ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

20 Jahre "Gschäftl" – Schüler*innen als Unternehmer*innen

Schule: Astrid Lindgren Schule für ganzheitliches Lernen 1. bis 9. Schulstufe
KoordinatorIn: DI Höbartner Jutta, BEd
DirektorIn: Leb Angelika, BEd
Inhalt
2005 wurde im Astrid Lindgren Zentrum (ALZ) die Schüler*innenfirma „Gschäftl“ – anfangs noch als „Kraut & Rüben“ mit Naturkost – von Schüler*innen der Sekundaria gegründet. Mittlerweile ist die Übungsfirma eine Erfolgsstory in allen Altersstufen der Astrid Lindgren Schule (ALS).
Anlässlich dieses Jubiläums stellen wir das Projekt hier vor:
Wie kann Schüler*innen wirtschaften im Rahmen des Unterrichts vermittelt werden? Aus dem Schulbuch oder durch eine virtuelle Übungsfirma? Das ist sicher in gewissem Maße möglich, aber mit einem echten Geschäft macht es mehr Spaß und ist im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar. Vom Einkauf über Inventarlisten und Buchhaltung, von der Bedarfserhebung, Verwaltung von Bestellungen über den Aufbau und die Dekoration des Verkaufsstands hin zu Logoentwicklung und Werbung – alles kann im Gschäftl gelernt werden. Und das von allen Altersstufen: Für Jede und Jeden gibt es Arbeit, egal ob im ersten Schuljahr oder im neunten kurz vor dem Abschluss der Pflichtschulzeit.
Herzlich willkommen im Gschäftl - Schüler*innenfirma der Astrid Lindgren Schule (Logoentwicklung von Frieda - Abschlussarbeit Sekundaria)

Herzlich willkommen im Gschäftl - Schüler*innenfirma der Astrid Lindgren Schule (Logoentwicklung von Frieda - Abschlussarbeit Sekundaria)

Der Verkaufsstand wird gemeinsam mit Eltern für den Tag der offenen Tür vorbereitet.

Der Verkaufsstand wird gemeinsam mit Eltern für den Tag der offenen Tür vorbereitet.

Der Weihnachtsverkauf hat begonnen ...

Der Weihnachtsverkauf hat begonnen ...

In Szene gesetzt - Produkt-Fotoshooting (Lena, Sekundaria Schülerin)

In Szene gesetzt - Produkt-Fotoshooting (Lena, Sekundaria Schülerin)

Kassasturz einmal pro Monat...

Kassasturz einmal pro Monat...

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
20 Jahre "Gschäftl" – Schüler*innen als Unternehmer*innen

2005 wurde im Astrid Lindgren Zentrum (ALZ) die Schüler*innenfirma „Gschäftl“ – anfangs noch als „Kraut & Rüben“ mit Naturkost – von Schüler*innen der Sekundaria gegründet. Mittlerweile ist die Übungsfirma eine Erfolgsstory in allen Altersstufen der Astrid Lindgren Schule (ALS).
Anlässlich dieses Jubiläums stellen wir das Projekt hier vor:

Wie kann Schüler*innen wirtschaften im Rahmen des Unterrichts vermittelt werden? Aus dem Schulbuch oder durch eine virtuelle Übungsfirma? Das ist sicher in gewissem Maße möglich, aber mit einem echten Geschäft macht es mehr Spaß und ist im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar. Vom Einkauf über Inventarlisten und Buchhaltung, von der Bedarfserhebung, Verwaltung von Bestellungen über den Aufbau und die Dekoration des Verkaufsstands hin zu Logoentwicklung und Werbung – alles kann im Gschäftl gelernt werden. Und das von allen Altersstufen: Für Jede und Jeden gibt es Arbeit, egal ob im ersten Schuljahr oder im neunten kurz vor dem Abschluss der Pflichtschulzeit.

