ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Fördernde Maßnahmen zur Stärkung der Schüler:innen

Schule: Mittelschule Weißenbach/Enns
KoordinatorIn: Steiner Veronika, BEd.
DirektorIn: Dir. Käfer Thomas
Inhalt
Im Schuljahr 2024/25 wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die sich positiv auf die Entwicklung und das Lernen der Schüler:innen auswirkten. Exkursionen und Veranstaltungen wie Mission X oder der Besuch im Bioethanolwerk AGRANA motivierten die Kinder und vermittelten praxisnahe Einblicke in Wissenschaft und Technik. Handlungsorientierter Unterricht, etwa das Sezieren eines Fisches oder das chemische Kochen, förderte das Verständnis durch aktives Tun. Digitale Lernmethoden wie die Action Bound-Schnitzeljagd stärkten die Medienkompetenz und die regionale Verbundenheit. Umweltbildungsprojekte wie der Klimaworkshop oder die Projektwoche zur Müllvermeidung sensibilisierten für nachhaltiges Verhalten. Besonders motivierend wirkten auch Projekte mit externen Partnern, wie das VCÖ-Bioethanolprojekt, das praxisnahe Erfahrungen ermöglichte und die Wertschätzung der Schülerarbeit erhöhte
Klimaworkshop der 3. Klassen

Klimaworkshop der 3. Klassen

Fische sezieren

Fische sezieren

Besuch des Agrana Bioethanolwerkes in Tulln

Besuch des Agrana Bioethanolwerkes in Tulln

Besuch des Living Planet Symposiums in Wien

Besuch des Living Planet Symposiums in Wien

Herstellung des Gäransatzes

Herstellung des Gäransatzes

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Rahmen des VCÖ Projektwettbewerbs, beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema Bioethanol – sowohl theoretisch als auch praktisch. Ein Highlight war die Exkursion zur AGRANA Bioethanol-Anlage in Pischelsdorf, wo wir spannende Einblicke in industrielle Prozesse der nachhaltigen Energiegewinnung erhielten.
AGRANA produziert dort Bioethanol, Gluten und Stärke aus Getreide wie Weizen, Mais und Triticale. Interessant war die Information, dass nur etwa 20 % des geernteten Weizens für die Lebensmittelproduktion geeignet sind – der Rest wird industriell verwertet. Rund ein Drittel des verwendeten Getreides stammt aus Österreich, der Rest aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei.
Besonders beeindruckend war die Größe der Gärtürme, in denen der Gärprozess dank speziell gezüchteter Hefen nur 60 Stunden dauert. Die anschließende Destillation ist in 30–45 Minuten abgeschlossen. Täglich werden 3.000 Tonnen Getreide verarbeitet, woraus etwa 1.000 Tonnen Bioethanol entstehen. Die Jahresproduktion deckt den gesamten österreichischen Bedarf an Bioethanol. Nebenprodukte wie Schlempe werden zu Futtermittelpellets verarbeitet, und auch das bei der Gärung entstehende CO₂ sowie Methanol werden weiterverwendet. Die Produktion selbst ist CO₂-neutral, lediglich Transport und landwirtschaftliche Maschinen verursachen noch Emissionen.
Zur Vertiefung des Gelernten führten wir ein eigenes Gärungsprojekt durch. Jede*r Schüler*in brachte Obst von zuhause mit – darunter Banane, Birne, Orangen und Äpfel. Insgesamt wurden 1 kg püriertes Obst mit spezieller Weinhefe und Läuterzucker angesetzt. Der Zucker diente als Nährstoff für die Hefen und verhinderte Schimmelbildung. Unser Gäransatz fermentierte 12 Tage lang.
Der Nachweis der Gärung erfolgte durch die Reaktion von CO₂ mit Kalkwasser. Eine sensorische Prüfung bestätigte die Alkoholbildung – der Geschmack war deutlich wahrnehmbar. Mit einem Aerometer wurde versucht, den Alkoholgehalt zu bestimmen. Aufgrund fehlender Ausgangsdaten konnte kein exakter Wert berechnet werden, jedoch wurde ein Gehalt von ca. 10–12 % Vol. vermutet. Abschließend wurde das fermentierte Gemisch destilliert, um den Alkohol zu konzentrieren.
Das Projekt ermöglichte uns einen praxisnahen Zugang zu chemischen Prozessen und zeigte eindrucksvoll, wie aus natürlichen Rohstoffen nachhaltige Energie gewonnen werden kann. Die Kombination aus Exkursion und eigenem Experiment war ein wertvoller Beitrag zu unserem naturwissenschaftlichen Schuljahr.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
14
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
VCÖ
Agrana
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
regionale Gemeindezeitungen
Homepage
Instagram
z.T. Regionalteil der Kleinen Zeitung
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Keine Angabe
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Bewussterer Umgang mit Lebensmittel, Erhöhte Lernmotivation, realitätsnahe Bildung, Stärkung sozialer Kompetenzen durch Teamarbeit, Förderung von Feinmotorik, Forschergeist und lebensnahem Lernen
Wo liegen unsere Stärken?
Keine Angabe
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Mission X – Astronautentraining in Wien
Die Klassen 2a und 2b nahmen an der Abschlussveranstaltung der ESA-Initiative Mission X: Train Like an Astronaut im Rahmen des Living Planet Symposiums in Wien teil. Gemeinsam mit internationalen Teams feierten sie ihre Erfolge und lernten, wie Astronaut:innen trainieren – mit Bewegung, Teamgeist und wissenschaftlichen Aufgaben.
Biologie hautnah – Fischsezieren
Im Biologieunterricht sezierte die 1. und 3. Klasse unter Anleitung des UBZ einen Fisch. Dabei wurden Organe wie Herz, Leber und Kiemen untersucht und die Anatomie des Fisches erforscht – ein spannender Einblick in die Funktionsweise von Lebewesen.

Action Bound – Digitale Schnitzeljagd
Die 3a Klasse erkundete mit Smartphones den Marktplatz von St. Gallen im Rahmen des „Wächterstein-Actionbounds“. Dabei wurden Rätsel gelöst und die Region spielerisch entdeckt.
Chemisches Kochen – Projektwoche
In der Projektwoche stellten die Schüler:innen Frischkäse und Laugengebäck her und erforschten die chemischen Prozesse hinter der Herstellung. Das gemeinsame Verkosten rundete das kulinarisch-chemische Erlebnis ab.

Umwelt & Nachhaltigkeit
- Klimaworkshop der 3. Klassen: Auseinandersetzung mit Klimawandel und nachhaltigem Handeln.
- UBZ-Workshop „Wasser in der Jause“: Sensibilisierung für Wasserverbrauch im Alltag.
- Projektwoche Müll & Müllvermeidung (1. und 2. Klassen): Praktische Beschäftigung mit Recycling und Abfallvermeidung.