ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Mit Liebe gemacht!

Schule: Private Volksschule Sacré Coeur in Graz
KoordinatorIn: Dipl. Päd. Schnurrer Angelika, BEd
DirektorIn: Dir. Radauer Barbara
Inhalt
Um das Budget für unseren Schulgarten etwas aufzubessern, hatten wir heuer am Sommerfest einen eigenen Stand mit Selbstgemachtem. Darunter waren Erdbeermarmelade, Kräutersalz, Holundersirup, Saatkugeln und Gewürze aus dem eigenen Schulgarten. Die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler konnten alles gegen eine freiwillige Spende erwerben. Auch die Verpackungen gestalteten die Kinder selbst. Sie ließen es sich im Laufe des Festes nicht nehmen, mit einem Bauchladen herumzugehen und ihre Produkte anzupreisen. Mit dem eingenommenen Geld werden notwendige Anschaffungen für den Schulgarten getätigt.
Mit Liebe gemacht!

Mit Liebe gemacht!

Saatkugeln entstehen!

Saatkugeln entstehen!

Säckchen für die Saatkugeln

Säckchen für die Saatkugeln

Kochen der Erdbeermarmelade!

Kochen der Erdbeermarmelade!

Bald ist die Marmelade fertig!

Bald ist die Marmelade fertig!

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Der "Talentegarten" soll in Zukunft ein Ort für die Begabungsförderung sein. Der Klassenraum wurde vom Schulwart ausgemalt. Das Team hat sich für ein schönes Grasgrün und ein Sonnengelb entschieden. Nun soll der Raum dementsprechend bunt dekoriert werden. Die Ausstattung wurde bereits geplant, das Budget dafür allerdings vom Schulerhalter noch nicht bewilligt. Das Team hofft, dass es noch im September oder Anfang Oktober mit den Möbeln rechnen kann.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Schon im Mai begannen wir mit den Vorbereitungen für unseren Stand am Sommerfest.
Die Kinder stellten Saatkugeln her und verzierten kleine Papiersäcke als Verpackungen.
Kräuter aus dem eigenen Schulgarten wurden getrocknet, in Mörsern zerkleinert und ebenfalls in hübsch gestaltete Säckchen abgefüllt. Weiter ging es mit selbstgemachter Erdbeermarmelade. Auch hier stammten die Früchte aus dem schuleigenen Hochbeet. Zugegebener Maßen mussten Erdbeeren dazugekauft werden. Dabei wurde Wert auf regionales Obst gelegt. Sobald der Holunder blühte, wurde aus den Blüten schmackhafter Sirup produziert. Auch das Herstellen von Kräutersalz stand am Programm. All diese Produkte wurden von einer dritten Klasse und den Kindern, die die unverbindliche Übung "Der Natur auf der Spur" besuchten, hergestellt. Als in der Woche vor dem Fest noch Plakate für den Verkaufsstand gestaltet wurden, hatten die Schülerinnen und Schüler eine sehr originelle Idee. Aus den gestalteten Papiersäcken, die zum Transport der erstanden Waren gedacht waren, wurden "Überraschungssackerln". Sie wurden beliebig mit dem Selbstgemachten gefüllt. Die Kundinnen und Kunden wurden also mit dem Inhalt ihrer erstandenen Sackerln überrascht. Während des Schulfestes betreuten immer mindestens zwei Kinder gemeinsam mit einer Lehrerin den Stand. Später wurden die selbstgemachten Produkte auch in einem Bauchladen angepriesen. Die Aktion wirkte sich nicht nur finanziell gut für kommende Projekte aus. Die Eltern kamen ins Gespräch über unser Gartenprojekt oder ließen sich von ihren Kindern den Garten zeigen.

Handlungsbereiche
Keine Handlungsbereiche vorhanden

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
70

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Die Kinder konnten über die Art und das Ausmaß ihrer Aktivitäten frei entscheiden.
Dabei fiel auf, dass sowohl Mädchen als auch Buben gerne an der Gestaltung von Plakaten und Verpackungen arbeiteten. Es wurde von Vornherein keine Einteilung in geschlechterspezifische Aktivitäten vorgenommen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Eltern erklärten sich bereit, die Kinder beim Verkaufsstand zu unterstützen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Eltern der Schülerinnen und Schüler wurden vor dem Sommerfest über den Verkaufsstand informiert. Auf der Homepage wurde im Anschluss ein Bericht veröffentlicht. Auch auf Instagram waren Fotos zu sehen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
In Gesprächen mit den Kindern wurde bald klar, dass es auch im kommenden Schuljahr einen Verkaufsstand geben sollte. Es wurde bereits über die Erweiterung der angebotenen Produkte diskutiert. In einer Konferenz wurden die anderen Klassenlehrerinnen zur Mitwirkung ermutigt.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
"Den Schulgarten auf vielfältige Weise nutzen.!"

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Einnahmen von 300 € können sich sehen lassen!

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Der Schulgarten hat an Bedeutung gewonnen. Er ist nicht nur ein Ort der Erholung, der sportlichen Aktivität und des Lernens, sondern seine Erträge werden geerntet und verwertet. Dabei handelt es sich nicht nur um bekanntes Obst und Gemüse. Die Kinder setzen sich vermehrt damit auseinander, was alles im Garten essbar ist.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Direktion und der Schulerhalter unterstützen diese Art von Projekten sehr.
Es ist erwünscht, dass die Lehrerinnen und Lehrer ihre persönlichen Stärken entfalten und verbessern können.
Auch die Zusammenarbeit mit den Schulwarten ist sehr gut.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Klimabündnis-Schule

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Seit einem Jahr führt die Volksschule Sacré Coeur in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Steiermark und dem Verein ERFA das Pedibusprojekt durch. Der Pedibus ist eine gesunde Alternative zum Elterntaxi. Mit dem Pedibus wird der Schulweg wieder zum Erlebnisraum für Kinder. Sie erlernen und üben das sichere Verhalten im Straßenraum, pflegen Freundschaften und bewegen sich an der frischen Luft. Positive Nebeneffekte: Weniger Autos im Schulumfeld erhöhen die Sicherheit und mehr Spaß macht es auch.