ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Aktionstage für Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung

Schule: Private MS Graz - Eggenberg des Vereins für Franziskanische Bildung
KoordinatorIn: Scherz Birgit, BEd
DirektorIn: OSR Kopetzky Maria, M.A.
Inhalt
Eine lange gereifte Idee wird Stück für Stück Realität an unserer Mittelschule: 9 Aktionstage im Schuljahr zur Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung für alle Klassen aller Schulstufen.

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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 7

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Die 2a-Klasse hat mit Elisabeth Reiss und Josef Stein am diesjährigen Kreativwettbewerb des UBZ zum Thema „Wald macht’s möglich“ teilgenommen. In den Fächern Bildnerische Erziehung und Biologie näherten sich die SchülerInnen eindrucksvoll an das Thema ‚Wald‘ kreativ und forschend heran. Die 2a konnte als eine der Gewinnerklassen ihren Gewinngutschein im Rahmen des Waldfestes am 14. Juni 2023 am Grazer Hauptplatz entgegennehmen. Alle Klasse der 5. Schulstufe besuchten den Tierpark Herberstein und die Steiermark Schau 2023, die unter dem Titel „Vielfalt des Lebens“ steht. Dort verbrachten sie einen spannenden Tag im Tierpark und erkundeten das „Haus der Biodiversität“, wo sie die Wunder der Naturvielfalt erleben durften. Weiters wurden den Kindern Maßnahmen gegen den Klimawandel nähergebracht und ihr Bewusstsein für die Leistungen, die intakte Naturkreisläufe für uns erbringen, geschärft. Und ein neues großrahmiges Projekt wurde ins Leben gerufen: Unserer Aktionstage zur Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung.

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Eine jahrelang gereifte Idee fand im Sommersemster dieses Schuljahres endlich ihre Umsetzung. Aus einem anfangs noch sehr kleinen Gedanken wurde über einen langen Zeitraum ein umfangreiches Projekt. Die drei ersten Klassen durften als Pioniere die Durchführung unserer Aktionstage testen. So fand in den Monaten März, April, Mai und Juni am jeweiligen ersten Schultag des Monats ein besonderer sechsstündiger Tag statt: ein Aktionstag.
Unter dem Motto „nachhaltige Umweltbildung“ befassten sich die 68 Schülerinnen und Schüler damit, wie man richtig lernt und kamen dabei in Kontakt mit den verschiedenen Lerntypen und unterschiedlichsten Lernstrategien und befassten sich mit biologischer Landwirtschaft, unterstützt durch einen Besuch in der LFS Grottenhof. Das Thema Lärm spielte eine große Rolle: Die Kinder lernten den Aufbau des Ohres und den Vorgang des Hörens besser kennen, festigten Gelerntes durch kreative Arbeiten und verstanden die Sensibilität unseres Gehörs. Das Leben und Wirken der Bienen wurde den Schülerinnen bei einem Workshop auf der Grazer Universität nähergebracht. Im Schulhof wurde ein Bienenschaukasten genau unter die Lupe genommen und diverse Honigsorten konnten probiert werden. Ab dem kommenden Schuljahr 2023/24 werden alle Klassen der Mittelschule am jeweils ersten Schultag des Monats großartige Aktionstage miterleben können, um die nachhaltige Umweltbildung ganz im Sinne des neuen Lehrplans noch weiter in den Schulalltag zu integrieren.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
68
Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Auf die Unterscheidung geschlechterspezifischer Lernzugänge wurde keine Rücksicht genommen.
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Durch die Angebote von Bio-Austria konnten die Schülerinnen und Schüler die LFS Grottenhof genau besichtigen und viele Inputs zum Thema nachhaltige Landwirtschaft bekommen. In der Steiermark Schau in der Tierwelt Herberstein kamen die Kinder mit der Vielfalt des Lebens und der Biodiversität in Kontakt.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Unsere Aktionstage findet man im gemeinsamen Jahresbericht der Schulen in Graz – Eggenberg, in der vierteljährlich erscheinenden Mitarbeiterzeitschrift „Unterwegs“ und auf unserer Homepage.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Im Rahmen diverser Besprechungen und Konferenzen sowie Teamsitzungen wurden die bereits durchgeführte Aktionstage „Lernen lernen“, „Bienen“, „Lärm“ und „Biodiversität in Herberstein“ besprochen und Veränderungen vorgenommen. Hier fließt auch das Feedback der Kinder und Eltern mitein.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Aufgrund dessen, dass die Aktionstage nun weitergeführt werden und jede Klasse pro Schuljahr 9 dieser besonderen Schultage erleben wird, bringen wir die franziskanischen Werte konkret in unseren Alltag ein. Es entsteht eine andere Form des Lernens, die sehr motivierend auf Schüler und Schülerinnen wirken kann, die sich mit dem Regelunterreicht ein wenig schwerer tun. Das Miteinander und das mit – und voneinander Lernen wird noch weiter in den Mittelpunkt gestellt, weshalb auch Beziehungen innerhalb und außerhalb des Klassenverbandes noch mehr gestärkt werden können.
Wo liegen unsere Stärken?
In diesem Projekt kommt klar das Miteinander im Kollegium zum Tragen. Das durchdachte Planen der Aktionstage und das Anfertigen von nachhaltigen Stundenbildern nahm viel Zeit und Teamwork in Anspruch. Es sind durch das Zusammenarbeiten schon weitere interessante Aktionstage entstanden und auch weiterhin in Planung. Dass die Kinder unserer Schule offen und ohne Vorurteile die Aktionstage zu dem machen, was sie sein sollen, zeichnet unsere Schule aus.