ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Jahresbericht 2021/22

Schule: BHAK und BHAS BADEN, BHAK f. BT
KoordinatorIn: Mag. Seyser Susanne
DirektorIn: Mag. Stangler Peter
Inhalt
Auch in diesem Schuljahr konnten zahlreiche Nachhaltigkeits-Themen in Projekten und Initiativen an der HAK/HAS Baden durchgeführt werden. Schwerpunkt war heuer die Gewaltprävention mit dem Erasmus-Projekt "Jugend gegen Gewalt an Frauen", sowie Workshops zum Thema Cybergewalt und eine beeindruckende Ausstellung am Weltfrauentag "Femizide in Österreich". Auch der Klimaschutz war im Fokus durch Workshops bei den Klimafilmtagen Baden, der Beteiligung an der Klimabündnisaktion "BikeRider" und der Teilnahme einiger SchülerInnen am Moonshot Pirates Bootcamp. Bei jeder der Betriebsbesichtigungen ist das Thema Nachhaltigkeit und Wirtschaft immer im Fokus.

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Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 3

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Jugend gegen Gewalt an Frauen
Unter diesem Motto findet ein spannendes Erasmus+ Schulprojekt an der HAK Baden statt.
Wussten Sie, dass Österreich – verglichen mit anderen EU-Staaten ein besonders gefährlicher Ort für Mädchen und Frauen ist? Die Tatsache, dass Österreich ungewöhnlich viele Femizide (Morde an Frauen, die aufgrund ihres Geschlechtes begangen werden) verzeichnen muss, veranlasste die engagierte Pädagogin MMaga. Verena Gruber von der HAK Baden zu einem weitreichenden Projekt. Begleitet wurde das Projekt von Maga. Christiana Lechner und Maga. Beate Jorda,( die nach 40 Jahren Lehrtätigkeit an der HAK Baden in Spanien ihre allerletzten Unterrichtsstunden hielt.)
Im Rahmen des Erasmus+Programmes, das Länder übergreifende Schulprojekte finanziert, arbeitet der 4. Jahrgang der HAK Baden seit einem Jahr an diesem Projekt. Es gab immer wieder Online-Konferenzen mit der spanischen Partnerinnenschule und der internationalen Organisation WAVE (Women against violence Europe).
Die Schüler*innen hatten Gelegenheit, mit wichtigen Persönlichkeiten zu sprechen (mit Erich Lehner, Obmann des DMÖ, Dachverband für Männer-, Burschen-, und Väterarbeit in Österreich; mit Gina Zaussinger
vom Verein Stützpunkt Undine, mit Mitarbeitern des Vereins Neustart und einem Elementarpädagogen, der über gendersensible Erziehung berichtete). So sammelte sich über das ganze Schuljahr hinweg einiges Wissen zum und viel Verständnis für das Thema „Gewalt gegen Frauen“ an.
Als Höhepunkt des Projektes hatte die Klasse die Möglichkeit, 10 Tage in Malaga zu verbringen, um mit der spanischen Partnerinnenschule, dem spanischen Gymnasium IES Pablo Picasso, das Thema weiter zu intensivieren. Nach dem gegenseitigen Kennenlernen ging es in drei intensive Workshops, in denen die österreichischen Schüler*innen mit den spanischen gemeinsam eine
soziale Mobilisierung, also eine Aktion in Malaga, vorbereiten sollten. Es war tatsächlich eine imposante Performance an sehr belebten Plätzen Malagas: 30 Schüler*innen, alle in schwarz gekleidet, hielten Plakate in den Händen, die auf der einen Seite provokante misogyne Aussagen enthielten, auf der Rückseite die dazu passende Gegenrede aufwiesen. So las man z. B. „Frauen sollen den Mund halten“ versus „Frauen sollen ihre Stimme erheben“. Die Schüler*innen verteilten Flyer auf Englisch und auf Spanisch, die das Projekt erklärten. Dabei ergaben sich interessante Gespräche. Mehrere Frauen berichteten über eigene schlimme Erfahrungen, eine zeigte uns sogar ihre lange Narbe am Ellbogen...
Ein wichtiges Resümee des Projektes lautet: Wir müssen als Gesellschaft an einem neuen Männerbild arbeiten.
Das Projekt ist damit keinesfalls abgeschlossen.
Übersicht
1. Phase in der Klasse:
Besuch einer Mitarbeiterin vom Gewaltschutzverein UNDINE
Besuch von zwei Mitarbeitern vom Verein NEUSTART, die die 6-stündige
Beratung von Gefährdern abwickeln und über ihre Erfahrungen
Berichteten.
Dr. Erich Lehner Obmann des DMÖ, Dachverband für Männer-, Burschen-, und
Väterarbeit in Österreich, der für ein neues Männerbild eintritt.
