ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Ein gutes Zuhause für heimische Insekten

Schule: VS-Lohnsburg
KoordinatorIn: Simetsberger Sylvia
DirektorIn: Mathe´ Irmgard
Inhalt
Die Idee für dieses Projekt entstammt aus der Aktion „Samenbälle“, bei der Schülerinnen und Schüler eine Nützlingswiese vor dem Schulgebäude anlegten. Dabei kam der Wunsch von den Schülerinnen und Schülern noch mehr für Insekten zu tun. Ziel ist, den Schülerinnen und Schülern durch die breit angelegte Aufbereitung des Themas eine fundierte Wissens- und Entscheidungsgrundlage zu geben, die ihnen ermöglicht einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten und selbst Verantwortung für den Klimawandel übernehmen zu können.
Das Projekt zielte darauf ab ihre Kreativität, Handwerksgeschick und ihre Fähigkeiten zur Zusammenarbeit in Gruppen zu verbessern. In der Planungsphase wurden die Schülerinnen in die Entscheidungsprozesse eingebunden. Über diverse Abstimmungen wurde interessenorientiert die Gruppeneinteilung durchgeführt und die jeweiligen Miniprojekte umgesetzt. Ein Insektenhotel entstand und eine Wifi Kamera mit Photovoltaikplatte und Speicherbatterie wurde an dem Insektenhotel installiert. Die dazugehörige App wurde anschließend in allen Klassen am Computer installiert. So ist nun eine Beobachtung von der Klasse aus möglich. Beobachtungen werden dokumentiert.
Befüllen des Insektenhotels

Befüllen des Insektenhotels

Insektenhotel mit Kamera - Ein gutes Zuhause für heimische Insekten

Insektenhotel mit Kamera - Ein gutes Zuhause für heimische Insekten

Eine Blumenwiese wird angelegt

Eine Blumenwiese wird angelegt

Die Wissensvermittlung und aktive Erarbeitung erfolgte entlang von Workshops, Worldcafès und Recherchearbeiten.

Die Wissensvermittlung und aktive Erarbeitung erfolgte entlang von Workshops, Worldcafès und Recherchearbeiten.

Künstlerische Gestaltung des Insektenhotels

Künstlerische Gestaltung des Insektenhotels

Selbst im Bach abgestochener Ton wird verarbeitet.

Selbst im Bach abgestochener Ton wird verarbeitet.

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Projekt - Insektenhotel
Dokumentation
Die Idee für dieses Projekt entstammt aus der Aktion „Samenbälle“, bei der Schülerinnen und Schüler eine Nützlingswiese vor dem Schulgebäude anlegten. Dabei kam der Wunsch von den Schülerinnen und Schülern, noch mehr für Insekten zu tun. Ziel ist, den Schülerinnen und Schülern durch die breit angelegte Aufbereitung des Themas eine fundierte Wissens- und Entscheidungsgrundlage zu geben, die ihnen ermöglicht einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten und selbst Verantwortung für den Klimawandel übernehmen zu können.

Unsere Ziele:
• Ein wetterfestes, stabiles Insektenhotel bauen/ organisieren.
• Eine interessante Theorie zu der Funktion und den Bewohnern des Insektenhotels machen.
• Gemeinsam das Insektenhotel mit dem geeigneten Material befüllen.
• Beobachten und Geschehnisse dokumentieren.
• Einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten.
• Kreativität, Planungs-, und Handwerksgeschick und Fähigkeit zur Zusammenarbeit in Gruppen fördern.

Vorbereitung:
Im Sachunterricht wurde das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Auseinandersetzung fand in Gruppenarbeiten oder in Lehrausgängen statt. Insekten wurden mit Lupen beobachtet, Plakate entstanden zur Dokumentation. Die Bedeutung der Insekten für unseren Lebensbereich wurde den Kindern auf diese Weise verdeutlicht.
Gemeinsam mit der Klasse wurden die wichtigsten Dinge für den Bau des Insektenhotels besprochen.
Die Kinder skizzierten das Insektenhotel mit den verschiedenen Fächern und am Ende überlegten wir gemeinsam, welche Aufteilung für die einzelnen Fächer am besten geeignet ist. Wir überlegten auch die genaue Größe, welche Holzart und welche Kosten ungefähr entstehen würden. Auch der Zeitplan für das gesamte Projekt wurde festgelegt.
Um für viele Insekten ein geeignetes Zuhause zu kreieren waren viele Schritte nötig.
Beschaffung des Füllmaterials:
Hartholz:
Eine Kollegin hatte Zugang zu Hartholz und brachte uns genug mit. Darunter waren Apfel- und Kirschbäume.
Lehm:
Die Kinder der Nachmittagsbetreuung haben sich bereit erklärt, den Lehm aus der Natur zu holen. Sie sind mit Stiefeln, Eimern und Schaufeln losgezogen und haben den Lehm vom Bach geholt, der etwa 15 Minuten von der Schule entfernt liegt.
Holzwolle:
Wurde vom Budget besorgt/gekauft.
Pflanzenstängel:
Aus dem Schulgarten wurden Pflanzenstängel für Wildbienen und Wespen sowie dünne Äste für Schmetterlinge gesammelt.
Engmaschiger Drahtzaun:
Als Vogelschutz brauchten wir für unser Insektenhotel einen Maschendrahtzaun, den uns eine Kollegin von zu Hause mitbrachte.

