Angewandter Naturschutz am Beispiel eines EU-LIFE-Projektes

Jahresbericht des Schuljahres 2016/2017

Schule: HLUW Yspertal
KoordinatorIn: DI Böhm Peter
DirektorIn: Mag. Hackl Gerhard
Handlungsbereiche:
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld
Gestalten von Schul- und Freiräumen
Inhalt
Jeweils zu Semesterende führen die Schülerinnen und Schüler der HLUW Yspertal ein Unterrichtsprojekt durch, bei dem sie eine Themenstellung mit Praxisbezug erarbeiten. Im Zuge dessen besuchte die 4WKW-Klasse Ende Jänner die Donau-Au bei Rossatz. Ziel der Exkursion war das LIFE - Projekt „Auenwildnis Wachau“, welches noch bis 2020 läuft. Die SchülerInnen und Schüler unterstützten dabei tatkräftig die Erhaltung und Verbesserung des gefährdeten Lebensraumes.
Nach einer Einführung von Projektleiter Mag. Hannes Seehofer über die Ziele des Projektes begab sich die Klasse trotz Eisregens voll motiviert in den Auwald. Dort begann man mit dem Ringeln von neophytischen Gehölzen. Neophyten sind Pflanzen, welche bei uns nicht heimisch sind. In der Au sind das vor allem Eschenahorn und Robinie, welche sehr konkurrenzkräftig sind und die heimische Vegetation verdrängen. Beim Ringeln wird mit einer Axt die Rinde rund um den Stammfuß entfernt. So wird der Saftfluss des Baumes gestört und die behandelten Exemplare sterben meist ab. Mit über 300 geringelten Bäume wurde ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Auwaldes gesetzt.
Des Weiteren widmete sich die Klasse dem Amphibienmanagement unter der Leitung von Amphibienspezialisten Mag. Axel Schmidt. Mehrere Laichgewässer wurden von Unrat befreit und randlich beschattende Gehölze ausgeschnitten, damit sich die Gewässer besser erwärmen können. Dies ist für die Fortpflanzung der Amphibien von besonderer Bedeutung. Schließlich sind alle heimischen Lurche auf der Roten Liste der bedrohten Arten zu finden.
Zu guter Letzt wurde im Zuge des Projektes ein Konzept für einen Themenweg entwickelt. Bei einem Rundgang durchs Gebiet zeigte und erläuterte Mag. Seehofer die Besonderheiten des Gebietes wie alte Schwarzpappelbestände, Eisvogelhöhlen in Steilufern und die wiederangebundenen Nebengewässer der Donau. Zurück in der Schule wurden sodann zahlreiche Stationen für den Themenweg ausgearbeitet und Gestaltungsideen dazu entwickelt.
Die 4WKW-Klasse beim LIFE-Projekt Wachau
Die 4WKW-Klasse beim LIFE-Projekt Wachau
Rückblick

Anzahl der Personen im ÖKOLOG-Team: 6

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im Schuljahr 2019/2020 im Hinblick auf die Entwicklungsziele gesetzt?
EUP Umweltzeichen, Bewegung und Sport im QIBB umgesetzt, Schulgarten wurde fertiggestellt unter Beteiligung der Schülerinnen, Entwicklung eines umweltwirtschaftlichen Programmes für NMS-Schülerinnen zum Besuch der HLUW Yspertal, Umsetzung eines Projektes zur Umgestaltung des Parks der Naturwissenschaften, Außerdem: Viele neue umweltwirtschaftliche Unterrichtsprojekte, Projektwochen im Ausland, Arbeitstage, Peer Learning, optimale Internatsbetreuung, Tag der Sonne - Einladung regionaler Mittelschulen/Hauptschulen, Arbeitstage mit NMS-Yspertal, Buddy-Woche für neue Schülerinnen und laufende Begleitung im ersten Jahr (Peer Mediation). Täglich Sportangebote im Internat und mehrere Sportturniere im Jahr. Schulwallfahrt nach Maria Taferl. Jugendtreff mit Internetcafe. Kapelle mit Medidationsraum.