Startschuss in jedem Jahr ist der Tag der offenen Tür Mitte Oktober. Bereits Mitte September wird das Team gebildet, das ein Schuljahr lang zusammenarbeitet. Es werden Aufgaben verteilt, beraten, welche Produkte aus dem Weltladen oder von einer befreundeten Buchhändlerin in Kommission bestellt werden sollen, und was sonst noch an Gewürzen, Tees, Handwerklichem und Selbstgemachtem gebraucht oder gespendet wird. Es werden Bestandslisten und Produktfotos gemacht, Flyer erstellt, Emails an Eltern verschickt, mit der Info: „Das Gschäftl hat seine Tore wieder geöffnet!“ Es ist ein geschäftiges Tun und Gewusel. Der Verkaufsstand – zwei Kommoden im Eingangsbereich des ALZ – wird herbstlich dekoriert (später weihnachtlich oder frühlingshaft...) und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Beim Tag der offenen Tür gibt es noch einen extra Büchertisch.

Verkäufer*innen sind die Schülerinnen und Schüler der ALS. Was bedeutet das? Rechnungen werden geschrieben, Lieferscheine ausgestellt, abgerechnet, Kassensturz gemacht - schließlich muss die Kasse stimmen (Geld richtig zählen und zusammenrechnen ist gar nicht so einfach, auch das will geübt sein).

Am Ende vom Schuljahr geht das Gschäftl im Rollkasten in Sommerschlaf – vorher muss aber noch Inventur gemacht und alles in die Inventarlisten eingetragen werden, ein Jahresabschluss wird erstellt.

Der Erlös aus der Schüler*innenfirma kommt als Spende dem ALZ und damit allen Schüler*innen zu Gute. Das Gschäftl-Team hat viel an Unternehmer*innentum, Teamarbeit und ökologischer Verantwortung gelernt – und so kommt am Anfang jeden Schuljahres seit 2005 die Frage: Gibt es heuer wieder das Gschäftl?

Reformpädagogisch ist das Projekt in den Erdkinderplan, ein für die Sekundarstufe entwickelter Bildungsplan Maria Montessoris, eingebettet und Schüler*innen können die Bedeutung von Arbeit und Gemeinschaft erleben, in dem sie alltägliche Arbeiten aber auch Arbeit im Sinne von Produktion, Verkauf und Dienstleistung sowie als Gemeinschaftsaufgabe erleben. Gleichzeitig gewinnen sie z.B. durch wöchentliche Routine und Eigenverantwortung sowie Selbstwirksamkeit durch den Erlös der Arbeit, einen Einblick in die Berufswelt der Erwachsenen und entwickeln so eine Vorstellung von ihrem nächsten Schritt, der auf die Schule folgt.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
27
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
- Weltladen-Perchtoldsdorf
- die.mobile.buchhandlung - Mödling
- Sonnentor - Sprögnitz
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Das Gschäftl hat das ganze Schuljahr über einen Verkaufsstand im ALZ präsent. An Tagen der offenen Tür, bei Informationsveranstaltungen und über Artikel im Jahresbericht "HEJ!" des ALZ wird es einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Das Projekt wird jährlich gemeinsam mit den Schüler*innen durch eine Abschlussbesprechung sowie durch die Feststellung des Erlöses evaluiert. Zudem fließen die Rückmeldungen der Eltern in die Planung für das kommende Schuljahr ein.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch das Gschäftl haben die Schüler*innen ihre Selbstwirksamkeit erlebt und ihr Bewusstsein bezgl. Nachhaltigkeit von Produkten, sozialen Zusammenhängen und Gerechtigkeit im globalen Handel geschärft. Zudem ist das Gschäftl ein Projekt, das die Schulgemeinschaft durch das gemeinsame Wirtschaften und die gemeinsame Verantwortung stärkt.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der Möglichkeit, stufen- und fächerübergreifende Projekte mit Bezug zur realen Lebenswelt umzusetzen.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
- Familienworkshop "Gartenideen - Ideengarten"
- Ökosystem Regenwald
- Projektwoche "Selbstversorgung auf der Burg"