ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Werken für die Artenvielfalt - Mehr Wohnungen für Fledermäuse!

Schule: NÖ Mittelschule Seitenstetten-Biberbach
KoordinatorIn: Mag. Stein Gerold, BEd
DirektorIn: Dipl.-Päd. Feuerstein-Holzer Jutta, MA
Inhalt
Mit der Teilnahme an der Fledermaus-Schulaktion von „Natur im Garten“ wurde in diesem Schuljahr auch im Werkunterricht ein Beitrag zur Stärkung des ökologischen Bewusstseins geliefert. Mit Begeisterung wurden Fledermaus-Nistkästen zusammengebaut und gestaltet. Nebenbei lernten die Schülerinnen und Schüler über Lebensweise und ökologische Bedeutung der Fledermäuse und konnten aktiv eine gesunde Artenvielfalt in unseren Gärten unterstützen.
Die 2b-Klasse präsentiert stolz ihre fertigen Werkstücke

Die 2b-Klasse präsentiert stolz ihre fertigen Werkstücke

Beim Zusammenbauen sind handwerkliches Geschick und Teamarbeit gefragt.

Beim Zusammenbauen sind handwerkliches Geschick und Teamarbeit gefragt.

Konzentriert bei der Arbeit: Die Nistkästen werden mit schönen Fledermaus-Motiven gestaltet.

Konzentriert bei der Arbeit: Die Nistkästen werden mit schönen Fledermaus-Motiven gestaltet.

An der Fassade des Schulgebäudes stehen Fledermäusen jetzt neue Wohnungen zur Verfügung.

An der Fassade des Schulgebäudes stehen Fledermäusen jetzt neue Wohnungen zur Verfügung.

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 6

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Wahlpflichfach Naturwissenschaften: Projekt „Energie in all ihren Erscheinungsformen – Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen der Energiegewinnung“

Wahlpflichtfach Gesundheit: Projekt „Nachhaltig schön: Plastik reduzieren mit Naturkosmetik“

Projektwoche mit Bezug zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung:
1. Klassen: „Leben an Land und unter Wasser“
2. Klassen: „Gemeinschaft im Kleinen und Großen“
3. Klassen: „Plastic planet“

Bau von Fledermaus-Nistkästen

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Unsere beiden zweiten Klassen nahmen in diesem Schuljahr an der Fledermaus-Schulaktion von „Natur im Garten“ teil, bei der die Schülerinnen und Schüler aufgerufen waren, Fledermaus-Behausungen zu bauen, um den heimischen Fledermäusen mehr Rückzugsorte zu bieten.
Die Bausätze für die Nistkästen wurden von „Natur im Garten“ kostenlos zur Verfügung gestellt und an die Schule geliefert. Zudem wurde für die beteiligten Lehrkräfte eine Online-Infoveranstaltung angeboten.
Zum Einstieg wurde der Video-Mitschnitt dieses Webinars auch den Kindern gezeigt. Die Expertin von „Natur im Garten“ gab nicht nur Tipps für den Zusammenbau der Behausungen, die Schülerinnen und Schüler lernten auch viel Wissenswertes über die ökologische Bedeutung und die Lebensweise unserer heimischen Fledermäuse. Auch im Biologie-Unterricht wurde das Thema Fledermäuse aufgegriffen.
Danach wurde im Werkunterricht in kleinen Teams mit großem Eifer gesägt, gebohrt, geschraubt und gespachtelt. Bei der Bemalung und individuellen Gestaltung ihrer fertigen Nistkästen konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Den Abschluss des Projekts bildete in der letzten Schulwoche ein schöner Ausflug nach Tulln, wo die teilnehmenden Klassen zu einer großen Festveranstaltung auf der GARTEN TULLN mit über 1000 Schülerinnen und Schülern geladen waren und einen ereignisreichen Vormittag in der „Natur im Garten“ Erlebniswelt verbrachten.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
45
Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Mädchen und Burschen waren gleichermaßen mit Begeisterung und Eifer bei der Sache. Es gab keine geschlechterspezifische Differenzierung.
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Das Projekt wurde in Kooperation mit der Bewegung "Natur im Garten" durchgeführt.
Es gab Kontakte zur Gemeinde Seitenstetten, die die Erlaubnis zur Montage von Fledermaus-Nistkästen an der Fassade des Schulgebäudes erteilte.
Bei der Abschlussveranstaltung in Tulln fand ein Treffen mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner statt.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Im Rahmen einer Ausstellung beim Schulfest wurden die selbstgebauten Fledermaushäuser den Eltern präsentiert.
Im Jahresbericht der Schule wurde eine Zusammenfassung des Projekts mit einigen Fotos veröffentlicht.
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Kinder bekamen nach dem Sommer die Gelegenheit darüber zu berichten, ob und wo sie ihre Nistkästen aufgehängt hatten, und ob sich auch tatsächlich Fledermäuse dort angesiedelt hatten.
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Es wurde das Bewusstsein dafür geschärft, dass unser Schulgarten einen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen darstellt. Neben Nisthilfen für Insekten und Vögel gibt es jetzt am Schulgebäude auch spezielle Rückzugsorte für Fledermäuse.
Wo liegen unsere Stärken?
Es findet ein guter und konstruktiver Austausch zwischen Lehrkräften der verschiedenen Unterrichtsfächer statt (z.B. naturwissenschaftliche Fächer und Werkerziehung).