ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Wir leben Ökolog

Schule: MS Zirl
KoordinatorIn: Bock Marie-Helen
DirektorIn: Zangerl Stefan
Inhalt
Im vergangenen Jahr lernten unsere Kinder nicht nur im Schulgebäude sondern auch in unserem Schulgarten. Fächerübergreifend wurde eine Begrünungsanlage erbaut. Die Kids berechneten Materialien, schraubten und hämmerten und schlussendlich durften sie Pflanzen setzen. Ihre Anstrengungen wurden mit eigenen frischen Erdbeeren direkt von der Begrünungasanlage belohnt. Auch unsere Hochbeete waren wieder in vollem Einsatz - für die wöchentliche gesunde Jause wurde Salat gepflanzt, Kresse, Radieschen und Karotten ausgesät.
Auch die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Gesunden Schule brachten uns allen viel Freude. Bewegungseinheiten am Beginn der 2., 4., 6. Stunde. Intervision und kollegiale Hospitation für uns Lehrpersonen.
Wir freuen uns schon auf das kommende Schuljahr mit unseren neuen Ökolog-Zielen!
Hochbeet mit Begrünungsanlage im Hintergrund

Hochbeet mit Begrünungsanlage im Hintergrund

Die Kids kümmern sich selbstständig um die Pflege des Schulgartens

Die Kids kümmern sich selbstständig um die Pflege des Schulgartens

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
1) Gesunde Schule: Wir haben das Gütesiegel erneut erhalten, daran lässt sich schon erkennen, dass die gesetzten Ziele auch umgesetzt und erreicht wurden.
- einmal wöchentlich wird die Gesunde Jause zubereitet, im Frühjahr werden Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Hochbeet verwendet
- Bewegungseinheiten am Beginn der 2., 4. und 6. Stunde
- Kollegiale Hospitation (1 mal im Semester) und Intervision (1 mal im Monat) werden regelmäßig durchgeführt
- Fortbildungen zum Thema Gesunde Schule werden an der Schule abgehalten

2) Wir leben Ökolog:
- kologie-Schwerpunkt wird angeboten
- Begrünungsaktion (Müllhäuschen am Schulhof wird begrünt - Fächerübergreifendes Projekt mit Ökologie, BU und Werken)
- Müllsammelaktionen im Dorf
- Hochbeete und Kräuterspirale werden neu bepflanzt, betreut und Erträge sinnvoll genutzt.
- Kooperationen mit der Universität Innsbruck wurden durchgeführt (Weltraum, Holz, Invertebrata)

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Begrünungsaktion: vor unserer Schule steht ein Müllhäuschen. In Ökologie behandelten wir unter anderem Themen wie Stadtbegrünung, Urban-Gardening, vertikales Gärtnern, Bodenversiegelung. Das Ziel unsere Schule grüner, nachhaliger und schöner zu gestalten, ist uns auch in Ökologie ein Anliegen. So zeichneten die SuS Pläne, um das Müllhäuschen zu begrünen. Anhand der Pläne wurde dann berechnet, wie viel Material wir brauchten.
Am Beginn des Schuljahres 2022/23 bauten wir mit der 4c in der ersten Schulwoche ein Spalier am Häuschen und brachten vier Tröge am Boden vor dem Spalier an.
Im Frühjar 2023 war es dann endlich so weit und wir konnten mit der Bepflanzung beginnen. in die vier Tröge wurden kletternde Stauden angebracht. An dem Spalier wurden Balkonkisten und hängende Töpfe befestigt. In den Balkonkisten säten wir Ruccola und Wildblumen, pflanzten Erdbeerpflanzen ein. In den Töpfen wurden verschiedene Blumen eingesät. Auch unsere zwei Hochbeete wurden wieder mit verschiedenem Gemüse und Kräutern bepflanzt.
Die Kinder erkannten, wie einfach es ist etwas mehr Grün in einen Ort zu bringen, wie schön es ist, Pflanzen beim Wachsen zu beobachten und wie genussvoll es sein kann, selbst gezogenes Gemüse zu verspeisen.

Wurde diese ÖKOLOG-Aktivität als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für nachhaltige Entwicklung gefördert und hat die Schule eine Projektdokumentation abgegeben?
Diese ÖKOLOG-Aktivität wurde als Projekt vom Bildungsförderungsfonds für Umwelt und Gesundheit gefördert. Die Schule hat eine Projektdokumentation abgegeben.

Handlungsbereiche
Keine Handlungsbereiche vorhanden

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
22

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Jungs und Mädels schnitten die Latten zu, schraubten am Spalier und säten Pflanzen aus. Die Jungs haben zum Beispiel gerade beim Bohren zwar mehr Kraft, aber es war schön zu sehen, wie sich die Kinder gegenseitig unterstützen.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Die Begrünungsanlage wird über den Sommer von Gemeindemitgliedern betreut. Sie gießen, dürfen ernten und Unkraut zupfen.
Die Universität Innsbruck mit der Schulgarten-Initiative ist ein wichtiger Partner im Austausch, für neue Ideen und Feedback.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Begrünungsanlage ist von zwei Straßen, die an der Schule vorbeiführen deutlich zu sehen. Immer wieder kommen Eltern vorbei, um sie sich anzusehen.
Auch die Universität Innsbruck ist an dem Projekt sehr interessiert, so habe ich dazu bereits ein Interview gegeben und eine Professorin für Fachdidaktik war an unserer Schule, um sich unserern wachsenden Schulgarten anzusehen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Reflektiert wurde das Projekt vor allem in Gesprächen mit KollegInnen, die auch am Schulgarten-Netzwerk teilnehmen.
Evaluiert wurde das Projekt durch Fragebögen am Ende des Schuljahres.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Wir leben Ökolog

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Die Kinder hatten große Freude am Bauen und bepflanzen. Die Klassengemeinschaft wurde durch diese Aktion am Beginn des Schuljahres wieder gestärkt, sie haben gemeinsam etwas tolles geschaffen, das auch nach ihrer Zeit an der MS Zirl sichtbar bleibt. Die Kinder der Ökologie-Gruppe übernahmen sehr gewissenhaft die Pflege der Begrünungsanlage und der Hochbeete, daran erkennt man, dass es ihnen wichtig ist, dass unser Projekt erfolg hat.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Die Kinder halten sich in der Pause gerne im Bereich unserers Schulgartens auf. Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass nie Pflanzen oder auch Töpfe beschädigt wurden. Die Kinder fragten stets, ob sie sich etwas aus dem Hochbeet oder einem Topf nehmen durften (z. B. eine Erdbeere oder Karotte). Auch Personen in der Schulgemeinschaft, die zuvor dem Projekt skeptisch gegenübergestanden sind, sehen so, dass ein solches Projekt funktionieren kann.

Wo liegen unsere Stärken?
Gemeinschaft leben. Visionen nicht nur träumen, sondern umsetzen.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Zertifizierte Gesunde Schule