Markus Bernhuber, ein junger Elementarpädagoge, der über gendersensible
Erziehung berichtete.
Mehrere Videokonferenzen mit der spanischen Schule zum gegenseitigen
Kennnenlernen und zum Austausch von Informationen bezüglich
des Themas Femizide in Österreich und Spanien
Videokonferenz mit der Organisation WAVE (Women Against Violence Europe)
und der spanischen Schule
2. Phase:
10-tägiger Aufenthalt in Malaga, Präsentationen, Workshops mit Schüler+innen unserer spanischen Partner*innenschule IES Pablo Picasso.
Höhepunkt: street activity an belebten Plätzen in Malaga
3.Phase:
Teilnehmerinnen MMaga. Verena Gruber, MMag.a Doris Bernhuber,
OSRTin Maga Beate Jorda
Lehrerinnenaufenthalt in Brüssel und Straßburg in der letzten Ferienwoche:
- Treffen mit einer Mitarbeiterin der Kommissarin für Gleichstellungspolitik Helena Dalli. Sie arbeitet in der Abteilung gender equality. Aufgabe der Europäischen Kommission ist es unter anderem, Gesetzesentwürfe gemeinsam mit der EWL auszuarbeiten.
- Besuch der EWL (European Women’s Lobby), dem Dachverband von 2000 Frauenorganisation in der EU. Die 15 Mitarbeiterinnen führen Gespräche mit den EU Abgeordneten und versuchen diese für die Gesetzesentwürfe zu gewinnen. Wir trafen Laura Kaun, Policy and Campaigns Officer.
- Besuch bei Evelyn Regner, bis vor kurzem Vorsitzende des Ausschusses für die Rechte der Frauen und Gleichstellung der Geschlechter, jetzt Vizepräsidentin des EU Parlaments.
- Besuch im Europarat (46 Mitglieder, davon 27 aus der EU) in Straßburg; Treffen mit einer Mitarbeiterin von GREVIO (Group of Experts against violence against women and domestic violence, Expert*innen, die bei der Überprüfung der Einhaltung der Istanbul Konferenz eine wichtige Rolle spielen). Auf Basis gesammelter Informationen, Besuchen und Untersuchungen wurde für Österreich ein Bericht erstellt, zu dem die österreichische Regierung 2017 Stellung nahm. Außerdem wurde für
Österreich eine Liste von Empfehlungen veröffentlicht. Eine bessere Risikoeinschätzung beim Thema häusliche Gewalt ist dringend nötig. 2/3 aller Täter waren im Vorjahr amtsbekannt und trotzdem konnten Frauen nicht geschützt werden. Ebenso wird eine bessere Ausbildung von Polizist*innen und Richter*innen gefordert, es ist auffallend, dass es in Österreich zu niedrige Anzeigen- und Verurteilungsraten bei Sexualdelikten gibt. Die Datenlage zu den Verbrechen ist zu dürftig, um daraus Schlüsse für eine Verbesserung der Situation ziehen zu können. Es ist eine traurige Tatsache, dass Österreich seine Vorreiterrolle, die es vor 20 Jahren mit der Einführung des Wegweisungsrechts hatte, verloren hat.
Viele Staaten haben uns, was den Schutz von Frauen gegen Gewalt betrifft, längst überholt, wie z. B. Spanien.
Warum schauen wir nicht über den Tellerrand hinaus und lernen von anderen Staaten, die weniger weibliche Opfer zu beklagen haben? Das Thema wird offensichtlich nicht wichtig genug genommen. Wen feministische Gründe von der Notwendigkeit größerer Anstrengungen nicht überzeugen können, der sollte sich bewusst machen, dass häusliche Gewalt in der EU- Kosten von 175 Milliarden Euro pro Jahr verursacht (laut EIGE, European Institute for Gender Equality mit Sitz in Vilnius https://eige.europa.eu/gender-based-violence/costs-of-gender-based-violence-in-eu
Ein einziger Euro, der für Gewaltprävention ausgegeben wird, bringt 7 Euro Ersparnis bei Gewaltfolgen.
Nun könnte man sich natürlich fragen, was das alles mit Schule zu tun hat. Sehr viel, denn hier beginnt eine geschlechtergerechte Erziehung, hier kann wertvolle Vorarbeit geleistet werden, muss wertvolle Vorarbeit geleistet werden. Es sollte nicht dem Engagement einiger weniger Lehrkräfte
überlassen werden, sich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen. Von all unseren Gesprächspartnerinnen ist uns die Wichtigkeit der Thematik in der Schule vor Augen geführt worden. In Dänemark gibt es jedes Jahr eine Woche, die dem Thema Gleichstellungspolitik und Sexualkunde gewidmet ist. Die Schule könnte so zu einem entscheidenden Dreh- und Angelpunkt für gesellschaftliche Veränderungen werden...




















