ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

SDG 1 – Keine Armut

Schule: BG/BRG/BORG Eisenstadt
KoordinatorIn: MMag. Reinold Cornelia
DirektorIn: Mag.a Mayer Petra
Inhalt
Die Ethikgruppe der 6. Klassen des BG/BRG/BORG Eisenstadt nahm mit der Caritas als Partnerorganisation beim Projekt „Für eine bessere Welt“ von Esterhazy Kids & Family-Aktion teil. Dabei wurde zum SDG 1 „Keine Armut“ im Unterricht das Thema „Globale Gerechtigkeit“ behandelt und ein Spendenprojekt für die Caritas geplant, bei dem die soziale Hilfe im Vordergrund stand. Außerdem ging es um Nachhaltigkeit, indem Kleidung und andere Dinge nicht weggeworfen, sondern weiter benutzt werden.
So wurden in der Schule Sachspenden gesammelt, der Caritas übergeben und diese verteilte alles in der Flüchtlingsunterkunft Haus Franziskus sowie in den Carla-Läden in Eisenstadt und Oberwart. Als Abschluss des Projekts gab es den Workshop „Armut hat viele Gesichter“ von Young-Caritas, bei dem vermittelt wurde, wie leicht Menschen von Armut betroffen sein können.
Gesammelte Sachspenden

