Pilzgifte in Futtermitteln

Inhalt
Ein Bericht von Lisa Drexel, Thomas Bauernfein, SchülerInnen des 3b:
Die 3. Klassen der HLFS Kematen führten im 2. Semester des Schuljahres 2008/09 ein Projekt über Pilze bzw. Pilzgifte durch. Der Hintergrund dieser Arbeit war, herauszufinden welche Pilze und wie viele davon in verschiedenen Futtermitteln vorhanden sind und ob sie Toxine bilden können. Geleitet wurde das Projekt vom Klassenvorstand der 3B, Dr. Mag. Kerstin Zangerle und zur Auswertung der Proben kam auch noch Mag. Johannes Rainer, ein auf Pilze spezialisierter Mikrobiologe zur Hilfe.
Um zu untersuchen, ob in den von uns mitgebrachten Futtermitteln, wie Heu, Kraftfutter, Getreidemischungen usw. schädliche Pilze bzw. Toxinbildner vorhanden sind, haben wir im Rahmen des biotechnologischen und mikrobiologischen Labors mehrere Arbeitsschritte durchgeführt:

Herstellung der Nährböden
Extrahieren der Proben, Herstellen der Verdünnungsreihen, Beimpfen der Nährböden, Bebrüten der Nährböden
Auswertung: Auszählung der Koloniebildenden Einheiten, Qualitative Erfassung der Kulturen, Bestimmen der Pilzgattungen mit Hilfe des Mikroskops

In unseren Proben wurden verschiedene Arten von Fusarium, Aureobasidium, Penicillium, Aspergillus und Hefen gefunden.
Als Giftbildner können dabei manche Penicillium- und Aspergillusarten von Bedeutung sein. Manche Fusariumarten können evtl. Krankheiten hervorrufen.
In einem weiteren Schritt bestimmten wir für alle gefundenen Pilzgattungen, in welcher Konzentration sie in 1 g Futtermittel vorhanden sind. Als letzten Schritt versuchten wir, unsere Ergebnisse zu interpretieren und untereinander zu vergleichen. Manche der von uns gefundenen Pilze bilden Gifte, manche davon können Allergien auslösen, manche können Krankheiten bei Tieren und Menschen auslösen. Allerdings kamen diese Mykotoxinbildner nur in sehr geringen Konzentrationen vor. Sehr viele der in unseren Futtermitteln gefundenen Pilze sind jedoch harmlos.

Welche ÖKOLOG-Aktivitäten (Maßnahmen, Projekte etc.) hat Ihre Schule im Schuljahr 2008 gesetzt?

- Verleihung des Umweltzeichens im September 2009
- Befragung der SchülerInnen zu Lehr- und Lernmethoden an der Schule
- Teilnahme am Sparkling-Science Projekt "TopKlimaScience" gemeinsam mit der Universität Innsbruck
- Projekt Nisthilfen für Nützlinge im Schulgarten: verschiedene Nisthilfen wurden gestaltet und im Schulgarten aufgehängt. Jetzt warten alle gespannt darauf, dass sie auch von Wildbienen und anderen Insekten benutzt werden.
- Projekt Pilzgifte in Futtermitteln

Eine Maßnahme / ein Projekt im Detail

Titel der Maßnahme / des Projektes
Pilzgifte in Futtermitteln

Beschreibung der Maßnahme
Ein Bericht von Lisa Drexel, Thomas Bauernfein, SchülerInnen des 3b:
Die 3. Klassen der HLFS Kematen führten im 2. Semester des Schuljahres 2008/09 ein Projekt über Pilze bzw. Pilzgifte durch. Der Hintergrund dieser Arbeit war, herauszufinden welche Pilze und wie viele davon in verschiedenen Futtermitteln vorhanden sind und ob sie Toxine bilden können. Geleitet wurde das Projekt vom Klassenvorstand der 3B, Dr. Mag. Kerstin Zangerle und zur Auswertung der Proben kam auch noch Mag. Johannes Rainer, ein auf Pilze spezialisierter Mikrobiologe zur Hilfe.
Um zu untersuchen, ob in den von uns mitgebrachten Futtermitteln, wie Heu, Kraftfutter, Getreidemischungen usw. schädliche Pilze bzw. Toxinbildner vorhanden sind, haben wir im Rahmen des biotechnologischen und mikrobiologischen Labors mehrere Arbeitsschritte durchgeführt:

Herstellung der Nährböden
Extrahieren der Proben, Herstellen der Verdünnungsreihen, Beimpfen der Nährböden, Bebrüten der Nährböden
Auswertung: Auszählung der Koloniebildenden Einheiten, Qualitative Erfassung der Kulturen, Bestimmen der Pilzgattungen mit Hilfe des Mikroskops

In unseren Proben wurden verschiedene Arten von Fusarium, Aureobasidium, Penicillium, Aspergillus und Hefen gefunden.
Als Giftbildner können dabei manche Penicillium- und Aspergillusarten von Bedeutung sein. Manche Fusariumarten können evtl. Krankheiten hervorrufen.
In einem weiteren Schritt bestimmten wir für alle gefundenen Pilzgattungen, in welcher Konzentration sie in 1 g Futtermittel vorhanden sind. Als letzten Schritt versuchten wir, unsere Ergebnisse zu interpretieren und untereinander zu vergleichen. Manche der von uns gefundenen Pilze bilden Gifte, manche davon können Allergien auslösen, manche können Krankheiten bei Tieren und Menschen auslösen. Allerdings kamen diese Mykotoxinbildner nur in sehr geringen Konzentrationen vor. Sehr viele der in unseren Futtermitteln gefundenen Pilze sind jedoch harmlos.

