Mode mit Verantwortung: Nachhaltigkeit und Bewusstseinsbildung an der BAfEP De La Salle
Schule: BAfEP De La Salle
KoordinatorIn: Mag.a Hofmann JuliaDirektorIn: Dr. Cizek Brigitte
Inhalt
Der Jahresbericht der BAfEP De La Salle zeigt, wie das Projekt „Fast Fashion und Upcycling von Modeprodukten“ im Kunstunterricht umgesetzt und anschließend bei einer Großveranstaltung präsentiert wurde. Außerdem werden weitere Aktivitäten und Maßnahmen aufgeführt, die in verschiedenen Fächern im Sinne der Nachhaltigkeitsziele durchgeführt wurden.Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Rahmen des Kunstunterrichts wurde eine jahrgangsübergreifende Maßnahme zum Thema „Fast Fashion und Upcycling von Modeprodukten“ erfolgreich umgesetzt. Ziel war es, sowohl gestalterische Kompetenzen zu fördern als auch ein kritisches Bewusstsein für nachhaltigen Konsum in der Modeindustrie zu entwickeln. Der Fokus lag dabei auf einem materialbewussten Umgang sowie auf einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten, insbesondere im Kontext von Fast Fashion.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die kreative Weiterverarbeitung von Materialien: Es wurden Möbelstoffe, die als Restposten von der Firma „English Decor" zur Verfügung gestellt wurden, sowie ausgemusterte Bettwäsche für die Herstellung von Kleidungsstücken genutzt. Rund 40 Schüler*innen arbeiteten an der Umsetzung einer Modenschau, in der die entstandenen Designs präsentiert wurden. Für den diesjährigen Maturaball unter dem Motto „2000er" wurden außerdem Tischdekorationen aus recyceltem Jeansstoff hergestellt.
Parallel dazu wurde in den zweiten Klassen ein besonderer Schwerpunkt auf die Sensibilisierung im Umgang mit Fast Fashion gelegt. Die Schüler*innen setzten sich praxisnah mit Produktionsbedingungen auseinander, indem sie selbst T-Shirts nähten, ihre dafür aufgewendeten Arbeitsstunden berechneten und auf Grundlage des Kollektivvertrags für Textilarbeit ermittelten, welchen Preis ein unter fairen Bedingungen produziertes Kleidungsstück hätte. Dieser wurde mit den Preisen von Fast-Fashion-Anbietern wie Shein verglichen. Ergänzend dazu wurden globale Zusammenhänge thematisiert, etwa anhand des Einsturzes einer Textilfabrik in Bangladesch sowie durch die Auseinandersetzung mit dem „Dead White Man’s Clothing“-Phänomen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der diesjährigen Design Week, an der nahezu alle Schüler*innen der Schule teilnahmen. Unter dem Schwerpunkt Umwelt setzten sie sich mit Themen wie nachhaltiger Stadtgestaltung, Naturfärbung und dem Einsatz von Holz auseinander. Die gewonnenen Eindrücke wurden im Anschluss reflektiert und in Präsentationen aufgearbeitet.
Das Projekt leistete einen wertvollen Beitrag zur Verbindung von kreativem Arbeiten, wirtschaftlichem Verständnis und ökologischer Verantwortung und förderte zugleich die Zusammenarbeit über Jahrgangsgrenzen hinweg.
Im Rahmen des Kunstunterrichts wurde eine jahrgangsübergreifende Maßnahme zum Thema „Fast Fashion und Upcycling von Modeprodukten“ erfolgreich umgesetzt. Ziel war es, sowohl gestalterische Kompetenzen zu fördern als auch ein kritisches Bewusstsein für nachhaltigen Konsum in der Modeindustrie zu entwickeln. Der Fokus lag dabei auf einem materialbewussten Umgang sowie auf einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten, insbesondere im Kontext von Fast Fashion.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die kreative Weiterverarbeitung von Materialien: Es wurden Möbelstoffe, die als Restposten von der Firma „English Decor" zur Verfügung gestellt wurden, sowie ausgemusterte Bettwäsche für die Herstellung von Kleidungsstücken genutzt. Rund 40 Schüler*innen arbeiteten an der Umsetzung einer Modenschau, in der die entstandenen Designs präsentiert wurden. Für den diesjährigen Maturaball unter dem Motto „2000er" wurden außerdem Tischdekorationen aus recyceltem Jeansstoff hergestellt.
Parallel dazu wurde in den zweiten Klassen ein besonderer Schwerpunkt auf die Sensibilisierung im Umgang mit Fast Fashion gelegt. Die Schüler*innen setzten sich praxisnah mit Produktionsbedingungen auseinander, indem sie selbst T-Shirts nähten, ihre dafür aufgewendeten Arbeitsstunden berechneten und auf Grundlage des Kollektivvertrags für Textilarbeit ermittelten, welchen Preis ein unter fairen Bedingungen produziertes Kleidungsstück hätte. Dieser wurde mit den Preisen von Fast-Fashion-Anbietern wie Shein verglichen. Ergänzend dazu wurden globale Zusammenhänge thematisiert, etwa anhand des Einsturzes einer Textilfabrik in Bangladesch sowie durch die Auseinandersetzung mit dem „Dead White Man’s Clothing“-Phänomen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der diesjährigen Design Week, an der nahezu alle Schüler*innen der Schule teilnahmen. Unter dem Schwerpunkt Umwelt setzten sie sich mit Themen wie nachhaltiger Stadtgestaltung, Naturfärbung und dem Einsatz von Holz auseinander. Die gewonnenen Eindrücke wurden im Anschluss reflektiert und in Präsentationen aufgearbeitet.
