich alle 350 SchülerInnen im Festsaal. In einer spannenden Auswertung wurden die „Grußfreundlichsten Klassen“ gefunden.
Internationale Grüße
Schon bald wurde im Zuge des Grüßens eine neue Aktion ins Leben gerufen. Wie grüßen sich eigentlich Menschen in anderen Ländern? Geben sich die Leute dort auch die Hand und grüßen sich mit „Grüß Gott“?
Nach einigen Recherchen und Nachforschungen wurden interessante andere Arten des Grüßens gefunden. So wurde erstmals auf indisch gegrüßt. Die Hände gefaltet und der Kopf kurz geneigt. Später kam türkisch dazu. Mit einem angedeuteten Handkuss wurde noch das Wort „Meahaba“ gesprochen. Einer der letzten Grüße war mit der Hand winken und mit dem Mund ein tonloses oder leises „Hallo“ gesprochen.
Zum Abschluss des Schuljahres wurde ein Gruß aus Afrika eingeführt. Bei der Begrüßung wurde in die Hände geklatscht. Das war manchmal am Gang für die Lehrkräfte eine ganz schöne Herausforderung, denn Lehrerinnen, so merkten wir, haben immer die Hände voll, ob mit Heften, Taschen oder anderen Dingen.
Die Kinder waren bei all diesen Aktionen mit viel Elan dabei. Grüßen ist etwas Wichtiges in unserer Schule geworden. So gestaltet sich das Leben bei uns freundlicher und höflicher.
Es wurden keine Bilder hochgeladen.