ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Nachhaltigkeit erleben – unsere Schule gestaltet Zukunft

Schule: BG/BRG Wien III Boerhaavegasse und Internat
KoordinatorIn: Čavkić Mirzet, BEd
DirektorIn: Mag. Salek Gabriele
Inhalt
Im Schuljahr 2025/26 stand an unserer Schule nachhaltiges Handeln im Mittelpunkt. Den Schwerpunkt bildete das Projekt MINIKOSMOS Straße, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre unmittelbare Umgebung als Lebensraum erforschten und sich mit nachhaltiger Mobilität, Klimawandelanpassung sowie der Bedeutung von Infrastruktur auseinandersetzten. Ergänzt wurde dieses Vorhaben durch zahlreiche weitere Aktivitäten wie Regenwaldschutz, Insektenhotels, Umwelt-Videowettbewerbe, Mülltrennung, EcoNerds, das Öko-Sportfest und kreative Kunstprojekte. Gemeinsam förderten diese Maßnahmen Umweltbewusstsein, Eigenverantwortung und die aktive Mitgestaltung einer nachhaltigen Schule.
Öko-Fest 1

Öko-Fest 1

Öko-Fest 2

Öko-Fest 2

Öko-Fest 3

Öko-Fest 3

Öko-Fest 4

Öko-Fest 4

Öko-Fest 5

Öko-Fest 5

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Rahmen des Projekts MINIKOSMOS Straße setzten sich die Schülerinnen und Schüler in mehreren Workshops mit der Straße als alltäglichem Lebensraum auseinander. Dabei lernten sie spielerisch, welche Funktionen Straßen erfüllen und wie Themen wie Mobilität, Sicherheit, Klima, Umwelt und Infrastruktur miteinander zusammenhängen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis erkundeten sie den Straßenraum rund um die Schule und entwickelten ein Verständnis für nachhaltige Mobilität sowie die vielfältigen Berufe in den Bereichen Technik, Planung und Naturwissenschaften. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Perspektivenübernahme: Die Schülerinnen und Schüler konnten unter anderem erfahren, welchen Herausforderungen Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr begegnen. Den Abschluss des Projekts bildete ein gemeinsamer Besuch des Verkehrsmuseums.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
56
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
FACTUM
B-NK – Büro für nachhaltige Kompetenz GmbH
EBE Solutions GmbH
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen der Workshops
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Erkenntnisse im Unterricht und tauschten sich über ihre Erfahrungen aus. Die Zusammenarbeit mit den externen Projektpartnern sowie der abschließende Besuch des Verkehrsmuseums machten die Projektergebnisse auch über den Unterricht hinaus sichtbar. Zusätzlich wurden die Eltern im Vorfeld durch einen Informationsbrief über Inhalte und Ziele des Projekts informiert.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Reflexion erfolgte laufend im Anschluss an die einzelnen Workshops durch Gespräche und Feedbackrunden. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit ihren Beobachtungen auseinander, diskutierten nachhaltige Mobilität, Verkehrssicherheit sowie die unterschiedlichen Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmenden und reflektierten insbesondere die Herausforderungen, denen Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr begegnen. Der gemeinsame Besuch des Verkehrsmuseums bot einen gelungenen Abschluss und vertiefte die im Projekt erworbenen Kenntnisse.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Das Projekt hat das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für den öffentlichen Raum als gemeinsamen Lebensraum nachhaltig gestärkt. Themen wie nachhaltige Mobilität, Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit und Klimaschutz werden bewusster wahrgenommen und mit dem eigenen Alltag verknüpft. Gleichzeitig wurde das Interesse an technischen, naturwissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen gefördert sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnerorganisationen weiter ausgebaut. Die Erfahrungen aus dem Projekt fließen in zukünftige Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte der Schule ein.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärke liegt in der Verbindung von Unterricht, Praxis und außerschulischer Zusammenarbeit. Durch die Einbindung externer Expertinnen und Experten erleben die Schülerinnen und Schüler nachhaltige Entwicklung unmittelbar in ihrem eigenen Lebensumfeld. Besonders hervorzuheben sind das hohe Engagement der Lehrkräfte, die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler sowie die fächerübergreifende Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen. Als langjährige ÖKOLOG-Schule gelingt es uns, Umweltbildung, MINT-Themen und demokratische Teilhabe sinnvoll miteinander zu verknüpfen.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Im Laufe des Schuljahres wurden zahlreiche weitere ÖKOLOG-Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten der Verkauf von selbst gestalteten Mehlspeisen zugunsten des Regenwaldschutzes, die Einführung von Lüftungsdiensten zur Verbesserung der Luftqualität in den Klassen, die Gestaltung von Plakaten zur Mülltrennung sowie der Bau und die Befüllung von Insektenhotels für den Schulgarten. Darüber hinaus beteiligten sich Schülerinnen und Schüler am Umwelt-Video-Wettbewerb „So setze ich mich für die Umwelt ein“, an den Kunstprojekttagen in Horn mit dem Schwerpunkt Natur sowie am digitalen EcoNerds-Schulwettbewerb zu Demokratie und Nachhaltigkeit. Den Abschluss bildete ein schulweites Öko-Sport-Fest mit verschiedenen Stationen zu nachhaltiger Mobilität, Umweltbildung, gesunder Ernährung und den Sustainable Development Goals (SDGs). Gemeinsam trugen diese Maßnahmen dazu bei, Umweltbewusstsein, Eigenverantwortung und nachhaltiges Handeln im Schulalltag zu fördern.