„Clean Production“ und Honigbienen

Am Donnerstag, den 5. Mai 2022, besuchte die 3dk mit BW-Lehrerin Doris Bernhuber im Rahmen der Aktion „Schüler gestalten Wandel“ das Unternehmen EVVA in Wien Meidling. EVVA ist Entwickler und Hersteller von mechanischen und elektronischen Zutrittssystemen. Für EVVA spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle.
Die Klasse wurde von Herrn Mag. Martin Mayrhofer, Abteilungsleiter für Interne Kommunikation,
Human Resources & Organisationsentwicklung empfangen. Nach einem gemeinsamen Frühstück auf Einladung des Unternehmens erfuhr die Klasse in einer Präsentation, wie sich das Familienunternehmen seit 1919 laufend weiterentwickeln konnte. Innovationen standen dabei stets im Mittelpunkt.
Die anschließende Werksführung mit Herrn Samuel Nestorov fand mit lärmdämpfenden Kopfhörern mit Lautsprecher statt, ist doch die Produktion der Schlüssel mit hoher Lärmbelastung verbunden. Zu 75 % arbeitet EVVA bereits jetzt mit „Clean Production“- Maschinen, die ohne Öl und Wasser funktionieren, was ein großer Beitrag zum Umweltschutz ist. Der Betrieb verwendet ausschließlich Öko-Strom aus nachhaltigen Quellen. Von der Dachterrasse aus konnte die 3DK aus der Vogelperspektive sowohl einen Blick auf die umfangreiche Photovoltaikanlage werfen als auch die Bienenstöcke bewundern, von wo aus täglich etwa 300.000 Bienen in die Umgebung ausfliegen.

Sevval Boynuince

Andere Kulturen
2ak, 2dk I 2. Mai I PBSK

Lehrstunde über den arabischen Lebensraum
Am 2. Mai 2022 fand für die 2ak und 2dk ein Kurs statt, in dem die Schülerinnen und Schüler mehr über den arabischen Lebensraum erfahren konnten. Der Vortrag wurde von einem jungen Mann namens Dschihad und einer netten Dame des Roten Kreuzes gestaltet. Die Klassen erfuhren viel über das Leben, das Verhalten und die politische Einstellung im arabischen Raum. Beispielsweise ist es wichtig, sich als Tourist anzupassen und nicht aufzufallen, da die Einheimischen ziemlich misstrauisch werden können, wenn man sich merkwürdig verhält. Außerdem erfuhren die Schülerinnen und Schüler einiges über Rassismus und Frauenrechte in den Ländern. Zum Beispiel dürften in manchen Regionen Männer mehrere Frauen heiraten, aber den Frauen ist es nicht erlaubt, mehrere Ehemänner zu besitzen. Zusammenfassend war es ein interessanter Vortrag und wir konnten alle viel Neues dazulernen.
Yixian Hu & Armina Hamulic


