ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Mikroplastik - Vertiefung und Eigenverantwortung

Schule: BHAK/BHAS Kitzbühel
KoordinatorIn: Mag. Schlechter Magdalena
DirektorIn: OStR. Mag. Eller Fritz
Inhalt
Das Mikroplastik-Projekt, welches im Schuljahr 2021/22 startete, wurde in diesem Schuljahr weiter vertieft und abgeschlossen. Im Rahmen des Projekts erforschten die Schüler*innen mit praktischen Anwendungen und Experimenten die Thematik. Es wurde auf die chemische Zusammensetzung von Mikroplastik und die Abbauprozesse eingegangen. Außerdem erhielten die Schüler*innen spannende Einblicke in aktuelle Forschungsbereiche rund um Mikroplastik und konnten auch selbst eine Beprobung des eigenen Klassenzimmers planen, durchführen und auswerten.
Schüler*innen mit Plakaten

Schüler*innen mit Plakaten

Plakat

Plakat

Probe des Mikroplastik-Air-Samplers

Probe des Mikroplastik-Air-Samplers

Klasse mit Air-Sampler

Klasse mit Air-Sampler

Klasse mit Air-Sampler 2

Klasse mit Air-Sampler 2

Plakate

Plakate

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 1

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Abschluss des Mikroplastik-Projektes, welches im Schuljahr 2021/22 begonnen wurde
Plakat-Kampagne an der Schule
Workshop zum Thema Mikroplastik in der Arktis
Beprobung eines Klassenzimmers mit einem Mikroplastik-Air-Sampler

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Im Schuljahr 2022/23 wurde unser Mikroplastik-Projekt, welches im letzten Schuljahr begonnen wurde, weitergeführt und abgeschlossen. Zunächst wurde mit einem kleinen Experiment im Rahmen des NW-Unterrichts fortgefahren. Dafür brachten die Schüler*innen unterschiedliche Proben von zu Hause mit. Im Unterricht haben wir dann versucht, mit einem Feinsieb Mikroplastik-Partikel aus den Proben zu isolieren und unter dem Mikroskop zu betrachten. Dabei konnten auch einige Partikel isoliert werden, die dann unter dem Mikroskop gut zu sehen waren.

Der nächste Programmpunkt für unsere Schüler*innen war ein toller Workshop zum Thema „Mikroplastikverschmutzung in der Hohen Arktis“, den Max Kortmann und Sebastian Pohl von der Universität bei uns an der BHAK/BHAS Kitzbühel durchführten. Dabei bekamen die Schüler*innen einen spannenden Einblick in wissenschaftliche Forschungsarbeit und das Leben auf einer Expedition.

Um auch in diesem Schuljahr noch einmal eine Außenwirkung zu erreichen, gestalteten die Schüler*innen große Plakate zu verschiedenen Themen rund um Plastik und Mikroplastik, die dann pünktlich zum Tag der offenen Tür in der Aula präsentiert wurden.

Als letzten Programmpunkt konnte die Klasse mit einem schülertauglichen Mikroplastik-Air-Sampler arbeiten, mit dem sie die Luft in ihrem eigenen Klassenzimmer auf Mikroplastik untersuchen können. Die Planung, Durchführung und Auswertung konnte von den Schüler*innen unter Begleitung selbstständig durchgeführt werden und gab ihnen einen noch tieferen Einblick in die wissenschaftliche Vorgehensweise mit möglichen Problemen und Herausforderungen. Die digitale Auswertung der Proben mit dem Programm „Fiji“ haben wir dann im Klassenverband gemeinsam durchgeführt. Die Hochrechnung der Schüler*innen ergab, dass in rund 530 m³ beprobter Luft ca. 320.000 Mikroplastikpartikel gemessen wurden.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
28
Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Sowohl Mädchen als auch Burschen waren gleichermaßen am Projekt beteiligt.
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Das Projekt fand in Kooperation mit dem Verein klasse!forschung statt.
Außerdem wurden Workshops in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck durchgeführt.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Es wurden große Plakate gestaltet und im Rahmen des "Tag der offenen Tür" präsentiert.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Im abschließenden Gespräch mit den Schüler*innen wurde das 2-Jahres-Projekt reflektiert und evaluiert.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Man sieht weniger Plastikmüll in den Klassen. Die Schüler*innen agieren sensibler im Umgang mit Kunststoffen.
Wo liegen unsere Stärken?
Durch die heterogene Zusammensetzung unserer Klassen ergaben sich in der Auseinandersetzung mit dem Thema viele verschiedene Zugänge und Lösungsansätze. Trotz des wirtschaftlichen Schwerpunktes unserer Schule konnten sich die Schüler*innen in der Forscherrolle gut einfinden und haben die Mikroplastik-Beprobung ihres Klassenzimmers gut organisiert und selbstständig durchgeführt.