ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Nachhaltigkeit und Biodiversität im Fokus

Schule: Gymnasium Telfs
KoordinatorIn: Mag. Gruber Lisa
DirektorIn: Mag. Kerber Alfred
Inhalt
Das laufende Schuljahr stand an unserer Schule ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit und Naturwissenschaften. Durch vielseitige Projekte wurden die zentralen ÖKOLOG-Kriterien direkt im Schulalltag verankert.
Ein besonderes Highlight dieses Schwerpunktjahres waren die NATWI-Projekttage zum Thema Neobiota: Nach einem Experten-Vortrag von Ass.-Prof. Dr. Konrad Pagitz erforschten die Klassen die Ausbreitung invasiver Pflanzen in Tirol. Im Labor wiesen sie die chemische Abwehrwirkung (Allelopathie) von Drüsigem Springkraut und Kanadischer Goldrute auf Kressesamen erfolgreich nach.
Ergänzt wurde dieses Kernprojekt im Laufe des Schuljahres durch weitere Exkursionen und zielgerichtete Workshops rund um das Thema Biodiversität.
Neophyten-Workshop

Neophyten-Workshop

Neophyten-Workshop

Neophyten-Workshop

Neophyten-Workshop_Vortrag

Neophyten-Workshop_Vortrag

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Naturwissenschaftliche Tage in der Oberstufe zum Thema Neophyten:

Im Rahmen der NATWI-Projekttage erforschten Schüler:innen das Problem invasiver Pflanzen und wiesen deren chemische Abwehrkräfte erfolgreich im Labor nach.

Von der Feldforschung ins Labor
Invasive Neophyten breiten sich mangels Fressfeinden rasant aus und verdrängen die heimische Flora, wodurch die Biodiversität sinkt. Nach einem einführenden Vortrag zur Situation in Tirol von Ass.-Prof. Mag. Dr. Konrad Pagitz sammelten die Schüler:innen im Gelände zwei dieser Übeltäter: das Drüsige Springkraut und die Kanadische Goldrute. Im Labor wurde aus den Pflanzen ein Sud extrahiert, um deren biologische Wirkung auf Kressesamen zu testen.

Chemische Kriegsführung nachgewiesen
Das Experiment lieferte ein klares Ergebnis für den Nachweis von Allelopathie (der chemischen Beeinflussung von Pflanzen untereinander): Die Extrakte hemmten das Wachstum der Kresse signifikant. Das Drüsige Springkraut zeigte dabei eine noch stärkere Wirkung als die Goldrute. Nebenbei stellten die Klassen auch ein Dünger-Vorprodukt her.

Fazit: Dieses Projekt hat zentrale Kernbereiche von ÖKOLOG perfekt in die Praxis umgesetzt: Das Schonen von Ressourcen (durch das Upcycling der Pflanzen zum Dünger-Vorprodukt), das Sichern der Biodiversität und das forschende Lernen wurden hier voll und ganz erfüllt. Ein großartiges Beispiel dafür, wie Umweltbildung das Bewusstsein für ein nachhaltiges Handeln im eigenen Lebensraum schärft!
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
30
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Zusammenarbeit mit Ass.-Prof. Mag. Dr. Konrad Pagitz
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Website der Schule
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Schriftliches Feedback von Schüler:innen wurde eingeholt
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Geschärfter Blick im Alltag: Bewussteres Erkennen von invasiven Pflanzen im eigenen Lebensraum und höheres Verantwortungsgefühl für die heimische Natur.

Erlebte Wissenschaft statt grauer Theorie: Steigerung des Interesses an Laborarbeit und Naturwissenschaften durch echte, selbst erbrachte Forschungsergebnisse.

Praktisches Kreislaufdenken: Begreifen von vermeintlichem Abfall als Ressource durch das Upcycling der Pflanzen zum Dünger.

Stärkeres Schulprofil: Sichtbare Verankerung der ÖKOLOG-Ziele im Schulalltag und Abbau von Schwellenängsten zur Universität durch den Expertenkontakt.
Wo liegen unsere Stärken?
Erfolgreicher Theorie-Praxis-Transfer: Perfekte Verbindung von fundierter Wissenschaft (Forschung) und eigenem Handeln (Feld- und Laborarbeit).

Starke externe Vernetzung: Gewinnbringende Kooperation mit wissenschaftlichen Expert:innen (z. B. Universität Innsbruck), die die Oberstufe zusätzlich motiviert.

Gelebte Fächerübergreifung: Enge und reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen (Biologie, Chemie) für eine ganzheitliche Sichtweise.

Hohe Schüleraktivierung: Fokus auf eigenständigem, forschend-entdeckendem Lernen, das die Jugendlichen zu aktiven Gestalter:innen macht.

Strukturelle Verankerung: Projekte sind keine Einzelelemente, sondern fest im schuleigenen Jahresschwerpunkt und Schulalltag integriert.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Kleinere Projekte im Zuge vom LIFE-Unterricht (PET-Flaschen-Sammlung für gute Zwecke und Ähnliches), Workshops zum Thema Biodiversität/Artenvielfalt