ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Unser Weg zur Ökolog Schule

Jahresbericht des Schuljahres 2021/2022

Schule: Volkschule Oberwart
KoordinatorIn: Dr. Ruiter-Gangol Marlene, BEd
DirektorIn: Imre Roswitha
Handlungsbereiche:
  • Einsparen von Ressourcen
  • Mobilität und Verkehr
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
Inhalt
Im ersten Jahr wollten wir unbedingt die Einwegplastikflaschen und die Plastiksackerl aus dem Schulhaus entfernen. Mit dem Betrieb des Getränkeautomaten ist das auch sehr gut gelungen. Einwegplastikflaschen sind vereinzelt aber dennoch immer wieder im Müll. Die in der Schule verkaufte Jause wird ausschließlich in Papier gewickelt, Plastik wurde hier völlig entfernt. Im kommenden Jahr möchten wir von diesem bisherigen Jausenangebot weg und eine "gesunde" Jause anbieten, sprich Vollkorn, Bio, regional, Obst und Gemüse.
Die Mülltrennung funktioniert in der Schule recht gut, ist aber noch verbesserungswürdig.
Wir haben Umfragen mit den Schüler*innen, den Eltern, den Lehrer*innen und der Direktorin gemacht um zu sehen, was gewünscht wird und welchen Weg wir im kommenden Jahr gehen sollen. Es ist in der VS wichtig, dass die Eltern auch die Ziele unterstützen, denn unsere Schüler*innen sind zu jung, um alleine Entscheidungen zu treffen, was z.B. eingekauft und gekocht wird und welche Jause sie von daheim mitbekommen. Diese Ergebnisse fließen in unsere Entscheidungen ein. Wir beginnen jene Schritte umzusetzen, die von den meisten Beteiligten mitgetragen werden, weil wir uns davon am meisten Erfolg versprechen.
Citizen Science Award, 4a