Auf ins Technische Museum
Museumsbesuch der 3bk am 5. April 2022

„Ist Schokolade gesund?“ – „Wie schmecken Insekten?“ – „Kann man Lebensmittel auch umweltfreundlich verpacken?“
Diesen und ähnlichen Fragen konnten die Schülerinnen und Schüler der 3bk am 5. April 2022 bei ihrem Besuch im Technischen Museum Wien nachgehen.
Die aktuelle Ausstellung „FOOD PRINTS“ ermöglicht einen Blick in Geschichte und Zukunft der Lebensmittelproduktion und zeigt, dass es kaum Tabus gibt.
Neben sechs informativen und interaktiven Stationen zum Thema „ausreichende, gesunde und nachhaltige Lebensmittelproduktion“ konnten die Schüler/innen im „TASTE LAB“ auch Insektensnacks verkosten, testen, ob Schokolade bei unterschiedlicher Musik anders schmeckt, und beobachten, wie ein 3D-Drucker Leckereien aus rosa Kartoffelpüree herstellt.
Nach der langen Museumsabsenz waren wohl auch die übrigen Ausstellungsstücke und Versuchsstationen im Technischen Museum für die meisten wieder spannend.




BikeRider macht‘s möglich: Die ganze HAK tritt in die Pedale

Die RADLand-Aktion für die Oberstufe startete am 20 März. 16 Schulen radeln bisher mit.

Baden, 23. März 2022: Radfahren boomt. Auch immer mehr Jugendliche nutzen das Rad für ihre täglichen Wege. Bestes Beispiel dafür sind die Schülerinnen und Schüler der HAK Baden. Sie treten heuer gemeinsam mit ihren Lehrkräften bei der RADLand-Aktion BikeRider in die Pedale. Niederösterreichweit machen bereits über 150 Klassen aus 16 Schulen mit. Startschuss war am 20. März.
Für die HAK ist es eine BikeRider-Premiere. Die Ökolog-Schule sucht immer wieder nach Möglichkeiten, den Schulalltag noch nachhaltiger und ökologischer zu gestalten. BikeRider bietet für die Jugendlichen einen Anreiz zu mehr klimafreundlicher Mobilität - und bringt gleichzeitig mehr Bewegung in ihren Alltag.
Radfahrend das Mobilitätsverhalten für die Zukunft prägen
BikeRider findet im Rahmen der RADLand-Kampagne „Niederösterreich radelt“ statt und wird vom Klimabündnis Niederösterreich betreut. Schülerinnen und Schüler ab der 9. Schulstufe legen dabei ihre Schul- und Freizeitwege so oft wie möglich mit dem Rad zurück und können tolle Preise gewinnen. Auf die Klasse mit der höchsten Beteiligung warten heuer gleich 1.000 Euro Preisgeld.
„Gerade in der Alterskategorie der 14- bis 19-Jährigen wird das Mobilitätsverhalten für viele Jahre oder sogar Jahrzehnte geprägt. Neben sicheren Radwegen braucht es für die notwendige Änderung des Mobilitätsverhaltens genau solche motivierenden Aktionen“, so die Geschäftsführerin von Klimabündnis NÖ, Petra Schön.
BikeRider läuft bis 17. Juni. Interessierte Schulen können noch bis Ende Mai einsteigen.
noe.radelt.at/bikerider
Rückfragen: Bianca Bauer, Klimabündnis NÖ, M: 0660/3714757, bikerider@klimabuendnis.at
Das Klimabündnis ist ein globales Klimaschutz-Netzwerk. Die Partnerschaft verbindet indigene Völker in Amazonien mit mehr als 1.700 Gemeinden aus 27 Ländern in Europa. In Österreich setzen sich über 1.000 Klimabündnis-Gemeinden, 1.300 Klimabündnis-Betriebe sowie 700 Klimabündnis-Schulen und -Kindergärten für Klimaschutz und Regenwald ein. www.klimabuendnis.at



