ÖKOLOG
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ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Für die Praxis

Online-Praxismaterialien
Die Erfahrungen mit schulischen und außerschulischen BildnerInnen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der direkte Zugang zu konkret einsetzbaren Materialien gewünscht wird. Mit den Online-Praxismaterialien des FORUM Umweltbildung soll diesem Wunsch nachkommen werden. Geboten werden Hintergrundinformationen zu vielen verschiedenen Themen, Projektbeispiele sowie Methodenbeschreibungen. Wählen Sie unter der Rubrik Umsetzungsvorschläge das Thema Partizipation und gestalten Sie Ihre nächste Unterrichtsstunde.

Braucht Umweltbildung Beteiligung?
Ist öko out? Jugendliche, die als Kinder noch begeisterte UmweltexpertInnen waren, interessieren sich nicht mehr für Umweltbildung. Die Shellstudie 2002 diagnostiziert ein signifikant sinkendes Interesse der Jugend an Umweltthemen. Aber interessiert sich die Umweltbildung denn für Jugendliche? Jugendliche, die ihre Zukunft selbst gestalten, sich selbst erleben, Dinge ausprobieren, eigeninitiativ und selbstbestimmt handeln wollen. Vielleicht interessieren sich Jugendliche ja auf ihre Art für das „Thema Umwelt“ und es bedarf dringend neuer oder anderer Wege in der Umweltbildung.

Formen der Beteiligung
Gelebte Partizipation in der Schule und im Unterricht ermöglicht es Kindern und Jugendlichen mitzureden, ihre Schule mitzugestalten und Verantwortung für das Schulleben zu übernehmen. Sie lernen, zur eigenen Meinung zu stehen und andere zu akzeptieren, erleben Demokratie und erfahren, dass jede/r Einzelne etwas bewirken kann. Egal, ob auf der institutionellen Ebene (Klassenrat, Schülerparlament) oder im Bereich des individuellen Lernens (selbstbestimmtes, forschendes Lernen, Projektunterricht, Freiarbeit). Entscheidend ist, dass die erwachsenen Mitglieder der Schulgemeinschaft den SchülerInnen gegenüber eine Haltung einnehmen, die Beteiligung ermöglicht und fördert.

Mögliche Anwendungsfelder für Beteiligungsprozesse
Was sind mögliche Anwendungsfelder für Beteiligungsprozesse? Bei welchen Aufgabenstellungen ist die Beteiligung der Öffentlichkeit möglich? Eine Übersicht mit Beispielen aus der Praxis in Österreich lässt ahnen, was alles möglich ist.

"Partizipation ist eine Haltung"
Beteiligung als Schlüssel für Bildungsprozesse. Natürlich: Kinder sind anders als Erwachsene. Sie haben weniger Erfahrungen, können beispielsweise Gefahren nicht so gut einschätzen. Partizipation kann deshalb nicht heißen, Formen der Beteiligung von Erwachsenen einfach auf Kinder zu übertragen. Ein Gespräch mit der Sozialpädagogin Raingard Knauer.

Ein Experiment: Führt zu viel Freiraum zur Überforderung?
SchülerInnen sind es im Regelfall nicht gewohnt ihre Zeit selbst einzuteilen und innerhalb dieses Rahmens zu arbeiten. Um Überforderung zu vermeiden, ist es ratsam, die Spielräume langsam auszudehnen. Eine Erfahrung, die auch der Lehrer des folgenden Experiments gemacht hat.

Grundprinzipien der UNO Kinderrechtskonvention
Die Konvention schreibt die Mindeststandards für die Versorgung, den Schutz und die Beteiligung von Kindern am gesellschaftlichen Leben fest.

Partizipation in der Schule! Teil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung?
Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist in aller Munde. Vom Europarat wurde 2005 das 'European Year of Citizenship through Education' unter dem Slogan „Demokratie lernen und leben“ ausgerufen. Mit dem Beginn der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) wird für SchülerInnen unter anderem mehr Raum für ihre eigenen Entscheidungen und die Möglichkeit zur Selbstorganisation ihres Lernens gefordert.

Erfahrungen mit partizipativem Unterricht: Ein Lehrer berichtet
Das Ingeborg Bachman Gymnasium in Klagenfurt hat „Miteinander Lernen“ in seinem Leitbild verankert. „Miteinander Lernen“ bedeutet, dass es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrerteams einer Klasse, den Eltern und den SchülerInnen geben soll. Zudem soll durch zeitgemäße Unterrichtsformen den SchülerInnen ein hohes Maß an Eigenständigkeit vermittelt werden. Gerd Schindler, ein Lehrer dieser Schule, berichtet von einem „ungewöhnlichen“ Schuljahr.

Partizipation im Unterricht
Forschendes und selbstbestimmtes Lernen ist aktive Beteiligung. Partizipation heißt Teilnahme an Entscheidungen. Im Unterricht bedeutet Partizipation selbstbestimmtes Lernen und Beteiligung an der Gestaltung seiner Rahmenbedingungen. SchülerInnen nehmen selbst Einfluss auf die Gestaltung von Prozessen, die den Unterricht und das Leben an der Schule betreffen.

Partizipation ist auch eine Geschlechterfrage
Frauen sind in den Entscheidungs- und Machtstrukturen unserer Gesellschaft noch immer kaum vertreten. Ihre Bedürfnisse und Interessen werden zumeist nicht genug wahrgenommen, wodurch Benachteiligungen von Frauen zementiert werden. Schulen haben hier einen ganz konkreten Bildungsauftrag. Sie haben die Aufgabe, Mädchen und Buben gleichberechtigte Mitbestimmung oder Beteiligung zu ermöglichen.


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