Citizen Science Award, 4a

Pflanzenanbau im Altenwohnheim, 2e

Pflanzenanbau im Altenwohnheim, 2e

Pflanzenanbau Altenwohnheim, 2m

Pflanzenanbau Altenwohnheim, 2m

Pflanzenanbau Schulgarten 1c

Pflanzenanbau Schulgarten 1c

Schmetterlinge züchten, 4u

Schmetterlinge züchten, 4u

Schmetterlinge, 4u und 2a

Schmetterlinge, 4u und 2a

Klimaprojekt 4a

Klimaprojekt 4a

Klimaprojekt 4a

Klimaprojekt 4a

Getränkeautomat an der Schule

Getränkeautomat an der Schule

Wasser, Jahreszeitenprojekt 3a

Wasser, Jahreszeitenprojekt 3a

Wasser, 3a

Wasser, 3a

Jahreszeitenprojekt Wasser, 3a

Jahreszeitenprojekt Wasser, 3a

Am Stieberteich, 3b

Am Stieberteich, 3b

Fließendes und stehendes Gewässer, 3b

Fließendes und stehendes Gewässer, 3b

Wir bauen eine Brücke, 3u

Wir bauen eine Brücke, 3u

Wasserprojekt, 3b

Wasserprojekt, 3b

Kunstwerke im Wald, 1a

Kunstwerke im Wald, 1a

Projekt Wald, 1a

Projekt Wald, 1a

Klimaprojekt, 4b

Klimaprojekt, 4b

Klimaprojekt, 4b

Klimaprojekt, 4b

Klimaprojekt 4u

Klimaprojekt 4u

Klimaprojekt 4u

Klimaprojekt 4u

3u Im Wasserwerk

3u Im Wasserwerk

3u Im Wasserwerk

3u Im Wasserwerk

2a, Marienkäfer

2a, Marienkäfer

2a Marienkäfer

2a Marienkäfer

2a Marienkäfer

2a Marienkäfer

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 10

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
1) Hefte ausschließlich aus Umweltschutzpapier.
2) Heftumschläge wurden nicht mehr aus Plastik bestellt, sondern aus Papier.
3) Schnellhefter ausschließlich aus Papier, auch hier hat der Wechsel vom Plastik zum Papier stattgefunden.
4) Es werden keine Getränkeflaschen mehr verkauft, seit heuer gibt es einen Getränkeautomaten bei uns an der Schule. Alle Getränke sind aus biologischer Landwirtschaft mit weniger Zuckergehalt. Die Kinder können eigene Mehrwegflaschen befüllen, oder, wenn sie diese vergessen haben, wird ein Papierbecher mit dem Getränk befüllt.
5) Die Eltern wurden ausdrücklich gebeten, den Kindern KEINE Einwegplastikflaschen mitzugeben, das funktioniert noch nicht bei allen Eltern.
6) Die Jause, die beim Schulwart verkauft wird, ist seit heuer in Papierservietten verpackt und nicht mehr in Plastiksäckchen.
7) Bereits vorhandene Projekte konnten dieses Jahr weiter geführt werden. Gemeinsam mit Waldpädagogen machten alle ersten Klassen das Jahreszeitenprojekt "Wald", in der zweiten Schulstufe war es das Jahreszeitenprojekt "Wasser", in der dritten Schulstufe "Klima" und in der vierten Schulstufe "Bionic", was wir von der Natur lernen können.
8) In zwei Klassen wurden Schmetterlinge gezüchtet, in zwei weiteren Klassen Ameisenkolonien zur Anschauung.#
9) Teilnahme am Citizen Science Award 2022. Wir pflanzen den Samen im Schulgarten und im Altenwohnheim. Danach beobachten wir, welche Pflanzen wann blühen und welche Insekten kommen, um die Blüten zu bestäuben. Besonders freuen wir uns auf die Kooperation mit dem Altenwohnheim, die alten Leute helfen uns beim Beobachten und erzählen uns, was sie über die Pflanzen und Insekten wissen.
10) Umfrage an die Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und an die Direktorin gerichtet, um weitere Schritte der Umsetzung unserer Ziele genauer planen zu können.
11) Wir erhalten eine neue Schule, Baubeginn soll im September 2022 sein. Bei der Planung wurde genau darauf geachtet, dass wir einen Schulgarten mit den Kindern anlegen können, wo das eigene Gemüse und Früchte angebaut werden können.
12) Das neue Schulhaus soll ökologisch gestaltet und mit der neuesten Technik ausgestattet sein, um die Umwelt und die Natur größtmöglich zu schützen.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Eine Kollegin der Schule schreibt ihre Masterarbeit zum Thema: "Ökologie und Schule". Im Rahmen dieser Masterarbeit haben wir gemeinsam Fragebögen erarbeitet um herauszufinden, wie weit Eltern, Kinder, Kolleg*innen und Direktorin bereit sind, den ökologischen Gedanken im Schulhaus mitzutragen.
Jede Zielgruppe hat daher ihren eigenen Fragebogen erhalten.
Die Direktorin wurde beispielsweise gefragt, was sie bereit ist zu tun, um das Lehrer*innenteam der Schule zu motivieren und zu unterstützen.
Auch die Lehrer*innen mussten angeben, welche Ziele sie mit ihrer Klasse umsetzen werden. Wir wissen, dass die Corona Pandemie für die Kolleg*innen und die Kinder wirklich schwierig war und bei allem Eifer, die Kinder zusammenzuhalten und den Unterricht aufrecht zu erhalten, wurden ökologische Ziele teils vernachlässigt. Einige Kolleg*innen sind auch sehr unglücklich mit den Papierumschlägen. Derzeit werden diese Fragebögen ausgewertet, damit wir in einer Konferenz darüber reden können, wie wir weiter vorgehen werden.
Die Eltern sind bei unseren Projekten und beim Alter unserer Kinder ein wesentlicher Faktor, denn sie bereiten die Jause vor oder geben ihnen Geld mit, um etwas zu kaufen. Die Eltern haben auch eine extrem starke Vorbildwirkung in der Mülltrennung und beim Kauf von Lebensmitteln, oder von Kleidung. Die Bereitschaft vieler Eltern regionale Produkte zu kaufen hält sich in Grenzen und ebenso die Bereitschaft, gebrauchte Kleidung oder gebrauchtes Spielzeug zu kaufen. Noch muss alles neu und ungebraucht sein. Alle Eltern, von der ersten bis hin zur vierten Schulstufe erhielten den Fragebogen. Von etwa einem Drittel haben wir ihn nicht zurück erhalten.
Letztendlich können wir Lehrer*innen daher nur über die Kinder und über genaue Informationen auf die Kinder einwirken, daher war uns der Kinderfragebogen enorm wichtig.
Wir haben versucht, alle Bereiche abzudecken: die Jause, Mülltrennung daheim und in der Schule, Schulweg, Kleidung, Spielsachen, Reisen, Einkauf. Der Fragebogen wurde nur in der dritten und vierten Schulstufe ausgeteilt.
Durch die Evaluierung wissen wir nun recht genau, wie unser Weg weiter gehen wird und welche Schritte wir im kommenden Schuljahr setzen werden. Auf dem Papier geben über 80 % der Kinder an, dass sie keine Plastikverpackungen in der Schule verwenden. Wir haben dann begonnen, jedes kleinste Plastikstück zu zählen, angefangen vom Schokoladenpapier über Zuckerl, Müsliriegel, bei denen die Kinder das Gefühl haben, sie essen etwas "Gesundes", usw. Es geht um die "Bewusstmachung" von solchen "kleinen" Dingen, die hoffentlich eine Verhaltensänderung herbeiführen und dadurch doch Einiges bewirken können. Auch im Lehrkörper gibt es noch viel zu tun. Es wurde zwar ein Kaffeeautomat ausgeliehen, bei dem keine Kapseln mehr gebraucht werden, dennoch wird der Kapselautomat immer noch verwendet. Immer noch wird Mineralwasser in Einwegplastikflaschen im Konferenzzimmer angeboten und nicht der Getränkeautomat verwendet.

