ÖKOLOG
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ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Vom Projekt zur Kooperation

Diagram3 Idee Kontakt Entscheidung Vereinbarung Umsetzung Evaluation Rückmeldung Entscheidung Weiterführung Abschluss area_11

 

Idee

Die Initialzündung kann von der Schule (SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern), von der Gemeinde (MandatsträgerInnen, MitarbeiterInnen), oder auch von anderen Institutionen in der Gemeinde, wie Betrieben oder Vereinen, ausgehen. Meistens stehen am Beginn engagierte Einzelpersonen, die ein Thema aufwerfen und Vorschläge zur Zusammenarbeit bringen.

Beginnen Sie klein, trauen Sie sich  beim ersten Mal nicht zu viel zu, aber achten Sie auf das spezielle Etwas, das Besondere, das die Zusammenarbeit für alle zu einer attraktiven Sache macht.

Möglichkeiten der Einbeziehung von Eltern und SchülerInnen in die Projekt-Ideenfindung:

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Kontaktaufnahme mit einem oder mehreren Partnern und Konzepterstellung

Nehmen Sie Kontakt zu einem bzw. den möglichen Partnern auf. Sondieren Sie die Möglichkeit einer Zusammenarbeit.

Erstellen Sie gemeinsam mit dem/den Projektpartner/n eine Projektskizze, mit der Sie zumindest die folgenden Fragen beantworten:

  • Was ist das Ziel des Kooperationsprojektes?
  • Welchen „Mehrwert“ gewinnt jeder Partner?
  • Was lernen die beteiligten SchülerInnen?
  • Wer kann welche Expertise, welche Ressourcen einbringen?
  • Welches Ergebnis erwarten wir vom Projekt?
  • Was wären Erfolgskriterien?
  • Was wäre ein realistischer Zeitrahmen für das Projekt?
  • Wie und wann kommunizieren wir Partner miteinander?

Stellen Sie diese Projektskizze Ihren KollegInnen vor, sammeln Sie Anregungen!  Lassen Sie SchülerInnen und Eltern(vertreterInnen) dazu Stellung nehmen. Welche weiteren Beiträge, Ergänzungen, Abänderungen sind möglich oder nötig?

Machen Sie es zu einem Projekt der Schule.

Tauschen Sie das ergänzte Projektkonzept mit Ihrem/n Partner/n aus. Formulieren Sie die wesentlichen Eckpunkte, machen sie die Rahmenplanung.

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Entscheidung

Stellen Sie das Projektkonzept im Entscheidungsgremium Ihrer Institution vor (Schulforum/ Schulgemeinschaftsausschuss, LehrerInnenkonferenz; Vorstand, Präsidium, Geschäftsleitung, …) vor.

Achten Sie darauf, dass Sie in der Schule nicht alleine verantwortlich sind, sondern dass eine Gruppe von KollegInnen unterschiedliche Kompetenzen einbringt und sie sich gegenseitig unterstützen und auch ersetzen können. (Gemeinsam können Sie leichter etwaige Schwierigkeiten und Rückschläge durchstehen und sich über Erfolge freuen).

Treffen Sie einen Beschluss.

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Vereinbarung

Durch einen Kooperationsvereinbarung wird die Kooperation institutionalisiert und bekommt feste Abläufe. Beschreiben Sie die konkreten Beträge Ihrer Schule und der/des Kooperationspartner/s und stellen Sie die win-win Situation für alle Beteiligten dar. Formulieren Sie die Ziele „SMART“. Konkretisieren Sie den Zeitplan, die Meilensteine (Zeitpunkte, zu denen ein bestimmtes Ziel erreicht sein soll), Ressourcen, Kommunikationsstruktur und Öffentlichkeitsarbeit.

Es braucht klare Ansprechpersonen in Schule und Gemeinde (bzw. dem/den Projektpartner/n).

Halten Sie in einem Dokument die getroffene Vereinbarung fest:

  • Ziel(e) der Zusammenarbeit
  • Win-win-Situation
  • Rahmenbedingungen (Zeitrahmen, Ressourcen, Leistungen)
  • Kommunikation (Ansprechpartner, Verantwortlichkeiten, Absprachen, Öffentlichkeitsarbeit)
  • Erwartete Ergebnisse

Mit ihrer Unterschrift bekräftigen die Partner die Vereinbarung.