Gesammelte Sachspenden

Urkunde Projekt

Urkunde Projekt

Sachspenden

Sachspenden

Geschenkkorb

Geschenkkorb

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
SDG 1 - Keine Armut
Die Ethikgruppe der Klassen 6A, 6BRg, 6CInst und 6CSp nahm am Projekt „Für eine bessere Welt“ von Esterhazy Kids & Family-Aktion teil. Die zugewiesene Partnerorganisation war die Caritas für das SDG 1 „Keine Armut“. Als Einstieg wurden im Ethikunterricht die SDGs und das Thema „Globale Gerechtigkeit“ behandelt. Beim Projekt wollte die Klasse selbst aktiv werden und so wurde eine Spenden-Sammelaktion für die Caritas geplant. Dabei sollte zusätzlich der Nachhaltigkeitsgedanke ein positiver Nebeneffekt sein.
Anhand einer Vorlage und Liste mit benötigten Sachspenden für eine Sammelaktion der Caritas gestalteten die Schülerinnen und Schüler einen Flyer für die Spendenaktion. Es wurden gemeinsam ein Slogan und Plakate entworfen. Die Gruppe hatte auch die Idee, die Sammelaktion mit einem Gewinnspiel zu verknüpfen und so den SpenderInnen zu danken und mehr Personen dafür zu motivieren. Jede Person, die eine Spende abgegeben hat, nahm an der Verlosung eines „Weihnachts-Überraschungskorbs“ mit weihnachtlichen Süßigkeiten teil. Neben den Plakaten mit Informationen zum Zeitpunkt der Sammelaktion gingen die SchülerInnen in alle Klassen, um über das Projekt zu informieren. Weiters gab es auch Information über die Social-Media Seiten der Schule und sie machten eine Durchsage in der Schule, um auf die Spendenaktion aufmerksam zu machen. Zur Planung gehörte auch die Einteilung der SchülerInnen in Kleingruppen, damit an allen Tagen die Spenden in der Früh beim Sammelstand entgegen genommen werden konnten.
Die Sammlung fand in einer Woche Anfang Dezember statt, dabei wurden vor der 1. Unterrichtsstunde bei einem aufgebauten Sammelstand die Spenden entgegen genommen, die die Schülerinnen und Schüler in haltbare Lebensmittel, Kleidung, Spielwaren und Hygieneartikel sortierten und sie verpackt aufbewahrten. Bei jeder Spende konnte ein Name für die Teilnahme am Gewinnspiel abgegeben werden. An den vier Tagen kam eine überraschend große Menge an Sachspenden zusammen, womit die Ethikgruppe nicht gerechnet hatte. Die vielen Kartons und Säcke wurden dann von Mitarbeitern der Carla abgeholt. Danach wurde ein Name aus der „Gewinnspielbox“ durch die SchülerInnen gelost und die süße Überraschung wurde überreicht.
Anfang Februar hatte die Klasse den dreistündigen Workshop „Armut hat viele Gesichter“ von Young-Caritas als Abschluss für das Projekt. Es gab zuerst Informationen über die Verteilung des Geldes weltweit, wodurch die nicht gleichmäßige Aufteilung ersichtlich wurde und dann auch Fakten über die Lage in Österreich. Dazu wurde im Anschluss ein Rollenspiel durchgeführt, bei dem die SchülerInnen verschiedenen Positionen einnahmen, wie VertreterInnen der Politik, NGOs und von Armut betroffene Personen. Sie mussten gemeinsam Entscheidungen treffen und abstimmen wer finanziell unterstützt wird und Hilfe bekommt. Im Verlauf des Spiels zeigte sich, dass man aus der Armut nur schwer herauskommt und man auch leicht in die Armut abrutschen kann. Außerdem wurde auch vermittelt, wie schwierig solche Entscheidungen sind und was man dabei alles beachten muss. Der Workshop hat den SchülerInnen sehr gut gefallen und es war auch schön zu hören, was mit ihren gesammelten Spenden passierte. Diese kamen direkt in die Flüchtlingsunterkunft Haus Franziskus sowie den Carla-Läden in Eisenstadt und Oberwart zugute. Neben der Hilfe für armutsgefährdete Menschen konnte auch Nachhaltigkeit betrieben werden, indem Kleidung und Spielzeug, statt im Müll zu landen, wieder verwendet wurde.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
23
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Esterhazy Kids & Family, Young-Caritas Burgenland, Carla-Läden der Caritas
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Auf den Social-Media Seiten der Schule, Facebook und Instagram, wurde das Projekt vorher beworben und das Ergebnis sowie der Workshop präsentiert. Beim Abschluss des Projekts „Für eine bessere Welt“ gab eine Präsentation von Fotos der Aktion und auf den sozialen Medien von Young-Caritas Burgenland wurde die Spendenaktion beschrieben.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Nach der Sammelaktion gab es eine Reflexion mit der Klasse. Da es sehr viele Sachspenden waren, wurde das Projekt von den Beteiligten positiv gewertet. Den Workshop fanden die Schülerinnen und Schülern informativ und sie hätten diesen gerne wiederholt.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Schülerinnen und Schüler würden gerne wieder ein ähnliches Projekt durchführen. Mit dem Projekt wurde das soziale Miteinander gefördert.
Wo liegen unsere Stärken?
Die SchülerInnen zeigten Organisation und Engagement, sie halfen vor Unterrichtsbeginn bei der Annahme der Spenden und bewarben das Projekt.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Ökologische Schwerpunkte: Der Nationalpark Thayatal wurde in der NAWI-Projektwoche erkundet und im Nationalpark Donau-Auen wurde an einem Österreich Camp teilgenommen. Mit einer Waldpädagogin wurde das Ökosystem Wald praktisch erlebt. Es gab Exkursionen wie beispielsweise in den Zoo Schönbrunn und das Haus des Meeres, in dem auch eine Ausstellung zur Meeresverschmutzung besichtigt wurde. Beim Besuch einer Streuobstwiese wurde neben der Artenkenntnis von Heilpflanzen auch die ökologische Bedeutung solcher Ökosysteme vermittelt, wie auch beim anschließenden Apfelkulinarium die Rolle alter Obstbäume und Apfelsorten. Die Themen Fair, Nachhaltigkeit und Klima waren Projektthemen in den EVA-Klassen. Es wurden Pflanzendrinks, Frischkäse, Joghurt und Kosmetik selbst hergestellt, ohne Palmöl oder Plastikverpackung. Der Aktionstag Schöpfung fand in der Schule statt und dort konnten auch drei Klassen der Schule an Stationen und Workshops zum Thema „Klima und Umwelt“ aktiv teilnehmen.
In den Biologiesälen werden von den Schülerinnen und Schülern die Zimmerpflanzen und Tiere (Aquarium, Schnecken, Stabheuschrecken) gepflegt und im Schulgarten gibt es Insektenhotels. In allen Räumen befinden sich mehrere beschriftete Abfalleimer zur Mülltrennung. Die Heizung des Schulgebäudes ist eine umweltfreundliche Fernwärme, die mit Hackschnitzeln betrieben wird. Es gab dieses Jahr auch wieder die Möglichkeit einmal in der Woche kostenlos einen gesunden Apfel zu bekommen.
Soziale Schwerpunkte: Beim School of Walk wanderten SchülerInnen 30km von Neusiedl am See nach Oggau, dabei stand das soziale Miteinander im Vordergrund und für den guten Zweck wurde beim Caritas Laufwunder aktiv teilgenommen sowie Fair-Trade Schokolade verkauft. In den Erasmus-Projektwochen zum Thema „Democracy“ ging es für SchülerInnen der 6. Klassen zu den Partnerschulen nach Neapel, Brüssel und Valencia. Es fand ein Workshop der AIDS-Hilfe und von Safer Internet statt und eine 2. Klasse arbeitete mit einen mixed-abled Team von Mellow Yellow zum Thema Inklusion. Die Schulband spielte beim „Youth Against Cancer“ in Apetlon und die eingenommenen Spenden gingen an die Burgenländische Krebshilfe. Schülerinnen und Schüler der Oberstufenklassen waren am Schulanfang Buddys für die ersten Klassen, um diesen den Einstieg in den Schulalltag zu erleichtern, erklärten sie Abläufe und das Gebäude.