ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Litzlhof braut – Das erste Litzlhofer Bier

Schule: Landwirtschaftliche Fachschule Litzlhof
KoordinatorIn: Ing. Pirker Klaudia
DirektorIn: Ing Lackner Alois
Inhalt
Im Schuljahr 2025/26 stellten Schülerinnen und Schüler des BZ Litzlhof ihr eigenes Bier her – vom biologischen Hopfenanbau bis zur Verarbeitung beim regionalen Partner Lieserbräu in Spittal. Das Projekt verband Praxis und Theorie und machte regionale, nachhaltige Wertschöpfung erlebbar. Höhepunkt war die Präsentation des Bieres beim Litzlhofer Sommerfest und bei der Europameisterschaft für Waldarbeit am Litzlhof
Selbstgebrautes Bier

Selbstgebrautes Bier

Hopfenernte

Hopfenernte

Hopfen getrockner

Hopfen getrockner

Braugerste vor der Ernte

Braugerste vor der Ernte

Vor dem Abfüllen

Vor dem Abfüllen

Zugabe vom eigenen Hopfen

Zugabe vom eigenen Hopfen

Beim Brauen

Beim Brauen

Vor dem Abfüllen

Vor dem Abfüllen

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Projektbeschreibung: Litzlhof braut – Das erste Litzlhofer Bier

Im Schuljahr 2025/26 setzten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 2b und 3b am Bildungszentrum (BZ) Litzlhof ein besonderes Praxisprojekt um: die Herstellung ihres eigenen Bieres. Das BZ Litzlhof ist ein biologisch anerkannter Landwirtschaftsbetrieb, wodurch nachhaltiges und regionales Wirtschaften eine zentrale Rolle spielt. Dieses Prinzip spiegelte sich auch im gesamten Projekt wider.
Die Idee entstand bereits im Mai 2025 mit dem Anbau von Aromahopfen direkt am Schulstandort. Vom Pflanzen bis zur Verarbeitung begleiteten die Jugendlichen den gesamten Entstehungsprozess mit großem Interesse und konnten so wichtige praktische Erfahrungen sammeln.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Zusammenarbeit mit einem regionalen Partner, der Kleinbrauerei Lieserbräu in Spittal. Dort fand im April 2026 der eigentliche Brauprozess statt. Unter fachkundiger Anleitung arbeiteten die Schülerinnen und Schüler aktiv mit, lernten die einzelnen Arbeitsschritte kennen und erhielten praxisnahe Einblicke in die Herstellung eines regionalen Lebensmittels. Auch beim Abfüllen waren sie beteiligt. Insgesamt wurden rund 600 Liter Bier produziert.
Die Regionalität und Nachhaltigkeit standen dabei im Mittelpunkt:

Der Hopfen wurde am Litzlhof biologisch angebaut.
Die Verarbeitung erfolgte in einer regionalen Kleinbrauerei in Spittal.
Das fertige Produkt wurde im lokalen Rahmen präsentiert und konsumiert.

Damit wurde ein regionaler Wertschöpfungskreislauf vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt sichtbar gemacht.
Ein Höhepunkt war das Litzlhofer Sommerfest und die Europameisterschaft für Waldarbeit, bei dem das selbst gebraute Bier erstmals ausgeschenkt wurde. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zur Verkostung und zeigten sich vom leichten, erfrischenden Geschmack überzeugt.
Das Projekt ermöglichte den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Verknüpfung von Theorie und Praxis, sondern stärkte auch ihr Bewusstsein für biologische Landwirtschaft, regionale Produktion und nachhaltige Wertschöpfung. Es bleibt somit als besonders wertvolle und praxisnahe Erfahrung in Erinnerung.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
140
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Christoph Ertl - Brauereibesitzer Lieserbräu
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Präsentation und Öffentlichkeitsarbeit des Projekts erfolgte auf mehreren Ebenen und begleitete den gesamten Produktionsprozess.
Ein zentraler Bestandteil war die laufende Social-Media-Präsenz, bei der die einzelnen Produktionsschritte – vom Hopfenanbau über das Brauen bis hin zum Abfüllen – dokumentiert und veröffentlicht wurden. Dadurch konnte die Öffentlichkeit den Entstehungsprozess des Litzlhofer Bieres mitverfolgen und erhielt authentische Einblicke in das Projekt.
Die Vermarktung des fertigen Produkts erfolgte im Rahmen von Veranstaltungen vor Ort. Einen wichtigen Höhepunkt stellte das Litzlhofer Sommerfest dar, bei dem das Bier erstmals ausgeschenkt und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Darüber hinaus wurde das Litzlhofer Bier auch bei der Europameisterschaft für Waldarbeit am BZ Litzlhof angeboten. Diese Veranstaltung bot eine zusätzliche Plattform, um das Projekt einem größeren Publikum vorzustellen und die regionale sowie nachhaltige Produktion hervorzuheben.
Insgesamt wurde das Projekt somit sowohl digital als auch im direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit wirkungsvoll präsentiert.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Verkostung mit verschiedenen Entscheidungsträgern. Zwei Schülerinnen beschäftigten sich in ihrer Facharbeit mit dem Thema "Vom Hopfen zum Bier"
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Es wurde ein stärkeres Bewusstsein für eine Kreislaufwirtschaft und für eine Eigenproduktion von Lebens- und Genussmitteln geschaffen
Wo liegen unsere Stärken?
Praxisorientiertes Lernen: Die Schülerinnen und Schüler konnten den gesamten Brauprozess vom Hopfenanbau bis zum fertigen Produkt miterleben und aktiv mitgestalten. Kooperation mit einem regionalen Partner: Die Zusammenarbeit mit dem Lieserbräu ermöglichte professionelle Einblicke und erhöhte die Qualität des Projekts. Eigeninitiative und Engagement: Die Jugendlichen zeigten großes Interesse und arbeiteten motiviert mit – sowohl beim Brauen als auch beim Abfüllen. Verknüpfung von Theorie und Praxis: Besonders durch die Facharbeiten konnte theoretisches Wissen direkt angewendet und vertieft werden. Nachhaltigkeit und Regionalität: Der selbst angebaute Hopfen und die regionale Produktion stärken das Bewusstsein für lokale Wertschöpfung. Erfolgreiche Präsentation nach außen: Beim Sommerfest und der Europameisterschaft konnte das Produkt präsentiert werden – mit positivem Feedback der Besucherinnen und Besucher.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Ein weiteres Projekt im Schuljahr war der Anbau von Braugerste. Dabei konnten sowohl beim Ertrag als auch bei der Qualität sehr gute Ergebnisse erzielt werden.
Das anschließende Mälzen der Gerste konnte jedoch nicht durchgeführt werden, da die Kosten für die Verarbeitung der vergleichsweise kleinen Menge zu hoch gewesen wären. Aus diesem Grund wurde für das Brauprojekt Malz zugekauft.
Grundsätzlich wäre die Verwendung der eigenen Braugerste für zukünftige Projekte sehr wünschenswert, da sie den regionalen und praxisorientierten Charakter weiter stärken würde. Voraussetzung dafür wären jedoch kostengünstigere Möglichkeiten zur Vermälzung kleiner Mengen. Sollte sich hier eine wirtschaftlich tragbare Lösung ergeben, wäre der Einsatz der selbst angebauten Braugerste durchaus in Erwägung zu ziehen.