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Umsetzung

Beteiligen Sie die SchülerInnen an der Detailplanung.

Gestalten Sie die Lernmöglichkeiten vielfältig: Aktivierende Lehr- und Lernmethoden im Kooperationsprozess erhöhen die Motivation aller Beteiligten und ermöglichen den Erwerb von Kompetenzen in Bezug auf Demokratie, Partizipation und konkretes Handeln.

Projekterlass
Lernen & Lehren
Individualisierung
Unterricht dokumentieren
Handlungs- und Reflexionsorientierung (Künzli; S 36)
Handlungs- und Reflexionsorientierung (Plakat; Fachschule Nordwestschweiz)
Projektmanagement


Methodenempfehlungen:


Kooperation braucht Kommunikation. Es ist für alle Beteiligten sinnvoll, einen regelmäßigen Austausch zu haben, der die Möglichkeit bietet, sich gegenseitig zu informieren, Absprachen zu treffen, Probleme und Differenzen rechtzeitig anzusprechen und zu klären.

Vergessen Sie nicht auf Öffentlichkeitsarbeit: Lassen Sie einen größeren Kreis der interessierten Öffentlichkeit an den Erfolgen teilhaben. Präsentieren Sie die gemeinsamen Projekte am Schwarzen Brett, einem Newsletter, in Pressemitteilungen oder im Internet. Binden Sie die regionalen Medien ein.

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(Zwischen)Evaluation, von der die Weiterführung abhängt

Kooperation braucht Reflexion und Feedback, Bilanzierung und Veränderung.

Dokumentieren Sie das Geschehen. Reflektieren Sie das Projekt mit allen Beteiligten.

Beziehen Sie Ihre SchülerInnen in den Evaluationsprozess ein. Es gibt dafür eine Reihe von hilfreichen Methoden:

Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihren Partnern darüber nachzudenken. Für die gemeinsame Bestandsaufnahme der Zusammenarbeit stellen Sie Fragen wie:

  • Wurden die vereinbarten Ziele erreicht?
  • Was sind plausible Erklärungen für den Erfolg bzw. das Nichtgelingen von Projektteilen?
  • Welche Probleme haben sich gezeigt?
  • Welche Chancen/neue Möglichkeiten haben sich eröffnet?
  • Sind beide Seiten mit der Zusammenarbeit zufrieden?
  • Soll es eine Fortführung der Zusammenarbeit geben?

Welche Qualität hat diese Kooperation?

Siehe auch "Appreciative Inquiry"

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Rückmeldung an Kollegium / Referenzgruppe

Bringen Sie die Ergebnisse der Evaluation in Konferenzen, die  SGA-Sitzung, Abteilungsbesprechung etc.  ein. Diskutieren Sie mit KollegInnen über Ergebnisse, Erreichtes, über deren Einschätzungen über Lernzuwächse bei SchülerInnen, über Veränderungen und Entwicklungen durch das Projekt an der Schule bzw. im Schulumfeld.

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Entscheidung

Die Evaluationsergebnisse und Diskussionen sind die Grundlage für die gemeinsam zu treffende Entscheidung über Fortführung (LINK „Weiterführung“) oder Beendigung (LINK „Abschluss“) der Zusammenarbeit. Dabei sollten Vorteile in Bezug auf eine Weiterführung des Projektes gegenüber Begründungen für eine Beendigung der Kooperation abgewogen werden.

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Abschluss

Feiern Sie den Erfolg!

Jedes Projekt geht einmal zu Ende. Das gibt Zeit und Raum für neue Ideen, Projekte, Maßnahmen, Kooperationen. Gute Erfahrungen machen Lust auf neue Unternehmungen.

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Weiterführung

Vom Projekt zur Kooperation: Wenn sich die erste Initiative bewährt hat, dann kann aus der punktuellen gemeinsamen Arbeit eine längerfristige Kooperation werden. Neue Ideen werden gemeinsam gesponnen, neue Kooperationsvereinbarungen getroffen.

Schulen können die Kooperation und die gemeinsamen Aktivitäten in ihr Schulprogramm aufnehmen. Sie sind fester Bestandteil des Schullebens und werden ständig weiter entwickelt.

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