Handlungsbereiche
Einsparen von Ressourcen, Mobilität und Verkehr, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
150

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Beim Fragebogen wurde auch das Geschlecht erhoben. So können wir feststellen, ob es relevangte Unterschiede bei der Beantwortung der Fragen gibt.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Fragebogen an die Eltern, Unterstützung bei den Formulierungen der Fragen durch die PH Burgenland.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Die Ergebnisse der Umfragen wurde im Rahmen einer Konferenz präsentiert und in diesem Rahmen wurde auch diskutiert, welchen Weg wir weiter gehen.
Wir haben versucht, die positiven Werte vor allem bei den Einbänden der Hefte hervorzuheben, dennoch haben zwei Kolleg*innen entschieden, zum Plastikumschlag zurück zu kehren.
Dieses konkrete Projekt wurde nicht veröffentlich in diesem Sinn, es ist ein Thema unseres SQA auch noch in den kommenden zwei Jahren. Veröffentlich werden jedoch alle Aktivitäten der Schule in den lokalen Medien und am Bildungsserver des Landes Burgenland.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Die Fragebögen wurden ausgewertet.

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Nachhaltiger Konsum und Produktion, Müllvermeidung, Klimaschutz

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Es gab viele Diskussionen in den Klassenräumen, weil einige der Ergebnisse der Befragungen sehr interessant für uns waren. So essen z.B. über 40% unserer Schüler*innen mehr als 3 mal in der Woche Fastfood. Die Kinder erzählten, dass die Familien Rituale haben. Am Montag Mc Donalds, am Dienstag Kebab, am Mittwoch Burger King usw.
Mehr als 50 % unserer Schüler*innen werden mit dem Auto gebracht. Als Grund wurde die enge Situation in den Bussen während der Corona Epidemie angegeben. Doch auch nachdem die Maskenpflicht gefallen war, wurden die Kinder weiter mit dem Auto zur Schule gebracht. Auch hier sollten wir ansetzen und für kommende Schuljahre Maßnahmen ergreifen, um dem entgegen zu wirken.

Ganz allgemein formuliert war der Erfolg dieser Untersuchung, dass Eltern und Kinder, Lehrer*innen und Direktorin sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen mussten. Die Kolleg*innen sollten zusätzlich sehr konkrete Vorstellungen und Absichtserklärungen abgeben, was sie in naher Zukunft umsetzen werden. Die Befragung konnte sehr gut aufzeigen, welche Ziele wir im kommenden Schuljahr erreichen können, weil die Maßnahmen vom Großteil des Lehrkörpers, der Schüler*innen und der Eltern mitgetragen wird.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Nachdem wir die Ergebnisse jetzt erst ausgewertet haben, die Konferenz gestern war und die nächsten Schritte für das kommende Schuljahr beschlossen wurden, werden die Veränderungen hoffentlich im kommenden Schuljahr sichtbar.

Wo liegen unsere Stärken?
Wir sind eine große Schule mit vielen Lehrer*innen und einem Ökolog Team, das gerne und mit vollem Einsatz arbeitet. Auch wenn nicht alle Kolleg*innen bei allen Aktivitäten mitmachen sind wir überzeugt, dass wir viele Veränderungen durchsetzen können.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
IMST (Innovationen Machen Schulen Top)
Erasmus+

Weitere Netzwerke
e-Twinning