Weltfrauentag in der BHAK/HAS Baden


Zu Ehren des Weltfrauentags am 8. März plante die 4ck der BHAK/HAS Baden passend zu ihrem Erasmus+-Projekt „Femizide“ eine Ausstellung in ihrer Schule. 31 Paar rote Frauenschuhe sorgten beim Betreten der Bundeshandelsakademie für Aufsehen.
Mit Beginn des Schuljahres 2021 startete die Klasse mit ihrer Klassenvorständin Prof. Verena Gruber ihr Erasmus-Projekt über Femizide – nicht zufällig, denn im EU-Vergleich erzielte Österreich einen Negativrekord, wenn es um Frauenmorde geht. Mit viel Engagement beschäftigt sich die 4ck seitdem laufend mit dem Thema und recherchiert und analysiert die Prävention, das Täterprofil, die rechtlichen Grundlagen und die Medienpräsenz rund ums Thema.
Um einen Eye-Catcher zu setzen und für das Thema hellhörig zu machen, stellte die 4ck 31 Paar rote Frauenschuhe auf, welche symbolisch für 31 Opfer im Jahr 2021 stehen. Beim näheren Betrachten konnte man zu jedem Schuhpaar eine Kurzbeschreibung zu einem der 31 vorgefallenen Femizide und eine weiße Rose beiliegend finden. Umgeben waren die Schuhe von Pinnwänden, auf denen die Klasse ihre monatelangen Recherchen zusammenfasste, welche zahlreiche interessierte Leserinnen und Leser anzogen. Es wurde auch eine „Meinungs-Box“ aufgestellt, wo Schülerinnen und Schüler Fragen, Anmerkungen oder ihre Meinung zum Thema äußern konnten.
Die 4ck erreichte ihr Ziel: Sie machte auf dieses wichtige Thema aufmerksam und regte zum Nachdenken und Diskutieren an. Die Ausstellung wurde von den Schülerinnen und Schülern eifrig auf Instagram geteilt und erreichte so auch Externe.
Ela Dakovic und Albiona Bajraktari 4ck, Foto: Sanela Malikic


HAK/HAS Baden startet Spendenaktion für Ukraine

Die 4ak der HAK/HAS Baden hat gemeinsam mit ihrer Klassenvorständin Mag.a Sabine Schmid eine Spendenaktion für die Menschen aus der Ukraine gestartet. Alessandro Relota, Jan Strohofer und Ena Lucic stellten sich als Helfer zur Verfügung und gingen von einer Klasse zur anderen, um Schülerinnen und Schüler zu animieren und Spenden einzusammeln. Sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler haben bei dieser solidarischen Aktion mitgeholfen und zusammen EUR 815,00 gespendet. Das eingesammelte Geld wurde an die Organisation „Nachbar in Not – Ukraine“ überwiesen, welche sich darum kümmert, dass den Betroffenen geholfen wird. Die HAK/HAS Baden bedankt sich herzlich bei allen, die mitgeholfen haben.

Projekt Femizide 4ck
25. November: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen

Lizensiert über Can Stock Photo Inc./Canada
Die 4ck beschäftigt sich im Rahmen eines Erasmus+-Projektes mit dem Thema „Femizid“.
Der Ausdruck Femizid beschreibt den Mord an einer Frau aufgrund ihres Geschlechts.
Hier einige Fakten für Österreich:
In Österreich werden mehr Frauen ermordet als Männer! Das ist einzigartig in Europa!
Der Großteil dieser Morde wird vom Partner, Ex-Partner oder einem männlichen Familienangehörigen begangen!
In den letzten 7 Jahren gab es in Österreich durchschnittlich 30 Femizide, das ist, gemessen an der Bevölkerungszahl, einer der höchsten Werte in Europa!
Heuer fand am 23. November der 2. Gewaltschutz-Gipfel mit Expertinnen und Experten aus dem Frauenministerium, dem Innenministerium und Vertreterinnen und Vertretern von Opferschutzeinrichtungen und der Wissenschaft statt. Danach folgen „16 Tage gegen Gewalt“, an denen es viele Veranstaltungen zum Thema geben wird. Die 4ck wird sich in dieser Zeit ebenfalls wieder intensiv mit dieser Problematik auseinandersetzen.
Im Rahmen des Projektes arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Partnerschule „IES Pablo Picasso“ in Malaga, Spanien zusammen. Recherchen und Eindrücke werden via Onlineplattformen wie „eTwinning“ präsentiert und diskutiert. Ebenfalls hat am 12. November 2021 eine Onlinekonferenz mit der Partnerklasse stattgefunden (Fotos unten). Im Zuge des Projektes steht im nächsten Juni eine Reise nach Malaga auf dem Programm, um die Partnerschule zu besuchen. Der Großteil der Kosten wird aus dem Budget des Erasmus+-Programms getragen.
MMag. Verena Gruber (Klassenvorstand), Sanela Malikic (4ck)

