ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Über REUSE zu REDUCE

Schule: Bundesgymnasium Dornbirn
KoordinatorIn: Mag. Matiz Ulrike
DirektorIn: Dir. Bohle Christof
Inhalt
Die Schüler:innen der Klasse 2d stellten sich die Frage, wie die Welt in 20 Jahren aussehen soll und was wir reduzieren müssen, damit die Welt ihren Vorstellungen entspricht. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Stadt Dornbirn und dem Vorarlberger Gemeindeverband realisiert. Dabei entstand im Stadtpark ein Pop-Up Museum mit vielen verschiedenen Portraitfotos der Schüler:innen der 2d, die jeweils einen QR-Code enthielten, wodurch die Stimmen der jungen Menschen gehört werden konnten.
Planspiel zur Veranschaulichung der Warenströme, die zur Herstellung von Lebensmitteln nötig sind

Planspiel zur Veranschaulichung der Warenströme, die zur Herstellung von Lebensmitteln nötig sind

Zero waste Faschingsfeier 2024

Zero waste Faschingsfeier 2024

Pop-Up Museum im Stadtpark mit den Portraitbildern und den integrierten QR_Codes

Pop-Up Museum im Stadtpark mit den Portraitbildern und den integrierten QR_Codes

Beispiel eines Portraitbildes mit QR-Code

Beispiel eines Portraitbildes mit QR-Code

Untersuchung der Abfallmengen der Schule

Untersuchung der Abfallmengen der Schule

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
REDUCE Pop-Up Museum

Während wir uns im letzten Jahr mit REUSE beschäftigt haben, gingen wir in diesem Jahr einen Schritt weiter. Unser Motto in diesem Jahr war REDUCE. Das REDUCE Pop-Up Museum ist ein Kooperationsprojekt des BG Dornbirn, der Schulprojekte Stadt Dornbirn (Lucia Emerich-Rüdiser) und dem Vorarlberger Gemeindeverband.
Die Schüler*innen der Klasse 2d stellten sich die Frage, wie die Welt in 20 Jahren aussehen soll und was wir reduzieren müssen, damit die Welt auch so aussehen wird. Ihre Gedanken haben sie in kurze Statements verpackt. Gemeinsam mit dem Gemeindeverband wurden Portraitfotos und Videos der Schüler*innen erstellt. Die Portraitfotos wurden mit einem QR-Code versehen, über den auf die Videos zugegriffen werden kann.
Die Besuchenden des Pop-Up Museums scannen zuerst mit dem Handy den QR-Code. Anschließend legen sie ihr Handy quer direkt auf die markierte Stelle, sodass das Video auf ihrem Bildschirm im Querformat läuft. So beginnen die Portraits der Schüler*innen zu sprechen.
Das Projekt holt so die Stimmen junger Menschen in den Mittelpunkt. Die Bilder sollen die Besucher dazu anregen, möglichst nachhaltig mit unserer Umwelt umzugehen. Wir alle können einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
29
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
mit der Stadt Dornbirn (Lucia Emerich-Rüdiser) und dem Vorarlberger Gemeindeverband
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Im Stadtpark wurde ein Pop-Up Museum mit den Portraitfotos, die einen QR-Code auf einem Handy, welches im Bereich des Mundes lokalisiert war, zeigten. Beim Scannen des Codes konnten die Besucher die Videos mit den Stimmen der jungen Menschen abgerufen werden.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Im Anschluss an das Projekt wurde mit den Schüler:innen im Plenum über den Inhalt (Nachhaltigkeit - Müllvermeidung) gesprochen.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Durch dieses Projekt wurde den Schüler:innen bewusst, dass alle einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten können, indem jeder möglichst nachhaltig mit der Umwelt umgeht.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Schule ist offen für Kooperationen auf Anfragen von verschiedenen Einrichtungen und arbeitet anschließend begeistert und seriös am Projekt mit.
Welche weiteren Maßnahmen/Projekte wurden im Schuljahr durchgeführt?
Umweltprojekt – LVL V
In diesem Schuljahr hat sich die Klasse 2d mit Prof. Blank dazu entschieden, an LVL V, einer Initiative der Landesregierung Vorarlberg mitzumachen. Im Rahmen von LVL V hatte die Klasse die Möglichkeit an mehreren Workshops teilzunehmen und verschiedene Aktionen an der Schule durchzuführen.
Im Wintersemester startete die Klasse mit einer genauen Untersuchung der Abfallmengen. Dazu haben die Schüler*innen die Müllcontainer ausgeleert, den gesamten Müll sortiert und gewogen. Anschließend wurden die gesammelten Daten nach Bregenz geschickt, wo die Daten mit anderen Schulen verglichen wurden. Erfreulich ist, dass wir bei allen Müllfraktionen, außer bei den Verpackungen, im Durchschnitt weniger Müll produzieren. Wir vermuten, dass die größere Menge an Verpackungen mit der fehlenden Kantine in Zusammenhang steht. Weniger erfreulich waren hingegen die Fehlwürfe. In allen Müllcontainer befand sich Müll, der dort nicht hingehört. Aus diesem Grund hat sich die Klasse überlegt, die Mülleimer in den Klassen und auf den Gängen neu zu gestalten. Entstanden sind daraus die Müllmonster. Die Monster, die nun auf den Mülleimern kleben, wollen nur bestimmte Abfallstoffe fressen und unterstützen so die Schüler*innen bei der Mülltrennung.
Um die einzelnen Klassen noch stärker zu motivieren, wurde ein Mülltrenn- und Sauberkeitswettbewerb gestartet. Über mehrere Wochen wurden die Klassen von Lehrern kontrolliert. Punkte konnten die Klassen durch die richtige Mülltrennung und die Sauberkeit in den Klassen sammeln. Den Wettbewerbs gewonnen hat die Klasse 1d, die sich über einen Kinobesuch freuen darf.
Um der Schule zu zeigen, dass auch ohne Müllproduktion gefeiert werden kann, wurde die diesjährige Faschingsfeier als Zero Waste Event organisiert. Die Schüler*innen mussten ihre eigenen Tassen für den Punsch mitbringen, die Feier fand im Innenhof statt, wodurch wir auch auf Servietten verzichten konnten.
Ein Foodwaste-Workshop verdeutlichte den Schüler*innen, wie die Verschwendung von Lebensmitteln minimiert werden kann und durch welche Form der Ernährung Treibhausgasemissionen eingespart werden können. Ein Planspiel veranschaulichte die weltweiten Warenströme, die zur Herstellung von Lebensmitteln nötig sind.
Eine Führung im Altstoff-Sammelzentrum Hofsteig ermöglichte den Schüler*innen zu erfahren, wie wertvoll Abfall sein kann, wenn er richtig recycelt wird. Der letzte Teil des LVL V Projekts war eine Flurreinigung im Gelände der Dornbirner Stadtbibliothek und der anderen Schulen.