ÖKOLOG
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ÖKOLOG-Schulen sind Schulen zum Wohlfühlen. Sie engagieren sich für die Umwelt und suchen nachhaltige Lösungen für soziale, ökonomische und ökologische Fragestellungen.

Für die Praxis

Flora@austria: Pflanzen auf neuen Pfaden: Ein-, alt-, neu- und ausheimische Pflanzen rund um die Schule

Konzept und Grundidee
Die heimische, rezente Pflanzenwelt setzt sich aus einer Vielzahl an Arten unterschiedlicher Herkunft zusammen. Zu
den ursprünglich einheimischen (autochtonen) Arten, sind mit der menschlichen Besiedlung viele Arten - vor allem aus
Kleinasien – hinzugekommen die als Archäophyten (altheimisch) bezeichnet werden. Dazu stießen mit Beginn der
Neuzeit weitere Arten, vor allem aus Asien und Amerika (neuheimisch, Neophyten). Wieder andere waren bei uns
ursprünglich und haben von hier aus den Weg in die Welt hinausgefunden (ausheimisch).

Das Projekt
Das Projekt „Pflanzen auf neuen Pfaden – Ein- alt- neu- und ausheimische Pflanzen rund um die Schule“ wurde in
Kooperation mit dem Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung (IUS) und ÖKOLOG (das größte Netzwerk für Schule
und Umwelt in Österreich) konzipiert, um LehrerInnen und SchülerInnen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung zu
stellen, mit deren Hilfe Pflanzenarten ihrer unmittelbaren Schulumgebung kennengelernt und in einen
phytogeographischen Kontext gestellt werden können.
Der Hauptfokus dabei liegt im Erkennen der unterschiedlichen Herkunftsländer diverser Arten, ihren zeitlichen und
räumlichen Verbreitungsmustern und auch den verschiedenen Verbreitungsmöglichkeiten, die Pflanzen im Laufe der
Evolution durch adaptive Anpassungen entwickelt haben.
Dabei war es wichtig zu zeigen, dass Migration und die Verbreitung über Landes- und sogar Kontinentalgrenzen hinaus
auch bei Pflanzen seit jeher existierende und übliche Vorgänge sind.

Die Umsetzung
Durch die Verwendung der ausgearbeiteten Unterrichtsmaterialien, sowie der beigefügten Arbeitsblätter kann ein
schrittweises Heranführen an die Thematik erfolgen. Die SchülerInnen werden zur selbständigen Erarbeitung
theoretischer Hintergründe angeleitet und können ihr Wissen durch praktische Übungen festigen und erweitern.
Freilandbestimmungen mit basalen Bestimmungsschlüsseln und vorbereiteten Arbeitsblättern helfen dabei
Grundlagen zu vertiefen. Außerdem werden im Zuge der Durchführung Herbarbelege der gesammelten Pflanzenarten
angelegt und mit relevanten Informationen versehen, welche später zur Verwendung in Präsentationen herangezogen
werden. Auf diese Weise soll den SchülerInnen über die Thematik von Pflanzenbestimmung und -verbreitung ein
breites Spektrum an wichtigen Kompetenzen vermittelt werden. Nach Absolvierung der Lerneinheiten, sind
SchülerInnen beispielsweise befähigt unterschiedliche Arten einander gegenüberzustellen und zu vergleichen und den
erweiterten Nutzen einiger Pflanzen beschreiben und begründen zu können. Ebenso werden sie in der Lage sein
botanische Unterschiede benennen und gegenüberstellen zu können, gesammeltes Wissen vernetzt zu betrachten,
Ergebnisse aufzubereiten, zu präsentieren und zu diskutieren, sowie zu hinterfragen. Eine reflexive Annäherung an den
Themenkreis Pflanzenherkunft und -verbreitung wird somit schrittweise gewährleistet.
Die schrittweise Erarbeitung der Unterrichtsmaterialien erfolgt im Austausch und in Rückkoppelung mit einer ÖKOLOGArbeitsgruppe.
Dabei stehen vor allem die zielgruppengerechte Aufbereitung der Thematik, sowie die Einbindung
wesentlicher und überprüfbarer Kompetenzen im Vordergrund. Außerdem ist eine möglichst enge Überschneidung
mit den Anforderungen des aktuellen Lehrplanes anzustreben.
Im Frühjahr 2017 wurden die Unterlagen im Rahmen des Inklusionsmodellprojektes „flora@velden.eu: Bildung
inklusive!“ bereits in acht Schulklassen der VS- und NMS-Velden einem Testlauf unterzogen und erhielten durchaus
positives Feedback, welches dazu genutzt werden konnte, die Materialien entsprechend auszuweiten und
anzugleichen.

Projektblatt pdf

Unterrichtsmaterialien pdf

Arbeitsblätter pdf

Anregungen für die Praxis

Drauwelt ACWAVIVA
Ein geschenktes Stück Auwald an der Drau wird für die Hauptschule 3 in Spital/Drau Spiel-, Lern- und Erlebnisort der besonderen Art. Die speziellen Anforderungen des Grundstückes und dessen Lage waren und sind eine Herausforderung für LehrerInnen und SchülerInnen, bergen aber besondere Erlebnisse und Lernmöglichkeiten, die keiner in der Schule mehr missen möchte.

Learnscapes – Schulfreiräume nutzen
Das Entwickeln und Umgestalten von Schulgeländen ist mehr als eine Schulverschönerung. Die Nutzung der Schulfreiräume bedeutet vielmehr eine Brücke zu den Unterrichtsfächern zu schlagen und eine wertvolle Ergänzung des Unterrichts in den Klassenräumen anzubieten.

Die Pflanzenwelt rund um die Schule
Die Bepflanzung hat für die naturnahe Gestaltung wohl die größte Bedeutung. Die Wahl der Pflanzen, die Art der Nutzung und der Aufwand an Pflege sind wichtige Kriterien bei der Gestaltung.

Schulhofentwicklung – ein Kinderspiel?!
Lehrpläne der Schule wollen in den Kindern eine Vielfalt von Fähigkeiten fördern und entwickeln. Es geht um das wahre Lernen mit Köpfchen, aber auch um soziale und emotionale Kompetenzen. Der „Lebensraum Schule“ – also der Schulhof – muss hier wichtige Funktionen erfüllen.

Wie entsteht unser Garten?
Beinahe alle Schulen, die Zugang zu einer Schulfreifläche besitzen, nutzen diese auch. Wenn eine Schaukel zu alt wird oder ein Kunstprojekt einen Raum zur Ausstellung braucht, wird das Schulgelände umgebaut oder um ein Gestaltungselement erweitert.

Spielflächen, Wege, Plätze und Zäune ...
... sind wichtige Gestaltungselemente in der naturnahen Schulgartenumsetzung. Der Fülle an Möglichkeiten und Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Wir möchten Ihnen eine Einleitung zu diesem Thema geben.


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