ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Gesundheit in Zeiten des Klimawandels

Schule: SZE St. Pölten
KoordinatorIn: Mag. Penzenauer-Griessler Annemarie
DirektorIn: Mag. Geissberger Sabine
Inhalt
Gesundheit umfasst viele Bereiche. Sie wird definiert als ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens. Die Schüler:innen des SZE Eybnerstraße in St. Pölten haben sich mit den unterschiedlichsten Folgen des Klimawandels, Maßnahmen zur Milderung von Hitze in der Stadt, veganer bzw. vegetarischer Ernährungsform, Müll als Ressource, Wasserwirtschaft im Überblick, Abwasserreinigung und einem konkreten Beispiel der sozialen und wirtschaflichen Entwicklung im Senegal gewidment. Bei einem Workshop an der FH Wieselburg haben Schüler:innen konkrete Beispiele für die Umsetzung der SDGs im Alltag erarbeitet und so Zukunftsperspektiven für sich und zukünftige Generationen geschaffen.

Diese Themen wurden fächerübergreifend in den Gegenständen Naturwissenschaften, Globalwirtschaft/Wirtschaftsgeografie und Volkswirtschaft und Küchen- und Restaurantmangagement_Kochen erarbeitet.
Überblick der Dürrekatatstrophen weltweit

Überblick der Dürrekatatstrophen weltweit

Brunnhilde - der mobile Wasserspender

Brunnhilde - der mobile Wasserspender

Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung

Kläranlage Traismauer

Kläranlage Traismauer

Workshop zu den SDGs

Workshop zu den SDGs

Prüfungsessen zur Veganen/vegetarischen Fachkraft

Prüfungsessen zur Veganen/vegetarischen Fachkraft

Workshop "Senegal im Aufwind"

Workshop "Senegal im Aufwind"

Der Mensch in Bewegung

Der Mensch in Bewegung

Schattenspender

Schattenspender

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Gesundheit in Zeiten des Klimawandels

Die WHO definiert Gesundheit folgendermaßen:
"Gesundheit ist ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen ist ein Grundrecht jedes Menschen, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung."
Daraus ergibt sich, dass Gesundheit sehr viele Themen umfasst, die sich im Schuljahr 2025/26 in den unterschiedlichsten Aktivitäten widergespiegelt haben. Der Klimawandel und seine Auswirkungen, gesunde Ernährung, eine saubere Umwelt, aber auch Sicherheit und Zuversicht in die Zukunft sind für für die Gesundheit unserer Schüler:innen, Lehrer:innen und Angestellten wesentliche Themen.
Der KLIMAWANDEL betrifft alle Menschen dieser Erde. Mit der Klimabündnis-Ausstellung „Wir alle sind Zeug:innen – Menschen im Klimawandel“ in der Schulaula wurde ein sehr gelungener Bogen zwischen weltweiten Auswirkungen und der Lebenswelt in Österreich gespannt: Persönliche Erfahrungsberichte von Menschen aus Europa, Nord- und Südamerika, Westafrika und Südasien machen die globalen Auswirkungen der Klimakrise auf Leben und Gesundheit der Menschen greifbar.
Zusätzlich gaben die Hintergrundinformationen zu den Themenbereichen Gletscherschwund, Biodiversitätsverlust, Dürre, Hitze in Städten, Überschwemmungen, veränderte Niederschläge und Waldbrände einen Überblick über die komplexen Zusammenhänge zwischen der Erderhitzung und unseren gefährdeten Lebensgrundlagen.
Es wurden aber auch unterschiedliche Maßnahmen und Projekte vorgestellt, die zeigen, dass die nötigen Veränderungen möglich sind und zu weiteren persönlichen Klimaschutzmaßnahmen motivieren.
Die Ausstellung wurde von vielen Lehrer:innen mit ihren jeweiligen Klassen besucht. Ein begleitendes Quiz unterstützte die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
400
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Klimabündnis Österreich
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Bericht und Fotos auf der Schulhomepage
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Durch ein Quiz, dass beim Ausstellungsbesuch ausgefüllt wurde. Die Lösung des Quizes wurde dananch im Unterricht besprochen.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Der Klimawandel, seine vielfältigen lokalen, aber auch weltweiten Auswirkungen und die Notwendigkeit von klimaangepassten Maßnahmen sind mehr im Bewusstsein der Besucher:innen verankert worden.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der fächerübergreifenden Zusammenarbeit bei verschiedensten Projekten. Da es an der Schule verschiedene Ausbildungsschwerpunkte gibt, können Fähigkeiten aus dem sozialen, wirtschaftlichen und dem fachpraktischen Küchen- und Servicebereich gebündelt werden.
Weiters gibt es eine funktionierende PR-Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern, welche die Ergebnisse der Aktivitäten in der Schulgemeinschaft in den sozialen Medien ansprechend positioniert.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Ausstellung in der Aula im 1. Stock: "MÜLL - EINE WERTVOLLE RESSOURCE":
Die 2DS präsentierte ihre Erkenntnisse von der Teilnahme am UMWELTPREIS 2025 der Stadt St. Pölten, wo sie den 3. Preis in ihrer Alterskategorie gewonnen haben. Die 2DS gestaltete gemeinsam mit Prof. Annemarie Penzenauer-Griessler eine abwechslungsreiche Ausstellung über richtiges Mülltrennen, Müllvermeidung und die Bedeutung der Ressourcennutzung von Müll.