Das Projekt leistete einen wertvollen Beitrag zur Verbindung von kreativem Arbeiten, wirtschaftlichem Verständnis und ökologischer Verantwortung und förderte zugleich die Zusammenarbeit über Jahrgangsgrenzen hinweg.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
90
90
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
English Decor: Spendeten Restbestände, die aufgrund zu geringer Mengen nicht mehr in die reguläre Produktion aufgenommen werden konnten.
Vienna Design Weak
English Decor: Spendeten Restbestände, die aufgrund zu geringer Mengen nicht mehr in die reguläre Produktion aufgenommen werden konnten.
Vienna Design Weak
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Modenschau war im Rahmen unserer jährlichen „BAfIESTA" zu sehen - eine Veranstaltung, bei welcher die gesamte Schulegemeinschaft ihre Projekte auf der Bühne im Festsaal präsentiert und Verwandte und Bekannte herzlich eingeladen sind.
Viele unserer Projekte sind auf der Website und Instagram (@bafepdelasalle, @klimaklub) dokumentiert und werden so in die Öffentlichkeit getragen.
Die Modenschau war im Rahmen unserer jährlichen „BAfIESTA" zu sehen - eine Veranstaltung, bei welcher die gesamte Schulegemeinschaft ihre Projekte auf der Bühne im Festsaal präsentiert und Verwandte und Bekannte herzlich eingeladen sind.
Viele unserer Projekte sind auf der Website und Instagram (@bafepdelasalle, @klimaklub) dokumentiert und werden so in die Öffentlichkeit getragen.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Einzelne Themen (z.B. Eindrücke der Design Week) wurden von Schüler*innen im Rahmen des Unterrichts präsentiert und im Anschluss diskutiert. Ansonsten erfolgte die Evaluation in Gesprächen im Unterricht.
Einzelne Themen (z.B. Eindrücke der Design Week) wurden von Schüler*innen im Rahmen des Unterrichts präsentiert und im Anschluss diskutiert. Ansonsten erfolgte die Evaluation in Gesprächen im Unterricht.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Hoffentlich ein Bewusstsein im Umgang mit Textilien und die Möglichkeiten, wie man diese weiternutzen kann. Die Schüler*innen konnten Möglichkeiten kennenlernen, sich außerhalb der Konsumwege zu bewegen.
Inwiefern wir die einzelnen Schüler*innen erreicht haben, ist natürlich schwer überprüfbar.
Hoffentlich ein Bewusstsein im Umgang mit Textilien und die Möglichkeiten, wie man diese weiternutzen kann. Die Schüler*innen konnten Möglichkeiten kennenlernen, sich außerhalb der Konsumwege zu bewegen.
Inwiefern wir die einzelnen Schüler*innen erreicht haben, ist natürlich schwer überprüfbar.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Schule legt großen Wert auf vernetztes und projektorientiertes Arbeiten, was sich in zahlreichen Initiativen widerspiegelt. Formate wie die „Selfie-Skop-Woche“ (eine Workshopwoche am Ende des 1. Semesters) schaffen dafür einen geeigneten Rahmen, in dem eigenständiges, kreatives und praxisnahes Lernen gefördert wird.
Diese offene und unterstützende Struktur bildet eine wichtige Grundlage für Projekte wie diese. Besonders entscheidend ist dabei das Engagement der Lehrpersonen, die sich für projektorientierte Ansätze interessieren und ihre Begeisterung an die Schüler*innen weitergeben. Durch diese gemeinsame Haltung wird es möglich, innovative Ideen umzusetzen und nachhaltige Lernprozesse anzustoßen, die über den regulären Unterricht hinauswirken.
Unsere Schule legt großen Wert auf vernetztes und projektorientiertes Arbeiten, was sich in zahlreichen Initiativen widerspiegelt. Formate wie die „Selfie-Skop-Woche“ (eine Workshopwoche am Ende des 1. Semesters) schaffen dafür einen geeigneten Rahmen, in dem eigenständiges, kreatives und praxisnahes Lernen gefördert wird.
