ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

MS Zirl im Aufbruch

Schule: Mittelschule Zirl
KoordinatorIn: Bock Marie-Helen
DirektorIn: Endl-Stemer Bettina
Inhalt
Im vergangenen Jahr setzten wir an der MS Zirl diverse Veränderungen im Schulalltag um.
Das Lernformat Freiday wurde in allen Klassen fest im Stundenplan mit 3 Stunden verankert. Hier wurde viele tolle Projekte im Bezug auf die 17 SDGs umgesetzt (Bäume wurden gepflanzt, Hochbeete betreut, Totholz gesammelt, Zeit im Altersheim und Kindergarten verbracht, Tierschutz betrieben und vieles mehr).
Intervisionen und Supervisionen sind mittlerweile feste Bestandteile unseres Schulalltags.
Auch räumlich sind Veränderungen im Gange, wir versuchen typische Strukturen in Klassenräumen und im Schulhaus aufzubrechen und diese neu zu gestalten.
Wöchentlich wird von SchülerInnen die gesunde Jause zubereitet und verkauft.
Im Rahmen der Gesunden Schule nehmen wir als Kollegium regelmäßig an Fortbildungen teil und leben diese wertschätzende Haltung im Schulalltag mit unseren SchülerInnen.
Freiday-Fest am Ende des Schuljahres. Hier stellten die Kinder ihre erarbeiteten Projekte der Schulgemeinschaft, den Eltern und der Gemeinde vor.

Freiday-Fest am Ende des Schuljahres. Hier stellten die Kinder ihre erarbeiteten Projekte der Schulgemeinschaft, den Eltern und der Gemeinde vor.

Erbauen des Totholzlagers.

Erbauen des Totholzlagers.

Zwischenpräsentationen der Freiday-Projekte (hier Tierschutz: Futterstation für Vögel)

Zwischenpräsentationen der Freiday-Projekte (hier Tierschutz: Futterstation für Vögel)

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im vergangenen Schuljahr fand in allen Klassen wöchentlich ein dreistündiges Lernformat unter dem Titel Freiday statt. In diesem Rahmen arbeiteten die Kinder eigenständig in Gruppen an vielfältigen Projekten, die sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) orientieren.

Die Kinder wählten Themen aus, die sie persönlich interessierten, entwickelten eigene Fragestellungen und setzten ihre Ideen kreativ und lösungsorientiert um.

Ein Beispielprojekt: Zwei Schüler sammelten Totholz und errichteten ein Totholzlager auf dem Schulhof, um auf die ökologische Bedeutung von Lebensräumen im Totholz aufmerksam zu machen. Das Holzlager wurde von den Kindern selbstständig geplant, gezeichnet, das Holz wurde von einem lokalen Tischler gekauft. Anschließend erbauten die Kinder das Holzlager selbstständig im Werkraum unter der Aufsicht eines Werklehrers. Ergänzend dazu erstellten sie anschauliche Steckbriefe zu verschiedenen Tierarten, die im Totholz leben. Im kommenden Schuljahr werden diese Steckbriefe am Totholzlager angebracht, damit alle Kinder und auch alle Personen der Gemeinde Zirl Zugang zu diesem Wissen haben.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
230
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Im Freiday ergeben sich zahlreiche Kooperationen: Elternarbeit, Rotes Kreuz, Tischlereien, Kindergärten, Alternsheim, Sonderpädagogisches Zentrum Zirl, Gemeinde, Bibliothek, Veranstaltungszentrum Zirl, Kooperation mit lokalen Medien (Live Radio)
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Alle Freiday-Projekte wurden am letzten Freitag des ersten Semesters der Schulgemeinschaft präsentiert. Am Schuljahresende fand das Freiday-Fest im Veranstaltungszentrum in Zirl statt, hier wurden alle Projekte vorgestellt, dazu wurden alle Eltern und alle Interessierten der Gemeinde und der Umgebung eingeladen.
Im Laufe des Schuljahres kamen wiederholt interessierte Lehrpersonen aus diversen Schulen und auch Lehrende von der Uni Innsbruck zu uns an die Schule, um sich das Lernformat Freiday anzusehen.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Reflexionen zum Freiday finden in jeder Klasse wöchentlich statt. Am Ende des Schuljahres wird das Lernformat von den Lehrpersonen und Kindern evaluiert.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Das Schulklima veränderte sich merklich durch dieses Lernformat, da sich die Haltung vieler Lehrpersonen dem Lernen gegenüber verändert hat. Die Kinder gestalten dadurch auch aktiver am Schulalltag mit und lernen Verantwortung zu übernehmen.
Wo liegen unsere Stärken?
Durch dieses Lernformat ergibt sich die Möglichkeit, Kinder auf die Zukunft anders als im typischen Unterricht vorzubereiten. Sie erlernen Fähigkeiten wie Selbstständigkeit, Frustrationstoleranz, Vorbereitung auf zukünftige Herausforderungen, Teamfähigkeit und Mündigkeit. Ich denke, dass hier eine Stärke dieses Lernformats liegt.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
- Gesunde Jause wird wöchentlich von den Kindern frisch zubereitet
- LehrerInnen Gesundheit: diverse Fortbildungen
- wöchentliche Intervisionen in den Fachgruppen
- Supervisionen nach Bedarf
- Bewegungs- oder Entspannungseinheiten am Beginn der 2., 4., 6. Stunde für die Kids
- bewusstes Lüften


Link zu der Schulwebsite: https://ms-zirl.tsn.at/