ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Der Wald als Lebensraum - Zusammenhänge erkennen, differenziert beobachten, Umweltbewusstsein förder

Schule: Volksschule Wimpassing an der Leitha
KoordinatorIn: VL Landl Ingrid
DirektorIn: VD Leitgeb Sabine
Inhalt
Ökolog-Schulkoordinatorin Ingrid Landl, Klassenlehrerin der 3.Klasse:
Umwelterziehung stellt in unserer Ökololgschule einen hohen Stellenwert dar. Auch mir als Pädagogin liegt die Natur sehr am Herzen – ist sie ja unser aller Lebensumfeld und Lebensgrundlage. So bin ich der Meinung, dass durch die frühe Sensibilisierung der Kinder für unsere Umwelt auch Wertschätzung für eine weniger belastete Umwelt entsteht. Damit kann sicherlich nicht früh genug begonnen werden, da das spätere Verhalten bereits in früherster Kindheit geprägt wird. Doch nicht nur die Wechselwirkung der Mensch- Umwelt- Beziehung ist ein wesentliches Ziel meiner Umweltbildung.
Wichtig ist mir auch, dass die Kinder bereits in der Volksschule die Fähigkeit anbahnen, einzelne Phänomene in größeren Zusammenhang zu sehen. Es geht nicht darum, dass die Kinder möglichst viel Detailwissen erwerben, sondern das Ganze sehen und auch erkennen, dass Probleme immer von mehreren Seiten betrachtet werden müssen. So trägt Umweltbildung ganz nebenbei zu differenzierten Wahrnehmung und zum komplexen Denken bei.
Schon in der 1. und 2. Klasse besuchten wir mit dem Bezirksförster den Wald. Verschiedene Stationen mit Waldtieren waren als Rundweg im Hornsteiner Föhrenwald angelegt. Die Kinder erfuhren so vieles über die heimischen Waldtiere und auch über Bäume und Pflanzen in unserer unmittelbaren Umgebung. Ebenso wanderten wir mit dem Wimpassinger Jagdvorsteher Herrn Schraufstädter durch den Leithawald. Er brachte auch präparierte Tiere in die Schule und erzählte den Kindern von den Besonderheiten der Tiere. Am Ende der zweiten Klasse suchten die Kinder verschiedene Naturmaterialien zur Anfertigung eines Insektenhotels. Ein Vater unterstützte die handwerklichen Arbeiten und zum Schulschluss wurde das Insektenhotel im Schulhof aufgestellt.
In der 3. Klasse beschäftigten wir uns intensiv mit den Eulen. Diese nachtaktiven Raubvögel passten auch sehr gut zu unserem großen Jahresthema „ Mittelalter“. Eulen galten schon jeher als mystische und geheimnisvolle Greifvögel. Interessiert und mit vollem Eifer sammelten die Kinder in verschiedenen Büchern Informationen zur Eule. Schnell stellten wir fest, dass es insgesamt 13 Eulenarten in Europa gibt. Jedes Kind suchte sich eine Eulenart aus und wurde von dieser Eulenart Experte. Informationen erhielten sie über Karteikarten aber auch Bücher und Kinderwebseiten.Im Bereich Bildnerischer Erziehung versuchten sich die Kinder die charakteristischen Merkmale der heimischen Waldohreneule bildnerisch darzustellen.
Auch zwei verschiedene Linoldrucke entstanden.

Mit dem sogenannten „Eulenblick“ schulten wir das ganze Jahr über unsere soziale Wahrnehmung. Jedes Kind durfte sich am Beginn der Schulwoche einen „Eulenblick“ wählen. Dabei sollten die Kinder bewusst einen Spruch wählen, der zu ihnen passt. Dieser lag dann die ganze Woche auf den Schultischen vor den Kindern


Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am Schöpfungstag im Landesmuseum Eisenstadt im April. Gemeinsam arbeiteten die Schüler Fragen und Antworten zur Eule aus und gestalteten ein Würfelspiel und ein Informationsplakat. Beim Aktionstag im Landesmuseum präsentierten die Schüler der 3.Klasse ihr Wissen um das Thema „Eule“ und betreuten unsere Eulenstation mit dem selbst entwickelten Würfelspiel. Verantwortungsbewusst und mit viel Engagement waren die Kinder dabei.

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