Moonshot Pirates Bootcamp
Think big and shoot for the moon

Jugendliche dazu ermutigen, groß zu denken und an eigenen großen Projekten zu arbeiten, das ist die Mission der Organisation „Moonshot Pirates". Neben vielen unterschiedlichen Angeboten veranstalten Moonshot Pirates regelmäßig dreitägige Bootcamps auf der ganzen Welt. Im Oktober gab es so ein Bootcamp zum zweiten Mal in Wien. Daran nahmen aus der HAK Baden Katharina Grytsiv, 3ak, und Nevena Banov, 5ck, teil.
Am ersten Tag erhielten die etwa 25 teilnehmenden Jugendlichen jede Menge Input zu verschiedensten Themen wie Motivation, exponentielle Technologien und Megatrends. Am Abend ging es beim „Ideation Workshop“ ans Eingemachte, nun sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem intensiven Brainstorming eigene Ideen zum Lösen globaler Probleme entwerfen. Schließlich hatten sich fünf Gruppen gebildet, die in den nächsten zwei Tagen an verschiedenen Projekten arbeiten würden. Diese waren äußerst vielfältig: Von der Nutzung von Dächern für den Gemüseanbau, über einen Kopfhörer, der Sprachbarrieren überwindet, bis hin zu Platten aus recyceltem Plastik, die Menschen in Slum-Gebieten ein sicheres Zuhause geben, und einer neuen, innovativen Art der Stromgewinnung war alles dabei. Unterstützt wurden die Jugendlichen von zahlreichen Mentoren aus aller Welt. „Wir hatten sogar einen Zoom-Call mit einem Mann aus Indien, der mit uns über die Situation in den Slums in Mumbai gesprochen hat!", erinnert sich Nevena.
Der dritte Tag endete mit einer sogenannten „Pitch-Night“, bei der jedes Team in drei Minuten ihre Idee einer Jury präsentieren und danach von eben dieser Fragen beantworten durfte. Groß war die Freude, als die Juroren verkündeten, dass „Bomplastic Housing", ein vierköpfiges Mädchenteam, von denen Nevena eine Teilnehmerin war, die Gewinnerinnen des Abends waren. „Natürlich freue ich mich riesig, dass die Jury sich für uns entschieden hat. Doch bei den Bootcamps der Moonshot Pirates geht es um so viel mehr als ums Gewinnen. Diese drei Tage können den eigenen Lebensweg komplett zum Besseren verändern. Man lernt nicht nur unglaublich viele inspirierende Persönlichkeiten kennen, man versteht auch, dass man alles im Leben erreichen kann, wenn man dranbleibt und mutig immer wieder Neues probiert", ist das Resümee der Schülerin.
Nevena Banov, 5ck






Clim'School – UN-Klimakonferenz als Planspiel
3dk I 12.Oktober I 8. Klima- und Umweltfilmtage Baden

3dk beim „CliMates Austria“ Vortrag im Cinema Paradiso
Unter der Leitung von „CliMates Austria“ und gemeinsam mit ihrer Klassenvorständin Mag. Timea Schmit durften die Schülerinnen und Schüler der 3dk im Cinema Paradiso Baden in die Rollen von Politikerinnen und Politikern schlüpfen und im Rahmen eines UN-Planspiels eine Klimakonferenz simulieren. Dadurch konnten sie Einblicke in internationale Verhandlungen zu möglichen Maßnahmen zur Klimakrise gewinnen. Den verschiedenen Gruppen wurden Mitgliedsländer zugewiesen und dann ging die Arbeit auch schon los. Gemeinsam mussten sie nun entscheiden, wie sie im jeweiligen Land bspw. CO2-Emis¬si¬onen verringern, Aufforstung unterstützen bzw. Abholzung entgegenwirken können. Die beschlossenen Daten wurden im Zuge der Verhandlungen in ein Online-Computerprogramm des MIT eingetragen, welches die globale Temperaturerhöhung berechnet. Das gemeinsame Ziel – die Begrenzung der Erderhitzung auf unter 1,5 - 2°C – wurde mit +1,9°C erfolgreich umgesetzt. Im Anschluss an die Diskussion wurde das gerade Erlebte und Erreichte besprochen und reflektiert. Abschließend wurden Klimamaßnahmen diskutiert, die jeder Einzelne im Alltag umsetzen kann, um einen Beitrag zur Rettung des Planeten zu leisten.

