ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Vom Papier zum Buch

Schule: Volksschule Pfaffenschlag
KoordinatorIn: SR Nosko Gerlinde
DirektorIn: Hadl David, BSc MA
Inhalt
Die Beschäftigung mit geschriebener Sprache ist eine spannende Sache, da es in allen Schulfächern gebraucht wird und im Alltag ein wichtiges Instrument ist. Die Eltern kamen während des Schuljahres als Lesepaten in die Schule, um den Kindern aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Die Buchautorin Frau Gabriele Rittig begeisterte alle mit ihrer spannenden Lesung aus ihrem Buch "Hilfe, Piraten!", wobei die SchülerInnen einige Rollen übernahmen. In den freien Lernphasen konnten sich die Kinder mit unterschiedlichen Klassenlesestoffen beschäftigen. Bei der NÖ Leseaktion "Zeitpunkt Lesen" wurden die Teilnehmer eingeladen, Bilder zu lesen und in Comic-Welten einzutauchen. Die SchülerInnen übernahmen in Eigenregie die Verantwortung der Schulbücherei und wurden so mit verschiedenen Themengebieten vertraut. Das Schreiben mit der Gänsekielfeder und das Herstellen von Kleisterpapier hat bei allen Beteiligten großen Eindruck hinterlassen. In der Stadtbücherei Waidhofen/Thaya gab es Gelegenheit, in vielen Büchern zu schmökern und zu lesen. Einblick in die Welt des nachhaltigen Druckes bekamen die SchülerInnen in der Druckerei Janetschek in Heidenreichstein. Die Online-Programme zur Leseförderung (Lernmax, Antolin) motivierten die Kinder, sich mit vielfältigen Texten zu beschäftigen.
Eltern als Lesepaten

Eltern als Lesepaten

Lesung mit Buchautorin Gabriele Rittig

Lesung mit Buchautorin Gabriele Rittig

Besuch der Stadtbücherei

Besuch der Stadtbücherei

Lehrausgang Druckerei Janetschek

Lehrausgang Druckerei Janetschek

Schreiben mit der Gänsekielfeder

Schreiben mit der Gänsekielfeder

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 4

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Eltern der 1. und 2. Schulstufe als Lesepaten, Lesung von Gabriele Rittig, Schreiben mit Gänsekielfeder, Erlernen einfache Papierfalttechniken, Verwalten der Schulbücherei - Eintragung der gelesenen Bücher in den Lesepass, Referate über Lieblingsbücher, Herstellen von Kleisterpapier, Besuch der Stadtbücherei Waidhofen/Thaya, Besuch der Druckerei Janetschek in Heidenreichstein, Durchführung des Salzburger Lesescreenings
Digitale Leseförderung: Lernmax Deutsch, Antolin

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Da sich Kinder gerne an Vorbildern orientieren, haben sich die Eltern der 1. und 2. Schst. bereit erklärt, sich als Lesepaten zur Verfügung zu stellen. Es wurden nicht nur Bücher vorgestellt, sondern auch Gespräche über den Inhalt der Geschichten geführt. Meist gab es auch Quizfragen und passende Bilder zum Ausmalen. Die freien Unterrichtsphasen wurden für die Schulbücherei und Klassenlektüren (z. B. Lese- und Lernprofi) genützt. Jedes gelesene Buch wurde in einen Lesepass eingetragen und manche Bücher fanden für Referate Verwendung. Bei der NÖ Leseaktion "Zeitpunkt Lesen" waren die Teilnehmer eingeladen, Bilder zu lesen, in Comic-Welten einzutauchen und sich mit anderen auszutauschen. Einblick in den Beruf einer Buchautorin konnten die SchülerInnen von Gabriele Rittig erfahren, die aus ihrem Buch "Hilfe, Piraten!" vorlas und die Kinder in die Geschichte mit einbezog. Eine große Auswahl an Büchern gab es in der Stadtbücherei Waidhofen/Thaya. Nach einer kurzen Vorstellung durch die Bibliothekarin Frau Irmgard Trimmel hatten die Kinder die Möglichkeit, in Büchern zu schmökern und zu lesen. Das Angebot wurde von allen sehr gut angenommen und für manche Leseratten verging die Zeit viel zu schnell. Um Einblick in die Welt des nachhaltigen Druckes zu bekommen, machten wir einen Lehrausgang in die Druckerei Janetschek nach Heidenreichstein. Geschäftsführer Herr Erich Steindl führte durch den Betrieb und erklärte die Verbindung von Nachhaltigkeit und Druckproduktion, d. h. es werden nicht nur umweltfreundliche Materialien und Farben verwendet, sondern es wird auch auf ressourcenschonende Produktion Wert gelegt. Jedes Kind durfte selber ein Mappe binden und mit nach Hause nehmen.
In Bildnerischer Erziehung wurden die SchülerInnen mit der Schreibtechnik einer Gänsekielfeder vertraut und gestalteten persönliche Muttertagskarten. Für den Vatertag wurde ein Bild aus Kleisterpapier hergestellt. Die Kinder waren mit Eifer bei der Sache und es entstanden interessante Geschenke. Im Werkunterricht lernten die Kinder, wie mit der richtigen Falttechnik Figuren entstehen.
Das Online-Programm "Lernmax Deutsch" eignete sich gut für unterschiedliche Leseaufgaben. Das Leseförderungsprogramm "Antolin" motivierte die Kinder, den Inhalt ihrer gelesenen Bücher mittels Quizfragen zu wiederholen und dabei Lesepunkte zu sammeln.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
37
Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Bei der Buchauswahl und Themenauswahl im Lernmax Deutsch
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Lesung mit Buchautorin Gabriele Rittig, Stadtbücherei in Waidhofen/Thaya, Druckerei Janetschek in Heidenreichstein
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Persönliche Muttertagsgedichte geschrieben mit Federkiel, Vatertagskarte erstellt aus Kleisterpapier, Buchreferate, Dokumentation der Lehrausgänge auf der Homepage der Schule, in den Gemeindenachrichten und in den Regionalzeitungen
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Im Lehrerteam und in den Gesprächen mit den SchülerInnen, Besprechung des Salzburger Lesescreenings
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Bücher haben einen höheren Stellenwert erhalten. Durch den Lehrausgang bekamen die SchülerInnen Einblick in die umfangreiche und intensive Arbeit in einer Druckerei. Dieses Wissen trägt dazu bei, dass Bücher sorgfältiger behandelt und mehr geschätzt werden. Die Kinder der 2. Schulstufe machten den Vorschlag, Verantwortung für die Schulbücherei zu übernehmen. Sie nahmen die Aufgabe sehr ernst und waren stets um Ordnung bemüht. Die SchülerInnen haben die Erfahrung gemacht, dass für Online-Aufgaben Lesefertigkeit und-fähigkeit wichtige Faktoren sind.
Wo liegen unsere Stärken?
Die gute Zusammenarbeit innerhalb des Schulteams und die positive Zusammenarbeit mit den Eltern (Lesepaten, Bücherspenden,...) wirkt sich positiv auf das Schulklima aus.