Folgende/r Handlungsbereich/e wurde/n bei diesem Vorhaben behandelt
,Ernährung,Gesundheitsförderung,Kultur des Lehrens und des Lernens,

Anahnd eines für die SchülerInnen relevanten Themas sollen diese mirkobiologische Arbeitstechniken sowie wichtige Massnahmen bei der Lagerung von Futtermitteln kennenlernen.

Welche Ziele wurden mit der Maßnahme / dem Projekt verfolgt?
Anahnd eines für die SchülerInnen relevanten Themas sollen diese mirkobiologische Arbeitstechniken sowie wichtige Massnahmen bei der Lagerung von Futtermitteln kennenlernen.

Wie wurde das Projekt reflektiert?
Die SchülerInnen konnten mikrobiologische Arbeitstechniken anhand eines praktischen Themas erlernen und üben. Durch die hohe Praxisrelevanz der Themas konnten wir erfolgreich eine Verbindung zwischen "abstrakter" Wissenschaft und dem unmittelbaren Umfeld der SchülerInnen, der Landwirtschaft, schaffen. Da viele SchülerInnen von einem landwirtschaftlichen Betrieb stammen und sie aufgefordert wurden, selber Probenmaterial mitzubringen, war die Motivation zum Arbeiten sehr hoch und alle waren gespannt, welche Pilze in "ihrem" Futtermittel gefunden werden konnten. Beim Auswerten der Ergebnisse war uns Dr. Johannes Rainer vom Institut für Mikrobiologie der Universität Innsbruck behilflich. Die Zusammenarbeit mit einer "schulfremden" Person hat sich nicht nur aus fachlicher Sicht bewährt, sondern auch den Unterrichtsalltag aufgelockert. Sehr gut angekommen ist sein einleitender Vortrag zur Bedeutung von Pilzen z.B. in der Lebensmittelherstellung, aber auch als Krankheitserreger und Giftbildner.
Zur Evaluation des Projektes wurde ein anonymes, schriftliches Feedback zu verschiedenen Fragen eingeholt.
Das Feedback einiger SchülerInnen:
• „ Das Projekt war sehr ausführlich und interessant. Besonders die Auswertung der Proben war sehr lehrreich. Die Zusammenarbeit mit einem Experten ist eine neue Erfahrung und hilft einem die Ergebnisse besonders genau auszuwerten.
• Das Thema war spannend aufgebaut und hat daher auch zum Arbeiten motiviert. Es ist wichtig über die Gefährlichkeit der einzelnen Pilzgattungen etwas Näheres zu erfahren, da man täglich mit Pilzen in Berührung kommt.
• Der Vortrag war sehr lehrreich und gut verständlich aufgebaut. Mit Hilfe der Power Point Präsentation konnte man ihm besonders gut folgen.
• Ich fand es gut, dass wir zuerst kurz einige theoretische Fakten erfuhren und später praktisch arbeiteten. Das Projekt war interessant, verständlich, lehrreich, spannend und gut aufgebaut. Daher habe ich keine Änderungsvorschläge.
• Der Nachmittag hat uns einen guten Einblick in diesen Bereich verschaffen und ich könnte mir auch vorstellen mich öfters mit solchen Dingen zu beschäftigen.“

• „Ich fand das Projekt interessant, da es so viele verschiedene Pilze gibt und alle so unterschiedlich ausschauen. Außerdem fand ich es interessant, weil es auch für die Praxis wichtig ist, über dieses Thema Bescheid zu wissen.“

• „Mich hat das Projekt zum Arbeiten motiviert, da Herr Rainer selber sehr viel Freude an seine Pilzen hatte, konnte er mich etwas anstecken. Leider war es etwas schade, dass wir etwas viele Leute waren und so teilweise langen warten mussten.“

• „Ich könnte mir nach dem Projekt eigentlich schon vorstellen in diesem Bereich zu arbeiten, jedoch hätte ich wegen der gefährlichen Pilze, mit denen man zu tun hat etwas Bedenken.“

• „Ich fand den Vortrag sehr informativ, es war interessant zu erfahren, wo überall Pilze in der Industrie angewendet werden und zu welchen Krankheiten es bei den Menschen führen kann.“

• „Der Zeitrahmen für die Auswertung war etwas zu kurz, besser wäre ein ganzer Tag gewesen, eventuell 2 ExpertInnen, die mit der ganzen Klasse arbeiten, wobei die halbe Klasse sich theoretisch mit dem Thema beschäftigt, andere Hälfte im Labor die Proben auswertet“

Wie wurden die SchülerInnen in den Planungsprozess (wichtige Entscheidungen, Erstellung eines Arbeitsplans etc.) miteinbezogen? In welchem Ausmaß beteiligten sich die SchülerInnen an der konkreten Umsetzung des Projekts?
Schon am Beginn des Schuljahrs wurden die SchülerInnen über das geplante Projekt informiert und gefragt, ob sie daran teilnehmen wollen. Auch die Zeitplanung erfolgte in Abstimmung mit den SchülerInnen. Die SchülerInnen wurden ausgefordert, Probenmaterial von zu Hause mitzubringen, was von den meisten auch wahrgenommen wurde. Bei der Auswertung wurde sehr spezifisch auf die einzelnen Proben und Fragen der SchülerInnen eingegangen.

Wie wurde die Maßnahme / das Projekt präsentiert? In welcher Form erfolgte die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit?
Über das Projekt wird aus der Homepage bzw. im Jahresbericht der HBLA Kematen berichtet.
Dazu gibt es an der Schule noch eine kleine Austellung zum Projekt.

Wie viele SchülerInnen haben an dieser Maßnahme / dem Projekt mitgewirkt?
50

Welche Außenkontakte / Kooperationen gab es im Rahmen dieser Maßnahme / dieses Projekts?

Link zu Projekthomepage