ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Konsumieren? Mit Bewusstsein!

Schule: BORG Hermagor
KoordinatorIn: Mag. Jost Isabella, Bakk.
DirektorIn: Mag. Dr. rer. nat. Schuller Andreas
Inhalt
Konsum bestimmt das gesamte Leben. Seien es Lebensmittel, Kleidung oder Luxusgüter. Die am Schulzentrum Hermagor durchgeführten Projekten sollen einerseits das Bewusstsein für unsere Lebensmittel stärken als auch für die Produkte, die häufig ohne Reflexion konsumiert werden. Und es soll in weiterer Form das Verständnis dafür geschaffen werden, dass Entscheidungen oftmals weiterführende Konsequenzen haben als anfänglich angenommen.
Informationsplakat "Naschgarten"

Informationsplakat "Naschgarten"

Einblick in den Naschgarten

Einblick in den Naschgarten

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Maßnahme des BRG Hermagor - KI clever nutzen und Elemente des Konsums kritisch hinterfragen
Am 1.7.25 fand mit der 6A des BRG Hermagor ein vierstündiger Workshop zum Thema "KI kennenlernen und Recherchekompetenzen erweitern" statt.

Zu Beginn erhielten die SchülerInnen eine Einführung in die wichtigsten KI-Typen und -Technologien. Dabei wurden Grundlagen erklärt, Kriterien für gelungene und weniger gelungene Prompts erarbeitet sowie Chancen und Risiken des KI-Einsatzes in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen diskutiert.
Im anschließenden Praxisteil arbeiteten SchülerInnen in Gruppen entweder zum Thema "Fast Fashion" oder "Ernährung und Umwelt" und erhielten mehrere Unterfragen zur Orientierung wie "Wie gestaltet sich der Ressourcenverbrauch im Zusammenhang mit Fast Fashion" oder "Unter welchen Arbeitsbedingungen wird Fast Fashion produziert" oder "Welcher Unterschied besteht zwischen den Begriffen 'bio', 'regional'", "Wie beeinflusst Fleischkonstum das Klima?", "Vegetarisch oder vegan. Welche Ernährungsform ist ökologisch sinnvoller?"
Abschließend präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse. Diese wurden von der Workshopleitung durch weiterführende Fragen und ergänzende Fakten vertieft. Der Workshop bot den SchülerInnen die Möglichkeit, den reflektierten Umgang mit KI-gestützten Recherchetools praktisch zu erproben und ihr Bewusstsein für nachhaltigkeitsrelevante Themen zu schärfen.

Maßnahme der HLW Hermagor
Im Rahmen eines schulstufenübergreifenden Projekts legten die 1. und 2. Klasse der HLW Hermagor gemeinsam den Grundstein für einen Naschgarten, der immer mehr als Ort des Lernens, der Begegnung und des Genusses verankert werden soll. In diesem Zusammenhang wurden auch die 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen thematisiert.

Das Gartenprojekt verbindet Theorie und Praxis: Geplanzt wurden Kräuter wie Minze, Basilikum und Schnittlauch sowie ein Apfelbaum, der in den kommenden Jahren Früchte tragen wird. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für die Pflege der Pflanzen und lernen dabei viel über gesunde Ernährung, ökologische Zusammenhänge und nachhaltiges Handeln.

Der Naschgarten fördert nicht nur das Bewusstsein für Umwelt und Gesundheit, sondern stärkt auch den Zusammenhalt zwischen den Jahrgängen. Gemeinsam soll das grüne Klassenzimmer gehegt werden, sodass es weiter wächst und gedeiht.

In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass die HLW als "Genussschule" zertifiziert ist. Das bedeutet unter anderem, dass nach Möglichkeit regionale Produkte mit Qualitäts- und Herkunftsgarantie verwendet werden, Bewusstseinsbildung für Nachhaltigkeit betrieben wird und ein Schwerpunkt auf "SlowFood" gelegt wird.

Da die HLW allen SchülerInnen des Schulzentrums von Dienstag bis Donnerstag die Möglichkeit bietet, ein warmes Mittagessen zu genießen, wird nachhaltig Bewusstseinsbildung betrieben.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
30
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Herr Dipl-Ing. Leopold Petschacher, der selbst einen Biobauernhof führt und Säfte aus biologischem Streuobst herstellt, hat einen Bioapfelbaum gespendet. Zudem hat er einen Vortrag über biologische Anbauweise für die SchülerInnen abgehalten.
Die Kräuter wurden aus den eigenen Gärten entnommen und gemeinsam in der Schule in Töpfe umgepflanzt.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Projekte wurden sowohl klassenintern durchgeführt (BRG Hermagor) als auch öffentlichkeitswirksam auf der Homepage präsentiert.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Maßnahmen wurden in diesem Jahr in erster Linie im Unterricht mit den betroffenen Klassen reflektiert. Gewünscht wurde eine längere Recherchephase.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Der Naschgarten existiert weiterhin und soll ausgebaut werden. Der KI-Workshop und die Beiträge der SchülerInnen hat gezeigt, dass SchülerInnen für diese Thematik sensibilisiert werden müssen, damit überhaupt ein kritischer Umgang mit diesem Werkzeug möglich ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass durch die KI produzierte Ergebnisse in erster Linie unreflektiert übernommen werden.
Wo liegen unsere Stärken?
Wir leben Wert auf einen schülerzentrierten Unterricht - der Fokus liegt nicht auf einem Vortrag bzw. Input von außen, sondern auf Auseinandersetzung und Diskussion. Bewusst werden SchülerInnen auch ermutigt, Gegenargumente zu nennen, um diese zu diskutieren.

Unser Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Bewusstsein für die Thematik zu schaffen, Raum für Kritik zu lassen - und die Bedeutung der Eigenverantwortung hervorzuheben.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Die wichtigsten Maßnahmen wurden unter "Beschreibung einer Maßnahme" beschrieben. Nach Möglichkeit werden soziale und umweltrelevante Themen im Unterricht behandelt - z.B. in Form einer Erörterung oder eines Kommentars. In den vergangenen Jahren wurden z.B. Fairtrade, Grüne Mode, Onlinehandel vs Stationären Handel etc. besprochen und anschließend schriftlich verarbeitet.