ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

WIR HANDELN - UNSER GSCHÄFTL

Schule: Astrid Lindgren Schule für ganzheitliches Lernen 1. bis 9. Schulstufe
KoordinatorIn: DI Höbartner Jutta, BEd
DirektorIn: DI Höbartner Jutta, BEd
Inhalt
In diesem Schuljahr war eines unser Projekte im Rahmen des Jahresziels die Arbeit im "Gschäftl", unsere Schüler*innenfirma. Es ist fixer Bestandteil im Unterricht, um verantwortliches Wirtschaften praktisch sowie Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit zu vermitteln. Gemeinsam mit Schüler*innen, dem pädagogischen Team und Eltern wurde im Laufe der vergangene Jahre das kleine Geschäft "Gschäftl" mit einem Verkaufsstand in der Schule sowie einem Bestellwesen für Eltern aufgebaut. Die Schüler*innen erlernen die meisten für den Betrieb eines kleinen Geschäfts notwendigen Schritte direkt und unmittelbar. Außerdem wird die Bedeutung von Nachhaltigkeit, ökologischem Anbau, Wertschätzung der Produzent*innen (z.B. faire Bezahlung) im Unterricht thematisiert.
An dem Projekt sind alle Schüler*innen von der 1. bis zur 9. Schulstufe sowie die Eltern und das gesamte Team beteiligt.
Das Dekoteam bei der Arbeit.

Das Dekoteam bei der Arbeit.

Es kann losgehen.

Es kann losgehen.

Unser "Gschäftl" hat geöffnet!

Unser "Gschäftl" hat geöffnet!

Abrechnung....

Abrechnung....

Buchhaltung muss auch sein.

Buchhaltung muss auch sein.

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Langzeitprojekt1: Schüler*innenfirma "Gschaeftl"
Langzeitprojekt2: Schulgarten - Künstler*innengarten
Jahresprojekt: Implementierung SDGs in Kursen/Projekten

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
PROJEKT SCHÜLER*INNENFIRMA "GSCHÄFTL"
Unsere Schüler*innenfirma wurde aus der Idee heraus, eine Übungsfirma, wie diese es in Oberstufen gibt, als fixen Bestandteil im Unterricht für alle Schulstufen (1-9) anzubieten, um Wirtschaftskunde von Anfang an praktisch zu vermitteln, bereits im Schuljahr 2004/2005 gegründet. Gemeinsam mit Schüler*innen, dem pädagogischen Team und Eltern wurde im Laufe der Zeit das kleine Geschäft "Gschäftl" mit einem Verkaufsstand in der Schule sowie einem Bestellwesen für Eltern aufgebaut. Hier werden in Kooperation mit einem Weltladen (EZA- und ähnliche Produkte), einer Buchhändlerin, einem österreichischen Unternehmen, das biologische Tees, Kräuter und Gewürze vertreibt, angeboten und innerhalb der Schulgemeinschaft sowie an Tagen der offenen Tür verkauft. Die Schüler*innen erlernen die meisten für den Betrieb eines kleinen Geschäfts notwendigen Schritte direkt und unmittelbar. Außerdem wird die Bedeutung von Nachhaltigkeit, ökologischem Anbau, Wertschätzung der Produzent*innen (z.B. faire Bezahlung) im Unterricht thematisiert.
In diesem Schuljahr wurde zusätzlich in der Sekundaria (7.-9. Schulstufe) ein Forschungsprojekt zum Unterschied hinsichtlich der Kosten von nachhaltig bzw. konventionell produzierten Lebensmittel beim Einkauf für die Schulküche durchgeführt.
An dem Projekt sind alle Schüler*innen von der 1. bis zur 9. Schulstufe sowie die Eltern und das gesamte Team beteiligt.

PÄDAGOGISCHES KONZEPT
Die Schüler*innen erwerben durch die Arbeit im „Gschäftl“ verschiedenste Kompetenzen:
• Fachlich: Erlernen vom Bestellprozesses und Einkauf, über Buch- und Lagerhaltung, Abrechnungen, hin zu Verkauf und Werbung aller notwendigen Schritte für die Führung eines kleinen Geschäfts; Erwerb von Kenntnissen über Nachhaltigkeit, ökologischem Anbau von Lebensmitteln, fairem Handel; Recherchieren von Preisen im Internet und im Handel; statistische Auswertung
• Methodisch: Erstellen und Umsetzung eines Geschäftsplans
• Sozial: gemeinsames planen und Arbeiten, Beitrag für die Schulgemeinschaft, gemeinsam Erfolgserlebnisse genießen
• Persönliche: Selbstwirksamkeit, wirtschaftliche Kenntnisse, Erfolgserlebnisse erfahren

MAẞNAHMEN
• Planung des Sortiments und von Werbemaßnahmen (gemeinsam mit den Eltern)
•„Gschäftl“ einrichten, Bestellungen/Einkauf tätigen
• Verkauf organisieren
• Verkaufsstand an Tagen der offenen Türen einrichten und betreuen
• Fotodokumentation (fortlaufend)
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
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Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Das "Gschäftl" deckt unterschiedliche Bereiche ab, die teilweise Frauen- bzw. Männerberufen zugeordnet sind. Indem wir allen Schüler*innen alle Bereiche zugänglich machen und sie ermuntern, Herausforderungen anzunehmen und neue Bereiche auszuprobieren, ermöglichen wir ihnen, über diese klassischen Rollenbilder hinaus zu denken.
Auch wird die Rolle von Frauen und Mädchen in den Ländern, aus denen wir Produkte über den Weltladen beziehen thematisiert.
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Wir haben mit einem Weltladen (EZA- und ähnliche Produkte), einer Buchhändlerin, einem österreichischen Unternehmen, das biologische Tees, Kräuter und Gewürze vertreibt, kooperiert.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Durch den permanenten Verkaufsstand in der Schule ist das "Gschäftl" ständig Eltern und Besucher*innen präsent. Zudem wird das Projekt an Tagen der offenen Tür, Infotagen für neue Familien, bei Besuchen von Vertreter*innen u.a. der Bildungsdirektion, usw. vorgestellt.
Weiters wird die Teilnahme am "Gschäftl" in der Information zum Entwicklungs- und Lernprozess (unsere Form des Zeugnisses) dokumentiert.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Gemeinsam mit den Schüler*innen, dem pädagogischen Team wurden die verschiedenen Maßnahmen besprochen und für die Planung für das kommende Schuljahr reflektiert. Geplant ist für das kommende Schuljahr den Online-Bereich auszubauen, um so Medienmündigkeit zu fördern sowie ein altersübergreifendes Forschungsprojekt zum Thema "Schokolade" in dem Produktions- und Arbeitsbedingungen sowie Kinderarbeit gearbeitet wird.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
In diesem Schuljahr hat ein Elternteil die Koordination des "Gschäftl" übernommen, was zu noch mehr Bewusstsein hinsichtlich des Projekts in der Elternschaft geführt hat. An Elternabenden wird regelmäßig über den Stand der Dinge (benötigte Hilfe, Verkaufserfolge, aktuelles Angebot...) informiert und so die Eltern animiert, ihre Einkäufe, wo möglich über das "Gschäftl" zu tätigen. Wozu auch die Bestellmöglichkeit über Email beiträgt.
Wo liegen unsere Stärken?
Unsere Stärken liegen in der altersübergreifenden Arbeit (1.-9. Schulstufe arbeiten gemeinsam an Projekten) und dem Teamteaching, an der familiären Struktur der Schule, durch die Eltern aktiv einbezogen werden.