ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Mit RAD & TAT - Wir erFAHRen Schule

Schule: MS für Musik und Ökologie Gmünd
KoordinatorIn: Brei Daniela, BEd
DirektorIn: SR Gratzl Josef
Handlungsbereiche:
  • Reduzieren von Emissionen
  • Mobilität und Verkehr
  • Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung
Inhalt
Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich unsere Schule immer wieder damit, dass Radfahren einen positiven Effekt auf das Klima, unsere Gesundheit und somit auf unsere Lebensqualität hat. Besonders auf Kurzstrecken sollte man der Umwelt zuliebe öfter auf das Fahrrad zurückgreifen. Und auch in diesem Schuljahr war es uns wieder ein Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren.
Daher starteten wir das Projekt "Mit RAD und TAT - Wir erFAHRen Schule". Im Rahmen dieses Projektes sammelten wir mit Hilfe von Eltern, Partnerbetrieben und Presseberichten Fahrräder, die zu Hause nicht mehr gebraucht wurden. Gemeinsam mit Radprofis (Fachgeschäft, Eltern, ...) wurden diese von den Schülerinnen und Schülern im Rahmen von Workshops bzw. im Werkunterricht repariert, überprüft und gewartet. Somit stehen uns nun jederzeit Räder für allerlei Unterrichtsprojekte sowie für Fahrten zum Schwimmunterricht, zu Sportplätzen, für Wandertage und Exkursionen zur Verfügung, welche früher häufig mit weniger klimafreundlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden mussten.
Weiters konnten einige der Fahrräder an unsere neuen Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine übergeben werden, um ihnen den Schulweg zu erleichtern.
Und die Fahrräder waren natürlich auch schon fleißig in Gebrauch. So machten wir unter anderem Schulausflüge zum Imker oder ins Unterwasserreich Schrems, wo wir das Ökosystem Moor kennenlernen und erforschen durften. Weiters nahmen einige unserer Schülerinnen und Schüler an der Radparade im Rahmen der Mobilitätswoche teil, um auch die Öffentlichkeit auf das Thema klimafreundliche Mobilität aufmerksam zu machen.
Teilnahme an der Radparade

Teilnahme an der Radparade

Schüler beim Reparieren der Fahrräder

Schüler beim Reparieren der Fahrräder

mit dem Fahrrad unterwegs

mit dem Fahrrad unterwegs

Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 5

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im aktuellen Schuljahr im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
Trotz Einschränkungen aufgrund diverser COVID-19 Maßnahmen konnten einige geplante Aktivitäten im vergangenen Jahr umgesetzt werden.
Zu Beginn und zum Ende des Schuljahres nahmen die Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler der ersten und dritten Klassen an der Studie "Gesund in der Schule" teil, welche in Kooperation mit der Donauuniversität Krems und der "Tut gut" Gesundheitsvorsorge GmbH durchgeführt wurde. Da unserer Schule das Thema Gesundheit am Herzen liegt, ist uns eine stetige Entwicklung in diesem Bereich besonders wichtig.
Dazu passend beschäftigten sich die Kinder der ersten Klassen im Ökologieschwerpunkt mit ihrem Ess- und Trinkverhalten. Dabei lernten sie ihr eigenes Essverhalten zu reflektieren und zu verbessern. Im Laufe mehrerer Module eigneten sie sich kontinuierlich Wissen zur gesunden Ernährung an und passten ihre tägliche Schuljause dem neuerworbenen Wissen an. Durch die Führung eines Jausentagebuches und der Ablegung einer theoretischen Prüfung erlangten sie den Jausenführerschein, der ihnen am Ende des Schuljahres feierlich überreicht wurde.
Die dritten Klassen nahmen an der Olympiade "Tierschutz macht Schule" teil. Im Laufe der Vorbereitung auf den Wettbewerb wurde das Interesse und Verständnis der Schülerinnen und Schüler für eine artgerechte Haltung von Nutztieren aber auch von weniger "beliebten" Tieren wie Spinnen, Kröten oder Schlangen geweckt.
Auch in Werken wird das Thema Nachhaltigkeit und Upcycling großgeschrieben. So gingen die Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen der Frage nach, woraus unser Lieblingskleidungsstück, das T-Shirt hergestellt wird. Dabei erkannten sie, dass es sehr wohl Sinn macht, wenn bereits getragene oder zerrissene Kleidung nicht einfach in der Altkleidersammlung landet. Es wurde fleißig geschnitten, designt und geknüpft sodass tolle Sitzunterlagen, Topfuntersetzer oder kleine Wandbehänge aus alten T-Shirts entstanden. Außerdem wurden auch in anderen Klassen nachhaltige Reinigungstücher aus alten Kleidungsstücken hergestellt, um nur einige Beispiele zu nennen.
Im Rahmen der Ökowerkstatt kreierten unsere Schülerinnen und Schüler individuelle Flaschengärten für den Schreibtisch. Dabei entstanden eigene Ökosysteme, anhand welcher der Kreislauf der Natur im Miniformat, faszinierend und lehrreich zugleich, abgebildet wurde.
Bei der von "Natur im Garten" initiierten Aktion "Tree Running" hieß es 90 Minuten lang laufen, walken oder wandern für eine bessere Umwelt. Unsere Schülerinnen und Schüler ließen es sich nicht nehmen, ihren Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. In Form eines Staffelwettbewerbes legten sie beachtliche 226 Kilometer zurück. Für die Teilnahme an der Aktion erhält die Gemeinde 47 Bäume, die wir im kommenden Schuljahr, im Herbst, bei einer gemeinsamen Aktion pflanzen werden.
Am Bodentag in Edelhof konnten die Schülerinnen und Schüler des Ökologieschwerpunktes alles Wissenswerte rund um das Thema Boden (Aufbau, Nutzung, Lebewesen, Schädigung, etc.) erforschen. Außerdem stand die Entnahme und Analyse von Bodenproben am Programm, um den Kindern die Wichtigkeit eines gesunden Bodens praxisnah näherzubringen.
Auch in diesem Schuljahr spielte die Arbeit und Pflege der Pflanzen im Schulgarten eine besondere Rolle. So wurde in diesem Schuljahr besonderes Augenmerk auf die Artenvielfalt gelegt. Im Herbst wurden Salate und frostunempfindliches Wintergemüse wie Vogerlsalate, Winterpostelein oder Asia-Salate gepflanzt, welche sich noch bis weit in den Winter gut entwickelten. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler, dass selbst im Winter mit dem richtigen Know-How eine erfolgreiche Ernte im Garten und somit eine Selbstversorgung möglich ist.
Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen lernten im Rahmen des Ökologieschwerpunktes erste Ansätze wissenschaftlichen Arbeitens durch die Teilnahme am Citizen Science Projekt "Katzen machen Wissenschaft" kennen. Unter genauer Anleitung wurden Experimente mit den eigenen Hauskatzen durchgeführt, welche deren Reaktion auf Katzenminze festhalten sollten. Es wurden Daten erhoben, Versuche durchgeführt und selbständig ausgewertet. Die Ergebnisse wurden anschließend an "echte" Wissenschaftler weitergeleitet. Als Belohnung für unseren Beitrag zur Wissenschaft wurden wir im kommenden Schuljahr zu einer Preisverleihung durch den Bildungsminister Martin Polaschek und OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice, eingeladen, bei welcher den Schülerinnen und Schülern einer der begehrten Citizen Science Awards überreicht wird.
Im Ökologieunterricht standen weiters Besuche beim Imker sowie des Unterwasserreiches in Schrems am Programm, wo uns die Besonderheiten des Moores sowie die Notwendigkeit des Schutzes dieses besonderen Ökosystems nähergebracht wurden.