Ausstellung in der Aula im 1. Stock: "WELTWASSERTAG 2026":
Anlässlich des „Weltwassertags 2026“ gestaltete die 5CS im Rahmen des BGHE-Unterrichts bei Prof. Annemarie Penzenauer-Griessler einen gelungenen Einblick in die Wasserwirtschaft mit all ihren Facetten. Der Trinkwasserversorgung, der energietechnischen Nutzung von Wasser, als auch dem sinnvollen Umgang mit der lebensnotwenigen Ressource Wasser wurde großes Augenmerk geschenkt.

Exkursion "STADTHITZE - WAS TUN?":
Die Klasse 2DS beschäftigte sich im Rahmen der Exkursion „Stadthitze – was tun?“ mit städtebaulichen Maßnahmen um die Hitze in der Stadt erträglicher zu machen. Hitzewellen sind keine Ausnahmeerscheinung mehr und werden in Zukunft aufgrund des Klimawandels vermehrt auftreten. Sie haben große Auswirkungen auf die Gesundheit. Für ältere Menschen, Kinder, Patient:innen mit Herz-Kreislauf- und psychischen Erkrankungen sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität ist länger andauernde Hitze besonders belastend.
Der Landschaftsökologe Jürgen Preiß zeigte den Schüler:innen gelungene Beispiele wie Hitze in der Stadt gemildert werden kann z.B.: die Fassadenbegrünung des FLAK-Turms (Haus des Meeres), Baumbepflanzungen auf den Terrassen der IKEA-Filiale beim Westbahnhof und entlang von Gassen, regenwasserdurchlässige Pflasterungen (Thematik Schwammstadt) und kleine Gärtchen in den Gassen, die urbanes gärtnern ermöglichen, und gleichzeitig die Biodiversität in der Stadt erhöhen. Diese Maßnahmen haben kühlenden Effekt für das Leben in der Stadt. Besonders beeindruckend war die Information, dass Glasfassaden bis über 80 Grad Celsius erreichen können und dementsprechend an die Umgebung abstrahlen. Besonders amüsant fanden die Schüler:innen , dass die mobilen Wasserspender in der Mariahilferstraße den Namen „BRUNNHILDE“ führen. Begleitet wurde die 2DS von Prof. Anita Pichler und Prof. Hanna Schmalzl.