Diese offene und unterstützende Struktur bildet eine wichtige Grundlage für Projekte wie diese. Besonders entscheidend ist dabei das Engagement der Lehrpersonen, die sich für projektorientierte Ansätze interessieren und ihre Begeisterung an die Schüler*innen weitergeben. Durch diese gemeinsame Haltung wird es möglich, innovative Ideen umzusetzen und nachhaltige Lernprozesse anzustoßen, die über den regulären Unterricht hinauswirken.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Klimaklub: Wir nahmen an einem Klimapuzzle-Workshop teil. Dabei erhielten wir sehr viele spannende Informationen und konnten uns über unsere Emotionen zur Klimakrise austauschen. Der Workshop gefiel uns so gut, dass wir beschlossen, kommendes Jahr selbst die Ausbildung zu Klimapuzzler*innen zu machen.
Naturwissenschaften: Wir haben uns mit dem persönlichem Wasserverbrauch und Verteilungsgerechtigkeit beschäftigt. Außerdem fand ein Lehrausgang zur Energiegewinnung am Acker statt: Die Schüler*innen der 4. Klassen besuchten die Agrar‑Photovoltaikanlage von Wien Energie in Essling, die größte Anlage dieser Art in Österreich. Dort erhielten sie Einblicke in ein innovatives Konzept, bei dem landwirtschaftliche Flächen gleichzeitig zur Strom- und Nahrungsmittelproduktion genutzt werden. Vertikale, bifaziale Photovoltaikmodule erzeugen Sonnenstrom auf beiden Seiten, während zwischen den Modulen weiterhin Pflanzen angebaut werden können. Die Schüler*innen waren mit großer Begeisterung dabei und stellten viele interessierte Fragen, unter anderem zur Energiespeicherung und nachhaltigen Energiegewinnung.
Im Zuge des Geographie- und Wirtschaftskunde-Unterrichts durften sich die Schüler*innen unserer BAfEP an kreativen Video-Gestaltungen versuchen, indem sie unser:e Schule/Land/Erde anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele überprüften. Sie sollten ihre Ergebnisse anhand eines Videos darlegen, das an gängige Social-Media-Formate anschließen sollte („sorgt dafür, dass man nicht direkt weiterswipen will“).
Pädagogik: Im Zuge der Medienpädagogik im Fach Pädagogik setzen wir uns mit der Darstellung von Diversität in den Medien auseinander. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Gleichstellung der Geschlechter sowie deren mediale Repräsentation gelegt. Im Rahmen der Inklusiven Pädagogik setzen wir uns mit menschenrechtlichen Grundlagen auseinander und thematisieren strukturelle sowie gesellschaftliche Barrieren für Menschen mit Behinderungen. Ein zentrales Ziel ist es, bestehende Ungleichheiten sichtbar zu machen.
Schulalltag: Die Pfandflaschen wurden klassenübergreifend gesammelt und retourniert. Das Geld kam dem diesjährigen Schulball zu Gute.
Klimaklub: Wir nahmen an einem Klimapuzzle-Workshop teil. Dabei erhielten wir sehr viele spannende Informationen und konnten uns über unsere Emotionen zur Klimakrise austauschen. Der Workshop gefiel uns so gut, dass wir beschlossen, kommendes Jahr selbst die Ausbildung zu Klimapuzzler*innen zu machen.
Naturwissenschaften: Wir haben uns mit dem persönlichem Wasserverbrauch und Verteilungsgerechtigkeit beschäftigt. Außerdem fand ein Lehrausgang zur Energiegewinnung am Acker statt: Die Schüler*innen der 4. Klassen besuchten die Agrar‑Photovoltaikanlage von Wien Energie in Essling, die größte Anlage dieser Art in Österreich. Dort erhielten sie Einblicke in ein innovatives Konzept, bei dem landwirtschaftliche Flächen gleichzeitig zur Strom- und Nahrungsmittelproduktion genutzt werden. Vertikale, bifaziale Photovoltaikmodule erzeugen Sonnenstrom auf beiden Seiten, während zwischen den Modulen weiterhin Pflanzen angebaut werden können. Die Schüler*innen waren mit großer Begeisterung dabei und stellten viele interessierte Fragen, unter anderem zur Energiespeicherung und nachhaltigen Energiegewinnung.
Im Zuge des Geographie- und Wirtschaftskunde-Unterrichts durften sich die Schüler*innen unserer BAfEP an kreativen Video-Gestaltungen versuchen, indem sie unser:e Schule/Land/Erde anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele überprüften. Sie sollten ihre Ergebnisse anhand eines Videos darlegen, das an gängige Social-Media-Formate anschließen sollte („sorgt dafür, dass man nicht direkt weiterswipen will“).
Pädagogik: Im Zuge der Medienpädagogik im Fach Pädagogik setzen wir uns mit der Darstellung von Diversität in den Medien auseinander. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Gleichstellung der Geschlechter sowie deren mediale Repräsentation gelegt. Im Rahmen der Inklusiven Pädagogik setzen wir uns mit menschenrechtlichen Grundlagen auseinander und thematisieren strukturelle sowie gesellschaftliche Barrieren für Menschen mit Behinderungen. Ein zentrales Ziel ist es, bestehende Ungleichheiten sichtbar zu machen.
Schulalltag: Die Pfandflaschen wurden klassenübergreifend gesammelt und retourniert. Das Geld kam dem diesjährigen Schulball zu Gute.