ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Wertvoll statt Wegwerfbar - Upcycling und unsere nachhaltigen Projekte

Schule: Mittelschule Neudörfl
KoordinatorIn: LMS Egger Katrin
DirektorIn: Dir. Sinawehl Karin
Inhalt
Im Schuljahr 2024/25 stand an der Mittelschule Neudörfl alles im Zeichen von Nachhaltigkeit, Regionalität und Upcycling. Unser zentrales Apfelprojekt verband praktische Umweltbildung mit sozialem Lernen: Fallobst wurde zu Apfelmus, Kompott und Kuchen verarbeitet, Einmachgläser und Stoffreste kreativ wiederverwendet. Beim Apfelmarkt am Tag der offenen Tür präsentierten wir unsere Produkte und finanzierten damit ein neues Projekt: Hochbeet/Schulgarten. Zusätzlich besuchten wir das Apfelkulinarium auf der Burg Forchtenstein und erhielten spannende Einblicke in Sortenvielfalt und Streuobstwiesen. Auch erste Naturpark-Aktivitäten fanden statt, z. B. der Besuch am Welttag der Biene beim Bienenzuchtverein Schattendorf im Rahmen des Naturparks Rosalia. Ebenso fanden viele weitere, kleinere Aktivitäten statt, wie das Gesunde-Jausen-Buffet für die ganze Schule, ein Flohmarkt oder ein Trinkwasserprojekt. Auch das Thema Tierschutz kam nicht zu kurz. Eine Klasse besuchte das Tierschutzheim, außerdem luden wir einen Tierschutzverein ein, welcher bei uns einen Workshop veranstaltete.
Präsentation Projekt am Tag der offenen Tür - Apfelmarkt

Präsentation Projekt am Tag der offenen Tür - Apfelmarkt

Verarbeitung der Äpfel

Verarbeitung der Äpfel

Verarbeitung der Äpfel

Verarbeitung der Äpfel

Besuch Apfelkulinarium

Besuch Apfelkulinarium

Plakat Apfelmarkt-Projekt

Plakat Apfelmarkt-Projekt

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Apfelvielfalt erleben - vom Fallobst zum Hochbeet

Im Rahmen unseres Ökolog-Schwerpunktes setzte die 2c Klasse der Mittelschule Neudörfl ein ganzheitliches Apfelprojekt um, das Regionalität, Nachhaltigkeit und Upcycling kreativ verband.

Der Einstieg ins Thema erfolgte im Unterricht mit der Auseinandersetzung zum Apfelanbau in unserer Region. Höhepunkt war ein Lehrausgang zum Apfelkulinarium auf der Burg Forchtenstein, wo die Kinder alte Apfelsorten sowie frischen Apfelsaft verkosten durften. Besonders beeindruckend war ein Fachvortrag durch den Streuobstwiesenverein, bei dem die Bedeutung von Sortenvielfalt, Streuobstwiesen und Biodiversität anschaulich vermittelt wurde.
Zurück in der Schule verarbeiteten die Schüler:innen Fallobst, welches wir kostenlos von einer regionalen Apfelbäuerin erhalten hatten (Dank einer engagierten Mutter eines Schülers), zu Apfelmus und Apfelkompott. Alte Einmachgläser wurden von zuhause mitgebracht und mit Stoffresten als Deckelverzierung upgecycelt. Ergänzt wurde das Projekt durch das gemeinsame Backen von Apfelkuchen vor dem Tag der offenen Tür.
Ein Apfelmarkt wurde nämlich für diesen Tag geplant. Aus Holzresten wurde ein tolles Nagelbrett gestaltet sowie eine Apfelgirlande. Am Tag der offenen Tür wurde dann das Apfelmus & Kompott, Apfelkuchen und Apfelpunsch verkauft gegen eine freie Spende. Fast alles wurde mit großem Erfolg verkauft. Mit dem Erlös wurde der Start unseres neuen Hochbeetprojekts/Schulgartens finanziert.
Bildungsbereiche:
Biologie (Apfelanbau, Sortenkunde, Lebenskreisläufe / Ernährung, Verarbeitung, Haltbarmachung, Backen / Umweltbildung, Regionalität, Streuobstwiesen, Biodiversität, Ressourcenschonung)
Soziales Lernen (Teamarbeit, Verantwortung, Präsentation)
Wirkung & Ausblick:
Das Projekt kombinierte fachliche Bildung mit praktischer Erfahrung und zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll regionale Ressourcen sind. Die Schüler:innen lernten, wie aus scheinbar „Wertlosem“ (Fallobst, Stoffreste, Gläser) Sinnvolles entsteht.

Technik & Design: Upcycling, Holzgestaltung
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
19
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
- Kooperation mit regionaler Apfelbäuerin
- Streuobstwiesenverein
- Engagement Eltern
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Ergebnisse unser Projekts wurden im Rahmen des Tags der offenen Tür öffentlich präsentiert. Die Aktion fand großen Anklang bei Eltern, Besucher:innen und dem Kollegium.
Ein Bericht mit Fotos wurde zudem veröffentlicht (Gemeindezeitung).
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Das Projekt wurde im Anschluss gemeinsam mit den Schüler:innen reflektiert - sowohl im Gespräch als auch durch kurze Feedbackrunde. Gesondert hervorgehoben wurden der handlungsorientierte Zugang, die Zusammenarbeit und der Erfolg beim Apfelmarkt.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Es stärkte das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln, das Wissen über die eigenen Region sowie das Engagement für gemeinsame Projekte. Der erfolgreiche Abschluss mit dem Apfelmarkt und der Start des Hochbeets/Schulgartens motivieren zur Weiterarbeit im Bereich Natur, Ernährung, Umweltbewusstsein im kommenden Schuljahr.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der kreativen und praxisnahen Umsetzung. Besonders hervorzuheben sind die hohe Motivation unserer Schüler:innen, die enge Zusammenarbeit im Team sowie die Einbindung regionaler Ressourcen und Partner. Nachhaltigkeit wird bei uns erlebbar gemacht – durch Projekte mit echtem Alltagsbezug und starkem Gemeinschaftscharakter.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
- Flohmarkt (Kleidung, Spiele) am Tag der offenen Tür, 2b
- Upcyclingworkshop (aus Stoffresten wurden Polster genäht), 2c
-Upcycling Wunschbaum (aus PET-Flaschen Baumgestaltung), 2c
-Workshop Tierschutz VGT, 2c
- Gesundes Jausenbuffet für alle, 1b/3a/4b
- Besuch Tierschutzhaus Siegendorf, 3a
- Herstellung Schmuck aus Kaffeekapseln, 4c
- Besuch Streuobstwiese, 2c
- Klimafrühstück, 3b
- Richtiger Umgang mit Wasser, 2A
- Achtsamkeits-Schwerpunkt, 2c
- Nachhaltigkeitsprojekt, 4a
- Konservendosen verwerten, 1a
- Apfelmusherstellung, Stoffresteverwertung, 3c
-Ökolog Umweltwoche (Online-Workshop „Essbares aus dem Schulgarten“)