Exkursion "ABWASSERREINIGUNG IN DER KLÄRANLAGE TRAISMAUER":
Da sauberes Trinkwasser weltweit gesehen keine Selbstverständlichkeit ist, hat sich die 1AF gemeinsam mit Prof. Schmalzl im Rahmen einer Exkursion mit der Abwasserreinigung beschäftigt. Sie besuchten die Kläranlage des Abwasserverbandes in Traismauer und konnten hier hautnah erleben, wie aus Abwasser wieder sauberes Wasser und dabei noch Energie für die Betreibung der Anlage gewonnen wird.

Workshop "NACHHALTIGKEIT UND SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS (SDGs):
Prof. Laura Hartmann hat mit den Klassen 3A, 3B, 3C und 3D bei dem Workshop „Nachhaltigkeit und Sustainable Development Goals (SDGs)“ an der FH Wieselburg Beispiele erarbeitet, wie nachhaltiges Handeln im Alltag umgesetzt werden kann. Es wurden viele Ideen entwickelt und den Schüler:innen auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung von nachhaltigem Handeln im Alltag nahe gebracht werden.

Prüfung zur "VEGANEN UND VEGETARISCHEN FACHKRAFT":
Die ERNÄHRUNG ist eine weitere Säule der Gesundheit. Ein fleischloser Ernährungsstil wird weitgehend als klimaschonend und gesundheitsförderlich empfohlen. Ein besonderes Highlight war in diesem Schuljahr der Abschluss der Ausbildung unter der Leitung von Prof. Laura Hartmann zur „Veganen und vegetarischen Fachkraft“. Acht Schülerinnen aus den Klassen 3B und 4B (Schulzweig „Well&Active“) konnten die externe Prüfungskommission beeindrucken und mit einem guten bzw. ausgezeichneten Erfolg abschließen.

Exkursion zur Ausstellung "KÖRPERWELTEN - AM PULS DER ZEIT":
Bei dem Besuch der Ausstellung „Körperwelten – Am Puls der Zeit“ in der Wiener Stadthalle setzten sich die Klassen 1DS, 2DS, 5CS, 3SFA und 3SFB in Begleitung von Prof. Annemarie Penzenauer-Griessler mit den Auswirkungen der Lebensweise in wohlhabenden Industriestaaten auf die Gesundheit auseinander. Die Entstehung von Arteriosklerose, Krebserkrankungen, Rauchen und die Folgen von Übergewicht und Bewegungsmangel, um nur einige zu nennen, wurden eindrucksvoll durch anatomische und visuelle Objekte sichtbar gemacht.

Workshop "AUFWIND IM SENEGAL":
Mit dem Workshop „Aufwind im Senegal“ von der Caritas Senegal in Kooperation mit der Caritas St. Pölten beschäftigte sich die Klasse 3A im Rahmen des Geografieunterrichts bei Prof. Anita Pichler mit den Herausforderungen des Klimawandels und den damit folgenden sozialen Problemen in der Landwirtschaft. Herr Emmanuel Boubane aus Senegal und Frau Wieser von der Caritas St. Pölten konnten den Schüler:innen ein eindrucksvolles Bild der Lebenssituation von Familien bieten. Im Vordergrund standen die positiven lokalen Antworten in Senegal auf diese Herausforderungen wie z.B.: raucharme Öfen aus Naturmaterialien, Mikrokredite für Frauen von Frauen, Schulen mit integrierter Landwirtschaft zur Versorgung der Schüler:innen mit frischem Essen, ein friedvolles Miteinander von verschiedensten Religionsgemeinschaften, die Mangrovenaufforstung um die Versalzung der Deltamündungen und das Fischsterben zu stoppen, usw.
Den Workshopleiter Emmanuel Boubane hat in St. Pölten am meisten beeindruckt, was für unsere Schüler:innen selbstverständlich erscheint: sauberes Trinkwasser im Überfluss! Eine lebenswichtig Voraussetzung für unsere Gesundheit.