• Holzscheite mit Löchern für Wildbienen und Wespen
• Dünne Äste für Schmetterlinge
• Löcher in Lehm für Wildbienen
• Pflanzenstängel für Wildbienen und Wespen

Nun war das Füllmaterial vollständig und zum Zuschneiden bereit.
Hierfür wurde eine Motorsäge zum Schneiden des Apfel- und Kirschbaum-Holzes verwendet.

Gemeinsam mit den Kindern wurden unterschiedlich große und tiefe Gänge in das Holz gebohrt.
 Tiefe: 5- 10cm
 Durchmesser: 2- 10mm

Füllen:
Vor dem Befüllen des Insektenhotels haben die Kinder die einzelnen Holzklötze sowie den Rahmen des Insektenhotels sorgfältig mit Schleifpapier bearbeitet.

Zu Beginn haben wir das unterste Fach mit Lehm gefüllt, welcher noch trocknen musste. Hierbei war es wichtig sicherzustellen, dass keine Hohlräume im Lehm entstanden, da die Wildbienen die Löcher sonst nicht nutzen würden. Abschließend haben wir mit einem runden Holzstäbchen unterschiedlich große Löcher geschaffen.

Bei den bereits gelochten Holzteilen achteten wir auf Form und Größe, um die Fächer möglichst gut auszufüllen. Manchmal blieben Lücken, die wir mit Holzwolle ausfüllten.

Als wir alle Fächer des Insektenhotels befüllten, schneiderten wir uns einen engmaschigen Drahtzaun, zum Schutz vor Vögeln, her und befestigten ihn mit Klammern.

Aufstellen:
Übrige Zwischenlücken wurden mit Stroh, Rindenstückchen oder kleinen Ästchen gefüllt. Dadurch wird Zugluft verhindert und in der kalten Jahreszeit die Wärmeisolation in den einzelnen Fächern erhöht. Für das Aufstellen des fertigen Insektenhotels wurde ein wind- und regengeschützter, vollsonniger Platz gewählt und die Einflugöffnung südwärts ausgerichtet. Der günstigste Zeitpunkt zum Aufstellen ist Februar/März, bevor die Insekten aus der Winterruhe erwachen.
Eine Wifi Kamera mit Photovoltaikplatte und Speicherbatterie wurde an dem Insektenhotel installiert. Die dazugehörige App wurde anschließend in allen Klassen am Computer installiert. So ist nun eine Beobachtung von der Klasse aus möglich. Beobachtungen werden dokumentiert.

Florfliegenhaus:
Das optimal platzierte Florfliegenhaus kann an Mauern oder einem Pfosten in einer Höhe von 1,5 bis 2 m angebracht werden. Eine Ausrichtung der Vorderseite nach Süden ist empfehlenswert, um den Florfliegen auch im Winter den Genuss von Sonnenstrahlen zu ermöglichen und sie vor extremen Wetterbedingungen zu schützen. Ein Platz unter dem Hausdach oder einem Vorsprung ist besonders vorteilhaft, da dies den Innenraum vor Regen schützt.
Als wichtige Futterquellen für Florfliegen dienen Blüten, Blattläuse, Spinnmilben und andere kleine Insekten. Die ideale Füllung für das Florfliegenhaus ist Holzwolle. Diese gut isolierende und schützende Materialwahl bietet Flexibilität und füllt den Innenraum des Florfliegenkastens optimal aus.
Wurde diese ÖKOLOG-Aktivität als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für nachhaltige Entwicklung gefördert und hat die Schule eine Projektdokumentation abgegeben?
Ja
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
115
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Gemeinde, Referentin vom Bodenbündnis: Workshop "Boden begreifbar machen",
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Bericht auf Homepage
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Eine Kamera und die dazugehörige App ist auf allen PCs in der Schule installiert und ermöglicht jederzeit eine Beobachtung. Es werden Aufzeichnungen der Beobachtungen gemacht.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Unsere definierten ökologischen Ziele, nachhaltiges Denken und Handeln fördern, Biodiversität begreifbar machen und Gemeinschaftsgefühl stärken, haben wir in der Auseinandersetzung erreicht. Es wurden den Schülerinnen und Schülern Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wirksam zu werden, sodass sie selbst Verantwortung übernehmen und handeln können.
Wo liegen unsere Stärken?
Alle Lehrerinnen ziehen an einem Strang. Teamarbeit wird gelebt.