Maßnahme im Detail

Bitte beschreiben Sie hier eine Maßnahme / ein Projekt näher. Diese Beschreibung wird als Inhaltsangabe Ihres Berichts verwendet.
Jeweils zu Semesterende führen die Schülerinnen und Schüler der HLUW Yspertal ein Unterrichtsprojekt durch, bei dem sie eine Themenstellung mit Praxisbezug erarbeiten. Im Zuge dessen besuchte die 4WKW-Klasse Ende Jänner die Donau-Au bei Rossatz. Ziel der Exkursion war das LIFE - Projekt „Auenwildnis Wachau“, welches noch bis 2020 läuft. Die SchülerInnen und Schüler unterstützten dabei tatkräftig die Erhaltung und Verbesserung des gefährdeten Lebensraumes.
Nach einer Einführung von Projektleiter Mag. Hannes Seehofer über die Ziele des Projektes begab sich die Klasse trotz Eisregens voll motiviert in den Auwald. Dort begann man mit dem Ringeln von neophytischen Gehölzen. Neophyten sind Pflanzen, welche bei uns nicht heimisch sind. In der Au sind das vor allem Eschenahorn und Robinie, welche sehr konkurrenzkräftig sind und die heimische Vegetation verdrängen. Beim Ringeln wird mit einer Axt die Rinde rund um den Stammfuß entfernt. So wird der Saftfluss des Baumes gestört und die behandelten Exemplare sterben meist ab. Mit über 300 geringelten Bäume wurde ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Auwaldes gesetzt.
Des Weiteren widmete sich die Klasse dem Amphibienmanagement unter der Leitung von Amphibienspezialisten Mag. Axel Schmidt. Mehrere Laichgewässer wurden von Unrat befreit und randlich beschattende Gehölze ausgeschnitten, damit sich die Gewässer besser erwärmen können. Dies ist für die Fortpflanzung der Amphibien von besonderer Bedeutung. Schließlich sind alle heimischen Lurche auf der Roten Liste der bedrohten Arten zu finden.
Zu guter Letzt wurde im Zuge des Projektes ein Konzept für einen Themenweg entwickelt. Bei einem Rundgang durchs Gebiet zeigte und erläuterte Mag. Seehofer die Besonderheiten des Gebietes wie alte Schwarzpappelbestände, Eisvogelhöhlen in Steilufern und die wiederangebundenen Nebengewässer der Donau. Zurück in der Schule wurden sodann zahlreiche Stationen für den Themenweg ausgearbeitet und Gestaltungsideen dazu entwickelt.

Handlungsbereiche
Zusammenarbeit mit dem Schulumfeld, Gestalten von Schul- und Freiräumen

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
28

Wie wurden geschlechterspezifische Lernzugänge berücksichtigt?
Mädchen und Burschen arbeiten grundsätzlich gleichberechtigt bei derartigen Projekten zusammen

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?
Projektpartner war Arbeitskreis Wachau, Mag. Hannes Seehofer und Biologe Mag. Axel Schmidt

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die Öffentlichkeitsarbeit?
Projektpräsentation Aula Schulgemeinschaft
Presseartikel Lokale Printmedien
Schulhomepage

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt reflektiert/evaluiert?
Feedback in der Klasse
Projektjury bei der Präsentation

Diese Maßnahme / dieses Projekt war ein Beitrag zu unserem Jahresziel "..."
Praxisnahe Ausbildung

Woran haben wir den Erfolg erkannt?
Begeisterung, Mitarbeit, Feedback

Was hat sich durch die Maßnahme an der Schule verändert?
Einblick in die praktische Naturschutzarbeit im Zusammenhang mit der EU

Wo liegen unsere Stärken?
Beispiele für Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit-Umwelt-Wirtschaft-Soziales: Schuleigene Ökostromtankstelle. Elektroquad und Elektrofahrrad zum Ausborgen. Abfallwirtschaftskonzepte. Umweltzeichen an der Schule: Folgeprüfung Herbst 2016 erfolgreich absolviert. Pflanzenkläranlage. Ausbildung zum Qualitätsbeauftragten für Klein- und Mittelbetriebe. Gefahrgutbeauftragtenausbildung. Sicherheitsvertrauenspersonenausbildung. Ausbildung zur WildbachbegeherIn, Jährliche umweltwirtschaftliche Projektwochen: Projektwoche: Greenhornwoche- Schulumgebung Projektwoche: Lebensraum Hochgebirge - Hohe Tauern, Matrei in Osttirol Projektwoche: Lebensraum Ost- und Mitteleuropa - Ungarn, Rumänien, Projektwoche: Wasser- und Fischereiwirtschaft in der Praxis, Projektwoche: Lebensraum Küstenregion - Holland. Pausenbuffet mit Bio-Anteil. Verkauf von Fairtrade-Produkten. Milchbar in der großen Pause - Milch aus der Region. Internationales Eco-Junior-Expert-Project: Bearbeitung umweltbezogener Fragestellungen mit Schülern von 3 Partnerschulen (Teschen-Polen, Tokaj-Ungarn, Veseli-Tschechien) Wärmerückgewinnung aus Küchenabwasser (Rainotec). Diverse ökologisch-sozial-umweltwirtschaftliche Unterrichtsprojekte. Young-Life Woche Ferienangebot für junge Menschen. Tag der katholischen Privatschulen. Übungsfirmen: "Miststück", "Prost Mahlzeit" Verleihung des Grünen Zweiges durch die HLUW. SOS-Kinderdorf-Patenkinder. Laufwunder. Regelmäßige Vermehrung und Verkauf alter Obst- und Gemüsesorten. Abfallwirtschaftskonzept in Betrieben.

Netzwerke
Unsere Schule ist auch noch Mitglied von anderen Netzwerken
Erasmus+
Das Österreichische Umweltzeichen
IMST (Innovationen Machen Schulen Top)
Klimabündnis-Schule

Zusatzfrage für Klimabündnis-Schulen
BIO, CHU, APHU, UTI, LGRP; LRP, BVQM, Sprachen, RK....

Weitere Netzwerke
Österreichische Katholische Privatschulen