ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Boden unter der Lupe: Schulklasse erforscht Bodengesundheit im Rahmen des EU-Projekts BENCHMARKS

Schule: Höhere Lehranstalt für Wirtschaft & Mode Klagenfurt
KoordinatorIn: Mag. Hollauf Edwin
DirektorIn: Mag. Graßler Michaela
Inhalt
Gesunde Böden sind lebenswichtig – für Pflanzen, Tiere, uns Menschen und das Klima. Doch ein großer Teil der Böden in der EU gelten derzeit als geschädigt. Das EU-Projekt BENCHMARKS will das ändern. In Zukunft soll der Zustand der europäischen Böden deutlich verbessert werden. Mitunter aus diesem Grund waren Schulklassen im Rahmen des Citizen Science Awards 2025 eingeladen, selbst Teil der Forschung zu werden. Die Klasse 4AHW der WIMO nahm diese Herausforderung mit Begeisterung an und untersuchte drei sehr unterschiedliche Standorte: einen Waldboden, ein Gartenbeet und eine Wiese. Bei einem sogenannten „SoilBlitz“ wurden mit einfachen Methoden verschiedene Bodenmerkmale wie Bodentextur, -farbe, Wasseraufnahme, Regenwurmdichte und Vegetationsbedeckung untersucht. Die gesammelten Daten fließen dann direkt in das europaweite Projekt ein.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit Schaufeln, Handschuhen und Messbechern hinaus ins Freie. Schnell wurde deutlich, wie unterschiedlich die Böden beschaffen sind – einmal locker und humusreich, einmal trocken und fest. Besonders spannend war die Suche nach Regenwürmern: Diese wurden vorsichtig ausgegraben, gezählt, gemessen und anschließend wieder behutsam in den Boden zurückgesetzt. Auch die Geschwindigkeit, mit der Wasser versickerte, sorgte für neue Erkenntnisse – im Gartenbeet verschwand es rasch, auf der Wiese blieb es lange stehen.
Die Schülerinnen und Schüler entwickelten rasch ein Gespür dafür, wie vielfältig und lebendig Böden sein können – und wie wichtig ihr Zustand für unsere Umwelt ist. Die Zeit im Freien machte deutlich, wie spannend Forschung sein kann und wie viel man durch eigenes Beobachten und Mitmachen über die Natur lernen kann.
Titelbild EU Projekt BENCHMARKS

Titelbild EU Projekt BENCHMARKS

Auswertung von Bodenproben

Auswertung von Bodenproben

Leitfaden zur Probenanalyse

Leitfaden zur Probenanalyse

Schülerinnen beim Forschen

Schülerinnen beim Forschen

Bodenanalyse

Bodenanalyse

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Gesunde Böden sind lebenswichtig – für Pflanzen, Tiere, uns Menschen und das Klima. Doch ein großer Teil der Böden in der EU gelten derzeit als geschädigt. Das EU-Projekt BENCHMARKS will das ändern. In Zukunft soll der Zustand der europäischen Böden deutlich verbessert werden. Mitunter aus diesem Grund waren Schulklassen im Rahmen des Citizen Science Awards 2025 eingeladen, selbst Teil der Forschung zu werden.
Die Klasse 4AHW der WIMO nahm diese Herausforderung mit Begeisterung an und untersuchte drei sehr unterschiedliche Standorte: einen Waldboden, ein Gartenbeet und eine Wiese. Bei einem sogenannten „SoilBlitz“ wurden mit einfachen Methoden verschiedene Bodenmerkmale wie Bodentextur, -farbe, Wasseraufnahme, Regenwurmdichte und Vegetationsbedeckung untersucht. Die gesammelten Daten fließen dann direkt in das europaweite Projekt ein.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit Schaufeln, Handschuhen und Messbechern hinaus ins Freie. Schnell wurde deutlich, wie unterschiedlich die Böden beschaffen sind – einmal locker und humusreich, einmal trocken und fest. Besonders spannend war die Suche nach Regenwürmern: Diese wurden vorsichtig ausgegraben, gezählt, gemessen und anschließend wieder behutsam in den Boden zurückgesetzt. Auch die Geschwindigkeit, mit der Wasser versickerte, sorgte für neue Erkenntnisse – im Gartenbeet verschwand es rasch, auf der Wiese blieb es lange stehen.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten rasch ein Gespür dafür, wie vielfältig und lebendig Böden sein können – und wie wichtig ihr Zustand für unsere Umwelt ist. Die Zeit im Freien machte deutlich, wie spannend Forschung sein kann und wie viel man durch eigenes Beobachten und Mitmachen über die Natur lernen kann.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
25
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Das Projekt ist Teil des Citizen Science Award 2025 vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung.
Das Team von SoilBlitz/Ages.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Homepage und Soziale Medien der WI’MO Klagenfurt
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Durch die unmittelbare Durchführung der Bodenuntersuchungen an drei unterschiedlichen Standorten konnten die Schüler*innen konkrete Unterschiede zwischen Bodentypen selbst erleben und vergleichen. Besonders die praktischen Beobachtungen – etwa zur Regenwurmdichte oder zur Wasseraufnahme – führten zu zahlreichen Aha-Erlebnissen, die im Klassenverband besprochen und reflektiert wurden.