Maßnahme im Detail

Beschreibung der Maßnahme
Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich unsere Schule immer wieder damit, dass Radfahren einen positiven Effekt auf das Klima, unsere Gesundheit und somit auf unsere Lebensqualität hat. Besonders auf Kurzstrecken sollte man der Umwelt zuliebe öfter auf das Fahrrad zurückgreifen. Und auch in diesem Schuljahr war es uns wieder ein Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren.
Daher starteten wir das Projekt "Mit RAD und TAT - Wir erFAHRen Schule". Im Rahmen dieses Projektes sammelten wir mit Hilfe von Eltern, Partnerbetrieben und Presseberichten Fahrräder, die zu Hause nicht mehr gebraucht wurden. Gemeinsam mit Radprofis (Fachgeschäft, Eltern, ...) wurden diese von den Schülerinnen und Schülern im Rahmen von Workshops bzw. im Werkunterricht repariert, überprüft und gewartet. Somit stehen uns nun jederzeit Räder für allerlei Unterrichtsprojekte sowie für Fahrten zum Schwimmunterricht, zu Sportplätzen, für Wandertage und Exkursionen zur Verfügung, welche früher häufig mit weniger klimafreundlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden mussten.
Weiters konnten einige der Fahrräder an unsere neuen Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine übergeben werden, um ihnen den Schulweg zu erleichtern.
Und die Fahrräder waren natürlich auch schon fleißig in Gebrauch. So machten wir unter anderem Schulausflüge zum Imker oder ins Unterwasserreich Schrems, wo wir das Ökosystem Moor kennenlernen und erforschen durften. Weiters nahmen einige unserer Schülerinnen und Schüler an der Radparade im Rahmen der Mobilitätswoche teil, um auch die Öffentlichkeit auf das Thema klimafreundliche Mobilität aufmerksam zu machen.

Handlungsbereiche
Reduzieren von Emissionen, Mobilität und Verkehr, Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
95

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich gleichermaßen an allen Aktivitäten.

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Presseberichte in regionalen Zeitungen unterstützen unsere Suche nach Fahrrädern, die zu Hause nicht mehr gebraucht wurden. Weiters gab es eine Zusammenarbeit mit den Eltern und Radprofis sowie der Radlobby aus der Umgebung.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Berichte und Fotos auf unserer Schulhomepage https://oekommsgmuend.edupage.org/ sowie in regionalen Zeitungen
Einreichung unseres Projektes bei einem Gewinnspiel initiiert von der Energie- und Umweltberatung anlässlich "100 Jahre NÖ", bei welchem die 100 besten Klimaprojekte gesucht werden.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
durch interne Lehrer- und Schülerbefragungen

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
klimafreundliche Mobilität fördern

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Am positiven Echo aus der Öffentlichkeit, unter anderem durch Zeitungsartikel und an der Begeisterung sowie der hohen Beteiligung an den Aktivitäten seitens der Schülerinnen und Schüler.
Auch die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, welche ihren täglichen Schulweg mit dem Fahrrad zurücklegen, steigt stetig.

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Unterrichtsprojekte sowie Fahrten zum Schwimmunterricht, zu Sportplätzen, Wandertage und Exkursionen können nun kostengünstig und klimafreundlich angeboten bzw. durchgeführt werden.

Wo liegen unsere Stärken?
Die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schülern, Lehrern und Gemeindevertretern funktioniert sehr gut. Durch die Begeisterungsfähigkeit und das riesige Engagement des Lehrkörpers und der Eltern motivieren wir die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem, sozialem, einsatzbereitem, kritischem und umweltbewusstem Denken und Handeln.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Klimabündnis-Schule

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
Geographie, Geschichte, Deutsch, Biologie, Religion, ...

Weitere Netzwerke
Umwelt.Wissen Schule, Bewegte Schule Österreich