ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Knitted School Garden

Schule: Bundesrealgymnasium Marchettigasse
KoordinatorIn: Mag Girschick Bettina
DirektorIn: Mag Prokopec Susanna
Inhalt
Es handelt sich bei "Knitted School Garden" um ein interaktives Kreativprojekt, dessen Ziel es war, Orte im Schulhaus neu zu gestalten. Es wurden Teile der Stiegengeländer von SchülerInnen nach eigenen Ideen eingestrickt. Die SchülerInnen sollten selbständig und unkompliziert ihre Kreativität anbringen können. So hat ein ehemals unattraktiver Ort einen bunten und witzigen Charakter bekommen. Der Fortschritt wurde in einem Blog dargestellt und kommentiert.
Der Ablauf: Nachdem die SchülerInnen zwei Orte in der Schule gefunden haben, die sich für eine Neugestaltung eignen würden, wird mit unserer Frau Direktor ein Termin vereinbart um die Ideen der SchülerInnen gemeinsam auf ihre Durchführbarkeit zu besprechen.
Dabei wird schnell klar, dass sich gewisse Räume nicht eignen, aber der Stiegenaufgang im 4. Stock steht zur Verfügung und das Geländer darf eingestrickt werden.
Anfang Dezember wird dann mit dem Projekt vor Ort begonnen. Es wird entschieden, dass sich jedes Kind nach seinen Fähigkeiten beim Kreativprojekt einbringen soll. Während die 1a Klasse Bommel wickelt, die sie als Kirschen und Blumen auf das Geländer annähen wollen, planen die SchülerInnen der 3a- Klasse, Tiere in 3D Optik, zu häkeln. Davor muss allerdings gemeinsam Wolle gekauft werden. 15 Knäuel waren das erste „Startkapital“ des Projektes.
Mitte Dezember werden die ersten kleinen Häkel- und Strickobjekte von der SchülerInnen auf das Geländer angenäht.
Eine kleine Schnecke ist das erste Tier im Garten und wird auf das Geländer genäht. In einem gemeinsamen Gespräch mit den Schülerinnen der 3a wird gemeinsam beschlossen, dass das Projekt ein interaktives Projekt sein soll, wo auch einzelne Schülerinnen anderer Klassen Dinge hinzufügen dürfen, allerdings niemand etwas wegnehmen darf. In den nächsten Wochen wächst der Garten ständig an. Es kommen ein Schmetterling, eine Kuh, ein Pilz und viele bunte Bommel dazu.
In den nächsten zwei Wochen kommen immer wieder „Besucher“ in den Pausen in den 4. Stock um das Projekt anzusehen. Spannend ist, dass vor allem die Kirschen sehr beliebt sind.
Im Zeichenunterricht wird weiter zum Thema Kultur gearbeitet. Die SchülerInnen sind der Meinung, dass Feste und Essen einen großen Teil der Kultur bestimmen. Die Schülerinnen wünschen sich, dass das Feste-feiern mehr Raum in der Schulkultur bekommen soll und wünschen sich, dass sie die Geburtstage der Kinder in der Schule gemeinsam gefeiert werden können.
Es wird beschlossen, dass die Geburtstage der Kinder, die in einem Monat Geburtstag haben, nun gemeinsam gefeiert werden. Die Feier darf die ersten 20 Minuten der Stunde einnehmen. Danach wird gemeinsam aufgeräumt und mit der Zeichenarbeit begonnen.
Beim Strickprojekt geht es zeitgleich im Textilunterricht weiter. Das Projekt wächst immer weiter und es kommen täglich neue Objekte hinzu.
Der Stolz der Schülerinnen ist groß, wenn sie ihr Tier endlich auf das Geländer annähen können. Ende Dezember ist das Ziel, das obere Geländer einzustricken, locker geschafft und mit der Zustimmung der Frau Direktor, geht es nun im 3 Stock weiter.
„Der gestrickte Garten“ wird von Woche zu Woche größer. Dieser Charakter bestimmt schließlich auch den Namen des Projektes „knitted school garden“. Im Jänner entsteht auch die Idee einen Blog zu gestalten, da es somit möglich wäre, täglich über den Fortschritt des Projekts zu berichten. Nun ist es auch wichtig abzuklären, wer den Blog betreut, wer die Fotos schießt, und wer die Texte schreibt. Die Textillehrerin erklärt sich bereit, den Blog ins Leben zu rufen und den ersten Eintrag zu schreiben.
Vorerst wird das Thema Blog aber noch auf Eis gelegt. Die SchülerInnen sollen vorher noch den Workshop „safer internet“, der an der Schule im Jänner für alle Klassen angeboten wird, besuchen.
Ende Jänner macht das Projekt wenig Fortschritte. Das Ende des Semesters bereitet den Schülerinnen und LehrerInnen Stress und das Zeugnis steht nun im Vordergrund.
Um das Projekt wieder voranzutreiben wird im März die Idee geboren ein STRICK IN zu organisieren. An einem Nachmittag können alle Schülerinnen, die gerne zum Projekt etwas beitragen möchten, in den 4. Stock kommen und gemeinsam vor Ort stricken, häkeln und plaudern. Aus der Idee wird ein gemeinsames Fest für LehrerInnen und Schülerinnen.
Da ein paar Lehrerinnen das Projekt ebenfalls unterstützen möchten, kommen sie auch dazu und betreuen die SchülerInnen. An einem sonnigen Nachmittag werden gemeinsam weitere zwei Meter des Geländers eingestrickt.
Insgesamt hat das Projekt die Atmosphäre im 4. Stock deutlich verändert. Der dunkle Stiegenaufgang ist nun bunt und hat einen witzigen Charakter bekommen. Er ist sogar ein besonderer Ort der Schule geworden.
Darüber hinaus gibt es nun an der Schule einen Platz, an dem die SchülerInnen unkompliziert und selbstständig ihre Kreativität anbringen können. Das Projekt kann durchaus auch als Ausstellungsort gesehen werden, denn da es sich ständig verändert, gibt es jede Woche etwas Neues zu entdecken. Viele Schülerinnen nützen die Pause um ihre Lieblingskunstwerke zu fotografieren. Die beiden Werke stehen hierbei hoch im Kurs: Würmchen Gurke und die einzigartige Erdbeere.

Es wurden keine Bilder hochgeladen.