ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Lärm macht krank – Bewusstsein für Lärm im Schulalltag schaffen

Schule: Mittelschule Graz - Kepler
KoordinatorIn: Mag. Fraydl Simon
DirektorIn: DMS Dipl. Päd. Lenz Elfriede, BEd
Inhalt
In diesem Schuljahr lag der Fokus auf dem Thema „Lärm macht krank – Bewusstsein für Lärm im Schulalltag schaffen“. Alle Klassen setzten sich mit den Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit auseinander, wobei die Schülerinnen und Schüler, die den Alternativen Pflichtgegenstand „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ belegten, sich besonders mit dem Thema auseinandersetzte.
Es wurden Schallpegelmessungen durchgeführt, um die Entstehung und Wirkung von Lärm zu untersuchen und praktische Maßnahmen zur Lärmreduktion im Schulalltag zentwickelt. Ziel des Projekts war es, das Bewusstsein für die Bedeutung einer ruhigen und gesunden Lernumgebung zu stärken und gemeinsam Strategien für mehr Ruhe und Wohlbefinden in der Schule zu erarbeiten.
Schallpegelmessung im Stiegenhaus während einer Pause.

Schallpegelmessung im Stiegenhaus während einer Pause.

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Durchführung der Messungen
In kleinen Gruppen führten die Schülerinnen und Schüler die Messungen durch. Sie notierten die Zeit, den Ort und die aktuelle Situation (z.B. „Unterricht“, „Pause“, „Gruppenarbeit“). Die Messungen erfolgten mehrmals an verschiedenen Tagen, um ein möglichst genaues Bild der Lärmbelastung zu bekommen.

Auswertung und Reflexion
Die gesammelten Daten wurden gemeinsam ausgewertet. Dabei wurde besprochen, wann und wo es besonders laut war und welche Auswirkungen das auf die Konzentration und das Wohlbefinden haben kann. Die Schülerinnen und Schüler tauschten sich über ihre Erfahrungen aus und überlegten, wie man Lärm im Schulalltag reduzieren könnte.

Maßnahmen ableiten
Basierend auf den Ergebnissen wurden gemeinsam Ideen gesammelt, wie die Lautstärke im Schulalltag gesenkt werden kann. Diese reichten von einfachen Verhaltensregeln bis hin zu kreativen Lösungen wie „Flüsterspiele“ oder „Ruhezonen“ im Schulgebäude.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
230
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Keine Angabe
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Homepage
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Maßnahmen wurden durch gemeinsame Auswertung der Messdaten, Reflexionsgespräche, Ideensammlung zur Lärmreduktion und Feedback der Schülerinnen und Schüler reflektiert und evaluiert. Die Wirksamkeit wurde regelmäßig überprüft und Verbesserungen gemeinsam besprochen.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch das Projekt „Lärm macht krank“ hat sich an der Schule Folgendes verändert:
• Das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen von Lärm ist bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften deutlich gestiegen.
• Es gibt mehr Rücksichtnahme und ein bewussterer Umgang mit Lautstärke im Schulalltag.
• Insgesamt hat sich das Lernklima verbessert, was sich positiv auf Konzentration und Wohlbefinden auswirkt.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen u.a. beim konstruktiven Umgang mit Vielfalt, Kreativität und begeisterungsfähigen Schüler*innen und der Zusammenarbeit im Kollegium über die Fächergrenzen hinweg.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
„Schallpegelmessungen im Unterricht, in den Pausen, im Klassenraum und am Gang“

Theoretische Unterrichtseinheiten

Vorbereitung und Einführung

Zuerst wurde das Thema „Lärm im Schulalltag“ im Unterricht besprochen. Die Schülerinnen und Schüler lernten, warum Lärm ein Problem sein kann und wie man ihn messen kann. Es wurden verschiedene Messgeräte vorgestellt und erklärt, wie man damit umgeht.

Planung der Messungen

Gemeinsam wurde überlegt, an welchen Orten und zu welchen Zeiten gemessen werden soll. Typische Messorte waren der Klassenraum während des Unterrichts und in den Pausen, der Gang sowie der Pausenhof.

Gerätevorbereitung und Kalibrierung
Die Gruppe erhielt eine Einführung in die Funktionsweise von Schallpegelmessern. Gemeinsam wurde geprüft, ob die Geräte korrekt kalibriert sind und wie man sie bedient.

Planung der Messorte und -zeiten
Die Schülerinnen und Schüler überlegten, an welchen Orten (Klassenraum, Gang, Pausenhof) und zu welchen Zeiten (Unterricht, Pause) gemessen werden sollte, um die typische Lärmbelastung realistisch zu erfassen.

Durchführung der Messungen
In Kleingruppen führten die Schülerinnen und Schüler die Schallpegelmessungen durch. Der Schallpegelmesser wurde jeweils auf etwa 1,5 Meter Höhe (ungefähr auf Ohrhöhe) positioniert. Jede Gruppe dokumentierte die Messwerte sowie die jeweilige Situation (z.B. „Unterricht“, „Gruppenarbeit“, „Pause“) und notierte Auffälligkeiten.

Dokumentation und Auswertung
Die Messdaten wurden gemeinsam in einer Tabelle gesammelt und ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler verglichen die Ergebnisse, diskutierten Unterschiede und suchten nach Mustern, wann und wo es besonders laut wurde.