ZusammenReden“ über Cybergewalt
1bs, 1bk | 20. bzw. 23. Oktober | PBSK


Im Rahmen des PBSK-Unterrichts von Mag. Martha Altmann konnten sowohl die 1bs als auch die 1bk am Projekt „ZusammenReden“ teilnehmen. In interaktiven Workshops vermittelten die Trainerinnen und Trainer der Caritas Hintergrundwissen zu den Themen Gewalt und Gefahren im Netz. Die Jugendlichen erhielten einen Überblick über mögliche Präventionsmaßnahmen und Alternativen. Gemeinsam besprachen sie mögliche Konsequenzen und reflektierten, wie sie sich und andere schützen können. Gezielt im Workshop eingesetzte Reflexions- und Transferprozesse, basierend auf den Ergebnissen der Teilnehmenden, förderten eine interaktive Auseinandersetzung und einen nachhaltigen Lernprozess.
Infos zum Projekt:
https://www.caritas-wien.at/hilfe-angebote/asyl-integration/miteinander/zusammenreden/ueber-zusammenreden/

Maßnahme im Detail
Beschreibung der Maßnahme
Jugend gegen Gewalt an Frauen
Im Rahmen des Erasmus+Programmes, das Länder übergreifende Schulprojekte finanziert, arbeitet der 4. Jahrgang der HAK Baden seit einem Jahr an diesem Projekt. Es gab immer wieder Online-Konferenzen mit der spanischen Partnerinnenschule und der internationalen Organisation WAVE (Women against violence Europe).
Die Schüler*innen hatten Gelegenheit, mit wichtigen Persönlichkeiten zu sprechen (mit Erich Lehner, Obmann des DMÖ, Dachverband für Männer-, Burschen-, und Väterarbeit in Österreich; mit Gina Zaussinger
vom Verein Stützpunkt Undine, mit Mitarbeitern des Vereins Neustart und einem Elementarpädagogen, der über gendersensible Erziehung berichtete). So sammelte sich über das ganze Schuljahr hinweg einiges Wissen zum und viel Verständnis für das Thema „Gewalt gegen Frauen“ an.
Als Höhepunkt des Projektes hatte die Klasse die Möglichkeit, 10 Tage in Malaga zu verbringen, um mit der spanischen Partnerinnenschule, dem spanischen Gymnasium IES Pablo Picasso, das Thema weiter zu intensivieren. Nach dem gegenseitigen Kennenlernen ging es in drei intensive Workshops, in denen die österreichischen Schüler*innen mit den spanischen gemeinsam eine
soziale Mobilisierung, also eine Aktion in Malaga, vorbereiten sollten. Es war tatsächlich eine imposante Performance an sehr belebten Plätzen Malagas: 30 Schüler*innen, alle in schwarz gekleidet, hielten Plakate in den Händen, die auf der einen Seite provokante misogyne Aussagen enthielten, auf der Rückseite die dazu passende Gegenrede aufwiesen. So las man z. B. „Frauen sollen den Mund halten“ versus „Frauen sollen ihre Stimme erheben“. Die Schüler*innen verteilten Flyer auf Englisch und auf Spanisch, die das Projekt erklärten. Dabei ergaben sich interessante Gespräche. Mehrere Frauen berichteten über eigene schlimme Erfahrungen, eine zeigte uns sogar ihre lange Narbe am Ellbogen...
Ein wichtiges Resümee des Projektes lautet: Wir müssen als Gesellschaft an einem neuen Männerbild arbeiten.
Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
20
Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Mädchen und Burschen haben gleichwertig am Projekt mitgearbeitet.
Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Die Schüler*innen hatten Gelegenheit, mit wichtigen Persönlichkeiten zu sprechen (mit Erich Lehner, Obmann des DMÖ, Dachverband für Männer-, Burschen-, und Väterarbeit in Österreich; mit Gina Zaussinger
vom Verein Stützpunkt Undine, mit Mitarbeitern des Vereins Neustart und einem Elementarpädagogen, der über gendersensible Erziehung berichtete).
Zusammenarbeit mit der spanischen Partnerinnenschule, dem spanischen Gymnasium IES Pablo Picasso
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Zeitungsartikel, Präsentationen in der Schule
Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Diskussionen
Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Höhere Sensibilität für dieses Thema, bessere Zusammenarbeit zwischen den Mädchen und den Burschen
Wo liegen unsere Stärken?
Teamwork, Fleiß