ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Klimareise

Schule: VS Hinterbrühl Naturparkschule Sparbach
KoordinatorIn: Dipl-Päd Gipfl Ulrike
DirektorIn: Direktorin Krems Barbara
Inhalt
Hinter dem Arbeitstitel „Klimareise“ verbirgt sich ein außergewöhnlicher, spannender Schultag, der den 170 Kindern aller Schulklassen der VS Hinterbrühl sicher für immer in Erinnerung bleiben wird. Im Vorfeld hatten die 9 Lehrerinnen schon viel recherchiert, geplant, vorbereitet, und auch die Eltern waren von dem besonderen Tag informiert.
Gleich in der Früh des 16. April ging es dann los – die Klassenlehrerinnen empfingen ihre SchülerInnen in ungewohnter Umgebung: in einer Klasse herrschte Regenwaldfeeling – es handelte sich um Südamerika; in einer anderen gab es einen riesigen Eisbären zu bestaunen – das war die Arktis; im Dschungel mussten sich die Kinder erst zu ihren Sitzplätzen vorkämpfen – Willkommen in Indonesien; und eine Klasse deutete auf den heißen Kontinenten Australien hin. (Anm.: Die VS Hinterbrühl ist 8-klassig, daher liefen die zwei „Radln“ parallel ab, unterteilt in Grundstufe 1 und Grundstufe 2 – damit konnten auch die Darbietungen in altersentsprechenden Levels stattfinden.)
Nachdem die Kinder von ihrer Lehrerin bei dieser ersten Station viel Wissenswertes erfahren hatten, wurde ihnen ein Wanderplakat übergeben. Auf einem Viertel des Papierbogens wurden die wichtigsten Aspekte festgehalten, die sie nun über diesen Kontinenten und seine Bewohner erfahren hatten. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, inwieweit es in diesem Erdteil Ereignisse gibt, die dem Weltklima schaden. In der Mitte des Plakates gab es noch eine große, unvollständige Weltkarte, auf der der entsprechende Kontinent als Puzzleteil eingefügt wurde.
Nun hieß es: Weiterreise! Die ganze Klasse marschierte zur nächsten Lehrerin bei der nächsten Station, wo ein weiterer Kontinent mit spannenden Informationen auf die Kinder wartete. Nach der 2. Station trafen sich alle im schönen Park um zu jausnen, Erfahrungen auszutauschen und auch die Lehrerinnen konnten von ihren bisherigen Erlebnissen berichten. Im Anschluss besuchten die Kinder noch die 3. und 4. Station, und zum Schluss war die Weltkarte mit vier aufgeklebten Puzzleteilen komplett und alle Viertel des großen Plakates beklebt, beschrieben und ausgestaltet. Diese Plakate zieren jetzt noch die einzelnen Klassenräume und sollen den Kindern das Gelernte in Erinnerung halten. Doch was haben sie eigentlich an diesem Vormittag gelernt?
Den Pädagoginnen war es ein Anliegen, die Kinder dafür zu sensibilisieren, wie unser Verhalten hier in Europa Einfluss nehmen kann auf die Klimaveränderung und auf das Leben indigener Völker (oder ortstypischer Fauna und Flora) in anderen Kontinenten. Hitzewellen und Trockenheit in Australien, Eisschmelze in der Arktis, Umweltzerstörung im südamerikanischen Regenwald durch Erdölförderung und Abholzung des Regenwaldes bzw. Anlegen von Monokulturen in Indonesien (Stichwort Papierindustrie und Palmöl). In kurzen Geschichten lernten sie Kinder des jeweiligen Kontinenten kennen. Auf Schautischen, in kurzen Filmen oder durch Lösen von Rätselaufgaben erfuhren sie, welche Produkte des täglichen Lebens mit Klimawandel in Verbindung zu bringen sind. Vielen Kindern wurde zum ersten mal klar, dass aus Erdöl Kunststoff gewonnen wird; dass beim Papierkauf – egal ob Toilettenpapier oder Schulhefte – mit Gütesiegeln wie dem Blauen Engel oder dem Österreichischen Umweltzeichen Gutes für die Umwelt getan werden kann; dass unsere Mobilität nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Treibhauseffekt hat; dass mit dem Kauf von FAIRTRADE-Produkten Menschen in der Dritten Welt unterstützt werden können.

Es wurden keine Bilder hochgeladen.