Die Schülerinnen und Schüler entwickelten während des Projekts ein deutlich geschärftes Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Böden. Ihre Rückmeldungen zeigten, dass das Arbeiten im Freien, das eigenständige Messen und Beobachten sowie die aktive Beteiligung an echter Forschung (Citizen Science) als sehr motivierend, lehrreich und spannend erlebt wurden.

Die Teilnahme am europaweiten Projekt BENCHMARKS stärkte zudem das Gefühl, Teil eines größeren wissenschaftlichen Zusammenhangs zu sein.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Das Projekt hat das Bewusstsein für Bodengesundheit und Umweltschutz bei den Schüler*innen nachhaltig gestärkt.
Naturwissenschaftliche Inhalte wurden praxisnah erlebbar gemacht, was zu mehr Interesse an ökologischen Themen und eigenständigem Forschen geführt hat.
Zudem wurde die Bedeutung von Citizen Science im Schulalltag sichtbarer, und das forschende Lernen außerhalb des Klassenzimmers wurde gezielt gefördert.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der praxisnahen Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte, der hohen Motivation unserer Schüler*innen sowie in der gelungenen Verbindung von Unterricht mit aktuellen Forschungsprojekten. Durch Teamarbeit, Eigeninitiative und Begeisterung für Umwelt- und Zukunftsthemen schaffen wir nachhaltiges Lernen.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Mit Climate Fiction zur Stadtvision (Open Skills Lab Projekt)
Im Rahmen dieses Projekts setzten sich Schüler*innen mit der Frage auseinander, wie Städte der Zukunft aussehen könnten, um dem Klimawandel aktiv zu begegnen. Ausgangspunkt war die sogenannte „Climate Fiction“, eine Literaturform, die Zukunftsszenarien mit Fokus auf Umwelt- und Klimafragen entwirft. Aufbauend auf Romanen wie „2084. Noras Welt“ oder „Soon“ entwickelten die Jugendlichen eigene Zukunftsstädte mit dem Fokus auf nachhaltige Lebensbereiche wie Verkehr, Wohnen, Bildung, Energie und soziale Gerechtigkeit.
Unterstützt wurde das Projekt durch Vorträge der Stadt Klagenfurt, eine Führung im kärnten.museum sowie aktuelle Daten und Konzepte aus der Klimaforschung und Stadtplanung.
Ergebnis: Kreative, fundierte und reflektierte Stadtmodelle wie „Salzach Stadt“ oder „Klafysia“, die Nachhaltigkeit mit sozialem Miteinander verbinden.

Planetary Health Diet – Geschmackslabor an der Universität Graz
Die Klasse 4CHW besuchte das interaktive Geschmackslabor der Karl-Franzens-Universität Graz und tauchte ein in die Welt der Planetary Health Diet – einem Ernährungskonzept, das Gesundheit und Klimaschutz vereint.
Im Fokus standen die Analyse und kritische Betrachtung von industriell hergestellten Lebensmitteln sowie Alternativen für eine nachhaltige, pflanzenbasierte Ernährungsweise.
Durch praktische Experimente und Expertengespräche lernten die Schüler*innen, wissenschaftliche Erkenntnisse auf ihr eigenes Konsumverhalten zu übertragen und sich kritisch mit der Lebensmittelindustrie auseinanderzusetzen.
Fazit: Stärkung des Bewusstseins für gesunde Ernährung, Konsumverantwortung und globale Zusammenhänge im Ernährungsverhalten.

Entrepreneurship Week im inspire! Lab (Lakeside Park)
Schülerinnen der 3AHW und 3CHW nahmen an einer intensiven Entrepreneurship Week teil, in der sie in Teams an realen Problemstellungen arbeiteten. Ziel war es, nachhaltige und kreative Geschäftsideen zu entwickeln – von der Ideenfindung über die Prototypenentwicklung bis zur Präsentation vor einer Expertenjury.
Begleitet von Coaches und Lehrpersonen arbeiteten die Jugendlichen an Lösungen für ökologische, soziale oder alltägliche Herausforderungen und lernten, unternehmerisches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden.
Höhepunkt: Die besten Projektideen wurden prämiert, alle Teilnehmerinnen profitierten von praxisnahem Lernen und der Erfahrung, wie sich Kreativität und Nachhaltigkeit wirtschaftlich umsetzen lassen.